Frieda Hughes is an English poet and painter who has spent much of her life in Australia. She has published seven children's books and four poetry collections. She is the daughter of the poets Sylvia Plath and Ted Hughes.
Nach einem Sturm findet Frieda Hughes ein Elsterküken in ihrem Garten. Als sie das Tierchen mit in ihr Haus nimmt, ist das der Beginn einer Reise, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird.
Friedas Vater hat es ihr gesagt: Träume erfüllen sich nur mit einem Preis. in Wales hat sie endlich das Haus ihrer Träume gefunden, an dem sie für immer bleiben will. Endlich wird sie auch den Garten so gestalten, wie sie es sich immer gewünscht hat. Für diesen Traum bezahlt sie mit ihrer Ehe, denn ihr Ex, wie sie ihren damaligen Mann in ihrem Buch nennt, trägt ihren Traum nicht mit. Die Spannungen zwischen den Beiden sind von der ersten Seite an zu spüren.
George, wie sie die kleine Elster nennt, braucht ihre ganze Aufmerksamkeit. Für Frieda ist er alle Mühe wert, denn jeden Tag kann sie eine Veränderung bestaunen. Auch ihre Hunde haben sich an den neuen Mitbewohner gewöhnt und lassen sich gutmütig von ihm als Spielkameraden ge-aber manchmal auch missbrauchen.
Ich bewundere die Geduld, die Frieda Hughes bei Georges Erziehung aufbringt. Elstern sind schlaue Tiere und das wird immer deutlicher, je mehr aus dem flauschigen Küken ein stoppeliger Vogelteenager wird. Nichts und niemand ist vor ihm sicher und auch wenn es Spaß macht, über seine Eskapaden zu lesen, kann ich mir auch vorstellen, wieviel Kraft es gekostet hat, ständig hinter ihm her zu sein und das Chaos aufzuräumen, das er verbreitet.
Für den Ex ist die Elster hauptsächlich ein Störenfried, der sich in die Routine eingeschlichen hat und der mehr Aufmerksamkeit bekommt, als er verdient. Wie ein kleines Kind kann man ihn nicht lange allein lassen, so dass Ausflüge eine zeitliche Begrenzung haben. Das macht es für Frieda schwierig, wenn sie für ihre Arbeit ihren Hof und damit auch ihren kleinen Schützling verlassen muss. Nicht nur der Ex, auch andere Freunde reagieren mit Unverständnis auf den neuen Mitbewohner-
Je älter und selbstständiger George wird und seine Umgebung erkundet, desto mehr schwieriger wird die Situation außerhalb des Hauses. Er ist an Menschen gewöhnt und neckt sie so, wie er das von Frieda gewohnt ist. Aber was sie geduldig hinnimmt, macht anderen Angst und immer mehr stellt sich ihr die Frage, was aus später aus George werden soll.
Frieda macht es Angst, ihn zu verlieren. Sie ist in ihrer Ehe allein, ihr Ex und sie leben nur noch nebeneinander her und die Gespräche zwischen ihnen sind nicht immer freundlich. Sie beschreibt deutlich, wie ihr diese Situation auch körperlich zu schaffen macht, weil ihr die Kraft fehlt, sich aus dieser ungesunden Dynamik zu lösen. Auch wenn ihr der Garten und George Freude machen, fällt es ihr immer schwerer, sich um mehr als nur das Nötigste zu kümmern.
Auch wenn die Zeit mit George kurz und der Abschied für Frieda schmerzhaft war, hat er in ihr etwas angestoßen. Sie will sich mehr um Raubvögel kümmern und sie in ihr Leben integrieren. Gleichzeitig findet sie aber auch den Mut, sich dem zu stellen, vor dem sie zu lange die Augen verschlossen hat. So ist die Geschichte von George und ihr nur das erste Kapitel in einem neuen Buch das ihr Leben für sie schreibt.
Ich fand es leider bisschen nervig, dass die Story mit dem Ex so viel Raum eingenommen hat und generell ging es mir zu wenig um die Elster und ich hätte mehr Wissensvermittlunh. Außerdem fand ich den Umgang mit der Elster oft fragwürdig.