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Die unverschämte Frau: Vom Ende falscher Scham - Eine inspirierende Befreiungsgeschichte über Selbstbestimmung und weibliche Freiheit – SPIEGEL-Bestsellerautorin
- GenresFeminism
225 pages, Kindle Edition
Published September 9, 2026
About the author
Miriam Stein
23 books5 followersMiriam Stein, MSW, is an experienced advocacy trainer, consultant and speaker. She is committed to helping people from all walks of life who care deeply about social injustices become comfortable expressing their views to lawmakers—who can remedy the root causes. She is also writer.
Miriam’s positions include: Director of Governmental Affairs at the National Association of Social Workers, MA Chapter and Director of Communications at the Massachusetts Immigrant and Refugee Advocacy Coalition. Currently, she is the advocacy consultant to an interfaith Advocacy Network to End Family Homelessness in Massachusetts.
She heads the Diversity Advisory Committee to the Superintendent of Schools in Arlington, MA and was co-chair of Arlington’s Diversity Task Group for more than ten years.
Her awards include: Social Worker of the Year, the National Association of Social Workers, MA Chapter; Martin Luther King Jr. Community Service Recognition Award, Arlington, MA; Citizen Award, Arlington Fair Housing Advisory Committee; and, the Special Award, Foster Kids’ Caucus of the Massachusetts Legislature.
Miriam’s positions include: Director of Governmental Affairs at the National Association of Social Workers, MA Chapter and Director of Communications at the Massachusetts Immigrant and Refugee Advocacy Coalition. Currently, she is the advocacy consultant to an interfaith Advocacy Network to End Family Homelessness in Massachusetts.
She heads the Diversity Advisory Committee to the Superintendent of Schools in Arlington, MA and was co-chair of Arlington’s Diversity Task Group for more than ten years.
Her awards include: Social Worker of the Year, the National Association of Social Workers, MA Chapter; Martin Luther King Jr. Community Service Recognition Award, Arlington, MA; Citizen Award, Arlington Fair Housing Advisory Committee; and, the Special Award, Foster Kids’ Caucus of the Massachusetts Legislature.
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Community Reviews
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
September 13, 2026
Miriam Stein schreibt über ein Thema, das oft verschwiegen wird, die Scham. Mit großer Offenheit beleuchtet sie unterschiedliche Facetten davon, zum Beispiel Scham bei Arztbesuchen, finanzielle Scham oder Anstandsscham und zeigt dabei frei heraus, wie stark gesellschaftliche Erwartungen unser Empfinden prägen.
Sie macht deutlich, dass Scham in manchen Situationen sinnvoll sein kann, während sie sie an anderen Stellen kritisch hinterfragt und dazu ermutigt, sich von lähmenden Normen zu lösen. Besonders wichtig ist ihr Fokus auf Frauen. Sie vergleicht Frauen mit Männern und verknüpft ihre Beobachtungen mit kulturellen und biblischen Ursprüngen.
Zitate und Fakten verleihen ihren Argumenten zusätzliches Gewicht. Je mehr ich gelesen habe, desto sprachloser und wütender wurde ich. Nicht auf das Buch, im Gegenteil, sondern auf die gesellschaftlichen Strukturen, die hier sichtbar gemacht werden. Durch die persönlichen Einblicke aus ihrem eigenen Leben wird das Thema zudem nahbar und menschlich.
Für mich ist es ein Buch, das wachrüttelt und in viel mehr Hände gelangen sollte!
Sie macht deutlich, dass Scham in manchen Situationen sinnvoll sein kann, während sie sie an anderen Stellen kritisch hinterfragt und dazu ermutigt, sich von lähmenden Normen zu lösen. Besonders wichtig ist ihr Fokus auf Frauen. Sie vergleicht Frauen mit Männern und verknüpft ihre Beobachtungen mit kulturellen und biblischen Ursprüngen.
Zitate und Fakten verleihen ihren Argumenten zusätzliches Gewicht. Je mehr ich gelesen habe, desto sprachloser und wütender wurde ich. Nicht auf das Buch, im Gegenteil, sondern auf die gesellschaftlichen Strukturen, die hier sichtbar gemacht werden. Durch die persönlichen Einblicke aus ihrem eigenen Leben wird das Thema zudem nahbar und menschlich.
Für mich ist es ein Buch, das wachrüttelt und in viel mehr Hände gelangen sollte!
Review of advance copy
Schamlos ehrlich
Sachbücher haben es bei mir nicht immer leicht, denn häufig fällt es mir schwer, über die gesamte Länge am Ball zu bleiben. Bei „Die unverschämte Frau“ war das erstaunlicherweise überhaupt nicht der Fall. Das Buch hat sich extrem schnell weggelesen, was vor allem an Miriam Steins zugänglichem, pointiertem Schreibstil liegt. Besonders ihre gehörige Portion Zynismus und Selbstironie sorgt dafür, dass selbst schwere und sehr persönliche Themen nicht erdrückend wirken. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, ein trockenes Sachbuch zu lesen.
Inhaltlich war das Buch allerdings anders, als ich erwartet hatte. Aufgrund des Titels und der thematischen Ausrichtung hatte ich mit einer stärkeren Analyse weiblicher Scham gerechnet. Mich hätte besonders interessiert, woher bestimmte Schamgefühle kommen, weshalb gerade Frauen für sie empfänglich sind und wie wir uns konkret von ihnen lösen können. Stattdessen nimmt Miriam Stein vor allem eine sehr persönliche Inventur ihrer eigenen Scham vor. Dabei betrachtet sie ganz unterschiedliche Lebensbereiche wie Gesundheit, Essverhalten oder Finanzen und ergänzt ihre Erfahrungen immer wieder durch Ergebnisse aus Studien.
Dass meine ursprüngliche Erwartung nicht ganz erfüllt wurde, hat meiner Freude an dem Buch jedoch kaum geschadet. Stein geht bemerkenswert offen und schonungslos mit sich selbst ins Gericht. Gerade diese Ehrlichkeit macht ihre Erzählungen authentisch und nahbar. Ich habe mich in ihren Erfahrungen und Gedanken erstaunlich oft wiedergefunden. Für mich bezieht sich der Titel daher weniger auf Frauen im Allgemeinen als vielmehr auf die Autorin selbst und ihren persönlichen Weg zu einem unverschämteren Umgang mit dem eigenen Leben. Interessant fand ich außerdem, dass Stein Scham keineswegs grundsätzlich verteufelt. Sie zeigt auch, dass uns als Gesellschaft an manchen Stellen durchaus etwas mehr davon guttun könnte.
Einen Aspekt hätte ich mir allerdings ausführlicher gewünscht. Hinter Scham steckt häufig Angst, und diese Verbindung hätte für meinen Geschmack mehr Raum und eine stärkere Einordnung verdient. Gerade weil Stein so viele unterschiedliche Formen von Scham beleuchtet, wäre hier eine tiefergehende Betrachtung eine wertvolle Ergänzung gewesen.
Insgesamt ist „Die unverschämte Frau“ für mich ein sehr gelungenes, mutiges und vor allem ehrliches Buch. Wer einen klassischen Ratgeber mit konkreten Anleitungen zum Ablegen eigener Schamgefühle erwartet, könnte etwas anderes bekommen als erhofft. Wer sich dagegen auf Miriam Steins persönliche Erfahrungen und ihre kluge, selbstironische Auseinandersetzung mit Scham einlassen möchte, bekommt ein ebenso unterhaltsames wie nachdenklich machendes Buch. Chapeau!
Sachbücher haben es bei mir nicht immer leicht, denn häufig fällt es mir schwer, über die gesamte Länge am Ball zu bleiben. Bei „Die unverschämte Frau“ war das erstaunlicherweise überhaupt nicht der Fall. Das Buch hat sich extrem schnell weggelesen, was vor allem an Miriam Steins zugänglichem, pointiertem Schreibstil liegt. Besonders ihre gehörige Portion Zynismus und Selbstironie sorgt dafür, dass selbst schwere und sehr persönliche Themen nicht erdrückend wirken. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, ein trockenes Sachbuch zu lesen.
Inhaltlich war das Buch allerdings anders, als ich erwartet hatte. Aufgrund des Titels und der thematischen Ausrichtung hatte ich mit einer stärkeren Analyse weiblicher Scham gerechnet. Mich hätte besonders interessiert, woher bestimmte Schamgefühle kommen, weshalb gerade Frauen für sie empfänglich sind und wie wir uns konkret von ihnen lösen können. Stattdessen nimmt Miriam Stein vor allem eine sehr persönliche Inventur ihrer eigenen Scham vor. Dabei betrachtet sie ganz unterschiedliche Lebensbereiche wie Gesundheit, Essverhalten oder Finanzen und ergänzt ihre Erfahrungen immer wieder durch Ergebnisse aus Studien.
Dass meine ursprüngliche Erwartung nicht ganz erfüllt wurde, hat meiner Freude an dem Buch jedoch kaum geschadet. Stein geht bemerkenswert offen und schonungslos mit sich selbst ins Gericht. Gerade diese Ehrlichkeit macht ihre Erzählungen authentisch und nahbar. Ich habe mich in ihren Erfahrungen und Gedanken erstaunlich oft wiedergefunden. Für mich bezieht sich der Titel daher weniger auf Frauen im Allgemeinen als vielmehr auf die Autorin selbst und ihren persönlichen Weg zu einem unverschämteren Umgang mit dem eigenen Leben. Interessant fand ich außerdem, dass Stein Scham keineswegs grundsätzlich verteufelt. Sie zeigt auch, dass uns als Gesellschaft an manchen Stellen durchaus etwas mehr davon guttun könnte.
Einen Aspekt hätte ich mir allerdings ausführlicher gewünscht. Hinter Scham steckt häufig Angst, und diese Verbindung hätte für meinen Geschmack mehr Raum und eine stärkere Einordnung verdient. Gerade weil Stein so viele unterschiedliche Formen von Scham beleuchtet, wäre hier eine tiefergehende Betrachtung eine wertvolle Ergänzung gewesen.
Insgesamt ist „Die unverschämte Frau“ für mich ein sehr gelungenes, mutiges und vor allem ehrliches Buch. Wer einen klassischen Ratgeber mit konkreten Anleitungen zum Ablegen eigener Schamgefühle erwartet, könnte etwas anderes bekommen als erhofft. Wer sich dagegen auf Miriam Steins persönliche Erfahrungen und ihre kluge, selbstironische Auseinandersetzung mit Scham einlassen möchte, bekommt ein ebenso unterhaltsames wie nachdenklich machendes Buch. Chapeau!
September 15, 2026
Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen. Das Thema Scham wird in dem Buch in vielen unterschiedlichen Kontexten betrachtet, und Miriam Stein zeigt auf, wo sie uns selbst im Weg steht, aber auch, wo sie fehlt und durchaus angebracht wäre.
Die Autorin bringt Beispiele aus ihrer eigenen Vergangenheit und lässt einen dadurch in die Gefühlswelt der Schamspirale eintauchen. Spannend finde ich auch die Stimmen von WissenschaftlerInnen und anderen DenkerInnen, die sie zu Wort kommen lässt und die sich mit dem Thema Scham beschäftigen. Scham wird richtigerweise als sozialer Kitt verstanden, sodass sie nicht grundsätzlich abzulehnen ist.
Die Autorin stellt vor jedem Kapitel Reflexionsfragen, sodass jeder in sich selbst hineinhorchen kann, wofür er oder sie sich bereits geschämt hat oder beschämt worden ist. Sie betrachtet das Thema Scham als gesamtgesellschaftliches Thema, denn das Beschämtwerden durch andere ist mittlerweile auch in den sozialen Medien alltäglich.
Die Autorin schreibt pointiert und trifft mit ihren Aussagen den Punkt, sodass ich an vielen Stellen beim Lesen nur nicken kann.
Das Buchcover zeigt ein Veilchen, das – wie die Autorin in ihrem Buch erwähnt – Sinnbild für die sittsame, bescheidene, schamhafte Frau ist. Das ist somit das gesellschaftliche Bild wogegen sie in diesem Buch anschreibt. Es macht Spaß zu lesen, wie sich Miriam Stein für Frauen stark macht. Das Buch hat mich zum Nachdenken darüber angeregt, wo auch ich in meinem Leben noch etwas Scham ausmisten kann.
Die Autorin bringt Beispiele aus ihrer eigenen Vergangenheit und lässt einen dadurch in die Gefühlswelt der Schamspirale eintauchen. Spannend finde ich auch die Stimmen von WissenschaftlerInnen und anderen DenkerInnen, die sie zu Wort kommen lässt und die sich mit dem Thema Scham beschäftigen. Scham wird richtigerweise als sozialer Kitt verstanden, sodass sie nicht grundsätzlich abzulehnen ist.
Die Autorin stellt vor jedem Kapitel Reflexionsfragen, sodass jeder in sich selbst hineinhorchen kann, wofür er oder sie sich bereits geschämt hat oder beschämt worden ist. Sie betrachtet das Thema Scham als gesamtgesellschaftliches Thema, denn das Beschämtwerden durch andere ist mittlerweile auch in den sozialen Medien alltäglich.
Die Autorin schreibt pointiert und trifft mit ihren Aussagen den Punkt, sodass ich an vielen Stellen beim Lesen nur nicken kann.
Das Buchcover zeigt ein Veilchen, das – wie die Autorin in ihrem Buch erwähnt – Sinnbild für die sittsame, bescheidene, schamhafte Frau ist. Das ist somit das gesellschaftliche Bild wogegen sie in diesem Buch anschreibt. Es macht Spaß zu lesen, wie sich Miriam Stein für Frauen stark macht. Das Buch hat mich zum Nachdenken darüber angeregt, wo auch ich in meinem Leben noch etwas Scham ausmisten kann.
September 13, 2026
Das Cover hatte mich gleich fasziniert, denn es ist wirklich ansprechend gestaltet, auch der Titel klang interessant.
Die Autorin ist annähernd in meinem Alter, womit wir schon mal eine ähnliche Kindheit und Jugend erlebt haben dürften, was die äußeren Umstände betrifft.
An so manchen Stellen habe ich dann auch wirklich Parallelen gefunden und konnte Sichtweisen gut nachvollziehen. Oft war mir das Ganze aber auch zu negativ und zog mich eher runter als dass es aufbauend und tröstend gewirkt hätte.
Der Schreibstil ist zwar locker und meist unterhaltend, aber auch stellenweise irgendwie sprunghaft und anstrengend. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich vorwärts blättern möchte, da ich das Gefühl von Wiederholungen hatte.
Es muss absolut nicht am Buch selbst liegen, es kann auch an meiner persönlichen Stimmung gelegen haben, dass es einfach die falsche Lektüre zur falschen Zeit war. Mich hat das Gelesene irgendwie eher deprimiert als aufgebaut.
Das Buch ist unterteilt in kurze Kapitel, die hauptsächlich fünf verschiedenen "Schamkategorien" untergeordnet worden sind: Herkunfts-, Körper-, Geld-, Anstands- und Essensscham.
Es kann helfen, sich mit so manchem Schamgefühl nicht so allein vorzukommen. Ob es direkt eine große Veränderung bringt, liegt natürlich am Leser selbst. Probiert es aus!
Die Autorin ist annähernd in meinem Alter, womit wir schon mal eine ähnliche Kindheit und Jugend erlebt haben dürften, was die äußeren Umstände betrifft.
An so manchen Stellen habe ich dann auch wirklich Parallelen gefunden und konnte Sichtweisen gut nachvollziehen. Oft war mir das Ganze aber auch zu negativ und zog mich eher runter als dass es aufbauend und tröstend gewirkt hätte.
Der Schreibstil ist zwar locker und meist unterhaltend, aber auch stellenweise irgendwie sprunghaft und anstrengend. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass ich vorwärts blättern möchte, da ich das Gefühl von Wiederholungen hatte.
Es muss absolut nicht am Buch selbst liegen, es kann auch an meiner persönlichen Stimmung gelegen haben, dass es einfach die falsche Lektüre zur falschen Zeit war. Mich hat das Gelesene irgendwie eher deprimiert als aufgebaut.
Das Buch ist unterteilt in kurze Kapitel, die hauptsächlich fünf verschiedenen "Schamkategorien" untergeordnet worden sind: Herkunfts-, Körper-, Geld-, Anstands- und Essensscham.
Es kann helfen, sich mit so manchem Schamgefühl nicht so allein vorzukommen. Ob es direkt eine große Veränderung bringt, liegt natürlich am Leser selbst. Probiert es aus!
September 13, 2026
"Sei wie das Veilchen im Moose ..." (S. 206)
Scham kennt jeder und spätestens die Einstiegsfragen jedes Kapitels rufen einem die schambehaftesten eigenen Erinnerungen wieder ins Gedächtnis. Doch genau das will dieses Buch! Gemeinsam mit der Autorin Miriam Stein macht man sich als Leser auf den Weg durch ihr Leben und betrachtet verschiedene schambehaftete Aspekte, bekommt gleichzeitig aber auch Gelegenheit, auf das eigene Leben zu blicken.
Das Buch ist sehr sinnvoll und logisch strukturiert in vier "Kann weg: ..."-Abschnitte und auch einen "Muss bleiben: ..."-Abschnitt. Diese Mischung finde ich super, da Scham natürlich etwas ist, was man an vielen Stellen überdenken kann und sollte, was aber nicht per se etwas schlechtes ist. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und übersichtlich, was es sehr angenehm zum Lesen macht. Miriam Stein schreibt außerdem sehr einnehmend und nahbar.
Einen Stern ziehe ich für mich an, weil ich mir an einigen Stellen mehr Theorie zur Scham gewünscht hätte. Man erfährt viel aus dem Leben der Autorin, was immer wieder auch mit Statistiken, Einblicken in Studien oder Auszüge aus Büchern ergänzt wird, doch davon hätte ich mir noch mehr gewünscht, um auch abseits des Persönlichen noch tiefer ins Thema Scham und die (un-)verschämte Frau einsteigen zu können.
Scham kennt jeder und spätestens die Einstiegsfragen jedes Kapitels rufen einem die schambehaftesten eigenen Erinnerungen wieder ins Gedächtnis. Doch genau das will dieses Buch! Gemeinsam mit der Autorin Miriam Stein macht man sich als Leser auf den Weg durch ihr Leben und betrachtet verschiedene schambehaftete Aspekte, bekommt gleichzeitig aber auch Gelegenheit, auf das eigene Leben zu blicken.
Das Buch ist sehr sinnvoll und logisch strukturiert in vier "Kann weg: ..."-Abschnitte und auch einen "Muss bleiben: ..."-Abschnitt. Diese Mischung finde ich super, da Scham natürlich etwas ist, was man an vielen Stellen überdenken kann und sollte, was aber nicht per se etwas schlechtes ist. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und übersichtlich, was es sehr angenehm zum Lesen macht. Miriam Stein schreibt außerdem sehr einnehmend und nahbar.
Einen Stern ziehe ich für mich an, weil ich mir an einigen Stellen mehr Theorie zur Scham gewünscht hätte. Man erfährt viel aus dem Leben der Autorin, was immer wieder auch mit Statistiken, Einblicken in Studien oder Auszüge aus Büchern ergänzt wird, doch davon hätte ich mir noch mehr gewünscht, um auch abseits des Persönlichen noch tiefer ins Thema Scham und die (un-)verschämte Frau einsteigen zu können.
September 16, 2026
(Persönliche) Dekonstruktion weiblicher Scham
Die Gestaltung des Covers, der Titel des Buches, sowie das darin enthaltene Wortspiel, und das Thema haben mich direkt in seinen Bann gezogen, weshalb ich mich direkt für das Buch entschieden habe.
Miriam Stein setzt sich anhand persönlicher Erfahrungen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem Thema der (weiblichen) Scham auseinander. Mithilfe einer sogenannten 'Scham-Inventur' behandelt sie unterschiedliche Arten der Scham und fragt sich dabei, welche Scham überflüssig ist und weg kann und welche bleiben sollte, um ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen. Abschließend wird nochmal Revue gezogen, die Leser*in zum (weiteren) Nachdenken über das Thema eingeladen und ein möglicher Umgang mit dem Thema überlegt.
Eine Sache, über die ich immer wieder gestolpert bin, ist die Nutzung von abwertender sexistischer Sprache, wie etwa der Worte kratzbürstig und meckerziegig. Stellenweise scheint mir die Nutzung zwar ganz bewusst gewählt, aber oft scheint es sich auch um die Reproduktion von alltäglichem Sexismus zu handeln.
Insgesamt kann ich das Buch und die Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema dennoch empfehlen.
Die Gestaltung des Covers, der Titel des Buches, sowie das darin enthaltene Wortspiel, und das Thema haben mich direkt in seinen Bann gezogen, weshalb ich mich direkt für das Buch entschieden habe.
Miriam Stein setzt sich anhand persönlicher Erfahrungen und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem Thema der (weiblichen) Scham auseinander. Mithilfe einer sogenannten 'Scham-Inventur' behandelt sie unterschiedliche Arten der Scham und fragt sich dabei, welche Scham überflüssig ist und weg kann und welche bleiben sollte, um ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen. Abschließend wird nochmal Revue gezogen, die Leser*in zum (weiteren) Nachdenken über das Thema eingeladen und ein möglicher Umgang mit dem Thema überlegt.
Eine Sache, über die ich immer wieder gestolpert bin, ist die Nutzung von abwertender sexistischer Sprache, wie etwa der Worte kratzbürstig und meckerziegig. Stellenweise scheint mir die Nutzung zwar ganz bewusst gewählt, aber oft scheint es sich auch um die Reproduktion von alltäglichem Sexismus zu handeln.
Insgesamt kann ich das Buch und die Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema dennoch empfehlen.
September 9, 2026
Wenn das Schamgefühl Regie führt...
Ein Sachbuch über ein unangenehm einschränkendes Gefühl, das im Alltag häufig meine Erlebens-Bühne betritt und von dem ich bislang oftmals nicht wusste, warum es in manchen Akten einfach schon fest im Drehbuch steht. Miriam Stein beschreibt Scham aus ihren eigenen Erfahrungen, stellt historische, gesellschaftliche und medizinische Kontexte her – von verstörenden Design-Realitäten in der Frauenmedizin bis hin zu gesellschaftlichen Doppelstandards.
Diese Vorgehensweise lieferte mir nicht nur höchst interessante neue Informationen, sondern sorgte auch dafür, dass ich hinterfrage, warum ich in schwierigen Situationen gerade die Scham als wenig nützliche Begleitung zulassen sollte. Es tat gut zu lesen, dass diese Empfindung viele Menschen und vor allem Frauen begleitet. Die ersten drei Kapitel des Buches waren für mich am spannendsten, doch ich lernte aus jedem weiteren Neues.
Ein Leseempfehlung für alle, die neugierig hinter die Kulissen dieses Gefühls blicken, verstehen wollen, warum es so oft unbemerkt die Fäden zieht und merken möchten, dass dieses alte Drehbuch dringend eine Umschreibung braucht.
Ein Sachbuch über ein unangenehm einschränkendes Gefühl, das im Alltag häufig meine Erlebens-Bühne betritt und von dem ich bislang oftmals nicht wusste, warum es in manchen Akten einfach schon fest im Drehbuch steht. Miriam Stein beschreibt Scham aus ihren eigenen Erfahrungen, stellt historische, gesellschaftliche und medizinische Kontexte her – von verstörenden Design-Realitäten in der Frauenmedizin bis hin zu gesellschaftlichen Doppelstandards.
Diese Vorgehensweise lieferte mir nicht nur höchst interessante neue Informationen, sondern sorgte auch dafür, dass ich hinterfrage, warum ich in schwierigen Situationen gerade die Scham als wenig nützliche Begleitung zulassen sollte. Es tat gut zu lesen, dass diese Empfindung viele Menschen und vor allem Frauen begleitet. Die ersten drei Kapitel des Buches waren für mich am spannendsten, doch ich lernte aus jedem weiteren Neues.
Ein Leseempfehlung für alle, die neugierig hinter die Kulissen dieses Gefühls blicken, verstehen wollen, warum es so oft unbemerkt die Fäden zieht und merken möchten, dass dieses alte Drehbuch dringend eine Umschreibung braucht.
Review of advance copy
Miriam Stein beleuchtet mit diesem Buch das Gefühl der Scham, wobei sie sich stark auf eigene Erfahrungen von ihrer Kindheit bis zu den Wechseljahren stützt und diese als Ausgangspunkt zu Argumentation nimmt, dass Frauen sich mehr (zu)trauen sollten. Dabei erklärt sie auch die Ursprünge, dass Ungerechtigkeiten gegenüber Männern schon seit Jahrhunderten bestehen. Sie klärt auf, in welchen Situationen Scham sinnvoll ist, und in welchen man sie sich wünschen würde. So habe ich es auch praktisch empfunden, dass die einzelnen Aspekte von Scham hinsichtlich des Geldes, bei Ärzten, beim Essen und bei der Herkunft nahezu unabhängig und in kleinen Happen lesbar waren. Letzteres habe ich als in der aktuellen politischen Lage besonders relevant empfunden und hätte mir gerne hier umfangreichere Ausführungen gewünscht.
Abschließend kann ich das Buch insbesondere denjenigen empfehlen, die mit Scham zu kämpfen haben, da die Autorin eine andere Perspektive aufs Leben wirft.
Abschließend kann ich das Buch insbesondere denjenigen empfehlen, die mit Scham zu kämpfen haben, da die Autorin eine andere Perspektive aufs Leben wirft.
September 9, 2026
"Die unverschämte Frau" ist ein tolles Sachbuch von Miriam Stein rund um das Thema weibliche Scham. Aufgeteilt ist das Buch in verschiedene Kategorien wie Herkunftsscham, Essensscham, Gesundheitsscham... Es gibt unglaublich viel wofür sich Frauen schämen. Aber warum ist das so und warum wurden viele von uns so sozialisiert? Genau dem geht die Autorin auf den Grund. Sie beschreibt an Beispielen aus ihrem eigenen Leben, warum sich Frauen so häufig schämen, für Dinge, bei denen Männer nie auf die Idee kommen würden.
Das Buch hat mir die Augen geöffnet und ich werde versuchen, auch im Hinblick auf meine Tochter, der Scham künftig weniger Raum zu geben. Der Schreibstil ist nicht belehrend, sondern ermutigend, ehrlich und sehr gut nachvollziehbar. Das Buch hat mich sehr inspiriert und ich empfehle es gerne weiter. Von mir gibt es 4 Sterne.
Das Buch hat mir die Augen geöffnet und ich werde versuchen, auch im Hinblick auf meine Tochter, der Scham künftig weniger Raum zu geben. Der Schreibstil ist nicht belehrend, sondern ermutigend, ehrlich und sehr gut nachvollziehbar. Das Buch hat mich sehr inspiriert und ich empfehle es gerne weiter. Von mir gibt es 4 Sterne.
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