Da waren nur noch sie beide, ihre erschöpft schlagenden Herzen, das Meer, das sie trug, die Bucht, die sie umarmte. Tagsüber taucht Julika als Bernsteinforscherin in längst vergangene Welten ein, die sich ihr unter dem Mikroskop eröffnen - Farne, Echsen, alles Leben, das vor Millionen von Jahren vom Harz der Urzeitwälder eingeschlossen wurde. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, steht ihr eigenes Leben still. Bis Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, der sie an die Ostsee führt, zu Ebba, einer Frau, die immer ihren eigenen Weg gesucht hat. An der Steilküste, hoch oben über dem Meer, erfährt Julika dann von einer Liebe, die Jahrzehnte, Stürme, Schicksalsschläge überdauerte und die ihr den Mut gibt, an einen Neuanfang zu glauben. Ein so poetischer wie kraftvoller Roman über zwei Frauen und ihre Suche nach innerer Freiheit.
In dem Roman erforscht Julika als Bernsteinforscherin längst ausgestorbene Arten, die durch den Bernstein konserviert wurden. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, ist auch ihr eigenes Leben wie eingefroren. Als Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, sucht sie dessen ursprüngliche Besitzerin Ebba, die ihr Leben lang ihren eigenen Weg gesucht hat. Dafür reist Julika zur Lübecker Bucht an die Ostsee.
Beide Protagonistinnen fand ich direkt sympathisch, aber unperfekt und gerade dadurch authentisch. Aus meiner Sicht ist diese Geschichte viel weniger kitschig, als das schone, aber kitschig anmutende Cover vermuten lässt. Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt und liest sich sehr flüssig und unterhaltsam. Außerdem ich fand es toll, wie viel ich nicht nur über Bernstein, sondern auch über das Flüchtlingsleben an der Ostsee nach dem Zweiten Weltkrieg, die Entwicklung des Tourismus dort und unterschiedliche Perspektiven auf Pflege gelernt habe. Für mich ist das Thema der pflegenden Angehörigen in verschiedenen Lebenssituationen fast das eigentliche Zentrum des Romans und gar nicht die enthaltene Liebesgeschichte. Besonders gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Lübecker Bucht. Da ich selbst gern dort bin, konnte ich alles bildlich vor mir sehen.
Alles in allem war der Roman genau das, was ich von einem historischen Unterhaltungsroman erwarte, nur deutlich weniger kitschig als sonst im Genre. Außerdem ist er fast ein Muss für alle, die die Lübecker Bucht lieben!
3,5 Sterne. Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch mit schönem Ostsee-Feeling. Die Abschnitte über die wissenschaftliche Erforschung von Bernstein fand ich sehr interessant. Und auch der Erzählstrang um Ebba und den Beginn des Tourismus an der Ostsee habe ich gerne gelesen. Die Passagen in der Gegenwart fand ich ein bisschen sehr vorhersehbar und nicht ganz realistisch. Insgesamt eine nette Sommer Lektüre.
„Und dann weine ich um mich, weil ich zwar lebe und all das tun könnte, mich verlieben, reisen, feiern, aber hier bei Mama und Papa bleibe, zu ängstlich, auch sie zu verlieren.“
Julika ist nicht zum Studieren weggegangen, wie sie es eigentlich mal vorhatte. Aufgrund ihrer pflegebedürftigen Mutter hat sie in der Nähe Geowissenschaften studiert und ist nun Bernsteinforscherin. Eines Tages stößt sie auf einen interessanten Fund, der sie an die Ostsee führt. Genauer gesagt zu Ebba, die Tochter eines Fischers, die Julikas Faszination für Bernstein teilt. Als das Schicksal die beiden Frauen verbindet, stellen sich für Julika wichtige Fragen: Darf sie es wagen, eigene Spuren in die Welt zu setzten und sich von ihren Eltern zu lösen? Kann sie über sich hinauswachsen? 💫
Mir hat der Roman mit seinen zwei Zeitebenen sehr gut gefallen. Ich war bereits von den ersten paar Kapiteln sehr begeistert! Wir begleiten Ebba beim Aufwachsen an der Ostsee, von 1943 an und Julika in der Gegenwart. Beide Frauen sind mit Herausforderungen konfrontiert, haben Schicksalsschläge erlebt und gehen stark ihren Weg. Ich mochte beide sehr, auch wenn ich für Julika noch mehr Sympathien hatte.
Das Wissenschaftliche rund um den Bernstein fand ich großartig und sehr interessant! Ich hätte nicht erwartet, so viel über Inklusen zu lernen und fand es einfach toll geschrieben. Ich habe mir einige Stellen markiert.
Mir hat der Roman sehr zugesagt, ich habe Ebba und Julika Geschichte sehr gerne gelesen! Große Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane lesen.
4,25/5 ⭐️ -- Digitales Rezensionsexemplar I Vielen Dank @netgalleyde @aufbau_verlage 🩵
Lisa Quentin schreibt in „Die Bernsteinfischerin“ über zwei Frauen, deren Lebenswege sehr unterschiedlich sind und sich dank eines kleinen, zunächst unscheinbaren Bernsteins verbinden.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Liebe und Traurigkeit, Wissenschaft und Kunst erzählt dieser Roman eine besondere Geschichte aus der Perspektive von zwei Frauen. Die vielen Details und die Ostsee als Schauplatz machen besonders Spaß - vor allem, wenn man sich vor Ort aus- und zum Beispiel das gelbe Café in Niendorf erkennt. Die Forschung und Geschichte rund um den Bernstein sind super recherchiert, und der Schreibstil ist einladend und herzlich, wie auch schon in den anderen Romanen der Autorin.
Das Cover hat mich in Verbindung mit dem Titel wie magisch angezogen. Auf einem gemalten Bild von der Küste steht in großen Buchstaben „Die Bernsteinfischerin". Das Bild zeigt sehr schön, wie die Wellen an die Küste laufen. Darüber sind die Wolken schon rötlich verfärbt und mehrere Möwen kreisen über dem Wasser. Für mich ein Bild, das mich an meine Heimat erinnert.
„Die Bernsteinfischerin" von Lisa Quentin erschien bei Aufbau Audio. Das Hörbuch wurde von Vera Teltz eingelesen, die für mich übrigens die perfekte Besetzung für diese wunderbare Geschichte ist. Dazu aber gleich noch mehr. Die Geschichte handelt von Julika, die als Bernsteinforscherin arbeitet und ihr ganzes Leben auf ihre pflegebedürftige Mutter ausgerichtet hat, und von Ebba, die an der Ostsee lebt. Die Leben der beiden Frauen kreuzen sich durch einen ganz besonderen Bernsteinfund.
Die Geschichte lebt durch ihre zwei Erzählebenen. Den Rahmen bildet die Ich-Erzählerin Julika. Sie lässt mich als Leser an ihrer Bernsteinforschung teilhaben, aber auch an ihrem Privatleben, das sich quasi nur um ihre Mutter dreht, die aus Gründen, die nach und nach erzählt werden, nur bedingt am Leben richtig teilnimmt. Besonders fasziniert war ich von der Forschung der Protagonistin, denn als Kind durfte ich jeden neuen Bernstein näher betrachten, immer auf der Suche nach tollen Einschlüssen. So ein Insekt im Bernstein ist schon etwas Besonderes, und ich konnte mir das früher immer wieder ansehen. So kann ich Julika und ihre Faszination für das uralte Harz sehr gut nachvollziehen.
An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass ich die kurze Sequenz der Entstehung von Bernstein einfach mega cool gelöst fand. Wenn du den Anfang der Geschichte hörst, wirst du mich verstehen. Die Erzählperspektive in dieser kurzen Exkursion ist gut gelöst, und für einen Moment habe ich geglaubt, ich hätte das Hörbuch gewechselt. Aber dann habe ich verstanden, was sich wirklich dahinter verbirgt. Einfach nur gut.
Die zweite Erzählebene umfasst das Leben von Ebba. Sie erzählt aus der dritten Person und nimmt mich quasi in Etappen von ihrer frühesten Kindheit bis ins hohe Alter mit. Stück für Stück darf ich in ihre Geschichte eintauchen und bekomme immer mehr Einblicke in die Verknüpfung zum Bernstein. Gespannt bin ich ihren Erzählungen gefolgt und habe mit ihr gebangt. Sie hatte von Beginn an kein einfaches Leben. Doch das soll sie dir lieber selbst erzählen. Auch wenn sie in Niendorf an der Ostsee lebt und die Erzählung auch ganz klar dort verortet war, hatte ich irgendwie immer Fotos von meiner Großmutter vor Augen. Die war allerdings etwas älter, als sie aus Ostpreußen geflohen ist und an der Nordseeküste landete. Dort hat sie zusammen mit meinem Großvater ebenfalls Gäste in einer Pension begrüßt. Aber ich will mich hier jetzt gar nicht zu sehr in meine Familiengeschichte verstricken.
Der Bernstein begleitet mich seit Kindertagen immer wieder, und ich hatte das Glück, oder besser gesagt auch die Ausdauer, selbst welchen im Flutsaum zu finden. Das kleine Marmeladenglas hüte ich bis heute. Als junge Erwachsene durfte ich beim Fischen dann aber auch größere Stücke finden. Diese Liebe zum Bernstein war mit ein Auslöser, warum ich das Hörbuch unbedingt hören wollte. Und Vera Teltz als bekannte Sprecherin tat ihr Nötiges dazu. Ich lausche einfach gerne ihrer Stimme, die für mich so gut zu verzwickten Familiengeschichten passt. Ich konnte mich einfach gut vom Alltag verabschieden und ganz in die Erzählung abtauchen.
Hast du schon mal einen Bernstein am Meer gefunden? Magst du spannende Familiengeschichten über starke Frauen, die sich ihren Weg erkämpfen? Dann habe ich hier eine Geschichte von zwei Frauen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen für dich. In „Die Bernsteinfischerin" von Lisa Quentin erzählen Julika und Ebba von ihrem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Dabei steht die Herkunft eines ganz speziellen Bernsteins im Fokus, der für Julikas Forschung und weiteren Werdegang wichtig ist. Gesprochen wird die Geschichte von Vera Teltz, die dem Ganzen genau die passende Atmosphäre verleiht. Ich habe das Hörbuch einfach nur verschlungen und empfehle es sehr gerne weiter.
. Magst du Geschichten über Menschen aus verschiedenen Generationen, die einander näher sind, als sie selbst ahnen? „Die Bernsteinfischerin“ erzählt von der Liebe zur Familie, von der Verbundenheit mit der Natur und von den unsichtbaren Fäden, die Menschen über die Zeit hinweg miteinander verbinden. Poetisch und feinfühlig geschrieben, entfaltet der Roman eine ruhige, stimmungsvolle Atmosphäre. Mir persönlich fehlte stellenweise etwas mehr emotionale Tiefe, um mich vollkommen zu berühren. Dennoch bin ich überzeugt, dass dieses Buch viele Leserinnen und Leser finden wird, die genau diese leisen, warmherzigen Geschichten lieben. 3,5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau… Julika erforscht als Bernsteinforscherin die Spuren längst vergangener Welten. Als ein außergewöhnlicher Fund sie an die Ostsee führt. Trotz allem Unmuts wegen ihrer pflegebedürftigen Mutter reist sie dorthin und begegnet dort Ebba… einer Frau, die stets ihren eigenen Weg suchte. Zwischen Steilküste, Vergangenheit und einer Liebe, die allen Stürmen trotzte, findet Julika schließlich den Mut, an einen Neuanfang zu glauben.
. In „Die Bernsteinfischerin“ begleiten wir zwei Frauen, deren Lebenswege sich durch einen schicksalhaften Zufall kreuzen…Julika, die junge Bernsteinforscherin, erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, während wir Ebba, die Bernsteinfischerin auf einer eindrucksvollen Reise durch ihr gesamtes Leben folgen. . Beide Protagonistinnen sind starke Frauen, geprägt von Schicksalsschlägen und Entscheidungen, die sie zu den Menschen gemacht haben, die sie sind. Sie wirken authentisch und glaubwürdig, ihre Gefühle und ihr Handeln sind stets nachvollziehbar. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Geheimnisse dieses Romans entfalten ihre Wirkung am schönsten, wenn man sie selbst entdeckt. . Die Sprache ist poetisch, atmosphärisch und voller stimmungsvoller Bilder. Dennoch blieben mir Julika und Ebba trotz ihrer bewegenden Geschichten emotional ein Stück weit fern. Ich hätte mir gewünscht, ihnen noch näherzukommen, tiefer in ihre Gedanken und Gefühle einzutauchen. Für meinen Geschmack blieb der Roman stellenweise etwas zu sehr an der Oberfläche, sodass am Ende einige Fragen offenblieben. . Dennoch liegt gerade im Kern der Geschichte eine große Faszination. Die ungewöhnlichen Berufsbilder der Bernsteinfischerin und Bernsteinforscherin verleihen dem Roman eine besondere Note und die sorgfältige Recherche der Autorin ist auf jeder Seite spürbar. Sie schafft eine glaubwürdige Welt, die von der Liebe zur Natur und den Traditionen der Küste geprägt ist. . So sehr mich das wunderschöne Cover, der harmonische Schreibstil und die besonderen Lebensgeschichten auch angesprochen haben, konnte mich der Roman letztlich nicht ganz so tief berühren, wie ich es mir erhofft hatte. . Bereut habe ich die Lektüre jedoch keineswegs. „Die Bernsteinfischerin“ ist ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der sich wunderbar für entspannte Lesestunden eignet. Ich bin überzeugt, dass er viele Leserinnen und Leser begeistern wird, die leise, feinfühlige Familiengeschichten mit maritimem Flair zu schätzen wissen.
Wenn die Vergangenheit plötzlich wieder wichtig wird Julikas Leben ist zunächst sehr von ihrer Arbeit und der Pflege ihrer kranken Mutter bestimmt. Als Bernsteinforscherin beschäftigt sie sich mit winzigen Spuren aus längst vergangenen Zeiten. Gleichzeitig bleibt für ihr eigenes Leben kaum Raum. Dieser Gegensatz war für mich ein wichtiger Teil der Geschichte. Interessant fand ich dabei besonders ihre Begeisterung für den Bernstein. Die wissenschaftliche Seite wird verständlich vermittelt und wirkt nicht wie ein Fremdkörper in der Handlung. Ein ungewöhnlicher Fund bringt Julika schließlich an die Ostsee und damit auch zu Ebba. Ebbas Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen. Ihre Erinnerungen führen zurück in eine andere Zeit und zeigen, wie sehr Familie, Liebe und die eigenen Wünsche miteinander verbunden sein können. Durch die beiden Erzählstränge bekommt man nach und nach ein besseres Bild von den beiden Frauen. Dabei wird erst langsam deutlich, was sie miteinander verbindet. Die Ostsee hat für mich eine besondere Rolle in der Geschichte. Die Küste, das Meer und die raue Landschaft bilden einen schönen Gegensatz zu Julikas Alltag. Gerade diese ruhigeren Passagen habe ich gerne gelesen. Auch die Begegnungen zwischen Julika und Ebba waren für mich interessant, weil beide Frauen auf ihre eigene Art mit ihrem bisherigen Leben umgehen. Ganz ohne Längen kam die Geschichte für mich allerdings nicht aus. An einigen Stellen hätte es etwas kürzer sein dürfen. Trotzdem blieb genug dabei, was mich weiterlesen ließ. Besonders Julikas Entwicklung fand ich nachvollziehbar. Sie muss erst wieder herausfinden, was sie selbst eigentlich möchte und ob es möglich ist, neben der Verantwortung für andere auch das eigene Leben nicht aus den Augen zu verlieren. Gefühlvoll wird es vor allem dort, wo Ebbas Vergangenheit und ihre alte Liebe zur Sprache kommen. Diese Teile waren für mich manchmal traurig, aber nie übertrieben. Es geht um Entscheidungen, Verluste und darum, dass manche Dinge auch nach vielen Jahren noch Bedeutung haben. Insgesamt war es für mich eine ruhige und gefühlvolle Geschichte mit zwei unterschiedlichen Lebenswegen, die sich auf besondere Weise begegnen. Die Verbindung von Bernsteinforschung, Ostsee und den persönlichen Geschichten von Julika und Ebba hat mir gut gefallen. Nicht alles konnte mich gleichermaßen erreichen, aber die Geschichte hat mir schöne Lesestunden geschenkt. 4 Sterne.
Julika ist Bernsteinforscherin und aktuell schreibt die junge Doktorandin an ihrer Dissertation am Frankfurter Lichtenberg Institut. Während sie tagsüber tief in die Erforschung der Bernsteine eintaucht, pflegt sie abends, zusammen mit ihrem Vater, ihre kranke Mutter. Da bleibt keine Zeit für Freunde oder ein gesellschaftliches Leben. Als Julika jedoch einen besonders interessanten Bernstein findet, führt dieser an die Ostsee zu Ebba, einer Frau, die ganz allein hoch oben an der Steilküste wohnt. Ebba war immer auf der Suche nach ihrem Weg und eingesperrt in die Zwänge des Lebens. Bei ihr erfährt Julika von einer großen Liebe, die viele Jahrzehnte überdauerte, Höhen und Tiefen hatte und viele Schicksalsschläge erdulden musste. Und Edda zeigt ihr, dass es nie zu spät ist, um einen neuen Weg einzuschlagen. Im neuen Buch von Lisa Quentin geht es um ein spannendes Thema. Bernsteine und ihre Herkunft, aber auch ihre Inklusen, die natürlich besonders interessant sind. Im Buch lernt man viel über die Forschung an Bernsteinen, aber auch über den Beruf des Bernsteinfischers, den ich vorher gar nicht kannte. Die Geschichte von Julika und Ebba hat mich tief bewegt. Julika ist mit der Pflege der Mutter so eingespannt, dass sie auf vieles verzichtet. Obwohl es für sie selbstverständlich ist, belastet sie die Situation sehr und macht sie auch wütend. In Rückblenden erfahren wir von Ebbas Leben. Ihrer Kindheit in Samland und der Flucht in den Westen. Und auch Ebba trägt Wut in sich. Sie sehnt sich nach ihrer Heimat und vermisst ihr früheres Leben. Julika und Ebba eint ihre Faszination von Bernstein. Mich hat die Geschichte von Julika und Ebba unglaublich gefangen genommen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, da mich auch die Schicksale der beiden sehr berührt hat. Julika ist so pflichtbewusst. Obwohl sie so gerne die Welt bereisen würde, bleibt sie in Frankfurt bei ihren Eltern. Auch Ebba hätte gerne ein anderes Leben geführt und blieb trotzdem immer in Niendorf an der Ostsee. Während Julika ihr Leben noch vor sich hat, ist Ebbas Leben schon fast vorbei. Mir hat auch der Schreibstil von Lisa Quentin sehr gut gefallen und ich werde mir den Namen der Autorin auf jeden Fall merken. Dieses Buch wird mir sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Es ist für mich eines meiner Highlightbücher dieses Jahr. Ganz große Lese-Empfehlung!
Lisa Quentin erzählt in ihrem Roman DIE BERNSTEINFISCHERIN von Ebba und Julika - letztere ist Bernsteinforscherin. Als sie einen Stein mit einer außergewöhnlichen Inkluse in Händen hält, beginnt sie nachzuforschen. Bald weiß sie, dass dieser Stein 1943 im Samland an der ostpreußischen Küste von einer gewissen Ebba Bredow gefunden wurde.
Zwei Zeitebenen sind es, die abwechselnd erzählt werden und sich irgendwann dann annähern. Ebba begegne ich erstmals 1943 als 8jährige, als sie mit ihrem Vater, einem Bernsteinfischer, am Strand unterwegs ist, um nach Bernstein zu suchen. Sie leben im Samland, das damals zu Ostpreußen gehört. Nach ihrer Flucht hat es sie dann weiter westlich nach Niendorf/Ostsee (Timmendorfer Strand) verschlagen.
Der Roman erzählt von diesen zwei Frauen, die unterschiedlichen Generationen angehören. Beide sind sie pflichtbewusst, sie leben in gewissen Zwängen, beginnen dann zaghaft über diese viel zu großen Schatten aus Verantwortungsgefühlen zu springen. Sowohl Julika als auch Edda sind starke Persönlichkeiten, wenngleich Julika die Fesseln, die ihr ihre familiäre Situation aufdrängt, lange nicht abstreifen kann. Und doch ist es diesem Stein geschuldet, dass sie sich mehr und mehr selbst findet. Und sie findet Edda. Beide Frauen sind trotz ihres so gegensätzlichen Hintergrundes interessante, vielschichtige Persönlichkeiten, beiden mochte ich gerne folgen, wenngleich mir anfangs die kleine Edda mehr zugesagt hat.
Darüber hinaus erfahre ich viel über Bernstein, über dieses fossile Baumharz, das über Millionen von Jahren versteinert ist und über die Inklusen, die darin für ewig konservierten Pflanzen und Kleintiere. Diese Inklusen sind es, über die Julika forscht. Genauer gesagt ist es eine ganz besondere Wespenart, die sie nicht mehr loslässt. Und auch mich hat diese sehr interessante Geschichte, das so eindrucksvoll erzählte Buch, nicht mehr losgelassen.
DIE BERNSTEINFISCHERIN ist eine einfühlsam erzählte Geschichte über Verluste und über das Loslassen, auch eine von Liebe und von Selbstfindung und von Neuanfängen, die landschaftliche Schönheit und die Suche nach Treibgut am Strand mit eingeschlossen.
Tagsüber taucht Julika als Bernsteinforscherin in längst vergangene Welten ein, die sich ihr unter dem Mikroskop eröffnen – Farne, Echsen, alles Leben, das vor Millionen von Jahren vom Harz der Urzeitwälder eingeschlossen wurde. Am Abend, bei der Pflege ihrer kranken Mutter, steht ihr eigenes Leben still. Bis Julika in einem Bernstein einen außergewöhnlichen Fund macht, der sie an die Ostsee führt, zu Ebba, einer Frau, die immer ihren eigenen Weg gesucht hat. An der Steilküste, hoch oben über dem Meer, erfährt Julika dann von einer Liebe, die Jahrzehnte, Stürme, Schicksalsschläge überdauerte und die ihr den Mut gibt, an einen Neuanfang zu glauben.
Ich habe diese Geschichte als Hörbuch genießen dürfen, der Klappentext hatte mich gleich angesprochen aber die Geschichte hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen und es war ein richtig tolles Hörerlebnis!
Der Schreibstil war angenehm und leicht, deshalb ist es mir nicht schwer gefallen der Geschichte zu folgen, aber der Schreibstil war gleichzeitig auch sehr einnehmend und wirklich wunderschön! Mir war keine Minute langweilig und ich wollte immer wissen wie es weitergeht!
Julika ist eine sympathische, aber auch spannende Persönlichkeit, denn sie hat nicht nur den Job der Bernsteinforscherin, der ihr gefällt und in dem sie eigentlich noch mehr aufgehen würde, aber sie muss sich auch um ihre kranke Mutter kümmern und das ist nicht immer einfach. Ich finde die Personen hatten in dieser Geschichte sehr viel Persönlichkeit und Tiefe, sie hatten Kummer und Sorgen und Probleme aber dennoch haben waren sie auch immer neugierig auf etwas Neues, sowohl Julika als auch Ebba.
Auch Ebba hat mir sehr gefallen, man erlebt sie einmal in der Vergangenheit, wie sie als Mädchen mit ihrem Vater Bernstein gesucht hat, wie sie ihren Mann kennen gelernt hat und wie das weitere Leben verlief, aber man lernt sie auch als alte Frau durch Julika kennen. Ebba ist eine sehr starke und sehr interessante Persönlichkeit, es hat Spaß gemacht mehr über sie erfahren!
Ich fand die Geschichte sehr schön, da sie viel Tiefe mitgebracht hat aber auch Begeisterung. Das Hörbuch wurde sehr schön vorgelesen, die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme, die gut zur Geschichte gepasst hat.
Ein wunderschön gestaltetes, ruhiges Drama mit viel Tiefgang
Lisa Quentin – Die Bernsteinfischerin (Rütten & Loening)
Erster Eindruck & Ausstattung: Dieses Hardcover-Buch ist optisch ein absolutes Highlight. Das wunderschöne Cover hat mich sofort angesprochen, und als tolles Extra besitzt das Buch sogar ein praktisches Lesebändchen. Wer ein hochwertiges Buch zum Verschenken sucht und weiß, dass der Beschenkte nicht gerade auf rasante Thriller steht, macht mit dieser Ausgabe definitiv eine große Freude.
Handlung & Charaktere: Das Buch erzählt die dramatische Geschichte von zwei Lebenswegen, die mit der Leidenschaft für Bernstein verknüpft sind. Auf der einen Seite steht die Bernsteinforscherin Julika, die in ihrer Freizeit ihre kranke Mutter pflegt. Auf der anderen Seite lernen wir Ebba kennen, die bereits vor dem Krieg leidenschaftlich gerne Bernsteine gefischt hat. Ihr ging es vor allem darum, die ganz besonderen Stücke mit fossilen Einschlüssen wie Tieren zu retten, damit diese in den Wirren der Zeit nicht einfach eingeschmolzen werden. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet. Die Hoffnungslosigkeit von Julika wegen der schweren Krankheit ihrer Mutter wird ebenso greifbar wie ihr riesiger Enthusiasmus und ihr Glück bei der Forschung. Auch Ebbas Schicksal und ihr Lebensweg sind sehr anschaulich und berührend beschrieben.
Erzählstil & Lesefluss: Man sollte sich hier auf eine eher ruhigere, sehr gleichmäßige Erzählweise einstellen. Für mich persönlich zog sich die Handlung stellenweise ein wenig in die Länge, und da die Schicksale gleichzeitig sehr dramatisch sind, habe ich jeden Tag immer nur ein paar Seiten gelesen. Das ist aber gar nicht negativ gemeint – man hat dadurch einfach sehr lange etwas von dem Buch und kann richtig in die Geschichte eintauchen.
Lesezeichenfees Fazit: Ein sehr bildhaft geschriebenes und emotionales Familiendrama, das eher durch seine leisen, tiefgründigen Töne besticht als durch lose Action. Aufgrund der sehr atmosphärischen, wenn auch etwas langatmig erzählten Geschichte und der wunderschönen Buchgestaltung vergebe ich sehr gerne verdiente 4 von 5 Sternen.
Ein wundervoller, facettenreicher und bewegender Roman
Das Buch "Die Bernsteinfischerin" erzählt die Geschichte zweier Frauen, die ihre Passion für Bernstein verbindet. Da ist zum einen Ebba, die wir ab 1935 im Norden an der Küste begleiten dürfen. Ihre Liebe zum Meer, Strandgut und Bernstein ist groß. Zum anderen ist da Julika, die in der Gegenwart in Frankfurt am Main am Institut Bernstein und seine Inklusen erforscht. Neben dem Bernstein verbindet beide Frauen der Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und eine komplizierte Familiengeschichte.
Ich fand das Buch wirklich ganz toll. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, atmosphärisch und sehr angenehm. Besonders gut gefallen haben mir die bildgewaltigen und poetischen Naturbeschreibungen, bei denen ich förmlich das Meeresrauschen hören und das Salz auf den Lippen schmecken konnte. Als Liebhaberin von Meer, Sand und Wellen war das für mich ein wunderbares Lesevergnügen.
Die Geschichte war von Beginn bis zum Ende sehr spannend. Durch die beiden Zeitstränge und Perspektiven konnte man tief in die Gefühle und Gedanken von Ebba und Julika eintauchen. Die beiden fand ich als Charaktere vielseitig, stark und fein gezeichnet. Ebbas wilde, eigenwillige und freiheitsliebende Art hat es mir besonders angetan. Beide Frauen werden mit familiären Verpflichtungen und Zwängen konfrontiert und müssen mutig sein und sich behaupten, um ihren Weg gehen zu können. Das hat mich sehr berührt und bei mir noch lange nachgehallt. Das Buch ist ein interessanter Roman, der auch tiefgehende Themen wie mentale Gesundheit und weibliche Selbstbestimmung aufgreift und sensibel in die Handlung einwebt. Ich finde diese Kombination zwischen zwei mutigen Frauencharakteren, die ihren Weg gehen wollen, tiefgehenden Themen und die Liebe zur Natur sowie zum Meer ist der Autorin hervorragend gelungen. Darüber hinaus habe ich auch noch viel über Bernstein und die Erforschung der Inkluden lernen dürfen.
Ein großartiger, facettenreicher und bildgewaltiger Roman, den ich wärmstens empfehlen kann.
Das Buch erzählt von zwei Frauen, deren Wege sich kreuzen.
Ebba wächst im Samland in Ostpreußen auf. Dort geht sie als zehnjährige mit ihrem Vater 1942 zum Bernsteinfischen. Sie findet einen wunderschönen, großen Bernstein mit einem ungewöhnlichen Tier als Einschluss. Diesen gibt sie nicht, wie vorgeschrieben der Kriegsverwaltung ab, sondern versteckt ihn bei ihrem Freund Leo. Nach der Flucht aus ihrer Heimat lässt sich ihre Familie in Niendorf an der Ostsee nieder und gründet eine Pension. Die ca. fünfundzwanzigjährige Julika arbeitet an ihrer Doktorarbeit über Bernsteine. Sie untersucht und protokolliert den Bernsteinfundus des Instituts, dabei stößt sie auf einen besonderen Stein, der eine bis dahin noch nicht gefundene Wespenart eingeschlossen hat. Als Finderin wird Ebba Bredow, Ostpreußen angegeben. Jetzt gilt es mehr über die Finderin herauszufinden, da der Fundort verifiziert werden muss. Nach längerer Suche findet sie eine Ebba Bredow in Niendorf.
Das Buch beschreibt einerseits chronologisch das Leben von Edda und andererseits in der Gegenwart das von Julika. Eddas Leben von 1942 bis heute ist geprägt von der Nachkriegszeit, viel Arbeit und ihrer Liebe zur Kunst. Julika fühlt sich verpflichtet, ihren Eltern zu helfen, da ihre Mutter schwer depressiv ist und nicht alleine gelassen werden kann, was ihren Bewegungsradius massiv einschränkt. Beide müssen ihren eigenen Weg finden.
Einmal angefangen ist man sofort in der Geschichte drinnen und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der schöne Schreibstil erleichtert der LeserIn das Weiterlesen und lässt einen tief in die Geschehnisse eintauchen. Die Protagonistinnen sind sehr sympathisch und wachsen einem im Laufe des Buches ans Herz.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und empfehle es allen weiter, die gerne geschichtliche Romane lesen.
„Die Bernsteinfischerin“ ist ein berührender Roman, der in Lübeck lebenden Autorin Lisa Quentin.
Die 26-jährige Julika geht in ihrer Arbeit als Paläontologin - Bernsteinforscherin mit dem Spezialgebiet Insekteneinschlüsse - voll auf. Zusätzlich kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihre kranke Mutter. Ein ungewöhnlicher Einschluss in einem Bernstein führt sie zu der 90-jährigen Ebba. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und stehen auch an vollkommen unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben. Dennoch verbindet sie mehr als es auf den ersten Blick scheint.
Die Handlung wird im Wechsel in der Gegenwart und in der Vergangenheit von Ebba – beginnend 1943 an der ostpreußischen Bernsteinküste – erzählt. Der Schreibstil von Lisa Quentin liest sich angenehm flüssig und lebendig. Sie stellt ihre Protagonistinnen authentisch dar. Beide Frauen haben kein einfaches Leben, streben nach Selbstverwirklichung und sorgen sich um ihre Liebsten.
Mir sind Ebba und Julika im Verlauf der Handlung sehr ans Herz gewachsen. Man wünscht den beiden nur das Beste und hofft mit ihnen, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Die Beschreibung der Umgebung am Meer hat mir besonders gut gefallen. Ich hatte alles direkt vor Augen und konnte die Atmosphäre spüren, so dass ich direkt richtige Sehnsucht nach dem Meer bekommen habe. Auch die wissenschaftlichen Informationen rund um Bernstein habe ich nur so in mich aufgesaugt und mich dadurch an Urlaube an der Ostsee zurückerinnert, in denen ich selbst – leider erfolglos – nach Bernstein gesucht habe.
Es ist ein atmosphärischer und bewegender Roman über das Leben zweier Frauen, der unterhält und berührt. Ich werde ihn sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.
„Es ist tragisch. Schrecklich. Und schön. Und alles oft zur gleichen Zeit. Wie dieses Leben so oft, seit ich genauer hinschaue.“ Genau dieser Satz im Buch fängt auch die Stimmung des Werkes ein. Lisa Quentin hat eine so schöne, aber auch traurige Geschichte geschrieben, die noch lange in Gedanken bleibt. Ich mochte es sehr, dass zwei Geschichten erzählt wurden, die sich später verwoben haben. Besonders Ebbas Geschichte fand ich spannend. Während ich Julikas Storyline vor allem interessant fand, weil man so viel über Bernsteine gelernt hat. Und genau das macht das Buch auch aus: die gute Recherche. Ich bin an der Lübecker Bucht aufgewachsen, war viel am Brodtener Ufer und die Stimmung des Meeres wurde einfach perfekt eingefangen. Lisa Quentin hat es geschafft, die Emotionen der Protagonisten makellos mit dem Meer zu spiegeln. Außerdem schafft es die Autorin wirklich auf eine tolle Art, ein Bernsteine als wissenschaftliches Thema an den Leser heranzuführen. Ich persönlich fand den Klappentext etwas irreführend und habe nicht so viel Traurigkeit/Melancholie erwartet. Julikas Leben ist kein einfaches und das wird auch in den ersten Seiten des Buches direkt klar. Es geht viel um Trauer sowohl in Ebbas als auch in Julikas Storyline und das habe ich so nicht erwartet. Leider fand ich Julikas Konflikt nicht gut genug aufgelöst und auch ein bisschen zufällig aufgelöst. Aber das ist ehrlich gesagt das Einzige, was ich kritisieren kann! Ich würde das Buch jedem empfehlen, der auch „Offene See“ von Benjamin Meyers toll fand, und ganz es auch allen anderen nur wärmstens ans Herz legen!
„Die Bernsteinfischerin“ von Lisa Quentin hat mir sehr gut gefallen, vor allem weil ich so gern in das Leben von Edda und Julika eingetaucht bin. Die beiden Frauenfiguren stehen im Mittelpunkt und könnten auf unterschiedliche Weise kaum spannender sein. Besonders gelungen fand ich, wie Lisa Quentin die Lebensgeschichten von Edda und Julika miteinander verknüpft. Beide Frauen erleben, dass Erwartungen anderer Menschen ihr Leben zunächst stark beeinflussen. Gerade dadurch wirken ihre Entscheidungen später umso glaubwürdiger: Schritt für Schritt finden sie den Mut, sich davon zu lösen und ihren eigenen Weg einzuschlagen. Auch das Thema Bernstein sammeln fand ich sehr spannend. Es ist etwas Besonderes, weil es nicht nur um einen schönen Fund am Strand geht, sondern auch um Wissen, Geduld und das Leben an der Küste. Dadurch bekommt die Geschichte eine eigene Atmosphäre, ohne dass dieser Aspekt zu sehr im Vordergrund steht. Man begleitet Edda und Julika durch schwierige Situationen, erlebt ihre Zweifel, Hoffnungen und Wendepunkte mit und möchte immer wissen, wie es weitergeht. Die Figuren wirken nicht übertrieben perfekt, sondern menschlich und nahbar. Genau das hat mir besonders gefallen. „Die Bernsteinfischerin“ ist für mich ein spannender und emotionaler Roman über Familie, Vergangenheit, Erwartungen und den Mut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Besonders Leserinnen und Leser, die starke weibliche Figuren und Geschichten mit einem besonderen historischen Thema mögen, werden an diesem Buch ihre Freude haben. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Das Cover sieht einfach wunderschön aus und gefällt mir wirklich gut. Das Gesamtcover vermittelt für mich sofort ein Gefühl von Sommer.
Die Haptik des Hardcover Buches wirkt auf mich sehr hochwertig.
Die Handlung führt den Leser ins Jahr 1943 an die Ostpreußische Küste. Die kleine Ebba ist glücklich und liebt die Küste, als Tochter eines Bernsteinfischers kennt sie sich auch und so merkt sie sofort, dass den Bernstein, den sie gefudne hat, etwas ganz Besonderes ist. Eigentlich müsste sie ihn nach behördlicher Anordnung abgeben, sie entscheidet sich aber ihn zu behalten. Dieses Geheimnis teilt sie nur mit ihrem besten Freund. In den Wirren und Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs verlieren sie sich und auch der Stein ist verschwunden.
Dann springt die Geschichte und viele Jahre später begleitet der Leser die Doktorandin Julika, sie forscht an Bernsteinen und deren Einschlüssen. Anhand von diesen Einschlüssen möchte sie die Herkunftsländer zuordnen. Dabei hält sie Ebba´s Stein in der Hand und damit beginnt eine Reise in die Vergangenheit .
Dieser Roman von Lisa Quentin ist einfach perfekt für den Sommer, die Liebe zum Bernstein vereint die beiden Hauptprotagonistinnen, die ansonsten sehr unterschiedlich sind. Der Schreibstil war berührend und hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung hat mir gut gefallen und ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Eines kann ich vorab schon mal sagen: Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen!
Mit Die Bernsteinfischerin ist Lisa Quentin ein wundervoller Roman geglückt, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Vera Teltz noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.
An der Geschichte hat mir die Vielfalt an Themen, die darin ihren Platz finden, sehr gut gefallen. Es geht um Freundschaft und Liebe, um Vertrauen und Familie, um Neuanfänge und Veränderungen, aber genauso um Verlust, Trauer und darum, füreinander da zu sein. Dazu kommen die Naturverbundenheit, das Leben an der Küste und auch die Wissenschaft.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Charaktere. Sie sind allesamt besonders, haben Ecken und Kanten, ihre eigene Vergangenheit und ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen. Ich liebe es sehr, wenn Figuren nicht perfekt sind.
Ein ganz großes Kompliment möchte ich Vera Teltz machen, die das bei Aufbau Audio erschienene Hörbuch sensationell eingesprochen hat. Mit ihrer besonderen Stimme und ihrer Art zu erzählen schafft sie es, sowohl die einzelnen Charaktere als auch die vielen Emotionen der Geschichte wunderbar einzufangen.
Die Bernsteinfischerin war für mich ein rundum gelungenes Hörerlebnis. Die Geschichte, die Charaktere, die Themen und diese tolle Umsetzung als Hörbuch – ich fand es einfach wunderbar und kann es wärmstens empfehlen.
Zum Inhalt: Tagsüber ist Julika Bernsteinforscherin und lebt in ihrer Tätigkeit vollkommen auf und ist begeistert von all den eingeschlossenen Dingen im Bernstein. Abends jedoch endet ihr eigenes Leben, denn dann kümmert sich sich um ihre kranke Mutter. Als sie ein besonderen Fund macht, führt sie dieser zu einer besonderen Frau, die immer ihren eigenen Weg gegangen war und ihr selbst auch den Mut gibt an einen Neuanfang zu glauben. Meine Meinung: Das war mal so ein richtig schönes Buch, dass ich gleich zweimal genießen durfte als Buch und als Hörbuch. Mir hat die Stimmung im Buch ungeheuer gut gefallen. Die Erzählstränge greifen fast wie von allein ineinander und zeigen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so viel gemein haben. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich die Seeluft förmlich spüren konnte. Es ist ein Geschichte, die einem so viel über das Leben erzählt, Mut macht und zeigt, dass es nie zu spät ist. Mir hat das Buch und auch Hörbuch extrem gut gefallen. Fazit: Tolles Buch
das cover ist wunderschön, hat meinen blick gleich angezogen und die inhaltsbeschreibung macht neugierig auf das buch. super geschrieben, leicht zu lesen, immer wieder spannend und tolle beschreibungen zur sache und auch zur landschaft. die thematik ist total interessant und informativ, man erfährt so viel zu bernstein, der suche danach, den inklusen, der forschung und viel mehr. die beiden handlungsstränge rund um ebba und julika beschreiben gut, wie es damals bei ebba war und wie ihr leben verlaufen ist, mit allen höhen und tiefen. julika ist eine ganz andere zeit, auch ihr leben wird super geschildert, die erkrankung der mutter und ihr einbringen, ihre unterstützung. die eltern und die familienbeziehungen von beiden und alle personen die eine rolle spielen in beider leben sind sehr realistisch dargestellt. wunderschön auch die suche von julika im rahmen der forschung und dann das finden von ebba und das erfahren von ihr und ihrer kunst, ihrem leben... für mich ein grossartiges buch, das ich absolut weiterempfehlen kann.
„Die Bernsteinfischerin“ hat mir richtig gut gefallen. Schon die Verbindung aus Bernstein, Ostsee und der Geschichte von zwei Frauen fand ich sehr interessant. Besonders schön fand ich die Atmosphäre im Buch. Der Schreibstil ist richtig gut! Man bekommt beim Lesen richtig Lust, selbst einmal an der Ostsee nach Bernstein zu suchen und sich vorzustellen, welche Geschichten so ein kleines Stück Harz einem erzählen könnte.
Auch die verschiedenen Lebensgeschichten und die Themen Liebe, Verlust und Neuanfang haben mir gut gefallen.
Insgesamt ein wunderschönes, atmosphärisches Buch mit einer besonderen Idee und tollen Figuren. Ich habe es sehr gerne gelesen und kann es nur empfehlen! Da ich es nur online gelesen habe, werde ich es mir wohl auch als Print kaufen, sodass es einen schönen Platz in meinem Bücherregal bekommen kann
Ein wunderbar komplexer Roman, der für mich als Ostseefan quasi ein Muss war. 4 anstelle von 5 Sternen, weil ich mit beiden Protagonistinnen so meine Probleme hatte.