Der Aufzug klemmt, die Kaffeemaschine tropft, und im Büro stapeln sich die Laura Clark ist weg. Einfach so. Ihr Ehemann Mark kämpft mit Handwerkern, die sein Haus überrennen, Tochter Siân sucht verzweifelt in Wäschebergen nach Antworten, und im Büro geraten Lauras Mitarbeiter an ihre Grenzen. Niemand, nicht mal ihre beste Freundin weiß, wo Laura abgeblieben ist. Ihr Mann vermutet sie auf einer Beerdigung, ihre Mutter glaubt, sie sei in einem Wellnesshotel. Nur langsam kommt Lauras Umfeld ein unerhörter Könnte ausgerechnet Laura, die sich immer aufopferungsvoll um alles und jeden gekümmert hat, ihr Leben, ihre Familie und ihre Freunde einfach hinter sich gelassen haben?
Helen Russell is a bestselling author, journalist, speaker and host. Formerly editor of marieclaire.co.uk turned Scandinavia correspondent for the Guardian, her first book, The Year of Living Danishly, became an international bestseller, optioned for television. She's the author of five critically acclaimed books, translated into 21 languages.
Helen writes for magazines and newspapers globally, including The Times and The Sunday Times, the Telegraph, the Independent, National Geographic, Wall Street Journal, the Observer, Metro, Grazia, Stylist and Stella. She’s spent the last ten years studying cultural approaches to emotions and now speaks about her work internationally.
Der Fahrstuhl im Büro ist kaputt. Daheim stapelt sich das dreckige Geschirr. Der Hund muss raus. Und die Großmutter benötigt Eisbeutel. Um all das hat sich immer Laura gekümmert. Doch Laura ist nicht mehr da. Unauffindbar. Und ihre Familie und Kolleg:innen verzweifeln.
"Laura Clark ist dann mal weg" war mein erster Roman von Helen Russell und ich bin absolut begeistert. Die Autorin schlägt mit ihrer Faust in offene Wunden von Frauen, die Kinder (und ihre Ehemänner) groß gezogen haben, die im Büro die Mutti für alles sind und ein Danke nur aus Erzählungen kennen. Mit teils sarkastischem Humor und einer scharfen Beobachtungsgabe erzählt Russell von einer Welt ohne Laura. Und das hat mich zum Lachen gebracht, wütend gemacht und so manches Mal innerlich "HA!" rufen lassen.
Die Geschichte befasst sich kapitelweise mit Lauras Arbeitsstätte, ihrem Mann und ihrer 19-jährigen Tochter. Alle verzweifeln wenige Stunden, nachdem sie merken, dass Laura nicht da ist. Diese Hilflosigkeit aller hat mich rasend gemacht. Wie kann man so lebensunfähig sein? Jedoch war die Szenen in meinen Augen nicht übertrieben, sondern schmerzhaft realistisch.
Lauras beste Freundin Ruth war für mich ein Lichtblick, da sie ihren eigenen Alltag mit Zwillingen nicht beschönigt und die Missstände aufzeigt.
Mit jedem Kapitel wird die Geschichte im besten Sinne absurder und mysteriöser.