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Ellen

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Ein moderner Klassiker über weibliche Freiheit, Rebellion und die Bohème

Aufgewachsen in der strengen Abgeschiedenheit eines norddeutschen Adelsguts spürt Ellen eine große Entfremdung. Ein »ungeratenes« Mädchen, das in keine der Schablonen passt, die andere ihr vorsetzen. Sie beschließt, es sich zu rauben, das Leben. In den Ateliers und Cafés von München erfährt sie Tage des Hungers und der emotionalen Isolation. Freiheit, das weiß sie bald, geht mit vielen Strafen einher. Doch gibt es einen anderen Weg für sie als den eigenen?

In Ellen (1903) schuf Franziska zu Reventlow, die selbst mit ihrer aristokratischen Familie brach, ein präzises Zeitdokument eines Frauenlebens zur Kaiserzeit. Schonungslos offen und mit ironischer Eleganz wird es über ein Jahrhundert später noch unmittelbar greifbar. Ein Klassiker der frühen Moderne über die Schwierigkeit, sich selbst treu zu bleiben.

240 pages, Hardcover

First published January 1, 1903

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Franziska zu Reventlow

72 books11 followers

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Community Reviews

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7 (15%)
1 star
4 (8%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Max.
290 reviews553 followers
July 22, 2025
Ein freies Leben um jeden Preis wollte zu Reventlow, hat sich dafür mit ihrer Familie überworfen, als Teil der Schwabinger Boheme ein unstetes und wirtschaftlich prekäres Leben akzeptiert, sich mit Übersetzungstätigkeiten, Romanen und Prostitution über Wasser gehalten.
Ihre Ellen Olestjerne ist ein fiktionales, stilisiertes und zugespitztes Alter Ego.

Lesenswert ist der Roman dafür, was er nicht macht: weder verklärt zu Reventlow ihre Ellen zur moralischen Figur noch erliegt sie der Versuchung, durch stilistische Extravaganz Eindruck zu schinden.
Ihre Geschichte ist über weite Strecken eine sachlich genaue Darstellung des Aufwachsens eines Mädchens im Patriarchat, im zweiten Teil das Bekenntnis zum Lebenspathos, zu Lebenslust fern der Konventionen und angetragenen Pflichten. Der erste Teil hat mich eingenommen, das Bild des Mädchens gelingt vorzüglich. Die zweite Hälfte fällt etwas ab.
Sprachlich wenig originell und oft eine Aneinanderreihung Münchner Künstlermomente, die mir ich plastischer beschrieben gewünscht hätte.
Ganz erstaunlich, was diese Autorin auf sich nahm, um sich entfalten zu können. Erinnerte mich beim Lesen an Lasker-Schüler.
703 reviews79 followers
February 24, 2024
Franziska von Reventlow vivió libremente, o al menos lo intentó. Su familia se vinculó al partido nazi desde primera hora pero antes, a primeros de siglo, ella vivió la bohemia de Múnich, militó en el feminismo, era bisexual, se casó y divorció, fue amiga de Rilke y viajó por Europa. Se instaló en Suiza donde sufrió un grave accidente de bicicleta, del que murió. Algo de esto hay en ‘El largo adiós de Ellen Olestjerne’, donde a la joven protagonista se rebela en internados, se enamora de compañeras, convive con artistas, va a clubes de lectura de Ibsen y Nietzsche, experimenta con el poliamor y decide abortar. ¿Una novela de los años 70? No, tiene medio siglo menos.

“- Es una sensación endurecedores pensar en todo lo que no se ha vivido y se deja pasar de largo. Quisiera tener varias vidas paralelas. Así no me importaría que una de ellas fuera trágica y estuviera marcada por la renuncia, con un amor grande y sosegado (ser ‘buena y beata’), ¿comprendes? Pero la otra… Simplemente, tirarse de cabeza y dejar que todo se desplomara encima de una”.

Reventlow o hacer de la vida una obra de arte más interesante que la misma vida.
Profile Image for Anja.
59 reviews1 follower
July 26, 2026
Ein offenbar sehr autobiografischer Roman, was eine inhaltliche Bewertung erschwert. Der erste Teil, die Kindheit der Protagonistin, war interessant und vielversprechend, der zweite Teil war jedoch eine dröge Abfolge gesichtsloser Männer, die ich nicht auseinanderhalten konnte. Das Nachwort hat den Inhalt des Romans dann in Beziehung zum realen Leben von Franziska zu Reventlow gesetzt, was wiederum interessant war. Teil 1 bekommt 3 Sterne, Teil 2 nur 1 Stern, weil unerträglich langweilig, auch stilistisch. Gefühlsduselig von einem Mann zum nächsten zu taumeln mag für die damalige Zeit Ausdruck von Freiheit und Emanzipation gewesen sein, aber sie wirkt dabei unreif und geradezu hilflos, und es gelingt der Autorin nicht, die Männer lebendig werden zu lassen, um ihre Leidenschaft zumindest verständlich zu machen. Die im Verlagstext angekündigte "ironische Eleganz" habe ich jedenfalls vergeblich gesucht.
Profile Image for Scherzo.
468 reviews40 followers
March 1, 2016
No tengo casa en ninguna parte, absolutamente ninguna... y menos allí donde debería tenerla. No puedo vivir con ellos más de medio año, luego tengo que salir de nuevo y mezclarme con gente extraña, entre la que tampoco está mi sitio. Y en ocasiones, cuando son mejores conmigo es cuando más me duele, y las barreras contra las que choco lastimándomeson las mismas en todas partes. Sin embargo también siento que nadie está más preparado que yo para el gozo de la vida... A veces me asusta la bravura que llevo dentro y que pugna por salir hasta vaciarse.

De un lugar a otro, y olvidar el allá en el aquí. Siempre en el camino, sin mirar atraás ni adelante; venerar el azar como si fuera Dios y entregarle ofrendas.

Profile Image for Anne.
37 reviews6 followers
May 9, 2009
Highly autobiographical novel by countess Franziska zu Reventlow, including actual storylines and actual letters poorly "disguised" as fiction. in short: brat tries herself at feminism - or something resembling emancipation. Nice idea, but carried out in a careless fashion. The book is full of jumps concerning the story arc, characters are suddenly dropped and never heard of again, story is mostly pointless. Liked the bit about her at girls' school though. Does not compare to, let's say, English or American contemporaries.
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