Atmosphärisch, vielschichtig, hochspannend – Ein skandinavischer Krimi mit einem Twist, der alles verändert
Mit ›Teufelsring‹ setzt Frida Skybäck ihre erfolgreiche Reihe um Ermittlerin Fredrika Storm eindringlich ein Nordic Noir-Krimi über verdrängte Wahrheiten, das Echo der Vergangenheit und den Moment, in dem ein Dorf nicht länger wegsehen kann.
Ein brutaler Mord im Moor und die Schatten einer alten Tragödie Im Naturreservat Nöbbelövs Mosse bei Lund entdeckt eine Familie beim Camping die grausam zugerichtete Leiche des 21-jährigen Mattias Lindqvist. Für Fredrika Storm und Henry Calment beginnt ein Fall, der schnell über die Grenzen des kleinen Dorfs Vallkärra hinausweist – und der mehr Fragen aufwirft, als den Ermittlern lieb sein kann.
"Joost?", sagte Lenz in einem sanfteren Tonfall und ging neben seinem Sohn in die Hocke. "Was schaust du da an?"
Der Junge sagte nichts, doch als Lenz versuchte, ihn zu sich zu drehen, hob er die Hand und zeigte auf etwas. "Da", flüsterte er. Lenz ließ seinen Blick wandern, und als er hinter den Grashalmen etwas entdeckte, stand er wieder auf.
Lag dort jemand? Er ging näher und zuckte zusammen, als er einen blutigen Kopf sah.
"Ist er tot?", fragte Joost.
Als Lenz begriff, was sie gefunden hatten, brach eine Welle der Panik über ihn herein. Eine männliche Leiche in gepflegter Kleidung, über dessen zerschlagenem Gesicht Insekten schwirrten.
Ein Verbrechen, das nie aufgeklärt wurde Mattias' Tod rührt an eine alte Vor fünfzehn Jahren wurde seine Mutter Lena auf dieselbe grausame Weise ermordet, der Täter nie gefunden, ihr Partner verschwand spurlos. In Vallkärra lebt die Erinnerung in Gerüchten und Verdächtigungen weiter. Was verbindet die beiden Verbrechen – und wer hat ein Interesse daran, dass die Wahrheit bis heute im Dunkeln bleibt?
Das Ermittlerduo Frederika Storm und Henry Calment gegen ein Netz aus Einschüchterung und Loyalität Während Fredrika in Mattias' zurückgezogenes Leben zwischen Hörbehinderung, Dorfalltag und einer Online-Community eintaucht, stoßen sie und Henry auf Drohungen, Abhängigkeiten und eine Familie, die Probleme lieber mit Druck als mit Worten löst. Je näher sie dem Kern der Geschichte kommen, desto gefährlicher wird es – denn in Vallkärra schützt man Geheimnisse um jeden Preis.
»Frida Skybäck wird immer besser. ›Teufelsring‹ ist ein sehr gut geschriebener und kluger Kriminalroman.« Mattias Edvardsson, Bestsellerautor von "Die Lüge"
Bisher sind von der Frederika Storm-Reihe von Frida Skybäck bereits
I hela sitt liv har Frida drömt om att bli författare och redan i tidig ålder var det roligaste hon visste att skriva berättelser som sedan lästes upp för vänner och familj.
2007 började Frida blogga om sin resa i samband med att hon skickade in sitt första deckarmanus till en handfull utvalda förlag. Flera av dem visade intresse för det hon hade skrivit och Frida fortsatte att producera polisromaner.
2010 beslöt Frida, efter att ha sjukskrivits för utmattningssyndrom, att göra ett sista försök att bli utgiven genom att prova en ny genre. Detta visade sig vara ett lyckokast och i oktober 2011 debuterade hon med den historiska kärleksromanen Charlotte Hassel.
I juni 2012 kom hennes andra historiska roman Den vita frun.
Hat mir aus dieser Reihe wieder gut gefallen, auch wenn es für mich ein bisschen zu vorhersehbar war. Ich brauche auch die privaten Nebengeschichten nicht, aber trotzdem helfen sie bei der Charakterisierung. Werde auch den nächsten Teil wieder lesen.
Mit "Teufelsring", dem vierten Band ihrer Fredrika-Storm-Reihe, kehrt Frida Skybäck erneut nach Südschweden zurück. Das Hörbuch erscheint im Juni 2026 bei Der Audio Verlag, wurde von Julia Gschwilm übersetzt und von Tanja Geke auf einer Laufzeit von rund elf Stunden eingelesen.
Meine Meinung
Obwohl ich zuvor keinen Band der Reihe kannte, fiel der Einstieg überraschend leicht. Skybäck vermittelt die wichtigsten Informationen über ihre Ermittlerfiguren unaufdringlich, sodass Vorwissen nicht notwendig ist. Gerade Leser:innen oder Hörer:innen, die zum ersten Mal mit Fredrika Storm und Henry Calment in Berührung kommen, dürften sich (wie ich) schnell orientieren können.
Atmosphärisch bewegt sich "Teufelsring" ganz klar im klassischen Nordic Noir. Das abgeschiedene Dorf, das Moor als düsterer Schauplatz und die Verknüpfung eines aktuellen Mordfalls mit einem fünfzehn Jahre zurückliegenden Verbrechen erzeugen eine vertraute, melancholische Stimmung. Immer wieder fühlte ich mich dabei an die an der Ostsee angesiedelten Kriminalromane von Eva Almstädt erinnert: weniger temporeiche Hochspannung als vielmehr eine ruhige Ermittlungsarbeit, die stark vom Setting und den zwischenmenschlichen Verflechtungen lebt.
Gerade diese Konzentration auf die Gemeinschaft eines kleinen Dorfes macht den Roman interessant. Skybäck zeigt, wie lange sich Schuld, Gerüchte und Loyalitäten halten können und wie schwer es wird, Wahrheit von kollektiven Erzählungen zu trennen. Der eigentliche Kriminalfall entwickelt sich dadurch weniger über spektakuläre Action als über viele kleine Puzzleteile.
Allerdings blieb genau dieser Erzählansatz für mich nicht durchgehend überzeugend. Über weite Strecken fehlte dem Roman das notwendige Tempo, wodurch die Spannung immer wieder abfiel. Gleichzeitig empfand ich die Auflösung als wenig vorhersehbar; allerdings nicht unbedingt im positiven Sinn. Statt Hinweise so zu platzieren, dass man als Leser:in eigene Vermutungen entwickeln kann, hatte ich für meinen Teil häufig das Gefühl, den entscheidenden Informationen hinterherzulaufen. Dadurch stellte sich weniger das befriedigende Miträtseln ein, sondern eher Verwirrung darüber, welche Details tatsächlich relevant sind.
Besonders interessant fand ich hingegen einen gesellschaftlichen Aspekt, den der Roman streift: Männergewalt beziehungsweise häusliche Gewalt. Dieses Thema besitzt enormes erzählerisches und gesellschaftliches Potenzial und ich hätte mir gewünscht, dass Skybäck ihm mehr Raum gegeben hätte. Gerade Krimis eignen sich hervorragend, um strukturelle Gewalt sichtbar zu machen, weil sie individuelle Verbrechen oft mit gesellschaftlichen Ursachen verbinden. Hier bleibt dieser Gedanke jedoch etwas unbefriedigend zurück und hätte deutlich stärker vertieft werden können.
Als Hörbuch funktioniert "Teufelsring" dennoch gut. Tanja Geke liest angenehm ruhig und verleiht den Figuren ausreichend Eigenständigkeit, ohne sich in übertriebener Schauspielerei zu verlieren. Ihre Interpretation passt zur eher entschleunigten Erzählweise und trägt die melancholische Grundstimmung des Romans überzeugend. Gerade die vielen Dialoge und Perspektivwechsel bleiben dadurch gut nachvollziehbar.
Fazit
"Teufelsring" ist ein solider skandinavischer Krimi, der vor allem durch Atmosphäre und sein stimmiges Setting überzeugt. Wer temporeiche Thriller mit permanenten Cliffhangern erwartet, dürfte hier allerdings weniger auf seine Kosten kommen. Stattdessen setzt Frida Skybäck auf klassische Ermittlungsarbeit, Familiengeheimnisse und die dunklen Schatten einer Dorfgemeinschaft. Für mich war das Hörbuch insgesamt eine gute, aber keine herausragende Unterhaltung. Einige Längen, eine nur bedingt miträtselbare Auflösung und ungenutztes Potenzial bei den gesellschaftlichen Themen verhindern, dass der Roman nachhaltig herausragt. Gleichzeitig haben mir das Setting, die Figuren und die angenehme Lesung von Tanja Geke gut genug gefallen, dass ich mir durchaus vorstellen kann, weitere Fälle von Fredrika Storm zu hören; auch wenn ich dem nächsten Band nicht sehnsüchtig entgegenfiebern werde.
Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt mit einem tragischen Fund. In einem Naturreservat entdeckt eine Familie beim Camping die grausam zugerichtete Leiche des 21-jährigen Mattias Lindqvist. Für das Ermittler-Duo Fredrika Storm und Henry Calment rührt dieser brutale Mord sofort an eine alte, nie verheilte Wunde des kleinen Dorfs Vallkärra. Vor genau fünfzehn Jahren wurde nämlich Mattias' Mutter Lena auf exakt dieselbe Weise erschlagen, der Täter wurde nie gefasst und ihr damaliger Partner verschwand spurlos. Die Ermittlungen zwingen das Team zu einer Reise in die Vergangenheit und führen sie tief in ein dichtes Netz aus dörflichem Schweigen, alten Feindschaften und gut gehüteten Familiengeheimnissen.
„Teufelsring“ ist der 4. Band der Krimireihe Fredrika Storm von Frida Skybäck.
Die Autorin hat interessante und facettenreiche Charaktere erdacht. Das Ermittlerduo besteht aus Fredrika Storm und Henry Calmen. Fredrika ist noch jung und hochmotiviert, als sie von Kopenhagen zurück in ihre Heimat kommt und die Stelle bei der Mordkommission in Lund antritt. Sie ist in der Gegend aufgewachsen und kennt Land und Leute. Sie ist oft impulsiv und handelt emotional. Henry Calmen ist der ideale Gegenpol zu Fredrika. Er kommt aus der schwedischen Großstadt, bringt einen frischen, unvoreingenommenen Blick von außen mit und ist von feinerer, fast schon eleganter Erscheinung. Schon im ersten Band sind die beiden Ermittler zu einem guten Team zusammengewachsen.
Frida Skybäcks Schreibstil ist flüssig, bildhaft und gut verständlich. Die Autorin versteht es, das Tempo geschickt zu variieren. So gibt es ruhigere Szenen und dann zieht das Tempo wieder an und die Spannung steigt. Der Wechsel der Perspektiven und die geschickt eingeflochtenen Wendungen sorgen zusätzlich für Spannung.
„Teufelsring“ ist ein spannender Kriminalroman. Es ist der 4. Band der Reihe, man braucht aber nicht unbedingt Vorkenntnisse, um das Buch zu lesen.
Da ich die Krimi-Reihe rund um das Ermittlerduo Frederika Storm und Henry Calment liebe, freute ich mich auf ein Wiedersehen mit den beiden in Lund. "Teufelsring" von Frida Skybäck, erschienen im dtv Verlag und übersetzt von Julia Gschwilm, ist der vierte Band der Reihe, kann aber unabhängig von den anderen gelesen werden.
Mit einer düsteren Szene zog mich die Autorin, wie von ihr gewohnt, sofort in den Sog der Geschichte, um zwei Morde, die 15 Jahre versetzt auf die gleiche Art und Weise stattfanden. Mutter und Sohn wurde der Schädel mit einem Hammer eingeschlagen. Frederika und Henry beginnen mit ihren Ermittlungen, und ich muss gestehen, ich mag die beiden sehr. Deshalb würde ich allen auch dringend raten, die Krimis, auch wenn sie unabhängig voneinander lesbar sind, in der richtigen Reihenfolge zu genießen. Denn sonst kann man einfach nicht die starke Charakterentwicklung der beiden und ihre privaten Probleme mitverfolgen. Der Fall ist komplex, und der Spannungsbogen ist schön, klug und wendungsreich angelegt. Wie von Frida Skybäck gewohnt, sind die Figuren umfassend und tief ausgearbeitet. Immer wenn ich dachte, ich hätte eine Person durchschaut, schafft es die Autorin, mich zu überraschen. Natürlich ist dieser schwedische Krimi, wie alle skandinavischen Krimis, ruhig erzählt und räumt auch Raum für das Privatleben des Ermittlerduos ein. Hier hält die Autorin perfekt die Balance zwischen dem Kriminalfall und diesen Einblicken in das Privatleben von Frederika und Henry. Kurze und knackige Kapitel, die immer eine neue Frage aufwerfen, gepaart mit unvorhersehbaren Wendungen und gut tief ausgearbeiteten Charakteren, machen "Teufelsring" zu einem skandinavischen Krimi-Lesegenuss der Extraklasse. Ich kann euch "Teufelsring" mit 5 von 5 Sternen nur weiterempfehlen, wenn ihr schwedische Krimis liebt und gerne mit einem interessanten Ermittlerduo auf Spurensuche gehen wollt.
Buch 4 der Fredrika Storm-Reihe startet direkt mit einer spannenden Mordermittlung. Während eines Campingurlaubs entdeckt eine Familie eine Leiche. Schnell zeigen sich Parallelen zu dem Mord an der Mutter des Opfers, der bereits etwa 15 Jahre zurückliegt. Doch wie hängen die beiden Fälle zusammen?
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und zieht einen sofort in die Atmosphäre des ländlichen Schwedens. Dieses Mal ist die Handlung jedoch besonders komplex. Fredrika und Henry müssen zunächst den alten Fall aufrollen, um die Motive hinter dem aktuellen Verbrechen zu verstehen. Durch zahlreiche falsche Fährten und zunächst unzureichende Hinweise bleibt die Auflösung bis zum Schluss spannend und schwer vorhersehbar.
Auch die privaten Geschichten der beiden Ermittler werden weiterentwickelt und nehmen interessante Richtungen, was der Reihe zusätzliche Tiefe verleiht.
Mir persönlich war der Mittelteil allerdings etwas zu zäh. Die vielen zunächst scheinbar zusammenhanglosen Ermittlungsansätze sorgten bei mir zwischenzeitlich für das Gefühl, dass die Handlung kaum vorankommt.
Pos. 3787: Henry nickte. »Ganz deiner Meinung. Momentan gibt es so viele unterschiedliche Ansätze, dass man nicht einmal darüber spekulieren kann, was eigentlich passiert ist. Wir müssen wohl einen Schritt zurücktreten und noch einmal über alles nachdenken.«
Die letzten 20% konnten dafür wieder voll überzeugen. Das Tempo zieht deutlich an, die Zusammenhänge werden logisch aufgelöst und das Finale ist spannend bis zur letzten Seite.
Fazit: Ein starker Buchauftakt und ein gelungenes Ende treffen auf einen etwas langatmigen Mittelteil. Insgesamt hat mir der vierte Band dennoch gut gefallen, und ich freue mich schon auf die Fortsetzung – besonders darauf, wie sich die privaten Geschichten von Fredrika und Henry weiterentwickeln.
Ein Thriller mit skandinavischem Setting muss einfach gut sein, oder? 😁 Mit „Teufelsring“ präsentiert uns Frida Skybäck mittlerweile den vierten Band der „Fredrika Storm“-Reihe. Ich persönlich habe bereits drei Teile gelesen und finde die Reihe echt gut. 😊
Den Klappentext findet ihr auf dem zweiten Bild. 😊
Vorab muss ich gleich mal sagen: Ich hatte von Anfang an eine Vermutung, wer der Täter ist, und das hat mir ein klein bisschen das Ende versaut. 🙈 Ich fand diesen Teil etwas zu vorhersehbar, was den Täter angeht. Die anderen Bände waren da doch etwas geheimnisvoller. 🤔
Trotzdem ist das Buch wieder 1A geschrieben. Flüssig, mit kurzen Kapiteln und jeder Menge Spannung. Das Buch hat man im Nu durch und teilweise fragt man sich, wo die ganzen Seiten bitteschön geblieben sind. 😅
Auch wenn ich persönlich vielleicht von Anfang an richtig gelegen habe, lädt das Buch definitiv zum Miträtseln ein. Es gibt immer wieder Wendungen und Dinge kommen ans Licht, die sich dann doch ganz anders herausstellen als gedacht. 😊
Die Protagonisten sind wieder super und authentisch. Wir erfahren erneut mehr über Fredrikas und Henrys Privatleben und darüber, wie sie neben den Ermittlungen auch ihre eigenen Probleme bewältigen müssen. Aber auch die Geschichten der anderen Charaktere sind spannend und toll erzählt. 😊
Was mir bei der Reihe allerdings immer ein bisschen fehlt, ist die Beschreibung der wunderschönen schwedischen Landschaften. Aber man kann nicht alles haben, und schließlich wird hauptsächlich in der Stadt ermittelt. 😅
Auch Band 4 ist wieder klasse und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung! 😊