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Unsere Väter

Natalie Amiri, Minu Barati, Shila Behjat und Düzen Tekkal sind Journalistinnen, Aktivistinnen, Filmemacherinnen, vielfach ausgezeichnet – und sie sind Freundinnen, deren Gespräche oft um ihre Väter kreisen. Gemeinsam erzählen sie von dem Schatz, der ihnen von ihren Vätern mitgegeben wurde, und von der inneren Zerrissenheit, die sie Wie kann es sein, dass die Vater-Beziehung sie durch die Welt getragen und zugleich immer wieder herausgefordert hat? Alle Väter haben sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut, alle können sie bis heute nicht in ihre Heimat im Iran und in der Türkei zurückkehren. Nun werden sie alt – und manche Fragen stellen die Autorinnen sich und ihren Vätern zum ersten Mal. Ihr Buch ist eine berührende Spurensuche, das längst überfällige Porträt einer Vätergeneration im Exil – und eine Einladung, sich der Beziehung zum eigenen Vater zu stellen.

280 pages, Kindle Edition

Published September 15, 2026

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Natalie Amiri

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3,511 reviews17 followers
September 17, 2026
Vier Frauen, vier Freundinnen. Alle vier stehen im öffentlichen Leben: Natali Amiri ist Journalistin und steht für das Studio der ARD in Tel Aviv, Minu Barati ist Filmproduzentin, Shila Behjat Journlistin und Publizistin und Düzen Tekkal Politikwissenschaftlerin.

Alle vier Frauen sind auch Töchter von Vätern, die nach Deutschland eingewandert sind und aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können. Sie sind alt geworden und ihre Töchter haben sich dazu entschlossen, ihnen endlich die Fragen zu stellen, die sie immer aufgeschoben haben.

Ich hatte bei der Lektüre nicht das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern ich habe mich mitten in einer Unterhaltung gefühlt. Man spürt, wie tief die Freundschaft zwischen den Frauen ist, aber auch das innige Verhältnis zu den Vätern. Keine von ihnen wäre heute da, wo sie steht, ohne das Vorbild und die Unterstützung, aber auch den Antrieb ihrer Familie, in diesem Fall von den Vätern. Das bedeutet nicht, dass die Mütter nicht auch eine große Rolle gespielt haben, aber hier geht es um Töchter und Väter.

Die Frauen betrachten ihre Väter liebevoll, aber auch kritisch. Das, was sie erzählen, ist irgendwo zwischen „Heldenverehrung und Abrechnung“, aber immer auf Augenhöhe. Die Unterhaltung springt zwischen Themen, die jede von ihnen unterschiedlich wahrgenommen hat, bei denen es aber auch viele Gemeinsamkeiten gab.

Auch die Geschichten der Väter ähneln sich. Keiner hat sich die Entscheidung leicht gemacht, sein Heimatland zu verlassen und alle mussten in Deutschland nicht nur neu, sondern ganz unten anfangen. Das ist sicherlich mit ein Grund, warum Töchter sich für ihren jeweiligen Weg entschieden haben. Ein anderer Grund ist, dass ihnen die Väter auch den nötigen Mut und die Flügel dazu gegeben haben.
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