Dieses Buch gibt es in zwei mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
Millionen wollen sein wie sie.
Doch ihr Leben ist eine gefährliche Lüge.
In der Luxussiedlung Santa Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert - nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden ...
Gut gemeint, aber total unrealistisch und unlogisch. Der Versuch, einen „Thriller“, der keiner ist, weil ziemlich alles vorhersehbar ist, und eine Pädagogikstunde - Trad Wife vs Emanze - unter einen Hut zu bringen, muss scheitern. Am meisten ärgert mich, dass eine eigentlich völlig traumatisierte Sechsjährige- Details warum möchte ich hier nicht spoilern - scheinbar so ganz ohne Narben durchkommt. Leider auch sehr banal geschrieben. Also leider ganz und gar nicht meins. Hab trotzdem tapfer bis zum Schluss durchgelesen, um einigermaßen fair zu urteilen. Und ich danke Netgalley für dias Buch im Gegenzug für eine Besprechung.
Inhalt: Frauen brauchen Sicherheit und die bekommen sie zu Hause, von ihrem Mann. Daher sollte sich die Frau auch dankbar zeigen und ihren Mann vergöttern. Dieses Bild stellt Lea in Social Media zur Schau und begeistert viele Menschen mit ihrem Lebensstil. Nur Paula, Leas Schwester ist nicht überzeugt und als Lea dann nichts mehr postet, sucht Paula nach ihrer Schwester ...
Meinung: Bereits der Debütroman "Runa" von Vera Buck hat mich vor 10 Jahren mehr als begeistert und mit "Keine Angst, Darling" schafft es die Autorin wieder, mich zu fesseln und mit extrem vielen Gedanken zurückzulassen.
Der Roman behandelt viele Themen sehr differenziert u. a. das Frauenbild der Moderne im Gegensatz zur Tradition, häusliche Gewalt und Übergriffigkeit im öffentlichen Raum, Glaubenssätze sowie Social Media und bringt diese Themen damit sehr präsent in den eigenen Kopf ohne zu bewerten oder zu urteilen. Die Handlung ist logisch aufgebaut und ist in mehrere Erzählweisen aufgeteilt. So gibt es die Geschichte von Paula in der Gegenwart, die von Lea vor dem Verschwinden, ein Haushaltsbuch als Tagebuch und Transkripte von Podcast und Social Media Posts. Es ist also sehr lebendig und zeigt (aufgrund der Transkripte) auch gleich die Marketingstrategien in Social Media auf. Der Schreibstil ist flüssig und absolut punktiert, auch wenn ich zu Beginn etwas Bedenken hatte, dass ich mir nun Transkripte von perfekten Hausfrauen durchlesen muss, war ich absolut positiv überrascht, wie gut die Beschreibungen waren und das es genau das ist, was den Sog zur Nachahmung vertieft.
Die Charaktere entwickeln sich. Sehr interessant sind die langsam eingebauten Routinen, welche die Personen verändern. Es ist für außenstehende sehr schwer nachzuvollziehen, warum man sich (in gewissen Bereichen) manipulieren lassen kann, andererseits geht es in anderen Phasen sehr schnell und diese Dynamik zeigt Vera Buck anhand vieler Beispiele und die haben wir alle selbst in der Hand. Laufen wir vor der Arbeit zum Bäcker oder nutzen wir einen Drive-thru, um den Weg zur Arbeit ohne Fußmarsch schneller hinter uns zu bringen? Wir werden nicht gleich faul, aber wir gewöhnen uns daran und laufen dann weniger. Es sind Feinheiten, welche uns in Bahnen lenken, die wir später als normal empfinden und durch diese kleinen Routinen verändert sich das Leben und irgendwann findet man so vieles normal, was wir uns vor einiger Zeit nicht einmal vorstellen konnten. Diese Art der Manipulation ist perfekt dargestellt und bietet zudem gleich an, das eigene Verhalten zu hinterfragen und oder zu optimieren. Besonders gefallen hat mir Paula, ihre Stärke und auch ihr Umgang mit Fehlern. So will sie nur helfen, setzt sich aber auch mit ihrer Vergangenheit auseinander und offenbart tiefliegende Traurigkeit und die Erkenntnis, nicht immer richtig gehandelt zu haben und das sie aus Fehlern lernen kann. Dennoch steht sie zu sich und zu ihrer Familie. Sie ist stark, allerdings nicht übermenschlich - sie wirkt einfach gut gefestigt im Leben. Lea hat viel durch im Leben und sucht daher nach Schutz und halt - einfach logisch! Dass sie sich über kleine Routinen immer mehr von sich selbst entfernt ist ihr bewusst, aber was wiegt stärker, das eigene selbst oder der Wunsch nach einem sicheren Leben? Eine sehr spannende und individuelle Frage, welche die Autorin perfekt gelöst hat. Im Nachwort gibt es weitere Informationen, welche sehr schlüssig sind. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt, es gibt kein schwarz oder weiß, jeder hat etwas an sich, was ihn einzigartig macht und das auch bei Nebenfiguren!
Cover: Das Cover sagt mir ehrlicherweise gar nicht zu. Die Farben beißen im Auge und spiegeln nicht den Inhalt wider. Eine glückliche Familie vor einem gepflegten Haus wäre passender gewesen. So wie Paula es in einer Szene beschreibt: Passend für eine Werbepostkarte für Sancta Familia. Den Farbschnitt (Paperback) finde ich dagegen grandios!
Fazit: Ein absolutes must read! Für jeden Thrillerfan und wer sich mit manipulierendem Verhalten, Social Media und dem Frauenbild in der Moderne und Tradition beschäftigen möchte. Von mir gibt es daher 5 Sterne.
Im Mittelpunkt des Thrillers "Keine Angst, Darling" von Vera Buck stehen die beiden Schwestern Lea und Paula, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Paula in Deutschland versucht, Familie, drei Kinder, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen, lebt Lea in den USA scheinbar das perfekte Leben. Als erfolgreiche Tradwife-Influencerin präsentiert sie ihren Followern eine liebevolle Ehe, ein perfektes Kind und ein idyllisches Zuhause.
Als Lea plötzlich aus den sozialen Medien verschwindet und für Paula nicht mehr erreichbar ist, reist diese voller Sorge in die USA. Dort trifft sie jedoch nur auf Leas Ehemann Matt und die auffallend brave Tochter Emma. Die Erklärung, Lea befinde sich seit zwei Wochen in einem Retreat, wirkt von Anfang an unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist packend und zugleich angenehm flüssig zu lesen. Die Handlung wechselt zwischen den Perspektiven der beiden Schwestern und wird durch Transkripte aus Podcasts, TikTok-Videos sowie heimlichen Einträgen in einem Haushaltsbuch ergänzt. Es entsteht ein spannender Kontrast zwischen der öffentlichen Inszenierung und der Realität.
Der Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und noch lange beschäftigt. Vera Buck wirft einen kritischen Blick auf die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite steht Paula, die sich zwischen Beruf, Haushalt und Familie aufreibt. Auf der anderen Seite propagiert Lea als Tradwife ein Leben der völligen Unterordnung, Abhängigkeit und Hingabe an die Familie. Der Roman macht deutlich, dass beide Frauen auf unterschiedliche Weise unter den Erwartungen an ihre jeweilige Rolle leiden. Gerade diese Verbindung aus Spannung und gesellschaftlicher Relevanz macht das Buch für mich besonders lesenswert.
Es ist beeindruckend, wie Vera Buck die Mechanismen psychischer Gewalt beschreibt. Matt kontrolliert und manipuliert Lea auf subtile Weise. Er verunsichert sie durch Gaslighting und nutzt ihre Ängste sowie alte Verletzungen gezielt gegen sie. Gerade weil vieles unausgesprochen bleibt und zwischen den Zeilen geschieht, wirken diese Szenen auf mich besonders realistisch und beklemmend. Durch Andeutungen und Auslassungen musste ich als Leserin viele Zusammenhänge selbst erschließen, was die Spannung für mich zusätzlich steigerte. Besonders erschreckt hat mich, wie subtil diese Entwicklung beginnt und schließlich bis zur Aufgabe der eigenen Persönlichkeit führt.
Die letzten Kapitel halten einige überraschende Wendungen bereit, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Das Ende hat mich überzeugt, gerade weil es kein versöhnliches Finale bietet.
FAZIT: Ich kann diesen Thriller allen empfehlen, die psychologische Spannung und gesellschaftlichen Tiefgang schätzen. Für mich ist „Keine Angst, Darling“ eine klare Leseempfehlung.
5/5 Sterne - Mein Sommerkrimi 2026! Keine Angst, Darling ist für mich der Sommerkrimi 2026: spannend, hochaktuell und unglaublich fesselnd. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte führt ins sonnige Florida, wo Lea, die Schwester der Protagonistin Paula, als erfolgreiche Tradwife Influencerin lebt. Doch hinter der perfekt inszenierten Social-Media-Fassade scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen: Lea meldet sich plötzlich nicht mehr und ist wie vom Erdboden verschluckt. Paula, die als Unternehmensberaterin in Frankfurt arbeitet, beschließt kurzerhand, selbst nach Florida zu reisen, um ihre Schwester zu finden - und gerät dabei selbst in Gefahr. Besonders gut gefallen hat mir die Erzählstruktur. Das Buch wechselt zwischen Paulas Ich-Perspektive, Rückblicken auf Lea sowie einem als Haushaltsbuch getarnten Tagebuch. Ergänzt wird das Ganze durch Transkripte von TikTok-Videos und Podcasts. Diese unterschiedlichen Erzählstränge sorgen dafür, dass die Spannung durchgehend hoch bleibt und man immer wieder neue Puzzleteile erhält. Auch thematisch konnte mich der Roman vollkommen überzeugen. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Tradwife-Trend ist hervorragend gelungen. Da mir solche Inhalte selbst regelmäßig auf der For-You-Page begegnen, wirkte vieles erschreckend authentisch. Besonders gefreut hat mich, dass Courtney Palmer mit ihrem berühmten „Princess Treatment" Erwähnung findet. Daran merkt man, wie intensiv sich die Autorin mit der Thematik beschäftigt hat. Für mich steht Courtney Palmer wie kaum eine andere dafür, wie weit sich dieser Trend zuspitzen kann. Neben der packenden Krimihandlung regt das Buch zum Nachdenken über Social Media, Selbstdarstellung und gesellschaftliche Rollenbilder an, ohne dabei den Unterhaltungswert zu verlieren. Ein kleines persönliches Detail zum Schluss: Ich musste schmunzeln, weil Leas Ehemann fast denselben Namen trägt wie der Antagonist aus Call of Duty: Modern Warfare. Ob Zufall oder nicht - beim Lesen hatte ich tatsächlich ständig genau diese Figur vor Augen. Das Einzige dass mich etwas stutzig machte ist, dass Paula zwar ständig ihre Reise vor ihrer Familie rechtfertigen muss - nie aber mit ihrem Arbeitgeber! ;-) Ich empfehle Keine Angst, Darling uneingeschränkt allen, die spannende Krimis mit aktuellem Zeitgeist und einer klugen gesellschaftskritischen Note mögen. Für mich ein absolutes Highlight und eine klare 5-Sterne-Leseempfehlung.
Psychologischer Thriller . KEINE ANGST, DARLING ist das erste Buch, dass ich von Vera Buck gelesen habe. Für mich definitiv eine Neuentdeckung, die sich gelohnt hat. . Darum geht’s: Lea ist Tradwife-Influencerin. Ihren Followern vermittelt sie ein traditionelles Familienbild. Aber keiner weiß, was sich in der abgeriegelten Luxussiedlung Sancta Familia in Florida wirklich abspielt. Als Lea plötzlich nichts mehr postet, reist ihre Schwester Paula aus Deutschland an, um nach dem Rechten zu sehen… . Ich habe hier einen guten psychologischen Thriller gelesen. Die Story wird packend und intensiv entfaltet. Von Anfang an schwingt ein Gefühl der Bedrohung mit. Spannung ist also direkt vorhanden und baut sich Stück für Stück weiter auf. Ich wurde durch die Entwicklungen durchgehend bei der Stange gehalten und wollte immer weiterlesen, um mehr zu erfahren und der Sache auf die Schliche zu kommen. Der Mittelteil tritt zwar kurz mal etwas auf der Stelle, aber es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Dazu trägt auch der Erzählstil bei, der mit Perspektivwechsel arbeitet und außerdem Elemente wie Insta-Posts, Interviews und Follower-Kommentare einfließen lässt. Das sorgt für Abwechslung. Alles, was hier so atmosphärisch stark aufgebaut wird, entlädt sich dann schließlich in einem fulminanten Finale, das viele überraschende Wendungen bereithält. Da konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen. . KEINE ANGST, DARLING vereint mehrere spannende Themen. Setting und Charaktere sind überzeugend ausgearbeitet. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Ich mag die psychologische und unterschwellige Spannung, die hier ständig durchblitzt. Bei mir hat sich ein guter Lesesog eingestellt. Ich spreche für den Thriller eine Leseempfehlung aus. Er macht neugierig auf mehr von Vera Buck. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten und wieder etwas von ihr lesen.
Keine Angst, Darling von Vera Buck ist ein spannender Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Gleichzeitig greift das Buch wichtige und aktuelle Themen auf, insbesondere die Realität hinter Social Media sowie den Trend der sogenannten Tradwives (traditional wives, Frauen hintern Herd und am besten nur zu Hause einsperren). Diese Aspekte sind geschickt und glaubwürdig in die Handlung eingebunden.
Zum Buch: Paula erhält kein Lebenszeichen mehr von ihrer Schwester Lea. Das beunruhigt sie, denn Lea ist selbst ein Social-Media-Star und hat seit über einem Monat nichts mehr gepostet. Deshalb reist Paula nach Florida, um nach ihr zu suchen. Bei Ihrem zu Hause findet sie mehr als nur ihren merkwürdigen Ehemann vor, sondern auch eine Gemeinschaft, die nur perfekte Familien repräsentieren und die auf Männer basierten Wunschvorstellungen gegründet wurde. Gemäss Leas Ehemann, ist sie in einem Retreat, doch Paula wird schnell klar, hier stimmt etwas nicht,
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreissend. Ich konnte das Buch kaum weglegen und habe es innerhalb eines Tages verschlungen. Die Geschichte überrascht immer wieder mit gelungenen Wendungen, auch wenn eine davon für meinen Geschmack fast etwas zu viel des Guten war. Dennoch bleibt die Spannung bis zum Schluss hoch.
Besonders beeindruckt hat mich, wie der Thriller gesellschaftliche Themen aufgreift und dabei zeigt, dass gewisse Rollenbilder und Abhängigkeiten für viele Frauen noch immer Realität sind. Das macht die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch nachdenklich stimmend.
Eine fesselnde, aktuelle und sehr empfehlenswerte Lektüre.
Paula macht sich Sorgen um ihre jüngere Schwester Lea. Diese lebt mit ihrem Mann Matt in den USA und hat sich auf Social Media voll und ganz dem Tradwife-Leben verschrieben. Doch seit ein paar Tagen gibt es kein Lebenszeichen mehr von Lea. Paulas Anrufe bleiben unbeantwortet. Und so fliegt sie nach Florida um ihre Schwester zu finden. Die laut Matt auf einem Retreat ist, um sich selbst zu finden. Doch die perfekte Fassade der heilen Familie bekommt Risse, als Paula Leas Tochter Emma beim Spielen beobachtet...
"Keine Angst, Darling" ist der neuste Thriller von Vera Buck und hat mich sowohl unterhalten als auch verstört. Die Autorin widmet sich dem Trend Tradwives und wie gefährlich Gehorsam und vermeintliche Harmonie sein können. Dazu kommt eine ältere Schwester, die nie gelernt hat, loszulassen. Diese Mischung hat mich durch die Seiten getrieben und mitfiebern lassen.
Die Geschichte wird von Lea und Paula erzählt. Während Lea mit ihrem Social Media die heile Welt der 50er Jahre verbreitet und über Sicherheit, Vertrauen und Stärke spricht, bekommt Paula das kalte Entsetzen, wenn sie ihre laute und lebensfrohe Schwester so sieht. Dabei sind beide Frauen nicht durchweg sympathisch, was mir sehr gut gefallen hat. Vera Buck versteht es hervorragend, ihre Protagonistinnen menschlich und nicht frei von Fehlern darzustellen. Zudem zeigt sie, dass nicht jede gute Absicht auch gut enden muss. Klasse.
Beim Ende hat sich mein Herz zusammengezogen. Absolut klasse!
Eine klare Leseempfehlung für alle, die tiefer in den Wahnsinn der Tradwives eintauchen wollen!
In "Keine Angst, Darling" wird ein aktueller Trend auf die Spitze getrieben. Die Autorin widmet sich dem "Trad Wife" (Traditionelle Frau) Trend, bei dem Frauen sich bewusst entscheiden, die traditionelle Geschlechterrolle anzunehmen, dem Mann eher unterwürfig sind und sich voll auf das Hausfrauensein, Kinder und Kochen konzentrieren. Viele von ihnen stellen dies auf Socia Media zur Schau und inspirieren dadurch andere Frauen, denn es sei so schön, Kontrolle abzugeben. Aber in diesem Buch wird eben gezeigt, was passieren kann, wenn die Kontrolle dann eben zu sehr abgegeben ist. Als Paula eine Weile nichts von ihrer Schwester Lea hört, die sonst so aktiv als Trad Wife auf Social Media ist, macht sie sich auf nach Amerika, um herauszufinden, was los ist. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Ich muss sagen, vieles an dem Buch hat mich nicht überrascht. Auch einer der Twists war für mich eher vorhersehbar. Aber ich fand es interessant, wie beklemmend es doch war, zu lesen, wie Leas Leben mehr und mehr eingeschränkt wird und sie versucht, daraus zu entkommen. Teilweise wirkte die Handlung dann etwas überspitzt - praktisch, dass das Buch dann in Amerika spielte, wo man sich solche Zustände noch eher vorstellen kann als bei uns in Deutschland. Nichtsdestotrotz hatte ich Spaß beim Lesen. Ich würde nicht sagen, dass dieses Buch für mich ein Buch ist, welches ich nochmal lesen würde, da nichts so unvorhersehbar war, dass ich die Hinweise danach nun bei einem Re-Read suchen möchte. Aber es war unterhaltsam und fesselnd gleichzeitig.
Was als Vermisstensuche beginnt, entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Psychothriller, der seine Spannung weniger aus großen Schockmomenten als aus einer ständig wachsenden Atmosphäre der Unsicherheit bezieht. Mit jeder neuen Enthüllung wird deutlicher, dass hinter der perfekt inszenierten Fassade weit mehr steckt, als zunächst zu erkennen ist.
Besonders gut gefallen hat mir die Verbindung aktueller Themen mit einer spannenden Handlung. Social Media, das Tradwife-Phänomen und manipulative Machtstrukturen wirken nie wie Selbstzweck, sondern fügen sich überzeugend in die Geschichte ein. Dabei gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrechtzuerhalten und immer wieder neue Fragen aufzuwerfen.
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass sich der Roman trotz seines Umfangs sehr angenehm liest. Auch wenn sich die Handlung Zeit nimmt, die Figuren und ihre Dynamik aufzubauen, verliert sie das eigentliche Ziel nie aus den Augen.
Für mich war das ein packender Thriller mit einem hochaktuellen Thema und einer Geschichte, die weit über die letzte Seite hinaus nachwirkt.
Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar.
Rezensionsexemplar | Vielen Dank an NetGalley Deutschland und den Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Pro 👍🏻 •spannender Psychothriller mit einem ungewöhnlichen und aktuellen Thema rund um die Tradwife Bewegung und Social Media •entwickelt Spannung kontinuierlich ~ ohne sich auf ständige Schockmomente verlassen zu müssen •wechselnde Perspektiven sorgen für Abwechslung und lassen nach und nach immer mehr Puzzleteile zusammenfinden •unterschiedliche Erzählformen wie Rückblicke, Social Media Inhalte oder persönliche Einträge lockern die Handlung auf •Paula ist auf der Suche nach ihrer Schwester Lea ~ sehr emotional •Lea bleibt als Figur lange geheimnisvoll •Stimmung bedrückend, erzeugt ein dauerhaft unterschwelliges Gefühl von Unsicherheit •die abgeschottete Wohnanlage verstärkt das beklemmende Gefühl •regt zum Nachdenken über Rollenbilder, Abhängigkeit und Selbstdarstellung im Internet an • bleibt über weite Strecken fesselnd und motiviert zum Weiterlesen
Contra 👎🏻 •braucht etwas Zeit, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt •manche Entwicklungen lassen sich vorher erahnen •das letzte kleine Highlight hat mir persönlich gefehlt
Ein tiefgründiger, direkter, bedrückender und enthüllender Roman voller Spannung und Psychoterror. Ich konnte das Buch buchstäblich kaum aus der Hand legen.
Das ist das erste Buch dieser Autorin, das ich durch den Verlag und NetGalley lesen durfte, wird aber nicht das einzige bleiben.
Setting ist vor allem Florida, wohin Lea aus Deutschland zieht, nachdem sie einen charismatischen Mann kennenlernt, der ihr all das zu geben bereit zu sein scheint, wonach sie sich im tiefsten Inneren sehnt. Sie vertraut ihm vollkommen... bis dieses zu bröckeln beginnt.
Eine Schwester wie Paula, die ihren Mann und 3 Söhne zurücklässt, um in Florida ihre Schwester zu suchen, ist viel wert. Das ganze Ausmaß des Netzwerks, in das Lea geraten ist, wird erst offenbar, als in Deutschland sogar Paulas Familie bedroht wird!
Das war leider nichts für mich. Das Cover hat mich schon sehr an die McFadden-Bücher erinnert, aber vielleicht ist das auch die Idee dahinter. Der Inhalt war dann aber leider auch eher eine Abwandlung von „The Housemaid“. Ein paar Wendungen konnten mich überraschen, aber hauptsächlich war ich schlicht gelangweilt. Der Protagonistin fällt alles leicht, alles gelingt auf Anhieb und Hinweise werden so deutlich auf dem Silbertablett serviert, dass von Anfang klar ist, wie das Buch enden wird.
Die Geschichte liest sich dazu noch wie ein trockener Bericht - es kommt keine Spannung auf, die Personen sind austauschbar und nichtssagend, weil man über alles und jeden nur das nötigste erfährt.
Das Erzähltempo hat für mich auch nicht gestimmt. Es gibt Zeitsprünge über mehrere Tage, weite Entfernungen werden zurückgelegt, aber das alles erfährt man in einem Nebensatz, obwohl es für die Protagonistin so anstrengend und teils schlimm war. Der Leser wird also nicht mitgenommen, erfährt hinterher nur kurz ein paar Dinge, die zum weiteren Verlauf beitragen.
Für mich leider ein Flop aufgrund von fehlender Spannung und einem distanzierten Schreibstil.
2 von 5 ⭐️
Danke @bastei_luebbe und @netgalleyde für das Rezensionsexemplar.