Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es berührt.
In der HipHop Subkultur gibt es eine allgemeine Erkenntnis: Du bekommst den Jungen aus dem Ghetto aber nicht das Ghetto aus dem Jungen. Das Buch und damit die Geschichte vom Autor selbst widerlegt dies, wenn auch verbunden mit exessiver Gewalterfahrung. Als jugendlicher Täter und als Opfer von Gewalt im Gefängnis. Hier wird nichts verklärt. Die explizite Gewaltdarstellung ist harter Tobak.
Das Buch hält einen Scheinwerfer auf ein Milleu, welches wir oft ignorieren, eines, wo eigentlich Alle gestrauchelt und verzweifelt sind. Dies macht die Taten nicht besser, mindert ihre Tragweite nicht. Dennoch bekommt man eine Idee was falsch läuft. Für alle.
Der Autor hat aus dem Gefängnis heraus sein Leben umgekrempelt, wie er schreibt, mit Rückschlägen verbunden, keine Cinderella Story sondern das wahre Leben.
Es zeigt aber auf, dass es immer einen Weg gibt. Egal wie dunkel es gerade um einen ist. Das ist eine gute Lebensphilosophie.