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Ist doch schön hier

Ein zutiefst berührender Roman über das Erinnern, das Vergeben und die Sehnsucht, irgendwo anzukommen.

Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

Ungekürzte Lesung mit Maximiliane Häcke
ca. 10 h 56 min

385 pages, Kindle Edition

First published July 29, 2026

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Community Reviews

5 stars
39 (43%)
4 stars
42 (46%)
3 stars
7 (7%)
2 stars
2 (2%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Aileen.
133 reviews1 follower
July 12, 2026
Ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen und habe dabei komplett vergessen, dass ich überhaupt lese. Genau solche Bücher liebe ich!

Im Mittelpunkt steht die 19-Jährige Liesel, die ihren Platz im Leben sucht, zum ersten Mal über sich hinauswächst und lernt, mutig zu sein, auch dann, wenn es schwerfällt.

Zusammen mit ihrer Oma und Jascha begibt sie sich auf eine Reise durch Polen, die nicht nur Familiengeheimnisse ans Licht bringt, sondern sie auch mit sich selbst konfrontiert.

Der Schreibstil war einfach wunderschön und so leicht, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die kurzen Kapitel haben ihr Übriges getan.
Liesel habe ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Ich wollte sie einfach nur ganz fest in den Arm nehmen. Ich habe bei jedem ihrer Gedanken und jeder ihrer Entscheidungen mitgefühlt.

Besonders die Reise durch Polen hat mich unglaublich berührt. Die Stimmungsschwankungen ihrer Oma, (bzw. der Wechsel ihres Verstandes von der Gegenwart in die Vergangenheit) Liesels immer wieder aufkommende Zweifel und all die kleinen und großen Momente dazwischen haben sich so authentisch angefühlt. Nichts wirkte übertrieben oder konstruiert, einfach echt.

Ich fand es beeindruckend, wie dieses Buch so schwere Themen wie Depression, Demenz, schwierige Familienbeziehungen und Familiengeheimnisse behandelt und dabei trotzdem eine gewisse Leichtigkeit bewahrt. Ich musste lachen, ich musste weinen und ich habe jede einzelne Seite gefühlt.

Auch die Beziehung zu Jascha hat mir richtig gut gefallen. Sie hat sich so natürlich entwickelt und war einfach schön mitzuerleben.

Irgendwie fand ich tatsächlich einfach alles an diesem Buch gut und das passiert mir wirklich selten. Es war berührend, hoffnungsvoll, warmherzig und wird mich noch lange nach der letzten Seite beschäftigt.

Ein echtes Herzensbuch und eine absolute Leseempfehlung. ❤️

GaLiGrüüüü
2,491 reviews14 followers
August 10, 2026
Zum Inhalt:
Eigentlich ist für Liesel nur Oma Emmi wirklich Familie, denn ihre Mutter ist völlig lethargisch und kaum für sie da. Als sie sich eigentlich allein auf die Reise in die ehemalige Heimat der Oma machen will, kommt Pfleger Jascha die Idee, die Oma mitzunehmen und die beiden zu fahren. Es wird eine denkwürdige Reise für alle.
Meine Meinung:
Das ist so ein Buch, dass einen mehr packt als man es vielleicht erwarten würde. Mich hat es auf jeden Fall sehr berührt, denn ich kenne Demenz in der Familie auch aus eigenem Erleben. Ich fand die Reise mit Emmi und Jascha schon sehr berührend, aber was im Anschluss dann passierte noch mal mehr. Es ist ein Buch, dass auch zeigt, das manches einfach nicht so ist, wie es scheint und das man schon mal versuchen muss hinter die Fassade oder Gründe zu schauen, um wirklich zu verstehen, warum Menschen so sind wie sie sind. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und würde es uneingeschränkt empfehlen.
Fazit:
Berührende Geschichte
17 reviews
July 21, 2026
Liesel ist 19 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter Melanie in einer kleinen Sozialwohnung. Regelmäßig besucht sie ihre geliebte Oma Emmi im Pflegeheim und kümmert sich liebevoll um sie. Familie ist für Liesel jedoch kein Ort der Geborgenheit. Zwar war ihre Mutter körperlich immer präsent, doch großgezogen wurde sie von ihrer Oma Emmi. Zu ihr hat Liesel eine tiefe Bindung aufgebaut, eine Nähe, die beide zu Melanie nie entwickeln konnten.

Emmi floh als Kind mit ihrer Familie zu Fuß aus Ostpreußen. Über das, was sie auf dieser Flucht erlebt hat, schwieg sie ihr Leben lang, ebenso über die Identität von Melanies Vater. Auch Liesels eigener Vater ist unbekannt. So wächst sie in einer Familie aus drei Generationen von Frauen auf, die von Geheimnissen und Leerstellen geprägt ist.

Als Emmi an Demenz erkrankt und ins Pflegeheim kommt, beschließt Liesel, sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit zu begeben. Sie will den Fluchtweg ihrer Oma bis in ihr Geburtsdorf zurückverfolgen. Doch die Reise entwickelt sich ganz anders als erwartet. Der Altenpfleger Jascha bietet Liesel an, sie ein Stück mitzunehmen und schließlich sitzt auch Emmi mit im Auto. Zu dritt begeben sie sich auf eine Reise, die Liesel so nie geplant hatte. Doch statt Antworten zu finden, wirft die Reise immer neue Fragen auf. Und dann kommt alles anders als gedacht...

Die Geschichte dieser drei Frauen hat mich sehr berührt. Vor allem Liesels Welt wirkt so fragil und ist voller Fragen und Unsicherheiten. Gleichzeitig steckt so viel trockener Humor in diesem Roman, dass man geradezu beschwingt durch die Seiten fliegt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders die Figur des polnischen Altenpflegers Jascha hat es mir angetan: Mit seiner unbekümmerten, lebensbejahenden Art bildet er den perfekten Gegenpol zu Liesel. Einen Jascha könnten wir vermutlich alle gut gebrauchen.

Ein sehr bewegender Roman, der trotz seiner ernsten Themen nie schwer wird, sondern Zuversicht und Hoffnung ausstrahlt. Eine absolute Leseempfehlung!
20 reviews
July 21, 2026
Die Geschichte hat mich vom ersten Kapitel an sofort gepackt. Ich hatte vorher gar nicht so viele Erwartungen und genau deshalb hat mich das Buch wahrscheinlich umso mehr berührt. Es erzählt von schweren Themen, fühlt sich dabei aber nie künstlich dramatisch an.

Im Mittelpunkt steht die neunzehnjährige Liesel, die gemeinsam mit ihrer an Demenz erkrankten Oma Emmi und Jascha nach Polen reist. Eigentlich möchte sie mehr über die Vergangenheit ihrer Familie erfahren. Was zunächst wie ein besonderer Roadtrip wirkt, wird nach und nach zu einer bewegenden Geschichte über Erinnerungen, Familiengeheimnisse und die Frage, wie sehr die Vergangenheit das eigene Leben beeinflusst.

Liesel hatte es nicht leicht im Leben. Ich habe viel Mitgefühl für sie empfunden, aber stellenweise waren ihre Gedanken und Handlung ein wenig frustrierend. Die Darstellung von Emmis Demenz hat mich berührt und nachdenklich gemacht.

Die Beziehung zwischen Liesel und Jascha hat mir richtig gut gefallen. Sie entwickelt sich ganz langsam und ohne großes Drama. Gerade das hat sie so glaubwürdig gemacht. Außerdem mochte ich die Beschreibungen der Landschaften in Polen sehr. Sie haben die Reise noch greifbarer gemacht und der Geschichte eine besondere Atmosphäre verliehen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er liest sich leicht und flüssig, ohne dass dabei die emotionalen Momente verloren gehen. Die Autorin spricht Themen wie Demenz, Depression, Verlust und schwierige Familienverhältnisse sehr einfühlsam an. Manchmal war es schwer noch etwas Hoffnungsvolles in all den Schicksalsschlägen zu finden. Das Ende hat mich wirklich bewegt und ich habe noch länger über die Geschichte nachgedacht.

Insgesamt ein sehr berührender Roman über Familie, Erinnerungen und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Die Geschichte wird ruhig und mit viel Feingefühlt erzählt. Keine leichten Themen, aber ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einen auch noch nach dem Lesen begleitet.
850 reviews2 followers
August 10, 2026
Heimat ist mehr als nur ein Ort
Liesel begleitet ihre Großmutter Emmi in die frühere Heimat der Familie. Mit dieser Reise beginnt nicht nur die Suche nach alten Spuren, sondern auch ein Blick auf vieles, worüber in der Familie lange nicht gesprochen wurde.
Schnell wird klar, dass nicht nur die Vergangenheit eine Rolle spielt. Viel wichtiger sind die Menschen und das, was sie mit sich tragen. Alte Erinnerungen kommen zurück und nach und nach wird verständlicher, warum manches verschwiegen wurde.
Die gemeinsame Reise verändert auch das Verhältnis zwischen Liesel und Emmi. Anfangs bleibt vieles unausgesprochen, doch langsam lernen die beiden Frauen einander besser kennen. Gerade diese Entwicklung wirkt natürlich und macht die beiden Figuren nahbar.
Die Gefühle der Figuren werden zurückhaltend beschrieben. Oft sagen kleine Gespräche oder kurze Augenblicke mehr als viele Worte. Dadurch entsteht eine Nähe zu den Menschen in der Geschichte, ohne dass die Handlung übertrieben wirkt.
Die Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen wird mit vielen kleinen Details beschrieben. Alte Gutshäuser, Alleen und die Nähe zur Ostsee geben den Erinnerungen einen Ort und machen die Vergangenheit greifbarer.
Die Frage nach Heimat begleitet die Geschichte immer wieder. Dabei geht es nicht nur um einen bestimmten Platz, sondern auch um Menschen, Erinnerungen und das Gefühl, irgendwo seinen Platz zu haben.
Besonders geblieben ist mir die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Manche Erlebnisse begleiten Familien über viele Jahre und beeinflussen auch die nächste Generation. Genau dieser Gedanke machte den Roman für mich interessant.
Die Geschichte von Liesel und Emmi erzählt von Erinnerungen, Familie und dem Umgang mit Dingen, die lange verborgen waren. Die ruhige Erzählweise und die persönlichen Einblicke haben mir sehr gut gefallen. 5 Sterne.
32 reviews
July 31, 2026
Ich war erst sehr abgeneigt von Liesel, weil sie so herablassend und voller Vorurteile war aber im Laufe des Buches kann man irgendwie nachvollziehen warum. Dann hatte ich nur noch Mitleid.
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es hat mir gezeigt das, egal was und wen man im Leben verliert, man auch immer wieder dazugewinnen kann. Man kann immer von vorne anfangen, wenn auch mit traurigen Erinnerungen.
1,668 reviews9 followers
September 12, 2026
Ein Roadtrip gegen das Vergessen

Klappentext:
Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort, sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt sie: Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

„Ist doch schön hier“ ist der neue Bestsellerroman von Mirjam Burdelski.

Liesel nimmt ihre geliebte Großmutter Emmi mit auf einen Roadtrip in Emmis Vergangenheit. Begleitet werden sie von Jascha, der im Seniorenheim arbeitet, wo Liesels Großmutter lebt.
Großmutter Emmi driftet mit ihrer Demenz immer mehr in die Vergangenheit ab.
Jascha schlägt vor, mit Emmi nach Polen, in die Region des früheren Ostpreußens zu fahren, um ihrer Vergangenheit näher zu sein.
Auf dem Weg dorthin wird Liesel immer wieder mit der Demenz ihrer Großmutter konfrontiert. Kommt aber auch ihrer Familiengeschichte ein Stück näher.

Mirjam Burdelski lässt ihre Charaktere richtig lebendig werden. Es sind richtige Herzensmenschen.
Liesel ist eine beeindruckend starke, junge Protagonistin. Ihre Hartnäckigkeit und der Mut, sich der Familiengeschichte zu stellen, tragen die Geschichte.
Großmutter Emmi mit ihrer Demenz wird authentisch beschrieben. Die Autorin zeigt die Tragik der Krankheit mit ihrer Verwirrung und Angst sehr genau auf.
Jascha ist eine polnische Pflegekraft. Er ist eine gute Stütze und so etwas wie ein Ruhepol. Er ist sehr geduldig und einfühlsam. Genau das, was Liesel zur Unterstützung auf der Reise braucht.
Melanie, Liesels Mutter bleibt zu Hause zurück. Sie leidet unter Depressionen.
Doch in Liesels Gedanken ist Melanie immer dabei. Auch für Melanie wird die Familiengeschichte aufbereitet.

Miriam Burdelski spannt einen großen Bogen zwischen der Trostlosigkeit der Wohnung in Deutschland, dem Pflegeheim und Kudern im ehemaligen Ostpreußen.
Die Landschaft in Polen wird anschaulich beschrieben. Die weiten Birkenalleen und die maroden Gutshäuser konnte man sich gut vorstellen.
In Emmi erwachen Erinnerungen an ihr früheres zu Hause und an die Flucht.

Miriam Burdelski überzeugt mit ihrer Sprache. Die Autorin kann gut mit Worten jonglieren.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut verständlich und klar. Sie verzichtet auf zu viele Schnörkel.
Die Themen Flucht, Schuld und auch das Altwerden, sind gut in die Geschichte integriert.

Auf mich hatte die Geschichte eine Sogwirkung, ich konnte kaum aufhören zu lesen.

„Ist doch schön hier“ ist ein tief berührender und nachhaltig beeindruckender Generationenroman.
236 reviews3 followers
September 20, 2026
•Buchrezi• 😰

Zum Inhalt: Liesel hat nicht viel im Leben. Da ist ihre Mama Melanie, die nie die Wohnung verlässt, und ihre Oma Emmi, die seit ihrer fortschreitenden Demenzerkrankung im Heim lebt.

Emmi, die immer mehr Mama für Liesel war, als Melanie es je gewesen ist…

Liesel hat gerade ihr Abitur in der Tasche und möchte in die ehemalige Provinz Ostpreußen reisen, in die Heimat ihrer Oma. Einmal etwas für sich machen und Antworten auf so viele ungeklärte Fragen finden.

Denn Geheimnisse gibt es in dieser kleinen Familie so einige…

Doch dann fängt ein polnischer Pfleger in Emmis Heim an zu arbeiten. Jascha. Und der schlägt Liesel kurzerhand vor, sie zu fahren. Auch Emmi erzählt er immer wieder, dass sie mitkommt. Und so wird aus einem Abenteuer allein plötzlich ein Abenteuer zu dritt.

Emmi hat sich das natürlich ganz anders vorgestellt. Ihre hilfsbedürftige Oma und der unstete Jascha machen die Reise nicht unbedingt zu einem unbeschwerten Ausflug.

Doch kaum in Polen angekommen, gibt es Momente der Offenbarung und dann wieder Verschwiegenheit.

Findet Liesel zwischen gutem Essen, Gastfreundschaft, Fremdenfeindlichkeit und einem Enkelpferd die langersehnten Antworten?

Mein Fazit:
Ich wollte dieses Buch aus ganz persönlichen Gründen lesen. Meine beiden Omas waren Flüchtlinge aus Ostpreußen und deshalb war meine Hoffnung groß, hier eine Reise zu erleben, die mir die Heimat meiner Großmütter ein Stück näherbringt.

Doch bis ungefähr zur Hälfte war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Liesel und auch Emmi waren für mich zunächst ziemlich unnahbar. Auch ihr Verhältnis mitunter schwierig.

Einzig Jascha hat die Geschichte für mich aufgelockert.

Doch dann fiel der Groschen. Und plötzlich kamen Geheimnisse und Geschichten ans Licht, die mir die Figuren sehr viel nahbarer und verständlicher gemacht haben.

Liesel, die so viel Verantwortung ganz allein auf ihren Schultern tragen muss… ❤️💔

Wie traumatisch muss eine Flucht gewesen sein? Was Menschen erleben mussten, wird nicht einfach irgendwann vergessen. Manche Erlebnisse trägt man ein Leben lang mit sich.

Und dann kam das Ende… 🥺

🐴🐴🐴🐴 von fünf 🐴en!
Profile Image for Michelle.
605 reviews9 followers
July 1, 2026
Ich bin völlig unvorbereitet und ohne jegliches Vorwissen in diese Geschichte gegangen und habe mich von der ersten Seite an blind in das Buch verliebt.
Themen wie Verlust, Vergebung, Sehnsucht und das Ankommen bei sich selbst werden hier mit einer Ehrlichkeit und Tiefe erzählt, die mich beim Lesen mehr als einmal mit Gänsehaut zurückgelassen hat.

Protagonistin Liesel ist von Anfang an unglaublich sympathisch, man findet sich sofort in ihren Gedanken wieder und fiebert mit ihr mit. Ihre Trauer und ihre Ängste wirken so echt und greifbar, dass ich beim Lesen immer wieder den Wunsch verspürt habe, dass es ihr einfach besser gehen möge.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Familiendynamik des Buches. Sie zeigt unverblümt, wie vielschichtig und kompliziert familiäre Beziehungen sein können und wie viele verschiedene Perspektiven eine einzige Geschichte in sich trägt.

Der einzige Grund, warum ich „nur” 4,5 von 5 Sternen vergebe ist da das Ende mich nicht ganz überzeugen konnte.Mir persönlich hat da etwas gefehlt, und ich fand den Abschluss nicht ganz stimmig zur restlichen Geschichte.

Dennoch lege ich dieses Buch jedem wärmstens ans Herz, der eine Geschichte sucht, die einen im Innersten bewegt, die den Blick für die schönen Dinge des Lebens schärft und dabei die Ernsthaftigkeit nie aus den Augen verliert.

Eine absolute Herzensempfehlung. 🤍
Profile Image for amelie.
77 reviews1 follower
September 26, 2026
Ein sehr besonderes Buch mit Tiefgang. Eines, das man gelesen haben sollte und welches noch länger im Kopf bleibt. 🧡

„Ist doch schön hier“ ist ein Roman, von dem ich so viel Gutes gehört hatte, dass ich ich ihn einfach lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Geschichte handelt von Liesel, die nicht so wirklich weiß, wohin mit sich selbst; ihrer depressiven Mutter Melanie und Emmi, ihrer dementen Oma, traumatisiert von ihren Erlebnissen aus der Kriegszeit.
Natürlich kommen noch ein paar weitere Figuren auf Liesels Reise nach Ostpreußen vor, die alle sehr bedacht ausgearbeitet wurden, und so dieses Buch lebendig gemacht haben.

Liesel tritt nämlich eine Reise durch Polen bis nach Danzig an, um mehr über ihre Oma und das Geschehene zu erfahren, wobei sie auch ziemlich viel über sich selbst lernt. Zum Beispiel, dass nicht nur ich Jascha ziemlich sympathisch finde 😙

Der Roman hat mich sehr berührt, da er einfach sehr befreit und humorvoll geschrieben ist und nicht verschönigend darstellt, wie stark sich bestimmte Erlebnisse eines Menschen, auf das Leben eines anderen auswirken können.
Er zeigt auch, wie kostbar Familie ist und dass man die Zeit mit den Menschen um sich herum wertschätzen sollte, solange man diese hat. 🌟
4 reviews
August 10, 2026
Habe das Buch tatsächlich an einem Urlaubstag in einem Rutsch durchgelesen. Auch meine Großeltern kamen teilweise aus Ostpreußen und ich war jeden Sommer dort und bin mit dem Teil der Geschichte irgendwie groß geworden. Habe direkt wieder Fernweh dorthin bekommen. Ein paar Dinge stören mich an dem Buch:

***Mini-Spoiler***
Nämlich, dass Sie es mit der Oma gar nicht nach Ostpreußen schaffen, sondern das heimelige Gefühl und "ist das schön hier" sich dann nur auf Pommern bezieht.
Wie das Familiendrama sich dann entwickelt hat mich ehrlich gesagt sehr überrascht. Im Grunde fand ich es etwas zu viel Drama, gleichzeitig finde ich aber gut, wenn Bücher und speziell der jeweilige Schluss mal unvorhergesehen sind und nicht nur mit happy End. Dafür war die integrierte Liebesgeschichte dann aber fast zu platt. Authentischer hätte ich eine ehrliche Freundschaft gefunden.

Also trotz der, nennen wir es mal leichten Störgefühle, finde ich, es ist ein sehr gutes Buch, das diesen besonderen Teil der deutschen Geschichte und wie dieser in Familien nachwirkt, in den Fokus nimmt.
Profile Image for Inge H..
544 reviews12 followers
July 29, 2026
Reise nach Ostpreußen

Miriam Burdelski hat für den Roman „Ist doch schön hier“ von der Flucht ihrer Großeltern inspirieren lassen. Allerdings ist es nicht biografisch, sondern sie hat alles aus ihrer Fantasie sprießen lassen.
Die Neugier der Liesel, wo ihre Großmutter Emma herkam, kann ich gut verstehen. Ich habe die Heimat meiner Mutter auch aufgesucht.
Liesel ist gerade neunzehn Jahre alt, als sie beschließt die Fluchtroute ihrer Oma zurück zu verfolgen.
Die Familie besteht aus der Großmutter Emmi, der Mutter Melanie und Liesel.
Von anderen Familienmitgliedern ist keine Rede.
Emmi wird dement und erzählt plötzlich von ein paar Personen. Anscheinend gab es eine andere Liesl.
Emmi will unbedingt nach Ostpreussen mit. Erst wehrt sich Liesel dagegen. Aber dann wird sie von dem polnischen Pfleger Sascha überredet, sie mitzunehmen. Er wird die beiden im Auto fahren.
Die Reise wird interessant und liebevoll geschildert.
Es macht Spaß, diese Geschichte zu lesen.
37 reviews
September 12, 2026
Ich liebe Geschichten mit historischem Hintergrund, und dieser hat mich besonders berührt: Er erzählt vom Schicksal der Menschen, die aus Ostpreußen fliehen mussten. Wahnsinnig emotional und traurig – ich habe beim Lesen sehr oft mitgefühlt und musste das Buch immer wieder kurz beiseitelegen, um das Gelesene sacken zu lassen.
Die Autorin/der Autor scheut sich nicht, anstrengende Themen wie Klassismus oder Suizid anzuschneiden, tut dies aber nie reißerisch oder explizit, sondern mit spürbarem Respekt gegenüber den Figuren und ihrer Geschichte. Genau das macht diesen Roman so besonders: Er berührt, ohne zu überwältigen, und bleibt dabei immer feinfühlig.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die emotionale, historisch fundierte Literatur schätzen.
Profile Image for Martina Lu.
59 reviews2 followers
August 25, 2026
Was für ein schön geschriebener Roman über Traumaweitergabe und Schweigen und.. so ein gelungenes Debüt.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews