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Amerika '33: Die große Krise der Freiheit

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1933: Das große Schicksalsjahr– von den USA aus erzählt

Während Hitler die deutsche Demokratie zerstört, schottet sich Amerika ab. Fremdenfeindlichkeit verhindert schon damals mehr Einwanderung, das Land steht vor einer Zerreißprobe. Die deutschen Exilanten müssen sich für eine Haltung Reicht es, die eigene Haut zu retten, wenn die Heimat in Terror und Diktatur versinkt? Johannes Ehrmann erzählt das große Schicksalsjahr der westlichen Welt zum ersten Mal aus transatlantischer Perspektive – ein packend geschildertes Panorama über Freiheit, Angst und Verantwortung, das erschreckend aktuell wirkt.
März 1933: die freie Welt steht am Abgrund. Während die Nazis ihre Gegner brutal verfolgen, steckt Amerika tief in der Krise. Jeder Vierte ist arbeitslos, und Franklin D. Roosevelt regiert so autoritär wie kein Präsident zuvor. Und doch sind die USA Zufluchtsort – für Albert Einstein, den die Nazis mit einem Kopfgeld jagen; für George Grosz, der in Amerika um seine kleinen Kinder bangt. Nichts ist mehr privat. Marlene Dietrich wird in Hollywood von Goebbels umworben. Max Schmeling lässt sich vor dem Kampf gegen den Juden Max Baer für Hitlers Zwecke einspannen. Die First Lady Eleanor Roosevelt liebt derweil eine Frau – und versucht verzweifelt, mehr jüdische Flüchtlinge ins Land zu holen. Doch Antisemitismus und Angst vor Migration bestimmen die Debatte. Das deutsch-amerikanische Panorama des großen Schicksalsjahrs 1933 – erzählt wie in einem packenden Roman.

226 pages, Kindle Edition

Published August 15, 2026

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Johannes Ehrmann

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August 21, 2026
REZENSION – Das Ergebnis vorweg: Ich hatte mehr erwartet! Nach den Büchern „Februar 33. Der Winter der Literatur“ (2021) und „Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur“ (2025) von Uwe Wittstock, „Entscheidung in Spanien. Der große Kampf der Literatur 1936-1939“ (2026) von Paul Ingendaay sowie „Die Buchhandlung der Exilanten. Paris 1940. Zuflucht und Widerstand“ (2026) von Uwe Neumahr erschien nun im August ebenfalls im Verlag C.H. Beck der Band „Amerika '33. Die große Krise der Freiheit“ von Johannes Ehrmann. Was vom Titel her eine sinnvolle inhaltliche Ergänzung über die Schicksale der ins Exil vertriebenen Schriftsteller oder Künstler hätte sein können, hat sich leider nicht erfüllt.
Einerseits beschränkt sich Ehrmann auf eine bruchstückhafte Schilderung der auf das Jahr 1933 ff. bezogener Lebensabschnitte einiger auch in ihrer Vita uns bestens bekannter Prominenter. Doch diese hatten wie die von Goebbels sogar umworbene Schauspielerin Marlene Dietrich, die Schriftstellerin Vicky Baum oder der Wissenschaftler Albert Einstein – mit Ausnahme des expressionistischen Malers George Grosz – aufgrund ihres hohen internationalen Bekanntheitsgrades und ihres Auslandsaufenthalts in den USA, Frankreich oder England vom NS-Regime kaum etwas zu befürchten. Box-Champion Max Schmeling war als unpolitischer Mitläufer ohnehin ungefährdet und ließ sich sogar von den Nazis instrumentalisieren.
Andererseits beschreibt der Autor die wirtschaftspolitische Situation der USA im Jahr 1933. Den damals Verantwortlichen unter Franklin D. Roosevelt schien es im Interesse des Landes unverantwortlich, eine in die Tausende gehende Zahl politischer Flüchtlinge aus Deutschland aufzunehmen: Die wirtschaftliche Depression hatte zu hoher Arbeitslosigkeit geführt. Flüchtlinge ins Land zu lassen, würde eine weitere Steigerung der Arbeitslosigkeit sowie die notwendige finanzielle Unterstützung der überwiegend jüdischen Flüchtlinge bedeuten, die doch, von den Nazis enteignet, mittellos in die USA kommen würden. Diese politischen Kapitel des Buches, die allerdings mit den geschilderten Promi-Biografien in keinem Zusammenhang stehen, sind der interessantere Teil des Buches „Amerika '33“. In der autokratisch wirkenden Politik Roosevelts allerdings einen aktuellen Aspekt zur Politik Donald Trumps erkennen zu wollen, ist doch weit hergeholt: Roosevelt versuchte mit seinen Präsidialerlassen unter Umgehung des Kongresses binnen kurzer Zeit mit konsequenter Politik die US-Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen, wofür auch der Handel mit Deutschland wichtig war, weshalb der von jüdischen Verbänden geforderte Boykott deutscher Exporte nicht möglich erschien.
Alles in allem lässt sich sagen: „Amerika '33“ von Johannes Ehrmann ist locker geschrieben, leicht zu lesen und auch stellenweise interessant. Doch liefert das Buch keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse und kann auch stilistisch mit den lesenswerten Bänden von Uwe Wittstock, Uwe Neumahr und Paul Ingendaay leider nicht mithalten.
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