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Mit Rechten leben: Widerstand und Nähe im Alltag | Das Buch zum Superwahljahr 2026

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»Mit Rechten leben« – weil der Rechtsruck längst im Alltag angekommen ist

Seit Jahren verschiebt sich in Deutschland das politische Klima. Ein spürbarer Rechtsruck prägt Debatten, Wahlkämpfe – und den Alltag.
Was einst am Rand stand, rückt zunehmend in die offene Remigrations-Sympathien im Kollegenkreis, AfD-Parolen am Gartenzaun, Verschwörungserzählungen beim Elternabend. Die Soziologin und Journalistin Jana Glaese fragt, was es mit uns macht, wenn politische Spannungen unser Zusammenleben durchziehen – und wie wir im Privaten, im Beruf oder im Verein darauf reagieren können. 

Anhand zahlreicher Gespräche und Beobachtungen zeigt das Buch, welche Umgangsformen Menschen wählen, um in einer polarisierten Gesellschaft kritisch und verbunden zu wie Dialog möglich ist, wann Widerstand nötig und wo dieser gerade aus der Nähe erwachsen kann. Ein klarsichtiger, tief recherchierter Beitrag zur Frage, wie wir im täglichen Miteinander der sozialen Entfremdung entgegenwirken und demokratische Prinzipien bewahren.

Das Buch für das Wahljahr 2026.




Bei Fragen zur Produktsicherheit, wenden Sie sich bitte info@gutkind-verlag.de

226 pages, Kindle Edition

Published June 25, 2026

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About the author

Jana Glaese

2 books

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Community Reviews

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3 (21%)
1 star
1 (7%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Markus Amadeus Cosma.
78 reviews16 followers
September 12, 2026
SPONTANE IMPULSE [fortlaufender Posten]:

Widerständige Nähe?? XD XD XD

Unfassbar.

Frau Glaese hat ein volkspädagogisch-demagogisches Erziehungsbuch für unmündige Bürger (der "betreute Mensch" nach Helmut Schelsky) geschrieben, das dem verlautbarten Anspruche nach mit vertiefenden Querbezügen zu Soziologie und Philosophie arbeitet. Tja - dumm nur, wenn das Buch von jemandem gelesen wird, der beides studiert hat und über ein gewisses Grundlagenwissen verfügt... Denn im Falle einer solchen Begegnungskonstellation kann das Urteil nicht anders als vernichtend ausfallen:

Frau Glaese entwickelt ein künstliches, pseudomoralisches (da systematisches Diskriminieren Andersdenkender [!] - NICHT STRAFFÄLLIG HANDELNDER! - weder konsequenzialistisch, noch deontologisch oder tugendethisch, geschweige denn kontraktualistisch in einem argumentativ aufrichtigen, rational-logischen Sinne sinnvoll rechtfertigbar sein kann), sowie höchst alltagsuntaugliches Phantasie-Umgangskonstrukt ("Wie mit Rechten leben?"), das die Grenze zwischen legitim rechts & extremistisch / demokratisch illegitim rechts verwischt und im Endeffekt nichts weiter fürs Habituelle zu veranschlagen vermeint, als politisch Andersgesinnte in einen Topf mit erklärten "agitatorisch tätigen" Feinden der freien Gesellschaft zu werfen...

Und genau an dieser Schnittstelle offenbart sich die ganze Lächerlichkeit des Unternehmens: Anstelle einer seriösen empirischen Untersuchung und Reflexion ignoriert die Autorin in wahrscheinlicher völliger Unkenntnis von Grundgesetz und Toleranztheorie (scheinbar kennt sie nur jene glasklar feindmarkierende und totalitäre der "repressiven Toleranz" nach Herbert Marcuse??) das für jeden aufzubringende Mindestmaß an anständiger Zugewandtheit und wartet dafür mit gefühligen indoktrinierenden Kitsch-Phrasen und perpetuierten Denkfehlern auf (Stichwort "Bestätigungsfehler"), welche ihre eigenen Intuitionen und Präferenzen widerspiegeln und letzten Endes in praktischer Konsequenz (mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit) zu einer weiteren Verhärtung der Frontenbildung und Radikalisierung führen (werden). Besonders interessant und selbstentlarvend in diesem Zusammenhang: Die Autorin versucht sich an einer Definition von (fragwürdig) RECHTS, aber geht zugleich mit arroganter Common-Sense-Selbstverständlichkeit davon aus, dass der zentrale Begriff der "Menschenfeindlichkeit" sich von selbst erklärte - gewissermaßen im Sinne eines juristisch feststehenden Begriffs, ja mehr noch: als moralisches Beobachtungswissen! XD (Kleine Spielverderberei an dieser Stelle: das Konzept der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" von Heitmeyer weist gravierende methodische und semantische Schwächen auf, insbesondere, weil es nicht zwischen Verhalten und Gedanken differenziert - was unser Strafgesetzbuch im Übrigen entgegen aller progressiven Inquisitions- und Zuchthausphantasien tut... ;-))

Obwohl ich nicht davon ausgehe, dass Frau Glaese je Wind von dieser kleinen Rückmeldung bekommen wird, will ich dennoch den Leserinnen und Lesern dieses Machwerks gerne anempfehlen a.) "Die Psychologie der Moralentwicklung" von Lawrence Kohlberg, sowie b.) "Die Macht der Moral" von Jonathan Haidt zu lesen ("Spoiler": Pseudohumanistischer neolinksliberaler Progressivismus ist trotz seines vermeintlich universalistischen Geltungsanspruchs eben nicht universell; ja schlimmer noch: es existieren unbequemerweise sogar noch andere "ethische Temperamente und Sedimente" im Zirkus der Moralvielfalt).

Zu guter Letzt empfehle ich noch die "Lektüre" des ersten Absatzes des 4. Artikels des Grundgesetzes. ;-)

Durchsage, Ende -
Profile Image for Majca.
268 reviews14 followers
July 7, 2026

Nähe ist nie politisch unbedeutsam. Das zeigt sich in den Momenten, in denen sie verweigert wird.

Mit Rechten leben beschäftigt sich mit einer Frage, die für viele Menschen immer drängender wird: Wie geht man damit um, wenn im Arbeitsalltag, in der Nachbarschaft, oder im persönlichen Umfeld zunehmen rechte Positionen geäußert werden?

Die Autorin arbeitet Begriffe zunächst sorgfältig heraus, ordnet sie sprachlich, historisch, teilweise philosophisch ein und schafft so eine gemeinsame Grundlage für die weiteren Überlegungen. Hier, wie im gesamten Buch, schafft sie es ohne die Texte dabei unnötig akademisch daherkommen zu lassen. Im Gegenteil: das Buch ist ausgesprochen zugänglich und büßt zugleich nichts an Substanz ein.

Viel trägt auch die Struktur dazu bei. Das Buch wirkt durchdacht und begegnet vielen möglichen Einwänden oder Unsicherheiten gezielt, aber organisch im Verlauf des Lesens. Mehrfach hatte ich einen „ja, aber-„ Gedanken, der ein paar Seiten später aufgegriffen wurde.

Wie der Titel auch andeutet steht im Mittelpunkt nicht die reine Ursachenanalyse, sondern widmet sich nicht nur der Frage wie ein konstruktiver Umgang mit rechten Einstellungen aussehen kann, sondern ob und wann dieser überhaupt eingegangen werden sollte. Ausdrücklich in dem Bewusstsein, dass es keine Patentlösung gibt, aber mit dem Wunsch diese zwischenmenschliche Ebene etwas auszuleuchten.

Interessanterweise könnte ich abschließend sagen, dass ich nicht unbedingt neue Erkenntnisse gewonnen habe. Die große Stärke des Buches aber ist es das intuitiv Wahrgenommene, das Halbwissen und Bekannte systematisch einzuordnen und mit Studien, Forschung und nachvollziehbaren Argumenten zu untermauern.

Ein fundiertes, gut strukturiertes, zugängliches Sachbuch, das ein akut zeitgenössisches Thema differenziert beleuchtet und Orientierung anbietet, ohne einfache Antworten zu liefern.

Vielen Dank an netgalley und Gutkind für ein Rezensionsexemplar. Alle Meinungen sind meine eigenen

„Was uns in der Tat skeptisch machen sollte, ist ein Zuviel der Stille. Wo der unpolitische Raum keine Gemeinsamkeit stiftet, wo die Ruhe nicht eine bewusst gewählte Verschnaufpause vom politischen Streit darstellt, sondern dazu führt, dass uns die Kenntnis über die Meinung des Gegenübers abhandenkommt – dort ist es an der Zeit, mehr zu diskutieren, mehr zu fragen und mehr verstehen zu wollen.“
Profile Image for Ancla Müller.
1,130 reviews5 followers
October 13, 2026
Wichtige Fragen, aber mir fehlte die klare Antwort

**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch stellte mich vor einige Herausforderungen. Das Thema selbst ist eines, mit dem ich zu hadern habe, und ich hatte mir deshalb neue und hilfreiche Perspektiven gewünscht. Zum Teil hat das Buch genau das auch geschafft.
Der Ton ist neutral und eindringlich, ohne das Thema selbst wertend zu behandeln. Dadurch wirkte das Buch für mich einladend und ließ Raum, mich mit den Gedanken auseinanderzusetzen. Es geht hier nicht um ein einfaches Plädoyer gegen Rechts, sondern um die Auseinandersetzung mit der Frage, wie man mit politischen Einstellungen in einer Gesellschaft umgeht, in der rechte Positionen zunehmend Raum einnehmen. Konfrontation und Ausgrenzung, Hände schütteln und hinnehmen oder doch irgendwo dazwischen? Ist ein Diskurs noch ohne Eskalation möglich? Und ist man automatisch rechts, wenn man rechts wählt?
Viele dieser Fragen werden aufgegriffen und anfangs auch gut aufgebaut. Für mich wurden sie allerdings häufig nicht konsequent zu Ende behandelt. Immer wieder kamen neue Inhalte hinzu, sodass mir irgendwann mehr der Kopf schwirrte, als dass ich selbst in einen Diskurs mit dem Buch gehen konnte.
Gerade deshalb hätte ich mir eine klarere Struktur und weniger selbsterklärende Passagen gewünscht. In einem Sachbuch dieser Art suche ich vor allem Klarheit und nicht Allgemeinheit. Die Thematik ist mutig gewählt, wurde für mich in der Umsetzung aber nicht immer mutig genug weitergeführt.
Trotzdem hat mich die Recherchetiefe überzeugt, am Ball zu bleiben und aus den teilweise eher unfokussierten Argumentationen meine eigenen Antworten zu ziehen. Vielleicht ist mein Zugang dabei auch nicht der des gewünschten Publikums.
Nichtsdestotrotz habe ich bereichernde Inhalte gefunden und empfinde das Thema als so relevant, dass eine Auseinandersetzung damit wichtig ist. Die Sprache des Buches ist dabei eine Einladung: Man wird abgeholt und Stück für Stück tiefer mit den Problemen unserer heutigen Gesellschaft vertraut gemacht.

**** Empfehlung? ****
Für alle, die sich offen und differenziert mit dem Umgang mit rechten politischen Einstellungen und den Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft auseinandersetzen möchten und dabei bereit sind, die eigenen Antworten teilweise selbst aus den Gedanken des Buches herauszuarbeiten.
141 reviews
June 30, 2026
„Mit Rechten leben“ von Jana Glaese widmet sich einem hochaktuellen und gesellschaftlich brisanten Thema: dem Umgang mit Menschen, deren politische Ansichten als fremd oder sogar gefährlich wahrgenommen werden. Das Buch überzeugt zunächst durch seine fundierte Herangehensweise, zahlreiche Gespräche sowie die Einbettung in soziologische und gesellschaftliche Zusammenhänge. Die Autorin liefert damit wichtige Denkanstöße und eröffnet Perspektiven auf ein Zusammenleben in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft.
Besonders gelungen sind die persönlichen Einblicke und Beobachtungen, die das Thema greifbar machen. Glaese zeigt auf, wie unterschiedlich Menschen im Alltag mit politischen Spannungen umgehen und wo Dialog möglich sein kann. Dabei wird deutlich, dass der Anspruch, sowohl kritisch zu bleiben als auch Verbindungen aufrechtzuerhalten, ein schwieriger Balanceakt ist.
Gleichzeitig wirkt die Argumentation stellenweise etwas einseitig. Der wiederkehrende Appell, den Kontakt zur „anderen Seite“ möglichst nicht abzubrechen, erscheint nicht immer realistisch – insbesondere für Menschen, die selbst von diskriminierenden oder abwertenden Haltungen betroffen sind. Hier stellt sich berechtigterweise die Frage, wie sinnvoll und zumutbar ein Dialog ist, wenn grundlegende Gleichwertigkeit infrage gestellt wird.
Auch bleibt der Blickwinkel teilweise begrenzt, da vor allem Perspektiven aus der Mehrheitsgesellschaft im Fokus stehen.
Trotz dieser Kritikpunkte bietet „Mit Rechten leben“ einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte. Das Buch regt zum Nachdenken an, fordert zur Auseinandersetzung heraus und liefert wertvolle Impulse – auch dort, wo man nicht mit allen Schlussfolgerungen übereinstimmt.
28 reviews
September 25, 2026
Wäre nett wenn man vergisst, dass rechtes Gedankengut nicht das erste Mal erstarkt und es keine Geschichte geben würde, aus der man lernen könnte
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