Jetzt beginnt das Leben: Roman | Der Nr.-1-Bestseller aus Schweden: Ein faszinierender Roman über das Eintauchen in die Kindheit und darüber, was einen Menschen prägt
Vidars Leben ist aus den Fugen geraten. Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird er vom Lehrdienst suspendiert. Als er zu Hause zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie findet, wählt Vidar aus einer Laune heraus die Nummer. Es meldet sich sein Vater, der längst tot ist. Bald versteht Vidar: Am anderen Ende der Leitung ist immer der 17. Juni 1986, ein Tag aus seiner Kindheit. Es öffnet sich eine Falltür in die Vergangenheit. Anruf für Anruf versucht Vidar, jeden Schritt seiner Familie an diesem Tag nachzuvollziehen. Er überschreitet eine Grenze nach der anderen. Und während sich der Tag seiner Kindheit langsam auflöst, zieht sich die Schlinge in der Gegenwart immer enger zu.
"Ich musste an meine Schulzeit denken und wie wir im Unterricht gelernt hatten, dass Bakterien im Körper sich nach einer bestimmten Zeit verdoppeln. Ähnlich erlebte ich mein eigenes ungeschicktes Verhalten: Aus einer Straftat wurden zwei, aus zweien vier."
"Ich schaute auf das Display. Wartete auf tanzende Punkte. Aber es kamen keine. Tora war fort, und der ganze Chatverlauf blau, meine Sprechblasen in der Überzahl."
"Ich lauschte seinem Atem, und kurz drängte sich mir ein unerträglicher Gedanke auf: Den 16. Juni hatte es auch gegeben, und er bildete ein ebenso großes Universum. Das enorme Gewicht des 17. Juni 1986 entsprach genau dem des Tags zuvor. Jeder Kindheitstag wog eine Tonne."