Doreen und Marina Markert sind Mutter und pubertierende Tochter, die sich bislang eher glücklos durchs Leben schlagen. Doch dann ziehen sie bei einer Zwangsversteigerung endlich einmal das ganz große Zum Schnäppchenpreis kommen sie in den Besitz einer alten Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Dort scheint sich das Leben der beiden erst einmal in jeder Hinsicht zum Guten zu Plötzlich laufen die Geschäfte der Mutter, die Teenager-Tochter startet mit ihrer Musik als YouTube-Star durch. Beide finden die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie suchen. Aber alles hat seinen Als Doreen schließlich erkennt, auf welchen Pakt sie und ihre Tochter sich unbewusst eingelassen haben, könnte es bereits zu spät sein. Währenddessen geht Musiker Ethan in London auf die verzweifelte Suche, wer den brutalen Mord an seiner Mutter begangen hat, und kommt einer unheilvollen Verbindung auf die Spur. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Anzahl der Toten …
Markus Heitz goes Der Multi-Bestseller-Autor der Dark Fantasy schreibt meisterhaft über ein verfluchtes Haus.
Für alle Fans des Gothic Horrors von Guillermo del Toro bis Edgar Allan Poe.
„Die Villa“ ist definitiv kein literarisches Meisterwerk. Aber für das, was es ist - nämlich ein Horrorroman - hat es mir sehr gut gefallen. Wenn man die Storyline nicht zu sehr hinterfragt macht das Lesen durchaus Spaß. Richtig Angst bekommt man beim lesen nicht, aber viel Blut, Dämonen, Tod und intrigante Verstrickungen kann man erwarten. Die Charaktere sind etwas blass und eindimensional geblieben, aber auch das war nicht schlimm, weil es dafür umso mehr Action gab. Persönlich mochte ich den Schauplatz besonders gerne, weil ich einige Zeit genau in dieser Gegend gewohnt habe und regelmäßig im Poetenweg die tollen Villen bewundern konnte. Insgesamt ein kurzweiliger Roman ohne Tiefgang aber dafür seit Langem mal wieder eine Lektüre, die ich bis spät in die Nacht verschlungen habe. Wer also ein unkompliziertes Buch sucht, das von der Leserin wenig fordert wird hier fündig.
„Doreens Entscheidung, die Villa für hundert Euro zu ersteigern, war die beste ihres Lebens gewesen. Denn alles Schlechte, alles Miese sich und machte den Weg für das Wundervolle und Wunderbare frei. Das Bedrückende verschwand, sämtliche Probleme lösten sich auf.“
Mein erstes Buch von Markus Heitz war sehr unterhaltsam und ich möchte Euch direkt was zum Genre sagen, bevor ich zum Inhalt und meiner Meinung komme.
„Horror-Roman“ bedeutet in diesem Fall:
Es handelt sich um einen Gegenwartsroman mit den Themen Zwangsversteigerung, Denkmalschutz, Renovierung, Familiengeheimnisse, Nachbarschaft, Verwirklichung von Träumen, Mutter-Tochter Beziehung und viele andere. Großzügig gespickt ist das Ganze mit Horror- und Dark Fantasy Elementen. Ich empfehle, unbedingt in die Leseprobe zu schauen. Da sieht man den Schreibstil und die Art der Geschichte direkt!
Kurz zum Inhalt:
Doreen kann ihr Glück kaum fassen: für nur 100€ kann sie eine Traumvilla in begehrter Lage Leipzigs ersteigern. Die Villa scheint zunächst dafür zu sorgen, dass sich für Doreen und ihre Tochter Marina alles zum Guten wendet. Was sie nicht wissen: nichts ist umsonst und die Villa hat einen eigenen Willen. Der ihnen unbekannte Londoner Musiker Ethan weiß das bereits und versucht verzweifelt herauszufinden, wer oder was seine Mutter bestialisch ermordet hat…
Meine Meinung:
Ich möchte jetzt alles von Markus Heitz lesen! Leider habe ich keine Zeit (man kommt zu nichts!) und schon einen Stapel mit Büchern an, die gelesen werden wollen, andernfalls wäre ich schon knietief in seinen anderen Thrillern und Fantasybüchern drin. Man merkt, dass er viele viele Bücher in den Genres geschrieben hat und weiß, was er tut. Ich bin ein neuer Fan!
Wird das Buch allen gefallen? Auf keinen Fall. Es ist thematisch sehr spitz, die Mischung ist ungewöhnlich und ich sehe die Chancen bei 50:50. Ein klassischer Fall von „Die einen werden es lieben und die anderen werden es hassen.“
Zum Glück mochte ich es sehr! Es war zu brutal, als dass ich es „lieben“ könnte, aber es steht auch Horror drauf und ich finde es war auch echt Horror drin. Ich hatte keine Angst, keine Gänsehaut etc., aber ich fand es spannend und heftig. Würde es mit „Final Destination“ vom Horrorvibe vergleichen.
Wir lesen aus der Erzählerperspektive und wechseln dabei ab und an den Standort. Mein Favorit war der Haupterzählstrang rund um Doreen und Marina. Am Anfang musste ich natürlich erst mal in die Geschichte reinfinden, aber sie wurde schnell zum pageturner.
Danke schön an den Autor und sein Team für die spannende Unterhaltung!
"Die Villa" war mein erstes Buch von Markus Heitz. Ich wusste natürlich, dass er ein bekannter Fantasy- und gelegentlich auch Thriller-Autor ist, aber bisher hatte mich noch keine seiner Geschichten angesprochen. Bei Horror kann ich allerdings nicht widerstehen!
Leider war dieses Buch dann doch eher eine Enttäuschung.
Es fängt schon beim altbackenem Schreibstil an, der mir wirklich überhaupt nicht zugesagt hat. Es liest sich so verstaubt.
Charaktere und Plot sind klischeebeladen. Wir haben hier eine alleinerziehende Mutter mit Teenie-Tochter, die sich für mich als Frau überhaupt nicht authentisch lesen. Natürlich ist die Tochter bockig und aufmüpfig und liegt random im Herbst in Sportunterwäsche zuhause rum. Jedes Mal, wenn ihre langen blonden Haare erwähnt wurden, wollten meine Augen in meinem Schädel verschwinden, so hart musste ich die rollen.
Es zieht sich auch so ein latenter Klassismus durch die Geschichte. Doreen hat einen sehr soliden Job als Filialleiterin bei einem Discounter (oder wie Heitz immer schreibt: "Billigdiscounter"). Der wird als uncool und blöd dargestellt, etwas, das man nur macht, weil man ein Kind hat und seiner eigentlichen Passion nicht nachgehen kann. Meine Mama arbeitet auch im Einzelhandel und macht das tatsächlich ziemlich gern (auch wenn sie sich natürlich mehr Geld wünscht, aber das steht auf einem anderen Blatt).
Tochter Marina überlegt hingegen, nach ihrem Realschulabschluss eine Lehre im Handwerk zu beginnen, was natürlich als Katastrophe dargestellt wird, denn nur Abitur zählt.
Auch gestört haben mich die (manchmal misogynen) Kraftausdrücke, die einfach random und für den Schock da waren. Ich habe nichts gegen Slasher, blutige Szenen usw, aber hier konnte ich mich nicht gruseln, sondern saß mit gerunzelter Stirn da und dachte mir: Ja, nee, is klar.
Das Haus selbst bleibt überraschend blass, obwohl es doch eigentlich eine tragende Rolle spielt. Ich konnte mir die Räume und den Grundriss nicht mal richtig vorstellen.
Ich bin außerdem keine Freundin von ständigem Perspektiv- und Ortswechsel. Irgendwann fügt sich zwar alles zusammen, aber über den Großteil des Buches hat mich das einfach nur rausgerissen.
Mein Geschmack wurde hier einfach nicht getroffen. Ich stehe eher auf dichte Atmosphäre, tiefe, multilayered Charaktere mit starken Beziehungen und einen frischen, fließenden, manchmal poetischen Schreibstil.
Das heißt aber nicht, dass das Buch grundsätzlich schlecht ist. Meine Bewertung ist rein subjektiv.
Für mich war dieses Buch Mal etwas ganz anderes als mein gewohntes Genre. Hat mir an sich ganz gut gefallen.
Starten wir Mal mit dem Schreibstil. Den fänd ich richtig gut, flüssig und wirklich spannend. Ich konnte es wirklich nicht mehr aus der Hand legen weil ich wissen wollte wie geht's weiter. Nicht zuletzt weil die Kapitel am Schluss immer total offen um dann zum nächsten Handlungsstrang zu wechseln. Die beiden Handlung die anfangs überhaupt nichts miteinander zutun haben sich aber am Schluss finden fand ich stark. Die ganze Zeit hat man gegrübelt was es damit auf sich hat.
Die Geschichte an sich war gut wenn auch für mich manchmal etwas wirr. Gerade wenn es dann ins Okkulte ging oder wie Ethan auf manche Dinge gekommen ist war ich manchmal etwas raus. Und gerade zum Ende hat war es mir fast etwas viel und abgedreht.
Die Stimmung im Buch war dafür mega. Düster, atmosphärische und total geladen. Vor allem wenn die Standuhr wieder ihr "tick tack" von sich gibt. Da läuft es einem schon manchmal eiskalt den Rücken runter.
Die Charaktere sind alle recht gut wenn auch manchmal sehr schnell mit dem Übersinnlichen zufrieden und finden sich damit ab. Eine Bindung konnte ich allerdings nicht groß zu ihnen aufbauen, mag vielleicht am Genre liegen?
Das Setting hat mich dann allerdings völlig überzeugt. Man kann sich die Villa so richtig vorstellen. Die tickende Uhr, der gruselige Keller und auch die Atmosphäre wirklich gut und eindrucksvoll.
Das Ende kam mir dann fast etwas schnell und übereilt. Insgesamt hat's mir mit ein paar kleinen Schwächen trotzdem sehr gut gefallen.
Inhalt und meine Meinung: Die alleinerziehende Doreen und ihre 16jährige Tochter Marina ziehen in eine alte Villa. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist nicht gerade das beste und für erste stäubt sich Marina nach besten Kräften. Doch als sie das erster mal in er Villa ist, hat sie Visionen und beschließt: hier will sie nicht mehr weg. Das Schicksal scheint es gut mit beiden zu meinen. Bei Doreen läuft alles nach Plan und die Musik Kariere der Ochtrup startet voll durch. Als Doreen erkennt welche böse Macht hinter allem steckt, scheint e schon zu spät zu sein.
Es ist schon der Hammer, was hier in der Villa (und drum herum) alles passiert. Und das nicht zu knapp. Also die Horrortaten sind nichts für schwache Nerven. Aber es ist so abgedreht dass ich immer vor Augen habe, dies ist ein Horror-Buch (deshalb kam auch kein Grusel Effekt auf). Und am Anfang denke ich mir nicht nur einmal, in so eine Villa würde ich auch gerne einziehen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen und es wir ein flottes Tempo vorgelegt. Zu keiner Zeit wirkt es langatmig oder zäh, es geht pausenlos ab, die Spannung lässt nie nach.
Das Ende lässt dann Raum für einen zweiten Teil.
Autor: Markus Heitz ist hauptberuflicher Geschichtenerfinder, studierter Historiker und Germanist, Multi-Bestseller-Autor und Jahrgang 1971. Er schrieb mehr als 80 Bücher. Vorwiegend Phantastik, Horror und Space Fiction. Sogar Kinderbücher und politische Kurzgeschichten gesellten sich hinzu.
Mein Fazits: Ein Horrorroman der seinem Namen alle Ehre Macht. Von mir 4 Sterne.
Markus Heitz liefert mit seinem Horrorroman „Die Villa“ einen rasanten Schmöker ab, der von der ersten Seite an fesselt. Die Geschichte dreht sich um das zerstrittene Duo Doreen und Marina, die durch die Ersteigerung einer alten, sanierungsbedürftigen Villa auf ein glücklicheres Leben hoffen. Doch die Verheißung von Erfolg und Sicherheit entpuppt sich rasch als trügerisch: Das geschichtsträchtige Haus weckt eine unkontrollierbare Macht, die einen grausamen, blutigen Preis fordert. Ergänzt durch eine parallele Suche nach einem Mörder und regelmäßige Perspektivwechsel entsteht ein hohes und ziemlich packendes Erzähltempo. Dank des flüssigen und schnörkellosen Stils gelingt der Einstieg mühelos. Ich habe mich zwischendurch schon echt ziemlich gegruselt. Wer allerdings eine tiefgründige Charakterentwicklung oder detailreiche Hintergründe zur Vergangenheit des Hauses sucht, könnte etwas enttäuscht werden, da die Figuren stellenweise recht flach bleiben. Dennoch ist der Roman eine atmosphärische und kurzweilige Empfehlung für alle, die düstere Mystery-Geschichten und unheimliche alte Gemäuer lieben.
Spannende Horrorhaus-Geschichte "Die Villa" von Markus Heitz ist eine Horror-Story mit einem starken Sog. Als mich das Buch gepackt hatte, habe ich es nicht mehr loslassen können und in kurzer Zeit zu Ende gelesen. Doreen ersteigert fast zufällig eine alte, denkmalgeschützte Villa für ganz wenig Geld, allerdings hat sie auch keines für die Renovierung. Ja, so ganz logisch ist hier vieles nicht. Ihre Tochter ist von dem Kauf nicht überzeugt und möchte auch nicht in die Bruchbude ziehen. Doch dann kommt alles ganz anders, denn die Villa hat bestimmte Eigenschaften. In einem andren Erzählstrang kommt es zu merkwürdigen Todesfällen und der Sohn ermittelt einen alten Geheimbund mit einer Beschwörung und weiteren Geheimnissen. Das Buch ist spannend geschrieben und die Beschreibungen auch nicht für Gemüter, die Gewalt in Büchern ablehnen geeignet. Die Charaktere bleiben eher oberflächlich, da hätte ich gerne tiefer geblickt. Auch von der Logik her gab es ein paar kleine Fragezeichen bei mir, allerdings hatte ich an der Geschichte auch so viel Spaß, dass ich diese ignorieren konnte. Für Fans des Genre Horror eine packende Geschichte.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon die ersten Seiten schaffen eine unglaublich dichte und atmosphärische Stimmung. Von Anfang an liegt etwas Unheimliches in der Luft und man merkt sofort, dass mit dem Haus irgendetwas nicht stimmt. Diese bedrückende Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen und hat dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte allerdings ziemlich brutal und enthält einige explizite Szenen, die definitiv nichts für zartbesaitete Leser:innen sind.
Leider konnte mich die Handlung insgesamt aber nicht komplett überzeugen. Ab einem bestimmten Punkt wurde mir die Geschichte einfach etwas zu überzogen und hat für mich ihren Reiz verloren. Das Ende konnte mich leider nicht mehr so packen wie der vielversprechende Anfang.