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Das Tarot Café: Healing Fiction aus Korea: cosy, klug, warmherzig. Eine Hommage an das Gespräch zwischen zwei Menschen

320 pages, Kindle Edition

Published September 2, 2026

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Gedankenlabor.
895 reviews125 followers
September 6, 2026
„Das Tarot Café“ von Moon Hye Joung, aus dem Koreanischen übersetzt von Sebastian Bring, reiht sich wie ich finde sehr schön in das Genre der Healing Fiction ein. Es ist eine Geschichte die nicht mit großen Gesten arbeitet sondern ihre Wirkung eher leise und behutsam entfaltet und gerade das hat mir einfach sehr sehr gut gefallen! Innerhalb der Erzählweise spürt man eine gewisse Distanz, diese empfand ich aber nicht als kühl sondern habe es eher als erzählerische Perspektive empfunden, die es ermöglicht einen umfassenderen Blick auf die Geschehnisse und die Menschen zu behalten. Gleichzeitig bleibt man auf emotionaler Ebene sehr nah an der Protagonistin Seryeon und darf ihre Entwicklung ganz langsam miterleben. Seryeon legt in einem Café regelmäßig Tarotkarten für andere Menschen und dabei taucht sie ein ganzes Stück weit in deren Leben ein. Sie hört ihre Geschichten, begleitet sie und hilft ihnen den eigenen Weg vielleicht ein wenig klarer zu sehen. Und während sie immer wieder anderen Menschen hilft Orientierung zu finden, beginnt sie selbst nach und nach ihren eigenen Weg zu erkennen.
Besonders schön empfand ich dabei ihre Begegnung mit Jinju, mit dem sie zunächst aus beruflichen Gründen zusammenarbeiten soll. Zwischen den beiden entwickelt sich dann ganz allmählich eine tiefere Verbindung die sich für mein Empfinden wunderbar in die Geschichte einfügt. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Nichts wirkt überstürzt oder aufgesetzt. Überhaupt liegt für mich die besondere Stärke des Buches in diesem langsamen Öffnen von Seryeon. Als Leser war ich ihr sehr nah während sie beginnt sich von alten Vorstellungen und Begrenzungen zu lösen und sich vorsichtig, Schritt für Schritt für ihren ganz eigenen Weg zu öffnen. Das Tarot wird dabei zu einem schönen erzählerischen Element wie ich finde. Es geht weniger darum die Zukunft vorherzusagen sondern darum innezuhalten, hinzusehen und vielleicht den Mut zu finden die eigenen Entscheidungen bewusst zu treffen. „Das Tarot Café“ ist für mich deshalb kein Buch gewesen das ich unbedingt schnell lesen wollte, sondern eine Geschichte in die ich mich selbst nach und nach einfach fallen lassen konnte und dessen Zwischentöne ich einfach unheimlich gern mochte! Wer Healing Ficton, ruhige sehr warmherzige Geschichten mag, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren!
Profile Image for Saskia.
109 reviews3 followers
September 20, 2026
Ruhiges und leichtes Buch über Heilung mit Bezug zu Tarot

Als ich den Titel gesehen habe, musste ich direkt zu dem Buch greifen. Ich selbst besitze auch ein Deck Tarot Karten und habe immer wieder Phasen, in denen ich gerne Karten lege. Aktuell hatte ich wieder eine Pause davon, aber gerade beim Lesen des Buches, hatte ich wieder Lust sie herauszuholen.

Ein großer Bezugspunkt im Buch sind auch eben Tarot Karten, denn zu jedem Kapitel kommt eine dazu passende Karte (mit Illustration und Beschreibung). Gerade am Anfang legt die Hauptprotagonistin Seryeon vielen Kund*innen Karten und klärt so mit ihnen Fragen, die denen auf der Zunge brennen. Es war super spannend diese Interaktionen zu lesen und ich fand die Darstellung, wie man Tarot Karten liest auch super gelungen. Gerade die Gedanken die Seryeon dabei hat, fand ich sehr treffend. Ich kann mir auch vorstellen, dass das eine super „Einführung“ ins Tarot Karten lesen ist für Leute, die damit eher kaum Bezugspunkte hatten (d. h. Dass man kennenlernt was es so für Karten gibt, wie man mit ihnen umgeht, etc.).

Im Buch generell geht es viel um Liebesthemen, aber auch Selbstfindung, eigene Entscheidungen zu treffen und wie man auch sein eigenes Leben schaut. Dabei entfaltet sich die Protagonistin nach und nach, was wirklich schön was zu lesen. Gerade am Anfang ist sie einem noch etwas fremd, weil man mehr die Geschichten der anderen hört, aber im Zuge des Buches, lernt man sie näher kennen und begleitet sie auf die Reise der eigenen Heilung.

Neben ihr lernen wie auch zwei ihrer Freundinnen kennen und auch ihren Exfreund und Jinju, der mit seiner Art herrlich Seryeon komplementiert. Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie Jinju ihr Leben auf den Kopf stellt und sie komplett aus der Reserve lockt.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und ich fand auch etwas typisch für koreanische cozy Literatur, die ich bisher gelesen habe. Es ist ein schönes Buch für zwischendurch, aber auch mit genug Themen, die einem zu Nachdenken anregen. Passt perfekt zum Herbst!

Vielen Dank an NetGalley & Bastei Lübbe an das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Mystarrybooks.
62 reviews1 follower
September 20, 2026
„Das Tarot Café“ war für mich eines dieser Bücher, bei denen ich schon durch die Gestaltung neugierig geworden bin. Das Hardcover ist wunderschön und sehr stimmig zum Inhalt gestaltet. Besonders gefallen haben mir die liebevollen Details im Inneren und vor allem die Tarotkarten, die die einzelnen Kapitel begleiten. Für mich als jemand, der mit Tarot bisher eher wenig Berührungspunkte hatte, war das nicht nur optisch schön, sondern auch eine spannende Ergänzung zur Geschichte. Außerdem liebe ich es, wenn bei Hardcovern kein Buchumschlag dabei ist sondern das Cover direkt aufgedruckt ist - das gab viele Pluspunkte!

Auch der Einstieg hat mir gut gefallen. Ich mochte die Idee, Seryeon in ihrem kleinen Café kennenzulernen, wo sie für die unterschiedlichsten Menschen Karten legt und ihnen hilft, über ihre eigenen Fragen und Entscheidungen nachzudenken. Dabei fand ich besonders interessant, dass Tarot hier nicht als großes mystisches Spektakel dargestellt wird. Vielmehr geht es darum, Gedanken anzustoßen, verschiedene Möglichkeiten zu betrachten und vielleicht Dinge zu erkennen, die ohnehin schon irgendwo in einem selbst schlummern. Genau diese Herangehensweise hat mir richtig gut gefallen.

Seryeon selbst war für mich eine interessante Protagonistin. Sie hat in ihrem Leben bereits sehr viel durchgemacht und dabei lange gelernt, die eigenen Wünsche hintenanzustellen. Ihr Wunsch, irgendwann als Schriftstellerin zu arbeiten, hat mir besonders gefallen, weil dadurch ein weiterer wichtiger Teil ihrer Persönlichkeit sichtbar wurde. Ich mochte es, sie dabei zu begleiten, wie sie langsam beginnt, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse wieder ernster zu nehmen. Einige ihrer Gedanken haben mich tatsächlich auch über mein eigenes Leben nachdenken lassen.

Dabei hatte ich allerdings etwas anderes erwartet, als das Buch letztendlich erzählt. Durch Titel, Cover und Grundidee hatte ich mit deutlich mehr Geschichten rund um die Menschen gerechnet, die zu Seryeon ins Café kommen. Ich hatte mir ausführlichere Schicksale, mehr Gespräche und vielleicht auch etwas mehr Tiefgang bei den einzelnen Tarotlegungen vorgestellt. Stattdessen rückt Seryeons eigenes Leben zunehmend in den Mittelpunkt. Überraschenderweise hat mich das nicht grundsätzlich gestört, denn ihre persönliche Entwicklung fand ich durchaus spannend - trotzdem hätte ich mir von den Kundengeschichten einfach etwas mehr gewünscht.

Auch die Liebesgeschichte war für mich eher eine nette Ergänzung als ein echtes Highlight. Sie fügt sich zwar gut in die Handlung ein und sorgt für einige schöne Momente, für mich hätte die Geschichte aber auch ohne diesen Teil funktioniert. Seryeons Weg zu mehr Selbstvertrauen, ihr Schreiben und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit waren für mich eigentlich interessant genug.

Was mir dagegen wirklich gut gefallen hat, war die ruhige und feinfühlige Atmosphäre. Der Schreibstil liest sich angenehm und unkompliziert, wodurch ich gut durch die Geschichte gekommen bin. Es gibt viele kleine Gedanken und Aussagen, die bei mir hängen geblieben sind und mich zum Nachdenken gebracht haben. Gerade diese leisen Momente waren für mich eine der größten Stärken des Buches.

Insgesamt war „Das Tarot Café“ für mich ein schönes, ungewöhnliches Buch für ruhige Lesestunden. Nicht alles hat meine Erwartungen getroffen, aber gerade die leisen und nachdenklichen Seiten der Geschichte haben mir gefallen. Ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefe und etwas mehr Fokus auf die Tarotlegungen gewünscht, dennoch hat mich Seryeons Weg berührt und gut unterhalten. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die im Herbst gerne was gemütliches lesen möchten.
Profile Image for Jule.
172 reviews4 followers
October 1, 2026
Warm und hoffnungsvoll

Seryeon legt für ihre Klienten die Tarotkarten – zumindest sollte sie das. Denn oft entwickelt sich – vor dem Legen der Karten – ein Gespräch mit ihren Klienten, in denen sie Ratschläge gibt. Dabei lernt man als Leser auch langsam ihr eigenes Leben und ihre Probleme kennen. Moon Hye Joung schreibt in ihrem Buch „Das Tarot Café“ so, dass man durch das Kartenlegen auch gleichzeitig mehr über Seryeon erfährt. Da gibt es zum Beispiel ihren Ex Freund...

Die Handlung entwickelt sich immer weiter zu etwas, mit dem ich nicht ganz gerechnet habe. Dies allerdings im positiven Sinn, denn die Atmosphäre ist warm, herzlich und hoffnungsvoll. Beim Lesen mag man sich am liebsten in eine Decke einkuscheln und das, was man liest, einfach genießen. Dazu trägt auch der Schreibstil bei, der so voller Gefühl und nicht überzogen ist. Man liest einfach gerne die Worte, die geschrieben wurden, da sie so leicht sind. Die kurzen Kapitel ermöglichen es ebenfalls, recht schnell in der Geschichte voranzukommen, aber dennoch in den recht vielen kleinen Momenten zu verweilen.

Die Illustrationen und kurzen Erklärungen der Tarotkarten bieten einen tieferen Einblick und mehr Verständnis für das Kartenlegen. Insgesamt harmoniert alles perfekt, nur passiert es an manchen Stellen, dass die Geschichte doch etwas sehr ruhig ist.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, gerade durch den Fakt, dass man immer wieder verschiedene Charaktere kennenlernt, mit Seryeon aber immer eine Konstante bleibt. Es ist also eine Empfehlung für alle, die sich in die Welt der Tarotkarten begeben möchten und sich nach einer ruhigen, unaufgeregten und ehrlichen Geschichte sehnen.
Profile Image for Brina.
682 reviews
October 5, 2026
Erster Eindruck:
Es wirkt von Anfang an stimmig und leicht zum einsteigen in die Geschichte. Man fühlt sich nicht sofort überfordert. Das Thema an sich finde ich schon spannend, deswegen wusste ich schnell, das ich die Geschichte lesen will.

Meine Meinung:
Mir fiel schnell auf das man mit vielen „Was wäre wenn?“, „Warum?“ und „hätte“ konfrontiert wird. Die Momente des Tarot lesens haben mir sehr gefallen, auch die Illustrationen und deren individuellen Bedeutungen konnten mich begeistern. Der Stil und die Thematik des Buchs, waren einfach zu lesen und zu folgen. Das Tarot legen war zwar sehr präsent, aber hatte nie Überhand genommen, sodass die Nebenhandlungen verloren gingen. Zu lesen wie Seryeon und Jinju miteinander umgehen, wirkte anfangs etwas ungewöhnlich, aber letzen Endes haben sie sich auf verquere Weise dadurch weiterentwickelt und das auf natürlich Weise, ohne das es erzwungen gewirkt hat. Mir fiel es schwer, diese Geschichte eindeutig zu bewerten, weil sie an sich gut war, mich aber immer wieder verloren hat.

Protagonisten:
Seryeon ist eine spezielle Person, ihre Gedankenwelt und Sicht auf die Dinge, sind von vielen Unsicherheiten und Lebensfragen geprägt. Umso weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr verändert sich auch in ihr. Dabei stößt man immer wieder auf Momente, in denen durch andere Menschen erst Fragen aufkommen, die Seryeon sich zuvor nicht gestellt hat.
Jinju ist ein faszinierender Charakter. Seine Art ist überraschend anders und ihm kann mein keine eindeutige Schublade zuordnen. Seine Sicht auf die Welt und die Erfahrungen wie unterschiedlich und direkt er Dinge sieht, haben der Geschichte abwechslungsreiche Dialoge beschert.
133 reviews
September 11, 2026
Ganz nett für Zwischendurch

Nichts schreit so sehr cosy autumn und witchy season wie Tarot und ein gemütliches Café-Setting. Die Aufmachung des Buches und die Illustrationen der Tarotkarten fand ich richtig gelungen. Von der Handlung her ist es relativ seicht gehalten, ein easy-Read für Zwischendurch eben.

Die Kapitel sind angenehm kurz und immer von Begegnungen inklusive Tarot-Sessions geprägt, das Schema ist dabei immer sehr ähnlich und alles dreht sich um sehr gängige, alltägliche Themen rund um Liebe, Beziehungen, Hoffnungen und Zweifel.

Diese Kartenlegungen sagen vor allem immer viel über Seryeons Menschenkenntnis aus, die ihre Kunden nicht nur anleitet, sondern auch gezielt zum Kern ihres Sehnens führt. Das finde ich ein schönes Thema und es passt auch perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

Seryeon selbst ist auch der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht- ihre Karriere, ihre Beziehungen, ihre Hoffnungen. An sich fand ich das thematisch schön angelegt, aber auch ein bisschen oberflächlich. Ich bin mit ihr als Figur bis zum Schluss nicht so richtig warm geworden.

Das Buch liest sich leicht und ich war gefühlt super schnell durch. Außer Seryeon ist mir tatsächlich keine der Figuren im Gedächtnis geblieben, was meinen Eindruck, dass sie eher blass angelegt sind, bestätigt. Es ist ein lockeres Buch, was man super nebenher und zwischendurch lesen kann, bei mir ist aber der Funke nicht übergesprungen.
Profile Image for *Annemarie* Um.buchseites.breite.
196 reviews
September 15, 2026
Zusammenfassung
Seryeon liest in einem Café die Zukunft mittels Tarot-Karten. Sie versucht sich hiermit über Wasser zu halten und mit ihrem vorherigen Leben abzuschließen. Doch bald taucht eine Bekannte auf und bietet ihr einen Job an. Sie soll mit einem bekannten Artist einen neuen Webtoon entwickeln. Eine Möglichkeit, die sie sich nicht entgehen lassen darf. Doch als sie Jinju kennenlernt, prallen zwei Welten aufeinander.

Schreibstil und Gestaltung
Der Schreibstil ist ruhig und entspannt. Wir begleiten Seryeon durch ihren Alltag und lernen die Hürden kennen, die sie in der Vergangenheit bewältigen musste, die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie ist. Die gesamte Geschichte ist in einzelne Kapitel unterteilt, an deren Ende je eine Tarotkarte erklärt ist. Diese Karte hat auch stets einen kleinen Bezug zu dem vorangegangenen Kapitel.

Fazit
Ein wirklich schönes Buch, welches zum Nachdenken anregt. Es gab einige Passagen, in denen ich schmunzeln musst und wirklich schöne Momente, in denen man merkte, wie Seryeon langsam zu heilen beginnt. Neben Jinju befindet sich noch der Ex-Freund Seryeons in einer noch nicht recht definierten Beziehung zu ihr, sodass es leichte Love-Triangle-Vibes gibt.
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