Es scheint zunächst ein Tag wie jeder andere zu sein – Menschen treffen sich in Cafés, freuen sich auf eine Verabredung, streiten miteinander. Ein kleines Mädchen hat eine unheilvolle Vorahnung. Als plötzlich eine Gewalttat geschieht, setzt sich eine Dynamik in Gang, die sich auf die Leben verschiedener Personen auswirkt. Ein lange abwesender Vater nähert sich seiner Tochter wieder an, eine andere junge Frau kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Ein älteres schwules Paar findet aus einer Beziehungskrise heraus, und ein erfolgreicher Manager muss erkennen, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Auf geheimnisvolle Weise scheint das Leben zahlreicher Menschen in der Stadt miteinander verflochten. Ein temporeicher Episodenroman, der in vierundzwanzig Stunden alle großen Fragen des Lebens stellt.
Es geht um einen Amoklauf, um Begegnung, Verantwortung, das Leben.
S.29: „Etwas mühsam mit Sprache ummanteln, was weitab vom alltäglichen Wortfluss liegt, eine Leere, ein Loch, das in der Mitte klafft, wie die Wunden in den Körpern der Opfer.“ S.184: „Die Trümmer aufsammeln und das Zerschlagene neu zusammenfügen.“ S.185: „Und ist das Verletzliche nicht das Kostbarste in uns, die Pforte, durch die ab und zu ein wenig Licht fällt?“