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Die Dichterin

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225 pages, Kindle Edition

Published July 31, 2026

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Özge İnan

3 books46 followers

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Community Reviews

5 stars
26 (52%)
4 stars
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1 star
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Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Anne.
40 reviews5 followers
July 30, 2026
Ich glaube 4,5 ⭐️ konnte Emma nicht so 100% greifen, aber vllt soll das auch so - hab es auf jeden Fall super schnelle durchgelesen, weil Part 1 so spannend und aufregend war und war sehr von der Geschichte eingenommen
Profile Image for Jana M..
17 reviews
July 31, 2026
Özge hat abgeliefert!

Ich weiß nicht, ob ich voreingenommen bin, weil ich Özge İnan so klasse finde, ihre Gedanken so klug und ihre Weitsicht so bemerkenswert. Vielleicht hat mir das Buch auch deshalb so gut gefallen, weil ich sowohl mit journalistischem als auch kreativem Schreiben vertraut bin - und mich deshalb in beide Hauptfiguren hineinversetzen konnte. In Emma natürlich weniger, aber ich glaube, das war auch Özges Absicht. So wird deutlich, dass Emma vielleicht selbst gar nicht so genau weiß, wer sie ist - oder zumindest lieber jemand anderes wäre. Und natürlich brauchte es auch die Distanz und Unnahbarkeit, um die weitere Entwicklung des Konflikts nicht vorwegzunehmen.

Doch selbst wenn ich Özge nicht mögen würde und beruflich und in meiner Freizeit anderen Interessen nachgehen würde, hätte mich dieses Buch gefesselt. Da bin ich mir sicher. Denn es ist unfassbar gut und flüssig geschrieben, die Spannung war für mich von Beginn an greifbar. Die Fragen, die Özge aufgemacht hat, werden mich noch eine Weile beschäftigen, unter anderem: Wem hören wir zu und warum? Wer hat eine Chance gehört zu werden? Wer bleibt ungehört, weil er nicht einem gewissen Bild entspricht? Welche Verantwortung hat Journalismus wirklich? Ist ein Thema nur so lange relevant, bis die Gesellschaft sich daran sattgelesen hat?

Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen neidisch, dass Özge ein Jahr jünger ist als ich und trotzdem schon zwei Romane veröffentlicht hat, journalistisch arbeitet, Juristin ist und auch noch Zeit findet, das aktuelle Zeitgeschehen auf Bluesky und Instagram einzuordnen. Deshalb fand ich es fast lustig, dass genau solche Gedanken auch im Buch vorkommen. Aus meiner Sicht ist Neid hier erlaubt - missgünstig ist er jedenfalls nicht, sondern bewundernd.
Profile Image for Eda.
170 reviews10 followers
August 3, 2026
Mit welcher Intention schreiben und veröffentlichen wir eigentlich Geschichten? Und ist diese Intention eigentlich wichtig, wenn die Geschichten einmal draußen in der Welt sind?

Chapeau und danke, liebe Özge. Ich hatte eine ganz wunderbare und kurzweilige Bahnfahrt dank diesem wirklich spannenden Buch und der Gedanken, die mich jetzt im Nachgang noch verfolgen.
Profile Image for Mila.
2 reviews
Read
July 29, 2026
Originalität und Urheberschaft scheinen für Autoren fesselnde Themen zu sein. “Die Dichterin” ähnelt ironischerweise einer Geschichte, die auch schon Martin Suter in “Lila Lila” und R. F. Kuang in “Yellowface” beschrieben haben. 

Ich bin Fan von Özge Inan. Sie besitzt die Doppelqualifikation schlechthin; sie ist Schriftstellerin und ausgebildete Journalistin, was sie angenehm einfließen lässt. Der Roman wechselt immer zwischen den Perspektiven der Journalistin und der Dichterin. Özge Inan hat viele erfrischende Gedanken, die sich galant in das Pingpong der Perspektivwechsel einpflegen. Meiner Meinung nach braucht es die auch, denn ich war teilweise von der Perspektive der Dichterin gelangweilt. Die Kapitel aus Sicht der Journalistin waren spannender, aber auch, weil der Charakter vielschichtiger war und das Berufsbild des Journalisten besser gezeichnet wurde. 

Durch die Gedanken der Journalistin bekommt man als Leserin ständig die Chance, sich selber zu hinterfragen präsentiert. Zentrale Themen sind Integrität, Wahrhaftigkeit und Originalität. 

Özge Inan ist bekennende KI Haterin. Im Buch gibt es eine Stelle, in der, der Vater der Journalistin, ihr von einem seiner Studenten erzählt, der einen Ghostwriter
engagiert hat. Der Vater ist davon schwer erschüttert, er fragt sich, wie der Student ihn und die Wissenschaft so hintergehen konnte. Der Schluss war, dass von diesem Student nicht mehr erwartet werden kann, die Wahrheit zu sagen. Kennen wir also alle keine Wahrhaftigkeit, wir, die so viel mithilfe von KI produzieren lassen? Das ist nur eine der Fragen, die dieser Roman aufwirft.

Die Parallele zu “Yellowface” wirkt vielleicht widersprüchlich, ist aber mit Sicherheit von der Autorin bewusst gesetzt und eine interessante Herangehensweise.
Profile Image for jona rausch.
17 reviews3 followers
August 2, 2026
özge inan ist einfach krass und klug. neue Gedanken zum Thema U und E Literatur, zum Diebstahl, zum Skandal, alte Gedanken präzise und formuliert. Manchmal gab es vielleicht die ein oder andere Figur, die keine Figur war, sondern Zweck um etwas aufzuzeigen, das war bisschen schade und die realsten Verbindungen, zwischen Tarek und Nazanin und die von Emma und Berit hätten gerne noch Raum bekommen können, aber alles in allem so packend und toll, dass ich es in einer Zugfahrt durchgelesen habe <3
Profile Image for Finn.
13 reviews
August 4, 2026
In mir wird vermutlich für lange Zeit keine letzte Seite so viel Wut und Ekel für eine Figur erzeugen, gleichzeitig aber auch genauso große Bewunderung dafür, wie konsequent diese Geschichte zu Ende erzählt wurde.
Profile Image for JanLu.
39 reviews1 follower
August 3, 2026
Wow! Ich bin ja wirklich kein Bücherwurm, aber dieses Buch habe ich an zwei Tagen weggeatmet!

Auch hier muss vorangestellt werden, dass ich Özge für eine wahnsinnig intelligente und wichtige Stimme halte, die zu meiner politischen Sozialisation eine super wertvolle Perspektive beigetragen hat. Daher wollte ich das Buch auch sehr gerne mögen.
Genauso ging es mit aber auch schon bei ihrem Vorgänger, der mich persönlich leider nicht direkt angesprochen hat.

Ganz anders dieses Mal: Die Geschichte ist so fesselnd, die Figuren so nachvollziehbar, dass ich wirklich darin versunken bin.
Man erkennt Özge in den Perspektiven und Themen immer wieder, schließlich ist sie selbst Schriftstellerin, Journalistin und sogar auch noch (ehemalige?) Jura-Studentin.
Vermutlich gelingt es ihr auch deshalb so gut, die einzelnen Figuren greifbar zu machen.
Neben den Figuren schafft sie es aber auch, kluge Kommentare einzubringen: Sei es über den Journalismus „Wir helfen nicht. Wir berichten.", genau dieses Dilemma, und eben auch Wahrhaftigkeit.

Gerade letzteres wurde für mich zu einem großen Thema, der Exkurs mit der gefälschten Doktorarbeit bringt dieses hochaktuelle Thema sehr prägnant aufs Papier. Und ist nicht genau das eines der entscheidenden Themen in unserer heutigen Welt, persönlich wie politisch?
Profile Image for Jule.
429 reviews21 followers
August 2, 2026
Nachdem Özge İnan mit "Natürlich kann man hier nicht leben" die Messlatte für mich so extrem hochgelegt hatte, war ich mehr als dankbar, dass ihr zweiter Roman ein ganz anderes Thema verhandelt.
Wir tauchen ab in den Literaturbetrieb und den Journalismusbetrieb, erzählt durch die Brille der beiden Hauptprotagonist*innen mit wechselnder Perspektive.

Kurzweilig und erfrischend rasant geschrieben verhandelt der Text auf leichte Art große Fragen nach Wahrhaftigkeit, Klassismus und Schuld. Dabei kann man wechselseitig die beiden Protagonist*innen anklagen, aber auch sich selbst als lesende Person. Verloren hat am Ende eine ganz andere Person, deren Perspektive (vermutlich bewusst) nicht erzählt wird.

Ich mochte die verschiedenen Ebenen des Buches, Andeutungen und dass so viel leiser Reflektionsraum angeboten wird. Und wer das nicht mag, fliegt einfach so durch die Seiten und wird sich gut unterhalten wissen.
Profile Image for Julia.
87 reviews15 followers
August 2, 2026
Ich fand die ersten 50 Seiten bisschen slow. Aber dann hab ich den Rest ohne Pause fertig gelesen. Das Buch hat eine enorm gute Balance auf der Ebene Vorhersehbarkeit: es gibt Plottwists, aber nicht übertrieben, kein Drama, aber viele Uff-Momente. Sowohl die Handlung als auch die Charaktere sind Mega Gut austariert: Man weiß genug, um zu verstehen, um zu fühlen und gleichzeitig ist nichts fad oder zu viel. (Ja, auch die ersten 50 Seiten sind da RÜCKBLICKEND mitgemeint. Und das wichtigste: Ich fühls noch, obwohl ich es ausgelesen hab. Es berührt mich und füttert meine Gedanken.
Profile Image for Simon.
32 reviews1 follower
August 2, 2026
Brauchte kurz um reinzukommen aber dann konnte ich nicht mehr aufhören. Das Buch hat mich richtig mitgenommen, wahrscheinlich weil die Charakter in ihren Lebenswelten so super authentisch waren. Ansonsten einfach gut geschrieben, daher eine absolute Empfehlung!
Profile Image for Marie On.
Author 1 book3 followers
August 4, 2026
Emma Rodenstock kommt von ganz unten. Sie erinnert sich gut an die Zeit, als sie an der Tafel anstand und ihrer Mutter ein paar geschenkte Lebensmittel in die Tasche schob. Jetzt hat sie geschafft, was kaum einer ihresgleichen erreicht hat. Sie ist ganz oben angekommen, tingelt durch die deutschen Talkshows und verkündet ihre Agenda über Armut, Chancenungleichheit, Klassismus und Privilegien. Sie beklagt das Sozialsystem, das sie für demokratiefeindlich hält. Ihr Angriff auf die wohlstandsverwöhnte Gesellschaft ist das, was gerade ankommt. Emma hat einen Gedichtband geschrieben und sie hat Charisma. Wenn sie über ihre Spandauer Kindheit spricht:

In der Geburtslotterie hatte ich also zeitlich und räumlich null richtige. S. 18

kann sie sich einiger Lacher gewiss sein. Die Leute brauchen die Auflockerung, bevor es ernst wird:

Die Erziehung meiner Mutter lässt sich auf zwei Ziele herunterbrechen: Den Vater von den Kindern und die Kinder von den Drogen fernhalten. S. 18

Räuspern, Schlucken, betretenes Schweigen. Sie kennt ihr Publikum.

Nazanin träumt von einer Zukunft im Wirtschaftsressort. Sie ist Praktikantin in der großen Hauptstadtredaktion und volontiert im Kulturressort. Dann flüstert Tarek ihr zu, dass in diesem Jahr wegen Sparmaßnahmen keine Volontäre übernommen würden. Nazanin sieht ihren Traum platzen, sich wieder zu ihren Eltern nach Heidelberg ziehen. Sie braucht eine zündende Idee.

Roya kündigt sich an, ihre Tochter am Wochenende zu besuchen. Nazanin geht mit ihr Sushi essen und danach zum Friseur. Während die Hairstylistin Roya eine undefinierbare Mischung auf den Ansatz streicht, blättert Roya in der neuen Brigitte: „Schau, da ist der neue Stern am Himmel, die Lyrikerin Emma Rodenstock.“ Nazanin liest den Artikel und schüttelt den Kopf. Zehn Minuten später fängt sie Feuer.

Fazit: Die Journalistin, Juristin und Autorin Özge Inan („Natürlich kann man hier nicht leben“) verhandelt in ihrem zweiten Roman, den Aufstieg einer vermeintlich armen Lyrikerin aus der Unterschicht und einer ehrgeizigen angehenden Journalistin, die die große Story wittert. Als die Kontrahentinnen aufeinandertreffen, verfällt Nazanin Emmas Charme ebenso wie ihre Berufskollegen. Für eine Exklusivreportage führt sie Emma an die Orte ihrer Kindheit und Jugend und bemerkt einige Ungereimtheiten. Als sich dann eine junge Frau meldet, die die Gedichte tatsächlich geschrieben haben will, startet Nazanin eine Hexenjagd. Die Geschichte ist temporeich und intensiv. Es bleibt spannend bis zum Ende. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Zwei privilegierte Frauen, die beide großes erreichen wollen, um ihr Ego zu streicheln. Eine temporeiche und kluge Veranstaltung, die mich bis zur letzten Seite gefesselt hat.
1 review
August 1, 2026
Die Autorin schreibt über Erlebtes, Empfundenes und Erhofftes. Damit ist der Roman keine reine Fiktion. Die Charaktere erscheinen deshalb sehr lebendig. Die Sprache ist zeitgemäß. Sowohl die Sehnsüchte als auch die Vorurteile der Charaktere sind spürbar. Auch die Erwartungen der Protagonisten aneinander wirken lebensnah. Wenn auch nur in loser Form, so verdichtet sich doch der Eindruck, dass die Charaktere auf realen Personen beruhen.
Klischees, Jugendsprache und der gelegentlich erkennbare Jargon einer Bildungsaufsteigerin unterstreichen die Authentizität der Charaktere und fügen sich sehr gut in die Erzählung ein. Auch aktuelle politische Debatten sind glaubhaft in deren Struktur eingebunden. Sie sind Teil der Lebensrealität der Charaktere oder Ausdruck ihrer Empfindungen. Dabei wird allerdings ebenfalls deutlich, dass die Erzählung aus einem bestimmten Milieu stammt – dem der Autorin.
Das muss kein Nachteil sein. Der Roman holt jedoch nicht jeden gleichermaßen ab; vielmehr findet sich darin vor allem das eigene Milieu wieder. Interessant ist, dass sich genau dies auch in der Geschichte selbst abspielt: Woher kommen wir, und was erwarten wir – von uns und von anderen?
Die Spannung bleibt über das gesamte Werk hinweg erhalten; kein Wort scheint zu viel und kein Gedanke unnötig.
Am Ende bleiben den Lesenden viele Fragen, die sie sich nur selbst beantworten können – Fragen, die sich jeder Mensch und jede Gesellschaft grundsätzlich stellen sollten: Was wollen wir sein? Wie wollen wir sein und unter welchen Bedingungen? Welchen Preis haben Wahrheit und Erfolg? Vor allem aber: Was bedeuten uns Freundschaft und Loyalität?
Eine klare Leseempfehlung: 9 von 10 Sternen.
1 review
August 2, 2026
Es gibt Bücher, die haben etwas zu sagen. Ich fühle mich gerade nicht „gut unterhalten“ sondern „zerrissen in Kopf und Brust“. Natürlich gibt es einen spannenden Handlungsbogen, aber Inhalt des Buches geht weit über die Geschichte hinaus. Es könnte gut sein, dass ich nach vielen Jahren gerade wieder das Lesen gelernt habe. Danke!
- A must read -
Profile Image for Danny Marcalo.
568 reviews23 followers
Review of advance copy received from Publisher
July 17, 2026
für die Arbeit
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