Musikbox von Sonja Kloevekorn handelt von drei Freundinnen und wie sie gemeinsam aufwachsen, erwachsen werden, wie sich ihre Wege trennen und sie wieder zueinander finden. Ich hab das Buch sehr genossen. Vor allem, weil es der Komplexität von Frauenfreundschaften gerecht geworden ist und gleichzeitig mit viel Liebe und Achtsamkeit erzählt wurde. Das Aufwachsen von Maren, Nina und Karo spielt sich in einer Art selbstgewählten Community in einem Haus in Hamburg ab, geprägt von den idealistischen und politischen Vorstellungen ihrer Eltern, der 68-Generation.
Das Einzige, was mich etwas irritiert hat war der leicht verwirrende, vielleicht nicht absichtliche, Perspektivenwechsel. Die Ich-Erzählerin war manchmal zugleich auktoriale Erzählerin.
Ein unnötiges Erzählelement fand ich auch, dass die Ich-Erzählerin das Buch schreibt das wir als Lesende in den Händen halten. Das war zugleich roter Faden, der das Wiederaufleben der Freundschaft zwischen Nina und Maren erklärte, wirkte aber auf der anderen Seite etwas konstruiert und wäre nicht nötig gewesen.
Alles in allem fand ich es eine schönen Roman über Freundschaft mit einem Hauch von coming of age.