Angelina Boerger dachte lange, sie sei ein Fehler im System – zu laut, zu emotional, zu unkonzentriert. Heute weiß Nicht sie ist das Problem, und auch nicht die Tatsache, dass wir mehr über Neurodiversität sprechen. Das Problem ist eine Gesellschaft, die Vielfalt als Störung begreift. Das muss sich ändern.
Ausgehend von ihrer ADHS-Diagnose begibt Angelina Boerger sich in »Normal war nie der Plan« auf eine Reise durch die Geschichte des Andersseins. Denn das, was wir heute für normal halten, ist nicht naturgegeben. Es ist das Produkt einer Welt, die alles misst, berechnet und auf Leistung trimmt. Um diese Zusammenhänge aufzudecken, blickt die Autorin zurück in die Steinzeit, wo Anderssein überlebenswichtig war, auf aktuelle Debatten rund um den Begriff Neurodiversität, und nach Was bedeutet es im Zeitalter von künstlicher Intelligenz aus bekannten Mustern auszubrechen?
Ein Buch für alle,
die sich nicht länger für ihr Anderssein entschuldigen wollendie verstehen möchten, was hinter dem Begriff Neurodiversität stecktdie hinterfragen, was gesellschaftlich als »normal« gilt
Was ist eigentlich normal? Was ist Neurodiversität? Wie kann Vielfalt unsere Gesellschaft besser machen? Ein wirklich spannendes Buch, das auf den Stand der Forschung zum Thema Neurodiversität eingeht und sich fragt, welche gesellschaftlichen Veränderungen es braucht. Die wissenschaftlichen Aspekte fand ich super informativ und ich konnte einiges daraus mitnehmen! Mir war das Buch nur etwas zu unstrukturiert, es wurde schnell von einem Punkt zum nächsten gesprungen. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, länger bei einem Thema zu verweilen.