Eremittsommer er en roman om to umake kvinners vennskap gjennom en sommer. En fortelling om det skjøre båndet mellom mennesker - og mellom mennesker og natur.
Den trettifire år gamle biologen Eva Wist er nesten ferdig med en doktorgrad da livet hennes brått rakner. Eva stikker av fra kjæresten i Oslo for å ta en sommerjobb i landlige Vestfold, med sorgen og en svart labrador som eneste følgesvenner. Hun har fått i oppdrag å finne den sjeldne eremittbillen, en art alle trodde var utryddet i Norge.
Eva trekkes mot den eldgamle eikeskogen hun skal undersøke, men også mot sin eksentriske nabo, syttiseks år gamle Olga Frøyshov. Olga trives best med å klatre i trær og snakke med katten - helt til Eva snubler inn i livet hennes. Motvillig blir de to venner. Kanskje fordi de tross generasjonsgapet gjenkjenner noe i hverandre, en felles erfaring av tap. Men der Eva flykter fra det som er, står Olga fast i det som har vært.
Eremittsommer er en roman om familie, om alt som spirer og det som dør, om tap og taushet. Men først og fremst er det en fortelling om håp og om hvor viktige vi er for hverandre.
Anne Sverdrup-Thygeson is a professor at the Norwegian University of Life Sciences (NMBU) in Ås, Norway, as well as a scientific advisor for The Norwegian Institute for Nature Research NINA.
Im Buch "Der Einsiedlersommer" wird die Geschichte der Biologin Eva erzählt, die nach einem Schicksalsschlag ihre Heimat Oslo für mehrere Monate verlässt und in die Wälder zieht. Dort soll sie im Auftrag einer Gemeinde die Wälder kartieren und den Eremitenkäfer suchen. Sie lernt dort Olga, ihre mürrische Nachbarin, kennen. Obwohl Eva mit 33 und Olga mit 76 Jahren unterschiedlichen Generationen angehören, verbindet sie doch ähnliche Schicksalsschläge und Traumata, woraus im Laufe des Sommers eine nette Freundschaft entsteht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und eindringlich. Die Naturbeschreibungen und die vielen Hintergründe zum Artenschutz sowie der Wälder haben mir besonders gut gefallen. Zwischen Olga und Eva entsteht eine tolle Freundschaft, da beide sehr naturverbunden sind. Beide haben Traumata durchlebt und fühlen sich in ihrem jetzigen Leben etwas verloren. Durch die abwechselnden Perspektiven von Eva und Olga konnte man auch gut in ihre Gedanken, Gefühle sowie das in der Vergangenheit Erlebte eintauchen. Die Geschichte an sich ist interessant aufgebaut und die Charaktere werden vielfältig und authentisch dargestellt. Mit Eva hatte ich als Protagonistin zunächst Mühe, da sie oft aufbrausend und launisch ist und ihren Frust an ihren Mitmenschen auslässt. Nach und nach findet aber eine Reflektion und ein inneres Wachstum statt. Prima finde ich, dass Eva sich durch ihre Arbeit für die Natur einsetzt, wir viele biologische Hintergründe erfahren und sie uns durch ihre Tagebucheinträge an ihrer Arbeit teilhaben lässt. Gut gefallen hat mir auch, dass neben der Biologie und dem Naturschutz auch viele menschliche Themen aufgegriffen werden wie bspw. eine Stillgeburt, Mord, Traumata, Albträume, Ehestreitigkeiten, Krieg, Unkenntnis über die Eltern, etc.
Ein wenig herausfordernd fand ich, dass der Roman nicht nur in den Perspektiven, sondern auch den Zeitebenen munter hin und her springt und teilweise auch etwas vergangenheitslastig ist.
Ich habe mich sehr auf den Roman gefreut und finde es ein sehr interessantes Buch mit vielen spannenden Themen. Perfekt als Urlaubslektüre, die informativ ist und zum Nachdenken über unsere Umwelt, die Natur und den Artenschutz anregt.
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbergen würde. Ich habe die Geschichte auch sehr gern gelesen, ohne viel Spannung oder Wendungen, dafür mit viel Natur und Freundschaft und Leichtigkeit.
Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.
Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen, er ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Besonders die Beschreibungen der Natur sind anschaulich und lebendig beschrieben und man merkt der Autorin auch an, das ihr die Natur sehr am Herzen liegt.
Die Geschichte zeigt aber auch eine Gemeinschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen die sich begegnen und sich nach und nach näher kommen.
Oft liest man schnelllebige Geschichten die viel Spannung und Wendungen in sich tragen, diese Geschichte ist anders und punktet mit Natur und unterschiedlichen Charakteren die sich begegnen. Mir hat diese Geschichte gut gefallen und ich empfehle sie gern weiter.
Eva soll einen seltenen Käfer in einem bestimmten Gebiet nachweisen. Als Wissenschaftlerin lebt sie für mehrere Monate in einem Waldgebiet in Norwegen und kartografiert die Gegend und stellt Insektenfallen auf um die heimische Insektenweilt zu erforschen. Sie lebt wie eine Einsiedlerin, genau wie Olga ihre einzige Nachbarin und der Käfer den sie sucht ist ein Einsiedlerkäfer. Der Titel beschreibt drei Lebewesen die sich selbst genug sind und andere Menschen oder Tiere nur bedingt brauchen. Die beiden Frauen haben persönliche Gründe warum sie allein sein wollen, sie teilen auch ein gemeinsames Schicksal. Dem Käfer liegt es in seiner Natur. Es geht auch und vor allem um den Schutz der Natur im Gegensatz zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes. Die Autorin hat ihre verschiedenen Themen sehr gut vernetzt. Das die Arbeit in und mit der Natur tiefe Wunden heilen kann, erscheint nach dem Lesen logisch. Das Wissen wie lange es gebraucht hat um solche majestätischen Bäume wachsen zu lassen wie sie in diesem Buch beschrieben werden, lässt uns Menschen klein dagegen erscheinen. Das Wissen was diese Bäume "erlebt und gesehen" haben lässt unsere Verletzungen klein dagegen aussehen. Vor allem wenn wir nicht allein mit unseren Gedanken und Gefühlen sind. Einfühlsam beschreibt die Autorin die Erlebnisse der Frauen wie sie sich aufeinander einstellen und trotz des Altersunterschieds Freundinnen werden. Sie plädiert auch für das miteinander reden als ein Heilmittel nicht nur bei persönlichen Problemen und Schicksalsschlägen auch und vor allem bei gegensätzlichen Ansichten und Erwartungen.
Bereits das wunderschöne Cover von Der Einsiedlersommer vermittelt die ruhige, naturverbundene Atmosphäre, die sich durch den gesamten Roman zieht. Was zunächst wie eine Geschichte über Naturschutz und bedrohte Arten erscheint, entfaltet sich zu einer tief bewegenden Erzählung über Verlust, Freundschaft, Erinnerungen und die Kraft der Natur.
Die junge Biologin Eva zieht sich nach einem schweren Schicksalsschlag aus ihrem Leben in Oslo zurück, um in einer abgelegenen Region Norwegens nach dem seltenen Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet sie der eigenwilligen Olga, die seit vielen Jahren zurückgezogen auf ihrem Hof inmitten uralter Eichenwälder lebt. Aus anfänglicher Distanz entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine berührende Freundschaft, die von gemeinsamen Erfahrungen, Trauer und gegenseitigem Verständnis geprägt ist.
Besonders begeistert haben mich die eindrucksvollen Beschreibungen der norwegischen Landschaft. Die alten Eichen, die stillen Wälder, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und die Weite der Natur werden so lebendig geschildert, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Wälder zu streifen. Die Autorin vermittelt ihre Liebe zur Natur auf jeder Seite und schafft es gleichzeitig, auf die Bedrohung wertvoller Lebensräume aufmerksam zu machen.
Anne Sverdrup-Thygeson verbindet ihr Fachwissen als Biologin mit einer warmherzigen, emotionalen Geschichte über Verlust, Familiengeheimnisse und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Ihr einfühlsamer Schreibstil macht diesen Roman zu einer besonderen Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ein kluges, berührendes Buch, das lange nachhallt und Lust macht, die faszinierende Natur Skandinaviens selbst zu entdecken.
Der Einsiedlersommer hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Nach einem schweren Schicksalsschlag sucht die Protagonistin Eva Abstand von ihrem bisherigen Leben und ihrer Beziehung und flieht in die abgeschiedene Natur Norwegens. Dort findet sie nicht nur Ruhe und Zeit zur Verarbeitung ihrer Erlebnisse, sondern begegnet auch Olga, die eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig eine vorsichtige Freundschaft, die zu den schönsten Aspekten des Romans zählt.
Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie Anne Sverdrup-Thygeson die norwegische Landschaft beschreibt. Die Natur ist weit mehr als nur Kulisse. Gleichzeitig vermittelt das Buch auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung des Naturschutzes und regt dazu an, über den Wert unberührter Landschaften und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt nachzudenken.
Der Roman ist tief emotional, ohne kitschig zu wirken. Die Autorin schreibt einfühlsam, berührend und mit großer Wärme über Verlust, Trauer, Hoffnung und die Kraft menschlicher Verbundenheit. Gerade die leisen Töne und die ruhige Erzählweise machen die Geschichte so glaubwürdig und bewegend. Für mich war Der Einsiedlersommer ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das lange nachhallt. Wer Geschichten über Neuanfänge, Freundschaft, Natur und die Bewältigung persönlicher Krisen liebt, wird dieses Buch ebenso schätzen wie ich. Eine klare Leseempfehlung.
Was für ein wunderschönes Buch. Mich hat diese Geschichte sofort begeistert: ein einfühlsamer Roman über Natur und unseren Umgang mit ihr, über Verlust, Freundschaft und die Kraft, wieder zu sich selbst zu finden. Ein kleines Geheimnis aus der Vergangenheit verleiht dem Buch zudem genau die richtige Portion Spannung.
Die Hauptfigur Eva nimmt eine Kartierungsstelle in einer kleinen Gemeinde in Norwegen an. Sie flieht aus Oslo, wo sie die Erinnerungen an die Todgeburt ihres Sohnes nicht loslassen, und sucht Abstand von ihrem Partner Eirik. Die Aufgabe, einen ausgestorben geglaubten Käfer in den alten Eichenwäldern aufzuspüren, soll ihr helfen, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Doch der Neustart gestaltet sich schwieriger als gedacht: die spröde Nachbarin Olga, eine Bergbaufirma, die die wertvollen Wälder roden will, und Eirik, der nicht bereit ist, sie einfach gehen zu lassen. Mit Rückschlägen, aber stetig, arbeitet sich Eva voran – durch die Wälder und durch ihre eigenen Wunden.
Besonders gefallen hat mir die Offenheit der Figuren. Es gibt keinen künstlich erzeugten Twist durch unnötiges Schweigen, wie man es aus vielen Romanen kennt. Stattdessen entwickeln sich Beziehungen – vor allem die zwischen Olga und Eva – ganz natürlich und lebensnah.
Auf vielen Ebenen kann dieses Buch überzeugen. Definitiv eine Leseempfehlung.
„Der Einsiedlersommer“ ist ein Roman von der Naturschutzbiologin Anne Sverdrup-Thyheson. Die 33jährige Biologin Eva verbringt den Sommer 2012 auf Lapperud in Norwegen. Sie wird von der Gemeinde beschäftigt und sucht den Eremiten, eine seltene Käferart. Dort begegnet sie ihrer Nachbarin, der 76jährigen Olga. Und zwischen Schmerz, Freundschaft und den weiten Wäldern stellt Eva sich große Fragen. Das war ein berührendes Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe. Es ist voller Faszination und Liebe für die Natur, und auch voller Traurigkeit angesichts der Situation des Klimaschutzes. Das Erzähltempo ist leise, ruhig und gediegen. Eva und Olga sind zwei starke Charaktere mit Ecken und Kanten. Ihre Biografie, ihre Familiengeschichte, ihr Schmerz und ihre Hoffnungen bekommen viel Raum in der Geschichte. Aus der Perspektive von Eva und Olga geschrieben, zudem gibt es noch Tagebucheinträge aus Evas Biologietagebuch. Sommerlich, melancholisch, tragisch und hoffnungsvoll zu lesen.