FamilienFIRE und andere Triggertage – Wie du weich landest, wenn du in alte Beziehungsmuster zurückfällst.: Mit tiefenpsychologischen Methoden ... ... verstehen und aufbrechen
„Wenn dir ein geliebter Mensch in schwierigen Momenten ruhig zuhört, ohne dich zu unterbrechen oder zu bewerten, dann reguliert er dein Nervensystem mit.“ Dieses Buch verbindet psychologische Grundlagen mit praktischen Tools zum Erkennen, Verwandeln und Bewahren familiärer Dynamiken. Im theoretischen Teil, der etwa die Hälfte des Buchs einnimmt, geht es um Bindung, Trauma und Rituale. Die Psychologin illustriert wissenschaftliche Erkenntnisse anhand von Fallbeispielen und eröffnet den Leser:innen damit neue Perspektiven auf die eigene Familiengeschichte. Ihr Schreibstil ist seriös und gut verständlich. Die „Tools“ wirken größtenteils wie Trockenübungen (schreibe auf, markiere farbig usw.), während ich mir mehr Situationsanalysen gewünscht hätte: Jemand sagt oder tut etwas – was löst das aus, wie reagiere ich darauf? Schließlich geht es darum, auf typische Auslöser nicht reflexhaft anzuspringen, sondern Grenzen zu setzen oder Situationen zu entschärfen. Wie verhalte ich mich beispielsweise in einem Konflikt auf Distanz, ohne dass sich die inneren Kinder der Beteiligten austoben? Ich hadere auch mit der „Verpackung“ dieses wichtigen Themas. Selbst als Liebhaberin von Alliterationen finde ich den Titel nicht gelungen, weil er weder auf den Inhalt schließen lässt noch die Mischung aus englischen und deutschen Begriffen stimmig wirkt. Auch das große Format empfinde ich als unpraktisch, weil sich meine Klebezettel den richtigen Spalten nur schwer zuordnen lassen. Ich nehme Impulse mit und möchte mich weiter mit dem Buch beschäftigen, habe beim ersten Lesen jedoch nicht alles gefunden, was ich erwartet hatte.
Mich hat das Buch mit seinem psychologischen Thema von Familiendynamiken und Triggern direkt angesprochen. Mein Interesse liegt ohnehin in psychologischen Bereichen und ich lese viel dazu, weshalb ich hier wirklich sagen kann, dass ich es absolut empfehlenswert finde und das auch wenn man schon einiges in dem Bereich weiß oder gelesen hat!
Die Aufmachung ist sehr modern und farbenfroh gehalten, es gibt immer wieder ansprechende Schaubilder, kleine Szenen abgebildet und Infokästen entweder mit kurzen Hinweisen/Zusammenfassungen oder Fallbeispielen. So macht das lesen selbst komplexerer Inhalte weiterhin Spaß und wird optisch aufgelockert.
Als eine Leserin, die auch einiges an Fachliteratur bereits gelesen hat zu Hirnentwicklung und Entwicklungspsychologie muss ich sagen mich hat die Tiefe der Informationen total gepackt, ich fand es toll, was so ein Werk aus der Kategorie "Lebenshilfe&Alltag" für einen fachlichen Anspruch erfüllen kann. Es gab selbst Informationen die ich noch nicht kannte. Dazu umfasst es eine super Grundlage am Anfang für alle, die noch keine Vorkenntnisse mitbringen und zunächst etwas über das Nervensystem und Muster im Gehirn lernen möchten oder als Grundlage erfahren sollten. Nach meiner Erfahrung macht der Aufbau hier wirklich Sinn. Danach geht es in die Tiefe mit z.B. dem Traumabegriff, auch diesen Bereich, der endlich auch Bindungstraumata und ihre Auswirkungfen aufzeigt fand ich toll. Schließlich beschäftigt sich die Autorin mit Familien und den Rollen und Dynamiken die sich ergeben können, hier ist auch der Part, auf den sich der Titel am direktesten bezieht - warum uns Situationen im familiären Umfeld immer wieder triggern können. Zum Abschluss folgen dann sehr umfangreich die praktischen Tools und da muss ich sagen ist ein Teil, von dem ich noch lange profitieren werde. Es werden viele Situationen beleuchtet und "Werkzeuge" an die Hand gegeben, damit umzugehen und was mir besonders gut gefallen hat - es werden immer wieder Reflexionsfragen gestellt. Aus Erfahrung hilft so ein Nacharbeiten wirklich eine Menge. Da werde ich das Buch noch öfter in die Hand nehmen und deutlich mehr Zeit damit verbringen als es im Rahmen einer Rezension möglich ist.
Was ich noch hervorheben möchte sind die ganzen Fallbeispiele und konkreten Situationen die immer wieder im Buch beschrieben werden, diese helfen wirklich gut das gelesene und gelernte nachzuvollziehen für die Praxis und den Tenor des Buches zeigt deutlich, dass jeder seine eigenen Wunden Punkte hat, ohne dass es Schuldgefühle auslöst.
Alles in Allem würde ich das Buch unbedingt weiterempfehlen und nicht nur Personen, die selbst Eltern sind, sondern jedem, der sich mit seiner eigenen Entwicklung und seinen inneren Kindern beschäftigen möchte.
„FamilienFIRE und andere Triggertage“ ist ein hilfreicher Ratgeber der Autorin und Psychologin Elisabeth Mestekämper.
Es ist die Familie, die uns prägt, in der wir vieles zum ersten Mal erleben und Erfahrungen sammeln – gute und schlechte. Auch wenn wir längst unser eigenes Leben haben, holen uns die Emotionen und Erinnerungen unserer Kindheit bei Familientreffen immer wieder ein. Oft ist es schwer zu verstehen, welche unausgetragenen Konflikte und zurückliegenden Verhaltensmuster, die bereits über Generationen weitergegeben wurden, für das unangenehme Gefühl bei Familientreffen sorgen.
Elisabeth Mestekämper hat hier in einer leicht verständlichen Sprache und entsprechenden Beispielen erklärt, warum bei Familienfeiern längst verdrängte Konflikte immer wieder mit Wucht an die Oberfläche befördert werden.
Während es im ersten Teil um die „Psychologischen Grundlagen“ geht, in denen fundiertes Grundlagenwissen über unbewusste Familiendynamiken, Bindungsstile, Loyalitätskonflikte und transgenerationales Trauma vermittelt werden, enthält der zweite Teil „Praktische Tools“, die für einen hilfreichen Umgang in den entsprechenden Situationen sorgen.
Da das gesamte Buch sehr abwechslungsreich mit kleinen Illustrationen, Kästchen die Wichtiges zusammenfassen und farblichen Akzenten gestaltet ist, liest es sich leicht und abwechslungsreich. Es birgt viel Wissen, ist aber ein lebensnaher Ratgeber, den ich sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen werde.
Insgesamt ist es eine gelungene Mischung aus psychologischem Hintergrundwissen und praktischer Soforthilfe.
Alltagsnaher und hilfreicher Ratgeber Das Buch thematisiert familiäre Konflikte, belastende Beziehungsmuster und emotionale Auslöser bei Familientreffen sowie die Frage, wie man diese Muster durchbrechen kann. Ich war positiv überrascht, wie ausführlich und tiefgründig die psychologischen Themen behandelt werden. Das Nervensystem, Trauma, Loyalitätskonflikte und generationsübergreifende Muster werden verständlich erklärt und sind sehr spannend und interessant. Das Buch zeigt, wie Kindheitserfahrungen, Bindungen und Prägungen unser Verhalten bis ins Erwachsenenalter beeinflussen. Die Inhalte sind zudem optisch ansprechend aufbereitet mit farbigen Boxen, Illustrationen und Grafiken, was es besonders gut lesbar macht. Neben der Theorie bietet das Buch viele Reflexionsfragen, Handlungstipps und Praxisbeispiele, die den Transfer in den Alltag erleichtern. Sie helfen nicht nur bei Familienfeiern, sondern auch in anderen Situationen dabei, die eigenen Emotionen besser zu regulieren. Insgesamt ist es ein wertvoller, alltagsnaher und hilfreicher Ratgeber, um die eigenen Verhaltensmuster besser zu verstehen und in schwierigen Familiensituationen gelassener zu reagieren.
Dieses Buch kam für mich genau zur richtigen Zeit. Elisabeth Mestekämper greift mit „FamilienFIRE und andere Triggertage“ ein Thema auf, das wohl fast jeden betrifft: das unbewusste Zurückfallen in alte Kindheitsrollen bei Familientreffen. Als Psychologin bringt die Autorin tiefes Fachwissen mit, das sie jedoch vollkommen unkompliziert und alltagsnah vermittelt. Die Mischung aus fundierter Theorie über Bindung und Prägung und den konkreten alltagtauglichen-Tipps für die Praxis hat mir extrem geholfen. Dank der Fallbeispiele verstehe ich meine eigenen Reaktionen und die Dynamiken in meiner Familie nun viel besser. Ein großartiger Ratgeber zur sanften Emotionsregulation, der einen genau da abholt, wo es im Alltag hakt. Ich kann das Buch empfehlen für alle, die bei alten Konflikten ruhig bleiben wollen und diesen im Alltag immer wieder begegnen.