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Vincent Che Veih #2

Schattenboxer

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Erst gestern stand Vincent Che Veih von der Düsseldorfer Kripo vor diesem Grab: Pia, die 17-jährige Nichte eines Kollegen, hat sich das Leben genommen und wurde hier beigesetzt. Jetzt liegt eine zweite junge Frau inmitten der Blumen und Trauerkränze. Entstellt von zahllosen Verletzungen, Spuren eines tagelangen Martyriums. Abgelegt am Ende einer stürmischen Nacht. Warum ausgerechnet hier?
Pia und die ermordete Alina kannten einander nicht, und doch glaubt Vincent an eine Verbindung. Er beginnt, einen alten Mordfall aufzurollen und stößt auf ein Komplott, in dem seine eigene Mutter, eine bekannte RAF-Terroristin, eine Rolle spielt.
Dann verschwindet eine weitere junge Frau ...

395 pages, Hardcover

First published February 1, 2015

19 people want to read

About the author

Horst Eckert

62 books8 followers
Horst Eckert is a German author of crime novels.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Jürgen Zeller.
200 reviews14 followers
August 15, 2016
"Schwarzlicht" hiess das erste Buch rund um Kriminalhauptkommissar Vincent Veih das ich ziemlich genau vor einem Jahr gelesen habe und eigentlich wollte ich den zweiten Band "Schattenboxer" umgehend lesen. Nun ist ein Jahr vergangen und es naht bereits die Veröffentlichung des dritten Buches der Serie namens "Wolfsspinne" und der Schattenboxer liegt immer noch ungelesen auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Asche über mein Haupt und nix wie ran an den Speck bzw. das Buch und diesmal will ich versuchen, die zwei Bücher von Schriftsteller Horst Eckert kurz nacheinander zu lesen.

Ausgangslage: Vincent Veih hat es bei der Düsseldorfer Kripo weit gebracht und er muss feststellen, dass eine erfolgreiche Karriere nicht nur Würde mit sich bringt sondern auch Bürde. Er wird im Berufs- und Privatleben stark gefordert und er muss seine Multitasking Fähigkeiten beweisen und erlebt strapazenreiche Tage. Ein abgeschlossener Fall, bei dem Vincent nicht involviert war, wird infolge neuer Zeugen und Beweislage nochmals aufgerollt und von Grund auf neu beurteilt. Beim Aktenstudium kommen ihm starke Zweifel am damaligen Vorgehen der verantwortlichen Polizisten. Veih ringt mit der Loyalität unter Polizisten und der Gerechtigkeit. Soll er tatsächlich die Kripo mit der Wahrheit in mediales Sperrfeuer bringen und im moralischen Sinne zum Kollegenschwein werden? Der Selbstmord der Tochter eines Polizisten macht die Ausgangslage noch verzwickter und als auf ihrem frischen Grab die Leiche einer schlimm malträtierten jungen Frau aufgefunden wird, lasten zusätzlich die Ermittlungsarbeiten in einem neuen Mordfall auf seinen Schultern. Dass seine bocksture Mutter, ein Mitglied der ehemaligen RAF, ein Buch veröffentlicht bringt das auf privater Ebene zusätzliche Stressmomente ins Leben von Veih.

Zum Inhalt sollte oben stehender Abschnitt genügen und da es ein Krimi ist, dürfen die Spannungs- und Überraschungsmomente nicht verraten werden. Lobenswert ist die gesamte Konzeption und wie der Autor Horst Eckert die Übersicht bei allen Handlungsfäden behält. Wie ein Jongleur der seine in der Luft fliegenden Bälle oder Keulen im Griff hat, hat Eckert seine vielfältigen und ineinander verzahnten Handlungen und Figuren unter Kontrolle. Gefühlt ist genügend Inhaltsstoff vorhanden der für zwei Bücher reichen würde. Beherrscht ein Schriftsteller das Schreibhandwerk kann man auch ein Buch daraus machen. Der krimiübliche Schreibstil fällt dabei weder besonders auf noch ab. Für mich ist es das inhaltliche Flechtwerk das überzeugt und zur Top-Bewertung führt. Als der Fall eigentlich vorbei ist, setzt er mit einer These zur RAF und zum ungelösten Mordfall Rohwedder einen fulminanten Schlusspunkt unter die ausgereifte Geschichte.

Wie schon beim ersten Band ist auch dieser Thriller mit ein paar kritischen Gedanken zur Gesellschaft und zur jüngeren deutschen Vergangenheit unterlegt. Und genau das hat mich dazu bewogen, die Wertung von viereinhalb Sternen auf- und nicht abzurunden.
Profile Image for Wal.li.
2,563 reviews70 followers
March 20, 2015
Die Mitmischer

In seinem zweiten Fall wird Vincent Che Veih gleich mit mehreren älteren Fällen konfrontiert. Zum einem soll es ein Wiederaufnahmeverfahren für einen jungen Mann geben, der vor zwei Jahren seinen Rivalen getötet haben soll. Dabei wurde die junge Pia schwer verletzt und nun hat sie sich das Leben genommen, was ihren Ziehvater, den Polizisten Stefan Ziegler, schwer trifft. Kommissar Veih bekommt nun den unangenehmen Auftrag, die damaligen Ermittlungen zu evaluieren. Nur zwei Tage später wird die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau auf Pias Grab abgelegt. Gibt es zwischen den beiden Todesfällen eine Verbindung? Etwa in die radikale linke Szene, an deren äußersten Rand sich ja auch Vincents Mutter aufhält? Und wie passt das Ganze zu den noch weiter in der Vergangenheit liegenden Geschehnissen?

Gerade mit seiner korrekten Art eckt Vincent manchmal an, fast könnte man meinen, die Kollegen setzen die Gemeinschaft untereinander und den Zusammenhalt über den Rechtsstaat. Mit Veihs Nachforschungen, die schnell einige Ungereimtheiten zutage fördern, steigt das Beliebtheitsbarometer gerade nicht. Auch seine Vorgesetzten, die eigentlich eher um ihre eigene Position fürchten müssten, äußern manchmal fast so etwas wie Drohungen. Doch Vincent Che Veih trägt seinen zweiten Vornamen nicht völlig zu unrecht, er bleibt unbestechlich und nun langsam beginnt er zu ahnen, in welchen Wespennest er hier stechen könnte.

Ausgesprochen fesselnd sind auch hier verschiedene Handlungsstränge verknüpft und Lösungen, die sich nach und nach abzeichnen, lassen doch ein ganz erstaunliches Bild von dieser schönen Republik erstehen.Hinzu kommt noch die weiter komplizierte Beziehung zu seiner Mutter, seine dadurch doch etwas getrübte Kindheit, die schließlich zu einer eingeschränkten Beziehungsfähigkeit führt. Gerade dieser zwar bestens funktionierende, aber doch belastete Kommissar wirkt sehr sympathisch. Manchmal möchte man ihn treten, manchmal kann man ihn gut verstehen. Was wird die Zukunft für ihn bringen, seine Karriere, sein Privatleben?

Ein herausragender Kriminalroman mit großem Unterhaltungswert, der mit einer spannenden politischen Komponente aufwartet.

4,5 Sterne
Profile Image for Cantona.
561 reviews
September 30, 2016
Die Story ist unterhaltsam, aber etwas hanebüchen. Nicht gerade realistisch. Wg. des tollen Charakters Veih jedoch trotzdem lesenswert. Freue mich schon auf Teil 3 "Wolfsspinne".
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