Wenn aus Rivalität Nähe wird, und aus Abneigung Verlangen.
ASHER
Meine Ziele lagen immer klar vor mir – wie die Linien am Beckenboden, denen ich seit Jahren folge: Sportstipendium, nationale Elite, irgendwann die Olympics. Dann kam der Unfall und änderte alles. Ich musste mir den Aufstieg in meinem Schwimmteam härter erkämpfen als irgendjemand sonst. Heute nennen sie mich den Golden Boy der Ohio State Buckeyes. Der Campus und die Mädels liegen mir zu Füßen, nichts könnte mein neu aufgebautes Leben aus den Fugen reißen – außer ein Rivale von früher und nun neuerdings mein Stiefbruder ...
NORTH
Als wäre ein Umzug in einen neuen Bundesstaat und der Collegewechsel mitten im Semester nicht Herausforderung genug, teile ich mir ab jetzt das Dach und ein Badezimmer mit Asher Sloane. Campus-Star. Schwimm-Ass. Und die Person, die mich mehr hasst als jede andere. Ich wünschte, er würde mir das Leben zwischen meinem Biologiestudium und unseren Trainingseinheiten im Wasser nicht dermaßen schwer machen ... oder dabei zumindest nicht so verflucht heiß sein.
Die Story hat mir größtenteils gut gefallen, aber ich will auch ehrlich sein, das Buch hat sich für mich viel zu sehr in die Länge gezogen. Es war stellenweise etwas langweilig und Asher war am Anfang auch nicht gerade sehr sympathisch. Die zweite Hälfte empfand ich als sehr viel besser, weil sich die Charaktere dann endlich auch emotional geöffnet haben.
In dem Buch geht es um Asher, dessen Mutter wieder heiratet. In diesem Zuge zieht sein Stiefbruder und größter Schwimmrivale North bei ihnen ein. Obwohl sich die beiden eigentlich nicht ausstehen können, gab es während den Jahren ihrer Rivalität immer wieder diese kleinen Momente, in denen sie sich zueinander hingezogen fühlten. Zusammen zu wohnen macht es nicht einfacher und irgendwann beschließen sie dem nachzugehen. Dabei steht ihnen jedoch nicht nur ihre Realität, sondern auch ihre restliche Situation ganz schön im Wege.
Was ich an der Geschichte total gerne mochte, waren die Themen die angesprochen wurden. Zum einen war es eine Sports Romance Geschichte, in der es mal ums Schwimmen ging, was ich bisher noch sehr selten gelesen hab und sehr spannend fand. Außerdem geht es im Buch auch viel um das zueinanderfinden in einer neuen Familie und die möglichen Altlasten, die dabei erst mal verarbeitet werden müssen. Das fand ich sehr schön dargestellt und am Ende auch gut gelöst. An sich mochte ich auch die Protagonisten sehr gerne, die sich während der Geschichte weiterentwickeln und eine total schöne Bindung zueinander aufbauen. Sie lernen, ehrlich zueinander zu sein und tiefergehende Gespräche miteinander zu führen, auch wenn es manchmal schwer erscheint. Diese Gespräche habe ich sehr gerne gelesen und die Autorinnen schaffen es mit ihren unterschiedlichen Schreibstilen die Sichtweisen der Protagonisten perfekt abzurunden. Auch die Nebencharaktere fand ich sehr spannend und sie haben definitiv Potential für ihre eigenen Geschichten dagelassen!
Einen kleinen Abzug gibt’s dahingehend, dass ich die Rivalität am Anfang etwas krass dargestellt fand und es Handlungsstränge gab, die für mich noch etwas länger Zeit gebraucht hätten. Deshalb habe ich erstmal etwas Zeit gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Protagonisten von Anfang an schon etwas mehr miteinander kommuniziert hätten, fand aber andererseits die Entwicklung im Mittelteil dann als Kontrast sehr schön.
Fazit: Ich kann das Buch insgesamt aber auf jeden Fall weiterempfehlen, da es wunderschöne Momente beinhaltet und mir der Schreibstil wirklich sehr gut gefallen hat.
»Under Water We Breathe« ist wieder einmal ein Buch, das mich emotional an meine Grenzen gebracht hat. Allerdings nicht im negativen Sinne, sondern weil es die Gefühlswelt zweier Menschen zeigt, die in ihrer Vergangenheit Schreckliches erlebt haben und deshalb in der Gegenwart nicht die Menschen sein können, die sie eigentlich gerne wären.
Die Protagonisten Asher und North kennen sich bereits seit einigen Jahren, allerdings nicht auf freundschaftlicher Ebene, sondern als Rivalen. Beide sind ehrgeizige und leidenschaftliche Schwimmer, die alles dafür geben, an die Spitze zu gelangen. Doch das Schicksal führt sie erneut zusammen, als sich ihre Eltern ineinander verlieben und die beiden plötzlich zu Stiefgeschwistern werden.
Dieses Buch greift viele wichtige Themen auf und zeigt knallhart, wie schwer es sein kann, für sich selbst einzustehen und sich nicht von den Erwartungen oder der Ablehnung anderer verändern zu lassen. Es macht deutlich, dass am Ende weder das Geschlecht der Person, die man liebt, noch die Rolle, die andere einem zuschreiben möchten, entscheidend ist. Wichtig ist nur, dass man seinen eigenen Weg geht und frei und glücklich sein kann.
Für mich ist »Under Water We Breathe« eine emotionale Geschichte über Identität, Selbstakzeptanz und den Mut, sich nicht von der Vergangenheit oder den Erwartungen anderer bestimmen zu lassen.
Eine wirklich schön geschriebene Geschichte mit Tiefe und Charakteren mit denen man schnell eine Verbindung herstellen kann. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Kontext gewünscht und das Ende kam für mich etwas schnell aber das kenne ich schon von mir 🙃 für mich dürften viele Bücher immer doppelt so lang sein 🤭 Ich hoffe ja ein bisschen auf weitere Geschichten dieser zwei Autorinnen da Nate (der mir bis kurz vor Schluss extrem unsympathisch war) & Henry oder auch Quinn durchaus nach einer eigenen Geschichte rufen 😉 auf jeden Fall eine Leseempfehlung! 🏳️🌈🏊🏼♀️
3,75⭐️ Das Buch war gut. Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht, sodass es nur 3 Sterne verdient hätte. Ein absoluter light read meiner Meinung nach. Die Story entwickelt sich eher langsam und eigentlich passiert auch nicht wirklich etwas spannendes oder hoch emotionales (oder es ist bei mir einfach nicht angekommen). Die Charaktere sind nett, die Geschichte ganz süß. Wie gesagt, nett für zwischendurch. Optisch ist das Buch jedenfalls eine absolute 10/10.