Eigentlich hofft Balletttänzerin Mila Sullivan in Wales auf einen Neuanfang: ein Open-Air-Ballett an der rauen Küste und vielleicht sogar eine zweite Chance mit ihrem Ex-Freund Gawain. Doch statt Ruhe eskaliert die Situation. Jemand schickt bedrohliche Briefe und die Gewalt nimmt gefährliche Ausmaße an. Während Polizistin Sybil Benson fieberhaft gegen Drogenbanden ermittelt, führt die Spur immer weiter in die Vergangenheit: nach Ostpreußen ins Jahr 1944. Zu der Nacht, in der Milas Großmutter spurlos verschwand und ihr Vater für immer verändert wurde. Schnell wird klar: Manche Schatten reichen über Generationen hinweg.
Ich würde definitiv empfehlen, die ersten beiden Bände vorher zu lesen, weil viele Beziehungen, Entwicklungen und Hintergründe dadurch noch intensiver wirken. Gleichzeitig schafft es das Buch aber auch, dass man der Handlung größtenteils ohne Vorwissen folgen kann.
Besonders gefallen hat mir die Mischung aus modernen Problemen, Familiengeschichte und den düsteren Geheimnissen der Vergangenheit. Gerade die Verbindung zwischen Gegenwart und den Ereignissen von 1944 sorgt für eine bedrückende Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Der Schreibstil liest sich dabei super flüssig und schafft es gleichzeitig, die emotionalen und dunklen Momente sehr gut wirken zu lassen.