Lässige Strandbars am Flussufer, phantasievolle Biomärkte, eine kochende Klubszene und über 400 Kilometer Radwege, nicht zu vergessen der schönste Wolkenkratzer diesseits des Atlantiks! Steffen Möller, der sich vor gut zwanzig Jahren in Polen verliebte, lädt uns in seine Wahlheimat ein, die heute so attraktiv ist wie nie zuvor. Er verrät, warum die Warschauer über ihre Einmachgläser lachen und in ganz Polen als trickreiche Kombinierer gelten. Wer schon einmal über die Grenze geschaut, aber außer Zigaretten eigentlich nichts mitgebracht hat, bekommt jetzt eine zweite Chance... »Gäbe es Warschau nicht, wäre ich nicht so lange in Polen geblieben...« Steffen Möller erzählt von Europas meistunterschätzter Hauptstadt, die ihren Besucher mit offenen Armen empfängt. In der man tagsüber in Liegestühlen am Weichselstrand DJs lauschen und abends die goldene Spitze des Kulturpalastes leuchten sehen kann. Er berichtet von einer Liebesgeschichte mit Hindernissen, von Fettnäpfchen und deutsch-polnischen Missverständnissen, von Perlhuhnzüchter Tomek und seiner ersten WG mit den Philosophiestudenten Bolek. Er nimmt uns mit auf eine Zeitreise in frühere Jahrhunderte, zu einem Spaziergang über den verwunschenen jüdischen Friedhof und durch das ehemalige Ghetto, zeigt uns den Königspark Łazienki, die Hipsterszene am Plac Zbawiciela und die originellste Milchbar der Stadt. Frédéric Chopin, Andrzej Stasiuk, der Meisterspion Ryszard Kukliński - sie alle kommen aus Warschau. Und trotzdem leiden die meisten Menschen hier an einem äußerst sympathischen Minderwertigkeitskomplex... Ein Kniefall vor der Metropole der Polen!
Steffen Möller was born in Germany in 1969 and studied philosophy in Berlin. For the past twenty years, he has been living in Warsaw, Poland and is now considered the second most famous German alive (second only to former Pope Benedikt XVI). He started his Polish life as a German teacher, but soon became an actor and comedian, most notably as one of the stars of the popular Polish soap opera, Mjak Miłość (L like Love). In 2009, the Polish Minister of Foreign Affairs, Radek Sikorski honored Steffen Möller with the „Bene merito”- award for having contributed to Poland’s popularity abroad. We’re fairly certain your Polish mother-in-law fancies him. Ask her yourself!
Amongst others, Steffen Möller was honoured with the following awards: The German Federal Cross of Merit on Ribbon (2005), DIALOG-Preis (2008), "Bene Merito" (2009), Internationaler Brückepreis (2013).
Das Buch bietet eine oft unterhaltsame Mischung aus Anekdoten über Warschau(er) und einer Art Reiseführer, dabei bleibt es allerdings eher allgemein und nicht tiefergehend. Ein paar Sachen werden die meisten lernen, die sich noch nicht allzu sehr mit der Stadt beschäftigt haben.
Bestürzend fand ich Möllers Umgang mit der aktuellen politischen Lage in Polen. Einen Politiker, der gerade dabei ist den Rechtsstaat nach und nach abzuschaffen, als "Schlitzohr" zu bezeichnen ist schon eine unglaubliche Verharmlosung. Die wenigen Absätze zu diesem Thema haben ein wirklich sehr ekligen Nachgeschmack hinterlassen.
Nachdem wir gemeinsam mit Steffen Möller eine “Expedition zu den Polen” mit dem Berlin-Warszawa-Express gemacht haben, sind wir nun mit “Viva Warszawa: Polen für Fortgeschrittene” in der Hauptstadt Polens angekommen.
Seit nunmehr zwanzig Jahren wohnt Möller, der wohl bekannteste Deutsche in Polen, in Warschau und verrät uns in seinem neuesten Buch nicht nur die wichtigsten Plätze, Sehenswürdigkeiten oder angesagtesten Orte und Geheimtipps. Vielmehr erzählt er von der Geschichte hinter der Stadt, von den Hintergründen vieler Gebäude und Denkmäler sowie von der vorwiegend negativen Einstellung der Polen gegenüber ihrer Hauptstadt.
Meine Eltern kommen beide aus der gleichen Stadt im Süden von Polen, aus der Nähe von Breslau, und obwohl ich schon an vielen Orten in Polen war, so war ich tatsächlich noch kein einziges Mal in Warschau. Weshalb? Weil insbesondere mein Vater der Ansicht ist, dass es dort absolut nichts Sehenswertes gäbe und die Stadt einfach nur grau ist, voller Betonklotze, einfach keine so weite Fahrt wert. Bereits nach den ersten Seiten von “Viva Warszawa: Polen für Fortgeschrittene” kam dann die Erleuchtung: mein Vater ist mit seiner Einstellung tatsächlich nicht der Einzige! Laut Möller haben die meisten Polen genau solch ein negatives Bild von ihrer Hauptstadt. Das hat zugegebenermaßen auch seinen Grund, steht Warschau doch stellvertretend für fast alle negativen Ereignisse in Polen. Dass die Stadt nach 1945 fast grundlegend neu aufgebaut wurde und bis 1989 vom Sozialismus beherrscht wurde, trägt nicht unbedingt dazu bei, dass sie Touristen oder Einheimischen attraktiv erscheint. Viel lieber besucht man das schönere und traditionsreiche Krakau. Doch seit 1989 und der Solidarność hat sich einiges getan und Warschau ist längst nicht so unattraktiv wie sie vielleicht früher war. Als ich meinen Vater fragte, wann er denn eigentlich zum letzten Mal dort gewesen sei, kam als Antwort: “in den 80ern!” – schon war alles klar.
Möller konnte mich bereits mit seinen vorherigen Büchern über Polen komplett begeistern und vor allem mit seinem Humor überzeugen. Besonders toll fand ich es immer, wie viel einem selbst gar nicht so bewusst wird und wie viel man über sich selbst und so einige polnische Begebenheiten entdeckt. Bis zu diesem Buch dachte ich, dass ich mittlerweile alles wusste, was es so zu wissen gibt, aber tatsächlich packt Steffen Möller hier nochmals neue Anekdoten, Erlebnisse und Erkenntnisse aus. Und wieder einmal musste ich über so manche Geschichten lachen, weil sie so unglaublich wahr sind – z.B. dass der 2:0-Sieg der polnischen Fußball-Nationalmannschaft gegenüber den frisch gebackenen Weltmeister letztes Jahr bereits zur Legende geworden ist. Tagelang war es – kein Scherz – Gesprächsthema Nummer eins in den polnischen Nachrichten. Auch die grundlegend negative Einstellung gegenüber dem eigenen Land und erst recht gegenüber der Politik ist ein großes und wahres Thema. Übrigens habe ich bisher kaum etwas von den politischen Themen Polens verstanden – jetzt ist so einiges endlich klarer. Kurzum: man kann hier wieder einmal sehr viel über Polen und seine Bewohner lernen.
Ein ganz großes Kapitel widmet Möller übrigens der Geschichte Warschaus, allen voran der tragischen Geschichte während des zweiten Weltkrieges. Vieles ist nämlich kaum jemanden bekannt und so beschreibt Möller im 13. Kapitel die wichtigsten Ereignisse von 1939 bis 1945. Ja, auf diesen knapp vierzig Seiten fehlt einmal der Humor, stattdessen gibt es viele Zahlen und Fakten, die den meisten gar nicht so bewusst waren. Das meiste sind auch Ereignisse, die kaum jemand außerhalb Polens kennt, weil sie nicht im Geschichtsunterricht gelehrt werden. Auch mir war einiges tatsächlich nicht bekannt, obwohl ich bisher doch vieles erzählt bekommen habe. Und gerade wenn man Warschau wirklich kennen lernen möchte, sollte man die Geschichte dahinter kennen – nur so kann man nachvollziehen, weshalb die Hauptstadt genau so ist, wie sie ist.
Wie üblich, werden auch hier Möllers Beschreibungen mit vielen Bilder untermalt, so dass man sich als Nicht-Warschau-Kenner sehr gut selbst ein Bild von vielen Gebäuden oder Orten machen kann. Und falls man durch die Lektüre Lust bekommt, die Hauptstadt selbst zu erkunden, vor Ort, nicht nur durch Möllers Erzählungen, so dient der Stadtplan im Buchinneren eine wunderbare Orientierung und führt eine zu den wichtigsten Orten und besten Konditoreien.
“Viva Warszawa: Polen Fortgeschrittene” ist wieder einmal eine unglaublich interessante als auch unterhaltsame Lektüre – nicht nur für Polen selbst, sondern vor allem auch sowohl für Polenliebhaber als auch für die ewigen Skeptiker. Viele Mythen über das Land, die Stadt und die Bewohner werden aufgeklärt, vieles besprochen und einiges auch für wahr erklärt. Das Buch wandert jetzt weiter zum ewig skeptischen Vater (eben doch ein echter Pole…), mit der Hoffnung, dass er mich nun endlich nach Warschau mitnimmt und bis dahin freue ich mich einfach auf Möllers nächstes Buch!
Grzegorz Dolniak, polski stand-upowiec, mówił w jednym skeczu o nauce historii w Polsce - przez każdy etap edukacji szło się "od faraonów - dokąd zdążymy".
Efektem tego jest smutny fakt, że powtórkę z historii najnowszej miałam, czytając tę książkę. Natomiast historię najnowszą zwyczajnie odkryłam - jeżeli po liceum lub w jego trakcie szanowny obywatel tego kraju nie będzie szukał informacji o tym kraju po roku 1945 na własną rękę, to ze szkoły wyniesie za mało, żeby mieć pojęcie o czymkolwiek.
Abstrahując od sporej części dotyczącej historii, urzekła mnie forma tej książki. Podobają mi się bystre, celne spostrzeżenia, niepozbawione ironii ale nie cyniczne. Poczucie humoru też do mnie trafia. Plusem dla mnie jest forma krótkich migawek - wg mistrzów latynoskiej narracji krótkiej, coś, co można rozpisać na 500 stron, można również zawszeć w opowiadaniu na stronę. Łatwo mówić mistrzom. Do krótkich form trzeba mieć talent i precyzję, i pan Mueller ma obie te rzeczy.
Been there, done that. Do Warszawy mam stosunek... przerywany. Parę late temu przyjeżdżałam tu na zjazdy różnych ciekawych uczelni. Przeplatane to było spotkaniami towarzyskimi, koncertami, wypadami na wystawy. Warszawa w takiej dawce była ekscytująca. Od stycznia jestem tu częściej niż gdziekolwiek indziej i próbuję się przekonać do tego miasta, do jej codziennej, zawziętej i zziębniętej twarzy. Ten sam schemat przy każdej zmianie miejsca zamieszkania: rowerem po dzielnicach, testowanie różnych kawiarni, szukanie zieleni miejskiej, jazda tramwajem od pętli do pętli. Parę dni temu kupiłam książkę Steffena Möllera "VIvat Warszawa", który opisuje swoją fascynację polską stolicą. Postanowiłam się zarazić jego optymizmem. Połowę książki stanowi historia Warszawy. Lekko i z humorem opisane losy miasta. Ciekawe, bo z perspektywy Niemca, który przeprowadza się tu z Berlina. Steffen słusznie zauważa, że w Polsce niechętnie i z trudem mówi się o tym, co działo się po '45 roku, w przeciwieństwie do Niemiec, gdzie historia chce być zapamiętywana dopiero po tej dacie. Steffen przytacza dużo anegdot i osobistych doświadczeń z oswajania miasta. Książka podszyta jest piękną refleksją nad polską mentalnością i polskimi kompleksami. Ilość pochlebstw kierowana pod kątem Warszawy i jej mieszkańców jest onieśmielająca. Można się poczuć dobrze i dumnie. Faktycznie gdy się pochylimy nad zawikłaną historią, to tak rodzi się sentyment oraz uznanie. Niestety ten sentyment jest niewidzialny i gdy wypływam na powierzchnię z masą szarego tłumu na stacji Metro Centrum przestaję myśleć o murach getta, o Kuklińskim, o powstaniu warszawskim, o planetarium, o Łempickiej w Muzeum Narodowym czy Norblinie w muzeum plakatu. Widzę bezdomnych pod PKiN, którzy na trawie załatwiają swoje potrzeby fizjologiczne, wystraszonych, wychudzonych studentów wciskających zniżki na pizzę, widzę betonowe bloki, które do siebie nie pasują, potykam się o gołe cycki na ulotkach i mam szczerą nadzieję przebiec do biura zanim mnie ktoś wkurzy a gołąb nasra mi na głowę. Warszawa, jak pisze Möller, to miasto dla zaawansowanych. Ja dodam: miasto dla tych, którzy mają silne filtry historyczne, dla tych, co wizualizują, gdy nie widzą lub dla gości, którzy przyjeżdżają tu na chwilę. Steffen został tu 20 lat. (...) Ja z kolei uciekać jeszcze nie zamierzam. Przede mną wiele pączków u Zagoździńskich, spektakli do zobaczenia, dzielnic do okiełznania. Ale mówię Wam, zakochać się będzie ciężko, chemii nie ma. Da się lubić tylko.
Ich habe mir ein paar Ideen für den nächsten Besuch in Warschau markiert, aber alles in allem bleibt Möller beim Offensichtlichen. Für Menschen, die ihren ersten Warschauaufenthalt planen, ein netter Reiseführer, der mitunter auch amüsant sein kann. Von seinem Blick eines Deutschen auf das Leben in Polen und auf die Polen selbst hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Reflexion und ein paar weitere Culture Clash/Erlebnisse erwartet, die darüber hinausgehen, lediglich die Sprache als schwierig zu bezeichnen und das gespannte Verhältnis der Polen zu ihrer Hauptstadt wieder und wieder zu thematisieren. Trotzdem war es eine nette Lektüre und ich weiß jetzt, wo ich das nächste mal pączki (Pfannkuchen) kaufen werde.
Mhm... ich bin unsicher was ich von dem Buch halten soll. Möller gibt einen Überblick über Warschau, dessen Geschichte und sehenswürdigkeiten. Geheimtipps kommen erst am Ende, manche stories hätte er sich sparen können. Und die Kritik an Krakau... neee... ich habe dort auch gewohnt. Smog hab ich nie erlebt. Alles im allem aber ein nettes Buch für zwischendurch. Vielleicht geb ich Warschau noch eine Chance. ;-)
Totally awesome book, I love it! I moved to Warsaw a few months ago, my personal opinions and experiences seem to be quite similar to the author's ones. While reading this book I could feel like reading my own words. You'll also find in this guide a brief summary of Polish history and culture, which is helpful probably not only for foreigners but also for Polish people.
Read this book, go to Warsaw and try to find all the special places described there! :)