Im fernen Urga hofft er, von seiner dunklen Melancholie erlöst zu werden. Aber auch in der Ferne ist das Eigene immer dabei. So wird die lange Reise zu einer Wiederbegegnung mit sich selbst und der Entdeckung, dass sich zwischen Chinas Gärten und hupenden Taxis ein Reich der Gleichzeitigkeit öffnet, das Raum und Zeit umfasst, Melancholie und Glück.
László Krasznahorkai is a Hungarian novelist and screenwriter who is known for critically difficult and demanding novels, often labelled as postmodern, with dystopian and bleak melancholic themes. He was awarded the Nobel Prize in Literature in 2025.
He is probably best known through the oeuvre of the director Béla Tarr, who has collaborated with him on several movies.
Apart from the Nobel Prize, Krasznahorkai has also been honored with numerous literary prizes, among them the highest award of the Hungarian state, the Kossuth Prize, and the 2015 Man Booker International Prize for his English-translated oeuvre.
Krasznahorkai greift in Der Gefangene von Urga den Stoff des Reiseromans auf. Zwischen Ulaanbaator, Beijing und Guangzhou hin und zurück reisend, erlebt der zurückblickende Ich-Erzähler seltsame Momente des Wachseins und Träumens, des Schwebens und Versinkens und berichtet von diesem sich langsam um ihn und in ihm ausbreitenden Strudels ein Ausgeschlossen-Sein, dem er durch quasi-religiöse Eingebungen zu entfliehen sucht:
Schon als die Helligkeit draußen sich zu verlieren begann, schon als auch mein Zimmer aus dem ewig dämmerigen Zwielicht in die Dunkelheit wegkippte, schon da fühlte ich, wie es mir das Herz zusammenschnürte; doch es wurde Nacht, bis mir auffiel, dass ich schon seit einer geraumen Zeit eine Stimme in mir hörte, und zwar, wie mir bewusst wurde, meine eigene Stimme, wie sie in intimer Vertraulichkeit jemandem unermüdlich die Nachteile davon klagte, in die Ferne verschlagen worden zu sein. Und es wurde noch tiefere, es wurde tiefste Nacht, bis ich zur Kenntnis nahm, dass der Angesprochene kein anderer war als Gott, der Herr der Bibel.
Dem Ich-Erzähler wird seine Heimatlosigkeit immer klarer, während er in China und der Mongolei herumgondelt, sich von Eisenbahnen, Taxis und Bussen durch die Gegend fahren lässt und über sich und die Welt, die Zeit und den Tod, seine eigene Physis und Psyche nachdenkt. Die kreisenden Bewegungen werden immer nachvollziehbarer, je länger der Text anhält. Sie verknüpfen die Motivik der Steppe, die Ungarn als Tatarenvolk, mit der Wüste Gobi verbindet, den mongolischen Reitern, mit dem einzelnen, sich orientieren-wollenden Ich, das dennoch zunehmend Atemnot und Beklemmung in der Fremde ereilt:
Stattdessen aber lag ich, dem Wahnsinn nahe, bewegungslos und – in den ersten Stunden noch auf kaum erträgliche Weise – bedrängt vom Sinn des Geschehens, von der Tatsache, auf der Liege des Gästezimmers im Apartment meines Freundes, im fünfzehnten Stockwerk eines Hochhauses an der Taojin-Lu, einer schmalen, leicht gekrümmten Straße, die parallel zum Rand des Dschungels an der nordöstlichen Stadtgrenze verläuft, und unternahm, das Heben und Senken meines Brustkorbs auf das mögliche, aber nie ausreichende Minimum beschränkend, alles, um eines nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen: dass mein Leben an einem Haar hängt.
Was den Text Der Gefangene von Urga auszeichnet, besteht in dem Nichtgesagten, dem Wunsch, einer Heimat (Ungarn) zu entfliehen, die sich selbst durch Mythenkonstruktionen zu entfliehen sucht, einem Glauben (römisch-katholisch) zu entziehen, der sich selbst zu enge Grenzen zieht, indem er sich dem Grenzenlosen einer Wüste Gobi und dem Dschungelhaften eines chinesischen Tor des Südens aussetzt, also sich mit der eigenen Angst konfrontiert.
Der Reisende spricht plastisch, in wiederkehrender Motivik, gerahmt, dicht in gleichbleibend poetischer Art und Weise, die in ihrer Ich-Zentriertheit an Thomas Bernhard, aber auch vor allem an Oswald Egger aus Diskrete Stetigkeit erinnert. Als Stoff, die Reise, in der Melancholie und zarten Selbstbefragung, auch in Sachen fernöstlicher Spiritualität schließt er an Cees Nootebooms Bücher an, wie Mokusei! (auch durch die Liebesthematik) und Der Buddha hinter dem Bretterzaun. Von der Stimmung jedoch hängt wie ein Damoklesschwert der Pessimismus eines Émile Cioran als Seelenverwandter und regionaler Nachbar (Rumänien), bspw. mit Lehre vom Zerfall.
--------------------------------- --------------------------------- Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich): --------------------------------- ---------------------------------
Inhalt: ●Hauptfigur(en): ●Zusammenfassung/Inhaltsangabe: 1.) Ein Reisender fährt von Urga (Ulaanbataar) mit der Transsibirischen Eisenbahn los, von einem Hochplateau aus, in Richtung Bejing. Er passiert ein Hochgebirge, eine Wüsten- und Mondlandschaft. Sie halten in Char Airag, fahren weiter, nach Sainschand, indes ihm bewusst wird, in seiner Melancholie, dass sich vor ihm ein ausgetrockneter Meeresboden befindet. Er fühlt sich ausgestoßen von Sinn. 2.) Erzähler berichtet von seinem Zuhause aus, seine Töchter schlafen, er reflektiert seinen Bericht, hört von Superbombern, B-52, und dass ein Krieg begonnen hat. Es gruselt ihn. Sein Bericht kehrt zurück. Der Zug hat die chinesisch-mongolische Grenze erreicht, Dzamyn Uud. Die 24 Fahrgäste sind erleichtert. Die Wüste Gobi lag schwer auf ihrem Gemüt, aber nach und nach bemerken sie, dass das Bahnhofsgebäude, der Turm, nur eine Attrappe sind – sie fahren los, fahren wieder zurück, bezeugen eine Schlägerei unter mongolischen Soldaten, fahren dann doch wieder los und erreichen ein wildes Getrubel, wo chinesische Grenzbeamte die Passkontrolle durchführen und Frauen an den Fahrgestellen hämmern, bis sie merken, dass der Zug umgesetzt wird, die Abteile auf ein anderes Fahrgestell gehoben werden, in der Luft hängend, während die Frauen auf dem Boden hämmern und kontrollieren. --> sehr bedrückende Atmosphäre. 3.) Kommt in Beijing an, wird dort in ein Botschaftsapartment gebracht, von einem Fahrer. Der Komplex wird bewacht. Am ersten Abend sieht der Ich-Erzähler zum Sternenhimmel, fühlt sich von allem getrennt, vom Göttlichen, beginnt Beijing zu erforschen, fährt mit unbekannten Buslinien zu den Sehenswürdigkeiten, verwirrt sich, verirrt sich, nur um immer wieder zurück zu gelangen. So geht das mehrere Tage, bis zum achten Tag. 4.) Brief einer chinesischen Schauspielerin an den Autor Krasznahorkai. Sie antwortet auf den 64. Brief, den er ihr geschrieben hat, aus Bewunderung und Verliebtheit, aus der Ferne. Sie schreibt ihm und erweist ihm die Höflichkeit, ihn darauf hinzuweisen, dass sie die Gefühle nicht erwidert; sie schreibt auch von einem Dichter, der von der Vierer Bande verschleppt wurde, der bei einer ihrer Aufführung weint. Ihre Mutter, auch Schauspielerin, spricht von diesem Dichter – sie sagt der Schauspielerin, sie sei nun auch im Leben eine Schauspielerin, auch wenn sie von der Bühne trete. 1991 wurde der Brief verschickt. 5.) In Guangzhou, am 6. 10. 1990, fährt der Ich-Erzähler zu einem Treffen ins Escorial, als ihn plötzlich schwindlig wird, eine Lungenkrankheit macht ihm zu schaffen. Er wird zurück zum Apartment seines Gastgebers und Freundes gebracht, und dort liegt er und starrt auf eine Traverse und merkt, wie er ein Zwiegespräch mit Gott führt, im abwesenden, weit entfernten Winkel, wo kein Christentum mehr übrig ist, vielleicht nicht einmal mehr die Kathedrale, die es dort gegeben hat, eine einzige Bibel? Er zitiert und sucht Trost und Schutz vor den chinesischen Geistern. Er hat das Gefühl, sein Leben hänge ob der perforierten Lunge an einem Haar. Als er eine Woche später zum Flughafen fährt, erinnert er sich an den Weg zum Fischrestaurant und spürt einen Fischgeschmack, der sich als ein Haar auf der Zunge entpuppt. 6.) Letzter Abend in Beijing. Er bereitet sich auf Abschied vor, melancholisch. Er fährt in ein chinesisches Theater, wo er das Drama um einen König und seinen Königssohn ansieht, und in welchem die besagte Schauspielerin Arien singt. Sie kommt ihm wie eine Erscheinung vor, und er verlässt China völlig von ihr eingenommen, frei als Gefangener. 7.) Von seinem Flug nach Guangzhou, Flugangst, mit 197 Chinesen, Angst vor dem Süden, dem Dschungel, Angst vor dem Herzen der Stadt, Ankunft, Atemnot, Abholung durch den Gastgeber, der ihn in das Hochhaus bringt, wo halbnackte im Eingang sitzen, sich Luft zufächern. Etwas gruselig. Der ockergelbfarbene Mercedes. Das Fremde, Angst und Sattheit vom Fremden, vom Reisen, Sehnsucht nach Ruhe, nach Nachmittagssonne. Er rät dem Publikum zuhause zu bleiben, beim seinem Leisten. 8.) Wieder zurück in Ulanbataar, wo er drei Tage verbringen muss, im Heimweh, weil sein Rückflugdatum falsch angesetzt worden ist. Er versucht den Flug vorzulegen, scheitert aber. Er will die Beamten bestechen, mit Quarzuhren und Feuerzeugen, aber es gelingt nicht. Er streift durch die Gegend, denkt über Heimat nach, fährt zurück in die Wohnung seines Gastgebers, der im Institut für Friedensforschung arbeitet, aber abrupt beschließt, eine Keramikfabrik zu eröffnen. Dieser organisiert am letzten Tag einen Ausflug zu einem Kloster, wo er einen Lama kennenlernt, der ihn berührt, ihm Zukunft und Gegenwart näherbringt, auch der Schulranzen erinnert ihn an die eigene Kindheit und wie er daran dachte, wie weit entfernt noch das Jahr 2000 damals gewesen sei, nun nur noch zehn Jahre, am 21. Oktober 1990, kurz vor zehn. ●Kurzfassung: Ein Ich-Erzähler berichtet, zuhause sitzend, während ein Krieg im Gange ist, über seine Reise aus Ulaanbaatar (Urga) nach Beijing, von dort nach Guangzhou und wieder zurück nach Ulaanbaatar, wo er drei Tage auf seinen Rückflug warten muss und ihm Heimweh überkommt. In Guangzhou erleidet er einen Zusammenbruch, perforierte Lunge, und in Ulaanbaatar besucht er einen Lama, der mit seinen Händen heilen kann. ●Charaktere: (rund/flach) sehr persönlich-fließende, komplexe Ich-Erzählung über den eigenen Glauben, das eigene Ausgeschlossen-Sein, die eigene Suche von und zu einer Heimat. ●Besondere Ereignisse/Szenen: eindrucksvoll die Szene, wie er in Guangzhou krank im Bett liegt und eine Traverse betrachtet; und auch wie in einem Hochhaus in Ulaanbaatar liegt, sich langweilt und nach Hause will. Szenisch: 1.) Einöde der Wüste Gobi, Meeresgrund, Übergangsort. 2.) Grenzbahnhof als Fassade, ein Bühnenbild, Dzamyn Uud; Schweben. 3.) Balkon in Beijing, Blick in den Sternenhimmel, Lächeln des Wächters. 4.) Brief einer Schauspielerin, weinender Tien Han, Opfer der Kulturrevolution 1970. 5.) Krank in Guangzhou, Zusammenbruch, Traverse, Kathedrale, Gotteserlebnis. 6.) Wieder zurück in Beijing, zum Abschied besucht er ein Theater, Schauspielerin. 7.) Erinnerung an seinen Flug nach Guangzhou, die Landung, das Tor des Südens, Angst. 8.) Begegnung mit Lama, Tag im Hochhaus, Schulranzen, Kindheitserinnerung. ●Diskurs: Heimat, Ungarn, Mongolei, China, die Zukunft, Weltenwende. … erinnert als Reisebericht sehr an Cees Nooteboom, nur sprachlich austarierter, formalästhetisch interessierter und komplexer; erinnert auch an Claude Simons Reisebeschreibung, die langen, ineinander geschachtelten Sätze, und in seiner Poetizität besitzt er Anleihen bei Novalis. Vor allem jedoch Nooteboom: Hokusei und der Buddha hinter dem Bretterzaun. Wohl verwebte, intensive Auseinandersetzung mit sich selbst und der Fremde und Ferne, dem Ausgeschlossensein. … leider hält der Roman in Sachen Plot wenig Intensität aufrecht und rettet sich mit der Schauspielerin-Story. Auch ist die Abfolge etwas beliebig, zu sehr Chronikhaftes. --> 4 Sterne + Form: ●Wortschatz: interessant, schwelgend, passend, wenig Hilfsverben ●Type-Token-Ratio: 0,19 hoch, (Musil >0,25 - Genre < 0,1) ●Satzlängen-Verteilung-Median: 45,5 Wörter STAB aber 42,5, Bandwurmsätze, die an Thomas Bernhard erinnern (bei Musil: 28 Wörter mit Standardabweichung (STAB) 19 Wörter) ●Anteil der 1000 häufigsten Wörter: 74%, oder 1732 verschiedene Wörter, um 80% abzudecken (Musil/Mann <70% - Genre >80%) ●Wortartenverteilung: (Musil/Mann: Adjektive 13%, Adverbien 7%) ●Verhältnis Nominal-/Verbalstil: Krasznarhorkai verwendet viele dynamische Konstruktion, weniger statisch ●Stimmige Wortfelder: ja, nur selten „symmetrisch“ bspw. als Störung ● Motive: Steppe, Leere, Ödnis. ●Innovation: in seiner Sprache erinnert Krasznarhorkai Oswald Eggers, sehr melodisch, fließende Ich-Bewusstseins-Rekonstruktion, poetisch und auf den Rhythmus bedacht. --> 5 Sterne
Erzählstimme: ●Eindruck: ein Ich-Erzähler spricht aus der Retrospektive, sitzt zuhause, ist also situiert und reflektiert und auch perspektiviert. Ganz klar, er sitzt in Ungarn, während ein Krieg ausbricht, seine Töchter schlafen, und er seine Reiseerinnerungen aufschreibt. ●Erzählinstanz (reflektiert, situiert, perspektiviert?): Ich-Erzählung, aus der Retrospektive mit allen Eigenschaften der Transparenz. ●Erzählverhalten, -stil, -weise: mitfühlend, grüblerisch, etwas verloren, Orientierung suchend ●Einschätzung: es gibt einen Rahmen und auch eine Glaubwürdigkeit in der Nacherzählung, in der Datierung und Strukturierung der Erinnerungen, die er reflektiert. --> 5 Sterne
Komposition: ●Eindruck (szenisch/deskriptiv/Tempiwechsel): stets von einer Kernszene aus wird das Kapitel geschrieben und entwickelt, die Kapitel folgen nicht chronologisch, sondern driften im Erinnerungsraum, dennoch schließt die Reise ab, gibt es einen Abschluss mit dem Brief der Schauspielerin. ●Extradiegetische Abschnitte: nein ●Lose Versatzstücke: nein ●Reliefbildung: hoch, durch die intensiven Bilder und Szenen ●Einschätzung: es wirkt etwas zu dicht, insbesondere über die Religionsthematik lässt er sich nicht komponiert aus, es wird vieles angerissen, bleibt sehr locker, um einen Mittelpunkt kreisend, aber gibt sich nicht die Form, hin zu einer deutlicheren ästhetischen Standpunkt. Es wird nicht ganz klar, weshalb er schreibt, was er schreibt, weshalb erzählt wird, was erzählt wird. Hierfür schwebt dann auch die Schauspielerin und die Briefe an ihr in der Luft. --> 4 Sterne
Leseerlebnis: ●Gelangweilt: nein, bis auf den etwas drögen Anfang in der Wüste, nicht. ●Geärgert: nein, denn die Ich-Bezüglichkeit erlaubt das im Grunde nicht. ●Amüsiert: unterhalten ja, amüsiert nein, denn das Thema kreist um den Tod, den Abschied, die Trennung, das Ausgeschlossen-Fühlen ●Gefesselt: nein, es besitzt keinen wirklich roten Faden. ●Zweites Mal Lesen?: vielleicht, weil die Szenen gut ineinander geschachtelt werden und enorme Moment sich ergeben. --> 5 Sterne
Now worthy winner of the Nobel Prize in Literature 2025
Ten Years in… Urgatory
“And I thought: Only ten years to go.”
These eight short stories form a single narrative thanks to the well-known themes of Krasznahorkai.
It is framed by two kinds of melancholy: the melancholy of a beginning at the start and an indefinable homesickness at the end of the book. With this melancholy, this writing is not a precursor of the unique gem of his Eastern books, From the North…, but a Hungarian variant of the restlessness that plagued the protagonist of The Sheltering Sky.
This narrator expands the definition of Bowles’ traveler-tourist dichotomy. Whereas Bowles attributes homesickness to the tourist, Krasznahorkai’s travelogue points out that exploratory disquiet does not drive the explorer outwards only, but also inwards. The way out is pointing inside, we read later in The Last Wolf. Thus the train ride – recurrent in his novels – is a physical expression of being on the unstoppable existential move while being locked in the compartment of one’s skin. Either a sign of a slight elitism or utter loneliness, his fellow travelers are obsessively mentioned by their number.
The Urga narrator deduces desolately that only one certainty exists – the fact that we can ask questions. For the donquixotesque Baron Wenckheim, the same conclusion will be a source of joy. The former realizes this on the train; the latter – on the rails themselves.
These profound questions resist designation, we read. A prime example of Beckett’s similar conclusion: “There is nothing to express, nothing with which to express, no power to express, no desire to express, together with the obligation to express”.
In an unforgettable scene, the bedridden narrator discovers he has brought with himself the ingrained concept of the Christian God. He finds peace when he explores this major metaphysical question not in its impalpable abstract depth, but starting from the words, these indirect barriers, that are available to him.
There is unexpected lovely relief from the alien’s anxiety. Those moments are always connected to the others. They are no longer numbers, but real human presence. A doorman's smile, a monk's healing touch. Thinking does not bring you closer to thought’s object, but it does bring you closer to the other person, who is afore that object, he says.
Stuck in Urga, in transit on his way home, his greatest fear is that he might lose the faith found in China. The Mongolian city is a bidirectional Purgatory: a place crossed before finding the divine, and the place that prevents one from taking that experience home.
But that is not bad news. After being touched by the Mongolian healer, his homesickness becomes a reflection of the future. Memories of his childhood expectation of the new, mysterious millennium surface, and he realizes, in the closing line:
A brilliant collection of self-defeatist devotion to the impersonal beauty of culture, the book portrays a pilgrim inevitably facing the humbling comprehension of the unanswerable trough the uncharted voyage of vast proportion brim with uncertainties, disorientation, collapse and fall - loosing sight and self - in a Danteesque quest to uncover equilibrium, footing and meaning; in characteristic fashion, comfortable in its inability to provide reassurances and answers.
This book contains reflections from the author's journey to China. Some of it is brilliant: The fascination with a very different culture despite not being able to understand it. Other parts feel forced. I enjoyed his later Seiobo much more.
Az jutott az eszembe, hogy ha valaki ezzel a könyvvel kezdi az íróval való ismerkedést, egyrészt nem biztos, hogy ráérez az ízére, másrészt – talán úgy, mint itt a fogoly – megcsömörlötten, kiábrándultan próbál kitalálni Krasznahorkai égig érő mondataiból. Mert ezek a mondatok, gondolatok valóban az égig érnek. Csak az út, amin közben járunk – és szándékosan nem mondom, hogy végig megyünk – mert sokszor mi még mennénk tovább, de már nem lehet – szóval, az út mintha egy körforgás spiráljában futna. Az úttal kezdődött, és azzal is fejeződött be, ama rendkívüli úttal. Szomorkás örvénylésben lépegetünk ott, ahol hidegen tűz a nap és keresünk valamit, amit magunkon kívül – egy szertartásban vagy egy színelőadás maszkjai mögött vélünk megtalálni. De az egészben kell keresni, a mindenben. Az író, mint mindig most is segít, kézenfog, vezet és nyugtalan nyugalmát óvatosan ránkhelyezi. Jól teszi,mert ezek a melankólikus, de mégis felkavaró pillanatok kellenek ahhoz, hogy újra és újra átgondoljuk belső – külső határainkat, a meddigeket, kivagyokat, a holvagyokat. Krasznahorkaiban meg kell bíznunk, bízni kell abban, hogy ő nem csak ablakot, hanem az elefántcsonttorony kapuját nyitja meg. Az idő bennünk is kezd majd lassabban múlni és időt ad mindarra, amit még látnunk kell. Az urgai utazásra bátor, elszánt társakat keres, akik a romok között is a Létet keresik, akik a honnant sem tudják, de a hováért mégis lépnek egyet. Az író agnosztikus bölcseletei minden könyvének sorában fellelhetőek, sóvárgása metafizikai és teológiai mélységű kérdésekkel van tele. És ha megéreztük ezt az ízt, ha nekünk is van hajlandóságunk az együtt- merengésre, akkor ennél a könyvénél ne álljunk meg. Az Északról hegy, délről tó, nyugatról utak, keletről folyó és a Rombolás és bánat az ég alatt varázslatos világa, mintegy ennek folytatásaként, a remény, az elérhető cél és a megtalálható út ígéretét, csodáját találja meg bennünk.
I wouldn't recommend it as an introduction to the Krasznahorkai universe, either way it's a good read. It's the closest you can get to experiencing urban China without stepping foot in China. Krasznahorkai's style somehow fits the vast Chinese space.
--- Első Krasznahorkai-regénynek nem ajánlom, de ettől még jó. Ennél közelebb nem tudsz Kínához kerülni anélkül, hogy elmennél Kínába. Krasznahorkai stílusa illik a hatalmas kínai terekhez. Azon kívül, hogy itt is minden szó a helyén van, mint általában Krasznahorkai könyveiben: tökéletesen átadja a konkrét helyek és az utazás hangulatát, hogy meglepetésemben sokszor elnevettem magam (kantoni reptéren a csomagkiadás, buszozás pekingben, vonatozás).
I have to say that even though I'm a huge fan of Mr. Krasznahorkai this book did not really engage me. Maybe because of the lack of context, who knows?
Viele schöne Beobachtungen und Reflexionen, sprachlich großartig, aber es fehlt einfach eine Geschichte, wobei der Titel eine solche ja verspricht, aufgerundet vier Sterne.