Marketingmenschen würden das Buch "relatable" nennen; ich nenne es halt einfach grandios. Denn das ist es, wenn man kein Mensch ist, der einen fest vorstrukturierten Spannungsbogen und hollywoodwürdige Action braucht. (Wobei in diesem Buch auch sehr viele Knaller gezündet und Dinge gesprengt werden.)
Jeder dezent misanthropische Mensch +/- Mitte 20, der sein Leben bisher nicht nach Schema F durchgezogen hat, wird sich leicht hier wiederfinden können. Vorortleben, Perspektivlosigkeit, sich selbst anöden, aber auch nicht gerade neidisch auf den typischen Anzugträger mit roséfarbenem Hemd, Minivan und x Kindern in der Produktion sein - das alles wird mit einem rotzigen Humor herrlich übertrieben zerlegt, bis man sich dabei erwischt, in der Bahn laut zu lachen. Weil hey, es gibt in diesem Buch einen Stimmungsschlagring und viele andere Abstrusitäten.
Ich muss jetzt erstmal mit Slayer im Ohr ein paar Pflastersteine klauen gehen. Und vielleicht tatsächlich mal aufs nächste Klassentreffen, um heimlich Vergleiche zu ziehen.