Als Alice auf einer Kostümparty mit einer hübschen Frau mit Kaninchenmaske nach Hause gehen möchte, ahnt sie nicht, dass diese sie, statt in ihr Bett, in einen Kaninchenbau bringt, der Alice direkt ins Wunderland führt. Chaos, Krieg und Wahnsinn herrschen dort und Alice will am liebsten sofort wieder nach Hause. Doch Alice ist nicht ohne Grund Die Kopfgeldjägerin, die ihre Kaninchenmaske beim besten Willen nicht ablegen will, wurde gleich drei mal auf sie angesetzt. Die verrückte, aber sehr charmante Hutmacherin, die gefürchtete, aber begehrenswerte Magierin Cheshire und sogar die bildschöne Herzkönigin - sie alle wollen Alice für sich haben. Denn Alice besitzt etwas, was das Wunderland vernichten könnte. Die Frage ist nur ob die drei sie verwunden, oder verführen wollen um an Alice Geheimnis zu kommen. Und wenn Alice einmal vom Kaninchen ausgeliefert wurde, wie entscheidet sich dann, wem Alice Leben nun gehört?
Dnf bei 62%. Leider sind "Hunting Alice" und ich nicht richtig miteinander warm geworden. Während der Klappentext mir ein Buch verspricht, das mir eigentlich nur gefallen kann, so ist die Umsetzung letztlich doch nicht ganz das, was ich mir erhofft habe. Dies liegt vor allem am worldbuilding und den allgemeinen Szenenbeschreibungen. Diese bleiben in meine Augen meist zu oberflächlich, um Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen und sind gerade genug vorhanden, um den Plot voranzubringen. Natürlich handelt es sich hier um eine bekannte literarische und filmische Vorlage, welche adaptiert wurde, nichtsdestotrotz sollte für das Leseerlebnis nicht völlig auf diese Vorkenntnis der Leserschaft gesetzt werden.
Darüber hinaus hat mich auch der Stil selbst weniger überzeugt. So sind Dialoge, Gedankengänge und Beschreibung recht modern gehalten und verleihen der Adaption dadurch einen individuellen, sich vom Original abgrenzenden Ton, allerdings wirkt der Stil auf mich dabei häufig ein wenig flapsig. Dies ist unter anderem auch wieder an die spärlichen Details - zu Gunsten eines schnelleren Erzähltempos, aber zu Lasten der Zugänglichkeit des Settings und der Charaktere - geknüpft. Es ging mir alles ein wenig zu schnell und wirkte eher aneinandergereiht, als eine organische Abfolge des Geschehens zu bilden. Schade, denn an sich empfand ich die Kombination aus dem magisch-altbekannten Wunderland und zeitgenössischen Elementen als sehr interessant und vereinzelte Szenen/Kapitel dazwischen dann doch immer wieder stark.
Die Charaktere sind dabei ambivalent, Alice trotz primärer POV ein wenig blass, die weiteren Protagonistinnen schon interessanter und besitzen etwas mehr Tiefe, die über die Figuren im Original hinausgeht. So bekommen etwa die Herzkönigin und Heather berührende Hintergrundgeschichten und damit mehr Leben eingehaucht.
Letztlich viele gute Elemente, die für mich leider einfach nicht stimmig genug verwoben wurden, um an der Reihe festzuhalten.
Alle Bücher von dieser Autorin schaffen es immer wieder mich in eine andere Welt zu entführen. Sodass die Zeit für mich nicht existiert und ich sehr vertieft mit der Geschichte bin.
Da man alle einzelnen Charaktere richtig mitfühlen kann und am besten immer mehr von ihnen erfahren will. Wie zum Beispiel: wer war die Schwester von Alice? Was hat Robin damit zu tun?
Genau deswegen, bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.