Geld, eine hübsche Freundin, Karrierechancen von denen andere nur träumen. Als Sohn reicher Eltern hat Leo alles, was man sich nur wünschen kann. Selbst ein Sportunfall kann seine heile Welt nicht erschüttern. Wohl aber Leos Arzt Cameron, der in ihm Gefühle weckt, die er noch nie zuvor hatte – und einem Mann gegenüber auch nicht haben will. Dass Cameron sein Interesse auch noch zu erwidern scheint, lässt Leo plötzlich alles in Frage stellen – seine Sexualität, seine berufliche Zukunft, seine Familie. Aber ist Cameron all das wirklich wert?
Nachdem ich ddie Geschichte schon online gelesen hatte, war es mehr ein re-read, aber ein sehr schöner und ergreifender!
Es handelt sich um eine solide Gay Romance mit zentralem Thema Coming Out, Leo muss zunächst selbst begreifen, dass er mit Männern so viel mehr anfangen kann, und dnan den Mut finden, dzau zu stehen.
Kleine Abzüge gibt es für einige Teile, die gerafft wirken, die Handlung spielt sich über einen relativ kurzen Zeitraum ab (ein Sommer), ich weiß nicht, ob dort irgendwann man Kapitel gekürzt wurden, aber an manchen Stellen scheint es so - in Nebensätzen wird suggeriert, dass erheblich mehr Zeit vergangen ist, als in der tatsächlichen handlung vergeht. Routinen scheinen 'etabliert' es ist aber nur eine Woche tatsächlicher Zeit vergangen, solche Sachen.
Letztlich aber Kleinigkeiten. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben glaubhafte Marotten, die schön gezeigt werden. Rona Coles Tendenz zu mit ... unterbrochenen Gedankengangs-Sätzen ist liebenswürdig wie eh und je, und ich bin Cursed letztlich wie immer Dankbar, dass ich mir mein Regal mit noch mehr schönen deutschen Gay Romance-Titeln pflastern kann.
Eine tolle nicht ganz so kleine Geschichte einer tollen Autorin. Und auch wenn ich nicht selten das dringende Bedürfnis hatte, mal eben ins Buch abzutauchen und die beiden Protagonisten an den Ohren in ein Zimmer zu zerren, die Tür abzuschließen und sie erst wieder rauszulassen, wenn sie damit aufhören, ständig so aneinander vorbei zu reden - ja, trotzdem habe ich dieses Buch verschlungen. Und vielleicht habe ich während des Lesens auch ein wenig zu oft "Lovers in Japan" von Coldplay gehört und reichlich dämlich vor mich hingegrinst. Möglich. Eindeutig ein E-Book, das ich gerne gelesen habe. Eigentlich volle Punktzahl - wenn da nicht ein gewisser Jemand wäre, der auf den Namen Leo hört und der mich doch ein bisschen zu arg auf die Palme gebracht hat. Von daher ...