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"Liebst du mich eigentlich?": Briefe an ihren Mann

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»Mascha konnte Chemjos Abwesenheit nicht überleben. Sie waren einfach eine Einheit, nicht Mann und Frau, nicht Bruder und Schwester, von all dem waren sie auch etwas -, aber das Unsagbare und Einmalige war das tiefe und nie unterbrochene Einverständnis in jedem Blick und jedem Augenblick.«

Mit diesen Worten beschrieb Suse Weltsch, die älteste und engste Freundin der Dichterin, die Liebe zwischen Mascha Kaléko und ihrem zweiten Ehemann, dem Komponisten Chemjo Vinaver. Ihre zahlreichen Europareisen dokumentierte die Schriftstellerin in ihren Briefen fast akribisch für ihren Mann. Dabei geht es nicht nur um große Gefühle. Banalitäten des Alltags sind ebenso wichtig wie die Auseinandersetzung mit der alten Heimat, aber auch das »Heimwehnach den Temps perdus«. Mascha Kalékos Melancholie und ihr Witz, die man aus den Gedichten kennt, treffen auch in dieser Textform mitten ins Herz.

160 pages, Hardcover

First published December 18, 2014

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About the author

Mascha Kaléko

50 books68 followers
Mascha Kaléko war eine deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin.

Charakteristisch für Mascha Kalékos Arbeit ist die Großstadtlyrik mit ironisch-zärtlichem, melancholischem Ton. Als einzige bekannte weibliche Dichterin der Neuen Sachlichkeit wurde sie häufig mit ihren männlichen Kollegen verglichen, so bezeichnete man sie als „weiblichen Ringelnatz“ oder nannte sie einen „weiblichen Kästner“. Die auch Montagsgedichte genannten Strophen rühren durch ihre schnörkellose und direkte Sprache an. Ihre Gedichte wurden – als Chansons vertont – von Diseusen wie Hanne Wieder gesungen oder werden von Sängern wie Rainer Bielfeldt noch heute vorgetragen.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Christl.
91 reviews5 followers
June 7, 2022
5 Sterne, nur halt zu kurz. Vermutlich muss ich mir jetzt die Gesamtausgabe ihrer Briefe zulegen.
Im Jahr 1956 reist sie ein Jahr lang durch Deutschland und Europa. In Hamburg, München und vor allem Berlin hält sie sich länger auf. Sie schreibt ausführliche Briefe an ihren Mann in New York und schildert ihm ihre widersprüchlichen Eindrücke von Deutschland und den Deutschen. Wie sie hofiert wird, weil sie nur Besucherin ist und nicht etwa Rückkehrerin aus der Emigration, Wirtschaftswunder und Armut, die abrupte Verwandlung von Nazis in Pazifisten und dazwischen die 'Anständigen'.
Und der Alltag. Natürlich möchte ich wissen, wie viel 1956 ein Zimmer in einer Pension gekostet hat, wie das Frühstück war und wie sich die Menschen gekleidet haben.
Ist doch klar.
Profile Image for Cheap.And.Cheerful.
410 reviews21 followers
October 24, 2021
Dieses Buch hat sämtliche Euphorie verdient. Es ist in mehrfacher Hinsicht ein Zeitzeugnis und dann noch aus der fabelhaften Feder der Mascha Kaléko. 1956 ist sie nach Europa gereist und beschreibt sehr ehrlich und schonungslos, wie sie Nachkriegs-Deutschland erlebt, gefüttert mit vielen warmherzigen Erinnerungen. Grade Berlin geht ihr, biographisch bedingt, sehr nah, und mir als Wahlberlinerin natürlich auch.
Auch wahnsinnig gut am Buch: Kaléko trifft Erich Kästner (der sehr gut wegkommt) und Erich Maria Remarque (der weniger gut wegkommt). Man lernt nebenher viel über das alte Verlagswesen, sowie über die Liebe und gute deutsche Hausmannskost. Sehr unterhaltsam, berührend, nachdenklich, ganz im Stile der großen Mascha Kaléko.
Profile Image for Emma-Lena Sester.
8 reviews
March 22, 2023
sooooo schön! ich liebe mascha kalékos art zu schreiben, ihre briefe sind wunderschön, liebevoll, witzig und dokumente einer faszinierenden zeit! wirklich so so schön!!
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

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