Wolfgang Büscher in Jerusalem: Zwei Monate hat er in der Altstadt gelebt, erst in einem arabischen Hostel am Jaffator, dann in einem griechischen Konvent aus der Kreuzritterzeit. Er war einfach da, und doch hat er sich auf fast zweitausend Jahre alten Spuren bewegt – schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus gingen Europäer nach Jerusalem, um eine Weile zu bleiben oder sogar ganz. Büscher bewegt sich durch die Räume, den Widerhall dieser zweitausend Jahre. Ein Ort, aufgeladen mit Religion, Prophetie, Politik. Früh um fünf auf dem Ölberg stehend, kann man es hören und sehen – erst die Muezzins, dann die Glocken, dann das erste Sonnenlicht auf der goldenen Kuppel des Felsendoms. In all das taucht Büscher ein. Er hört Jerusalem zu, nimmt seine Bilder und Stimmen auf, dringt immer tiefer ein in die Geheimnisse der Stadt. Verbringt die Tage im arabischen, christlichen, jüdischen Viertel, in den halbdunklen Gassen und Souks, auf der Via Dolorosa, an der Klagemauer und in Gewölben, in denen arabische Männer Kardamomkaffee trinken und Wasserpfeife rauchen. Er läuft durchs Kidrontal, durch den Garten Gethsemane, wandert über das Dach von Jerusalem und läßt sich eine Nacht lang in der Grabeskirche einschließen. Ein Frühling in Jerusalem: eine einzigartige Reise in eine unerschöpfliche Vergangenheit, in eine faszinierende Gegenwart.
ich weiß nicht warum ich dieses Buch in Brüsel gekauft habe. vielleicht wegen dem Schild das zeigt dass es ein Spiegel Bestseller war. am Anfang es war etwas komisch denn wir lesen über einen Journalist der wißt was zu tun in einer neuen Stadt. Aber es war gut für mich wegen meinen Erinnerungen von Jerusalem. Ich habe auch viel gelernt über die Gruppen, besonders die Christen mit ihrer immer weniger Population.
Habe fast alle Bücher Wolfgang Büscher gelesen und wollte dieses nicht missen. Jerusalem, die außergewöhnliche Stadt mit ihren jüdischen, muslimischen, armenischen und christlichen Viertel, hat Büscher authentisch getroffen. Aber seine Schilderung ist weniger fesselnd als erwartet und es kommt doch alles sehr gewöhnlich und für jemanden, der schon dort gewesen ist, sehr berechenbar rüber.
zeigt sicher einen guten einblick in jerusalem, sehr beeindruckende geschichten. trotzdem wahnsinnig langweilig geschrieben, der schreibstil ist arrogant und sexistisch. man merkt, dass büscher welt-journalist ist.
Nach zehn Tagen in Israel freue ich mich jetzt auf den Blick Wolfgang Büschers auf Jerusalem. Ich habe dieses Buch nicht vor der Reise gelesen um mir den eigenen Zugang nicht zu verstellen. 14.11.2018 Hätte ich lesen können - Büscher verstellt in seiner sanften Annäherung niemanden den Blick -darum mag ich ihn ja so. Jerusalem hat ihn ebenso "unfertig" in seinem Denken über seine Bewohner, die Konflikte und die lange Geschichte zurückgelassen, wie mich. Die leisen Töne die Büscher in seinem Buch anschlägt sind auch für mich die einzige Möglichkeit von dieser Stadt zu berichten. Dass ganz zu Beginn das Lektorat geschlafen hat und der al-Aqsa Moschee das goldene Felsendomdach verpasst wurde ist leicht verschmerzbar. Noch ist seit meinem Besuch kein Monat vergangen und nach der Lektüre dieses Buches würde ich gerne gleich wieder nach Israel reisen.