»Das Leben als ein Moment des Verharrens, des Ausharrens.«
Die mikroskopisch kleinen Bärtierchen trotzden vulkanischr Hitze, arktischer Eiseskälte und dem Vakuum des Alls – und überlebten selbst den Meteoriteneinschlag, der die Dinosaurier auslöschte. Jan Wilm fragt sich in seinem einfühlsamen Essay, wie die Überlebenskünstler der Mikrofauna das geschafft haben. Warum ist es auf der Erde manchmal das winzig Kleine, was das große Ganze in ein neues Licht taucht? Wie und wo leben Bärtierchen unter uns? Haben sie ein Zeitgefühl? Können sie träumen? Und was, zum Teufel, heißt es eigentlich, ein Bärtierchen zu sein?
Jan Wilm, geboren 1983, studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über J. M. Coetzee promovierte. Als Literaturwissenschaftler arbeitete er an der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Er ist Schriftsteller, Übersetzer unter anderem der Werke von Maggie Nelson und Literaturkritiker für Publikationen wie die "Neue Zürcher Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Los Angeles Review of Books" und das "Times Literary Supplement". 2016 erschien von ihm das Buch "The Slow Philosophy of J. M. Coetzee", 2019 der Roman "Winterjahrbuch". Wilm lebt in Frankfurt am Main.
Großartiges Büchlein, definit eines der besten, die ich je gelesen habe. Eine faszinierende Mischung aus Wissenschaft, Philosophie und Trivia. Ich habe viel über Bärtierchen gelernt, aber auch neue Sichtwesen auf Kleinstlebenwesen und die Menschheit erlangt. Und ich mag Wilms intelligenten Schreibstil.