Das Jahr der Wale: Roman | Reese's Book Club Pick August 2026. »Bezaubernd. Die Geschichte erinnert uns daran, dass das Unmögliche manchmal möglich ist.« Jodi Picoult
Manchmal muss man verloren gehen, um nach Hause zu finden ...
Der bewegende RomanDas Jahr der Wale erzählt von einer jungen Frau zwischen zwei Welten: zwischen Land und Meer, Sicherheit und Sehnsucht, Liebe und Bestimmung. Ein Liebesroman und eine Ode an die Natur.
Annie MacLeod hat schon immer gespürt, dass sie anders ist. Ihre Kindheit verbringt sie hauptsächlich auf einem Segelboot vor der Westküste Kanadas, denn ihre Mutter erträgt es nicht, längere Zeit vom Meer getrennt zu sein. Doch in Hale's Landing wartet Evan auf Annie, und als die beiden erwachsen werden, wird aus der Kindheitsfreundschaft etwas Tieferes.
Eines Tages bleibt Annie zum ersten Mal allein bei Evan, während ihre Eltern segeln gehen. In dieser Nacht zerstört ein Tsunami ihre ganze Welt. Annie ist an Land gestrandet, ihre Eltern kehren nicht zurück. Am Strand rettet Annie einen jungen Mann aus den Fluten. Walker scheint stumm zu sein, trotzdem spürt sie sofort eine seltsame Verbindung. Als würde etwas in ihm zu etwas in ihr sprechen, das ihr selbst verborgen ist.
Dann soll Hale's Landing evakuiert werden, und Annie muss entscheiden, wohin ihr Herz gehört …
Healing Novel trifft auf Nature Writing – poetisch, bewegend und mit Bildern, die im Kopf bleiben.
Kelly Andersons wunderbarer Roman verbindet eine große, emotionale Geschichte über Familie und verschiedene Arten von Liebe mit eindringlichen Bildern. Die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur spricht direkt zu unserer wilden Seele.
»Bezaubernd. Die Geschichte erinnert uns daran, dass das Unmögliche manchmal möglich ist.« Jodi Picoult
»Ein atemberaubendes Debüt, das lange nachhallt.« Christina Baker Kline
Das Jahr der Wale ist ein sehr bewegendes und doch in sich ruhendes Buch. Nach einem Tsunami, der so wunderschön beschrieben wird, dass es seiner Zerstörungswut fast gegenübersteht, kommt die Welt von Annie ins Wanken. Aufgewachsen auf einem Segelboot und stets umgeben von Wasser, wird sie gezwungen, ein Leben an Land zu bestreiten, welches ihrer Natur total widerspricht. Doch auch wenn der Tsunami ihr alles genommen hat, was sie geliebt hat, so bringt ihr das Wasser auch eine alte Seele, in Form eines jungen Mannes, zurück. Sofort vernimmt Annie seine Vibrationen, seinen Klang, ähnlich dem, den sie von ihrer Mutter kennt. Woher kommt er, und woher kam ihre Mutter?
Ein Buch voller Mysterien, das das Geheimnis des Ozeans bewahrt.
Abgekoppelt von ihrem alten Leben begibt Annie sich langsam in eine neue Welt, doch wo ist sie wirklich zu Hause, wo gehört sie hin?
Kelly Anderson versteht es, in wunderbaren Bildern zu schreiben und eine ganz besondere Atmosphäre in diesem Buch zu schaffen. Geheimnisvoll und mystisch, fast schon übernatürlich, ohne das Offensichtliche preiszugeben, bleibt man in der Schwebe zwischen Realität und Legende. Wo endet der Ozean und wo beginnt er in uns drin? Das Buch saugt einen wie ein Tsunami geradezu ein und gibt einen am Ende wieder komplett durchgeschüttelt frei. Das Gelesene muss sich erst einmal sortieren. Welche Bedeutung kommen den Walen hier wirklich zu? Tief abgetaucht aus einem Strudeln im Ozean kommt man schließlich wieder hervor und sieht das Buch mit anderen Augen.
Ein ganz besonderes Leseerlebnis, welches ich so noch nicht hatte. Eine Mischung aus Mystik, Legende, Sehnsucht, Realität und Hoffnung.
Das Cover hat mich auf den ersten Blick angesprochen. Die Gestaltung mit dem Wal, welcher zu Beginn eine zentrale Rolle spielt, und den Farben wirkt stimmig und einladend. Wenn man das Buch dann erst mal in den Händen hält, spürt man auch die haptischen Elemente des Einbandes, das hat mir sehr gut gefallen. Der Handlung schwingt eine gewisse Schwere mit, zuerst wird ein toter Wal aufgefunden, welcher auf brutale Art entsorgt wird und der viele Müll, der dort vorgefunden, wird regt zum nachdenken an. Annie hat eine besondere Bindung zum Meer und das leider auch im traurigen Sinne. Die Zeitsprünge beim Lesen erfordern zunächst etwas mehr Konzentration, wenn man die unterschiedlichen Handlungsstränge aber erst mal zusammen geführt hat, lässt dich das Buch etwas entspannter weiter lesen. Manches habe ich als sehr abstrakt empfunden, teilweise geht es auch in eine mystische Richtung, was mich dann wenig anspricht. Ein kleines Highlight war für mich auch das Bändchen um die zuletzt gelesene Seite zu markieren.
Fazit: Das Buch war doch stark anders als erwartet und konnte mich daher leider nicht ganz überzeugen. Das Setting war jedoch sehr spannend und die Covergestaltung gelungen.
Ich muss zugeben, gerade zum Ende hin ging mir die Handlung von „Das Jahr der Wale“ der Autorin Kelly Anderson doch etwas zu sehr ins Fantastische. Was als ruhige, feinsinnige und leicht mysteriöse Geschichte beginnt, verliert sich dann etwas im Ungewissen. Auch etwas unglücklich ist finde ich der Titel gewählt. Die Handlung macht mehrere Zeitsprünge und zieht sich dabei über Jahre hinweg und auch wenn Wale gelegentlich eine Rolle im Plot spielen, würde ich sie nicht als Titel gebend wahrnehmen. Aber auch sonst fällt es mir nicht leicht den Roman einzuordnen. Der Schreibstil liest sich angenehm und die Charaktere sind durch ihre hohe Individualität durchaus faszinierend. Auch der fortwährende Bezug zum Meer gefiel mir richtig gut und vermittelt trotz dem beschriebenen Unglück etwas beruhigendes. Das erste Drittel war erzählerisch finde ich richtig stark, der anschließende Bruch lässt die Handlung dann aber etwas unbestimmt vor sich hin dümpeln. Da mich auch das Ende nicht so richtig mitreisen konnte, lande ich bei soliden drei Sternen.