Ausgangspunkt des Buches ist das reale, bis heute rätselhafte Treffen zwischen Marilyn Monroe und der Psychoanalytikerin Anna Freud im London des Jahres 1956. Hektor Haarkötter verbindet historische Quellen, biografische Details und eigene Hypothesen zu einer fiktiven, aber möglichen Erzählung der Begegnung der beiden Frauen. Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, dachte ich ehrlich gesagt, dass mich vor allem Marilyn Monroe faszinieren würde. Früher war ich ein riesiger Marilyn-Fan, umso überraschender war es, dass ich die Passagen über Anna Freud letztlich fast noch spannender fand.
Gerade wer sich für Psychoanalyse, psychologische Dynamiken oder die Geschichte berühmter Frauen interessiert, wird hier vermutlich viel Spannendes finden. Manche Gedankengänge und Interpretationen fand ich wirklich interessant, vor allem dort, wo das Buch sich mit der kritischen Einordnung der Psychoanalyse beschäftigt. Sprachlich hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Teilweise war mir der erzählerische Ton etwas zu betulich und einige Metaphern wirkten auf mich eher schief als gelungen.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt gut gefallen. Ein Buch, das weniger Klatsch über Marilyn liefert als vielmehr eine Betrachtung zweier komplexer Frauenfiguren.
Hektor Haarkötter wagt ein spannendes Experiment: gestützt von echten Zitaten, Tagebuchaufzeichnungen, dokumentierten Berichten, Memoiren und Büchern beschreibt er, wie sich Anna Freud und Marilyn Monroe im Jahr 1956 1 Woche lang in London getroffen haben zu Therapiezwecken. Es ist dokumentiert, dass Marilyn Monroe sich von Anna Freud hat therapieren lassen, aber wann genau und wie diese Woche verlaufen ist, das steht nicht genau fest.
Das Buch liest sich streckenweise fast wie ein Roman, was mir sehr gefallen hat. Annas und Normas/Marilyns Leben wird immer abwechselnd skizziert - von Kindheit über Jugend und Erwachsenenalter bis hin bei beiden zum Tod.
Es gibt erstaunlich viele Parallelen zwischen diesen beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Frauen - und vermutlich gab es auch eine starke Anziehung zwischen ihnen, die vielleicht, so die These des Autoren, zu dem ungewöhnlich frühen Ende der Therapie geführt haben könnte.
Auch der Aufbau des Romans ist clever - statt Kapitel gibt es "Filmrollen", als Hommage an Marilyns Beruf, die in ihrem Umfang und Inhalt immer sehr gut lesbar sind und jeweils bestimmte Themen in den Fokus nehmen. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung für ein Buch(experiment), das ich so noch nie gelesen habe und das mir wirklich sehr, sehr gut gefallen hat!
Hektor Haarkötter wagt ein spannendes Experiment: gestützt von echten Zitaten, Tagebuchaufzeichnungen, dokumentierten Berichten, Memoiren und Büchern beschreibt er, wie sich Anna Freud und Marilyn Monroe im Jahr 1956 1 Woche lang in London getroffen haben zu Therapiezwecken. Es ist dokumentiert, dass Marilyn Monroe sich von Anna Freud hat therapieren lassen, aber wann genau und wie diese Woche verlaufen ist, das steht nicht genau fest.
Das Buch liest sich streckenweise fast wie ein Roman, was mir sehr gefallen hat. Annas und Normas/Marilyns Leben wird immer abwechselnd skizziert - von Kindheit über Jugend und Erwachsenenalter bis hin bei beiden zum Tod.
Es gibt erstaunlich viele Parallelen zwischen diesen beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Frauen - und vermutlich gab es auch eine starke Anziehung zwischen ihnen, die vielleicht, so die These des Autoren, zu dem ungewöhnlich frühen Ende der Therapie geführt haben könnte.
Auch der Aufbau des Romans ist clever - statt Kapitel gibt es "Filmrollen", als Hommage an Marilyns Beruf, die in ihrem Umfang und Inhalt immer sehr gut lesbar sind und jeweils bestimmte Themen in den Fokus nehmen. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung für ein Buch(experiment), das ich so noch nie gelesen habe und das mir wirklich sehr, sehr gut gefallen hat!