Marthas Mutter ist der Roman einer ungewöhnlichen Frau, einer Frau, die zwei Weltkriege erlebt hat, ihren Mann in Stalingrad verlor, in den Strudel politischer Kontroversen und verleumderischen Machenschaften geriet und immer wieder entschieden nach dem Glück greift.
Aufgewachsen im Hamburger Arbeiterviertel Barmbek - ihr Vater ist Fabrikarbeiter und ihre Mutter näht bei feinen Lueten - lernt Lena früh, jeden Pfennig zweimal umzudrehen. So bleibt ihr Herzenswunsch, Säuglingsschwester zu werden, unerfüllt. Die prekäre Situation der Familie verlangt ihre Mitarbeit gleich nach der Schule.
Diese Erfahrung muss Marthas Mutter schon als Kind machen. Als ihr Bruder im Osterbekkanal ertrinkt, hört sie ihren verzweifelten Vater klagen, "wäre es bloß Lena gewesen und nicht unser Erstgeborener". Hier schlägt das Schicksal zum ersten Mal zu. Es bleibt nicht der einzige Schlag.
Der Zufall führt sie nach Berlin, wo sie mitten in den Trubel der turbulenten 20er Jahre gerät und erste politische Auseinandersetzungen erlebt. Hier trifft sie Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus.
Zu Beginnn des Zweiten Weltkriegs lebt sie mit ihrem Schriftsteller-Ehemann und ihren beiden kleinen Töchtern wieder in Hamburg. So werden Hamburg, Berlin und später Italien zu ihren Lebenszentren, in denen sie sich immer wieder neu eingerichtet hat. Renate Möhrmann entwirft mit meisterhafter psychologischer Genauigkeit das Leben einer modernen Frau, die den Doppelanspruch von Glück und Verpflichtung nicht aufgeben will.
"Мама Марти" Ренате Мьорманн. Випадково натрапила на цю книгу зацікавив опис, почала читати з сумнівом, бо невідомий автор, майже нема відгуків. Але книга дуже сподобалась. Навіть не стільки історією жінки, скільки тими питаннями, які авторка підіймає в книзі, про які доводиться розмірковувати стосовно себе, своїх...Книга гідна прочитання, хоч як на мене, то мені б хотілося дізнатися більше про деякі події в житті персонажів. Книга охоплює багато часу, але показано трохи стисло. Хочеться, щоб було більше, глибше.