Die romantisch-sexy Small Town-Romance für alle, die den Winter lieben
Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, seit Olive herausgefunden hat, dass ihr Mann sie betrügt. Den schönen Schein hat sie bis jetzt aufrechterhalten, doch jetzt ist Tony weg, und Olive kann das Haus nicht alleine zahlen. Glücklicherweise sind der irische Liebesromanautor Casey und seine Tochter auf der Suche nach einer Bleibe in Lower Whilby. Nach langer Schreibblockade muss der 35-Jährige endlich seinen nächsten Weihnachtsroman verfassen und das englische Örtchen hat ihn inspiriert. Mit den beiden zieht das Chaos in Olives aufgeräumtes Leben ein. Die neue Wohnsituation bietet Casey viele Ideen für sein Buch – genau wie seine neue Mitbewohnerin. Wie sehr Olive ihn in ihren Bann gezogen hat, zeigt sich schon bald an Caseys Manuskript. Denn während sein Text wächst, verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit immer mehr ...
Kyra Groh wurde 1990 in Seligenstadt am Main geboren. Nach einem kleinen Umweg über die Uni Gießen, verschlug es sie 2012 nach Frankfurt, wo sie Trambahnen, Apfelwein und Supermärkte, die bis Mitternacht geöffnet haben, zu schätzen lernte. Sie behauptet gerne, neben dem Schreiben keine weiteren Talente zu haben – daher veröffentlicht sie nicht nur seit einigen Jahren humorvolle Liebesromane, sondern treibt auch hauptberuflich als Texterin ihr Unwesen. Sie hat eine Schwäche für gutes Essen, Instagram und Bilder von gutem Essen auf Instagram. Außerdem liebt sie Schachtelsätze, Erdnussbutter, Netflix und – aus Gründen, die ihr selbst manchmal schleierhaft sind – Sport.
Das war schön 🤩 und das Ende war auch richtig richtig toll für die ganze Reihe! Ich danke Kyra Groh von ganzem Herzen, dass sie es nicht mit noch 4 Schwangerschaften und 3 Epilogen versaut hat 😂
Manche Formulierungen und Dialoge waren so perfekt, dass ich sie am liebsten dreimal unterstrichen hätte, und bei anderen musste ich erst laut lachen, nur um sie dann unbedingt jemandem vorzulesen, weil sie einfach zu gut waren, um sie nur im Kopf zu behalten.
PS: Ich hätte das beim ersten Buch nie gedacht, aber Olive war als Hauptcharakter einfach SEHR genial.
PPS: Ich bin trotzdem ein Jude-Fan, durch und durch 🫶🏻
Wieder mal was zum Wohlfühlen: Kleinstadt-Vibes, Wiedersehen mit bekannten Charakteren und neue Protagonist*innen. Ich LIEBE ja Charaktere, die missverstanden werden, auf den ersten Blick „unsympathisch“ sind, aber sich eigentlich einfach selbst neu kennenlernen & lieben lernen müssen. Deshalb hat Olive von allen aus dieser Reihe einen besonderen Platz in meinem Herzen. Die komplexe Beziehung zu Casey hat mir im Aufbau dann auch richtig gut gefallen, THE BANTER WAS BANTERING. Die tension war 10/10.
Ein paar Dinge haben mir allerdings nicht gefallen, sind mir sogar sauer aufgestoßen und ich hatte etwas Flashbacks zu „pumpkin spice latte Desaster“, weil ich da ähnliche Kritikpunkte hatte: ich fand’s echt EXTREM unangenehm wie der ca. 10-Jahre-Altersunterschied behandelt wurde. Ich finds ok, dass es natürlich auch Platz findet, aber (paraphrasierte) Zitate wie „zum Glück keine Straftat“ (weil er sie sofort so anziehend fand, aber wusste, sie ist deutlich jünger, aber nicht „zu jung“), „Olive ist für mich wie ein Kind“ fand ich äußerst unpassend.
Und das führt mich weiter, dass ich es total verwirrend finde, dass Kyra einerseits super sensibel mit diversen Themen umgeht, Diversität abbildet & Co., aber dann immer wieder Formulierungen für mich etwas daneben sind, wie z.B.: „Grammatik-N@zi“, rassistische Wörter (auch, wenn sie in einem kritischen Kontext genannt werden, wurden sie reproduziert und abgedruckt) und Vergleiche von Schönheit und dass „Aknenarben“ dabei schlecht wegkommen.
Ich habe deshalb dann total gemischte Gefühle, obwohl ich den Read sehr genossen habe & richtig cozy fand. Aber vielleicht würde ein sensitivity Reading hier und da Sinn machen ❤️
Da ist es wieder: Ein Meisterwerk aus der Groh‘schen Feder. Liebe Leute, diese Frau kann schreiben! Band 3 aus Lower Wilby und ich bin verzückt. Olive ist ein unheimlich spannender Charakter, der mich schon in Band 1 unheimlich neugierig gemacht. Denn sie wirkt zunächst total unsympathisch, doch umso mehr ich erfahre, desto mehr Verständnis kommt in mir auf. Ich liebe diese Art von vielschichtigen Charakteren! Genauso toll ist Casey. Er ist so unheimlich sexy durch sein Handeln. Und wegen der Brille. Und dieser age gap Trope ist auch echt mega. Auch wenn ich mir etwas alt vorkomme, schließlich bin ich so alt wie er 😅 Von meiner Seite gibt es nichts zu meckern. Ich muss nur nochmal den herausragenden Schreibstil der Autorin herausheben, denn ich finde, es ist der Beste, den es auf dem deutschen Buchmarkt im Romance Bereich derzeit gibt.
Olive hat mich in Teil 1 schon so hart aufgeregt, dass ich damals bereits super gespannt auf ihr Buch war. Und was soll ich sagen: Ich hab auch den dritten Teil der Reihe sehr geliebt. Die Konversationen, der Schlagabtausch... 10/10 🤌🏼 Und was ist Casey bitte für eine Green Flag? 🥹
Ach und Weihnachtsstimmung bekommt man natürlich auch noch dazu 🎄❄️
Einziges Mini-Manko: Das Ende kam etwas plötzlich und manche Dinge sind für mich unbeantwortet geblieben. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Ich hoffe, es gibt einen vierten Teil, Kyra 🙏🏼 Es gibt doch noch seinen besten Freund. Wie wäre es mit ihm? 🫣
So cozy und so schön ❤️ ich liebe die Dynamic zwischen Olive und Casey. Es war wirklich ein so wunderbar heilsames Buch. Beide Charaktere konnte ich wirklich fühlen und natürlich war das Setting wieder wunderbar quirky und die beiden Neuankömmlinge passten so gut nach lower wilby. Einfach nur gut.
Es ist einfach meine Lieblingsromance Reihe geworden und auch dieses Buch hat mich begeistert. Es war berührend und witzig - Ich habe mehrmals laut gelacht! Hach. Ich wünschte, es würde in Lower Wilby weitergehen…!
ich war ja erst skeptisch, weil single dad trope mich nicht so anspricht um ehrlich zu sein. fand es aber ganz toll und bin jetzt erstmal traurig, dass wir aus lower whilby weg sind :( (hätte nicht gedacht, dass ich mich doch ein wenig mit olive identifizieren kann)
Ich bin vielleicht ein bisschen früh dran, doch wer kann Lower Whilby widerstehen?
Olive steht kurz vor der Scheidung und braucht dringend Unterstützung, um ihr Haus weiter bezahlen zu können. Da kommt Bestsellerautor Casey O'Leary wie gerufen, denn der Single Dad braucht dringend Inspiration für seinen neuen Roman. Allerdings bringt er Olives Ordnung ziemlich durcheinander und sie muss sich damit auseinandersetzen, ob das Leben, das sie sich für sich vorgestellt hat, wirklich das ist, was sie will.
Dieses Buch ist eine wirklich schöne RomCom, die ohne Drama und ohne unnötige Streitigkeiten auskommt. Wir begleiten endlich Olive, die jüngere Schwester von Jude, die für alles einen Plan zu haben scheint. Doch die Scheidung, nach kürzester Zeit, wirft sie völlig aus der Bahn. All die Pläne, die sie für ihre Zukunft entworfen hat, zerfallen zu Staub. Sie steht vor den Trümmern ihrer Existenz, denn Olive hat sich immer nur darüber definiert, was die Menschen um sie herum von ihr erwarten. Sie hat nie hinterfragt, ob sie wirklich dieses Leben will, das in ihrem Kopf so perfekt erschien. Nun ist sie gezwungen alles zu überdenken und mir hat sehr gefallen, wie eine Wandlung durch sie hindurch geht. Wie Olive langsam wirklich zu sich selbst findet. Wie sie erkennt, was sie will und was sie nicht will unabhängig von dem, was andere sagen.
Casey hingegen ist Single Dad, Bestsellerautor und weiß eigentlich genau, was er zu tun hat: ein neues Buch schreiben. Doch in London gelingt es ihm nicht und als er wegen einer Lesung in Lower Whilby landet und er Olive begegnet, wird er unerwartet inspiriert. Und plötzlich kann er schreiben aber nur in Lower Whilby. Ich mochte Casey sehr gerne er ist aufmerksam, freundlich und völlig unaufgeregt. All das, was wichtig für Olive ist, scheint er darzustellen. Er gibt sich Mühe ein guter Vater zu sein und das gelingt ihm, meiner Meinung nach, wirklich sehr.
Das Buch hat mir wirklich sehr gefallen. Die Dynamik zwischen Casey und Olive ist ruhig aber voller Chemie. Man spürt die Anziehung und es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sie sich langsam annähern. Ich habe viel gelacht und wurde gegen Ende wirklich sehr wehmütig, diese verschrobene Kleinstadt endgültig zu verlassen. Ich hätte mir auch ein bisschen mehr Lower Whilby gewünscht. Irgendwie etwas mehr Interaktion mit der Stadt. Es ist sehr fokussiert auf das, was Olive und Casey denken und fühlen, was auch sehr gut und wichtig war. Aber irgendwie hat mir da Lower Whilby etwas gefehlt.
Dennoch ein wirklich schöner und cosy Abschluss dieser "Reihe". Ich war so gerne zu Gast und kann das Buch sehr empfehlen.
Der dritte und letzte Teil der Lower Whilby Reihe ist nun erschienen und wir konnten noch einmal zurück in die Kleinstadt.
Der Schreibstil ist, wie gewohnt bei Kyra Groh, humorvoll und leicht. Es werden wichtige und persönliche Themen im Buch angesprochen, die teilweise gut und emotional, jedoch leider auch klischeehaft dargestellt wurden. Trotz der tieferen Themen war der Humor immer präsent.
Olive war nachvollziehbar dargestellt, Casey war ebenfalls gut dargestellt. Die körperliche Anziehung und Sexualisierung von Casey gegenüber Olive war mir leider zu schnell und teilweise zu stark ausgeprägt. Der Spice war meiner Meinung nach nicht nötig, dabei geht es mir gar nicht um ausgereifte Spice-Szenen, sondern um die ständige Erwähnung körperlicher Anziehung und deren Auswirkungen, auch wenn sich Olive und Casey kaum kannten.
Der typische Third Act Breakup/Konflikt gegen Ende des Buches war leider viel zu unnötig, nicht nachvollziehbar und hätte wirklich nicht sein müssen.
Zusätzlich lernt Olive sich selbst im Laufe des Buche immer besser kennen und findet mehr zu ihrer Persönlichkeit, jedoch (wie so oft in Büchern) überwiegend mithilfe eines Mannes. Wie so oft, ist es ein (in dem Fall sogar älterer) Mann, der Olive zeigt wie das Leben funktioniert und wie sie sich selbst finden kann. Es ist ein bisschen schade, dass auch in diesem Buch dahingehend wieder ein Mann und eine Liebesbeziehung der ausschlaggebende Punkt für eine Frau sind. Es wäre schön gewesen, wenn mal dargestellt wird wie man sich selbst ohne die Hilfe eines Mannes und einer Liebesbeziehung findet und seine Persönlichkeit formt.
Ich hatte mir zwischendurch ein bisschen mehr erhofft, am Ende war es doch eine typische Romance-Geschichte mit einem klassischen "Ich zeig dir die Welt"-Mann und einer "Ich weiß nicht wer ich ohne Liebesbeziehung bin"-Frau. Die Geschichte war mir zu spicy dargestellt. Am Ende war das Hörbuch dennoch unterhaltsam und es war ein guter Abschluss der Reihe.
Als ob die Reihe rund um Lower Whilby mit diesem Buch einfach ihr Ende findet, so wirklich glauben kann ich das noch nicht. Auch den letzten Teil mochte ich wieder sehr. Mochte Olive und Casey. Auch, wenn ich sagen muss, dass es manchmal echt schwer war zu lesen, wie Olive sich selbst sieht, was sie sich zugesteht und besonders was nicht. Ich hätte sie manchmal am liebsten geschüttelt, bis sie sieht, dass sie mehr ist, als sie in sich selbst sieht. Aber gerade deswegen mag ich ihren Charakter so unfassbar, einfach weils echt wirkt. Weil sie von außen perfekt, sogar zu perfekt wirkt und damit so unglücklich ist, ohne es sich eingestehen zu wollen. Und was soll ich sagen? Ich liebe Casey, vermutlich weil er schreibt und ich alles rund um dieses Thema so unfassbar gefühlt habe. Ich würd auch gern wieder runterrotzen und später polieren können, aber ich bin gerade eher der Feldwebel der Blockade (und habe es so satt).
Ich liebe Kyras Schreibstil auch hier sehr, generell die Art wie sie erzählt finde ich großartig, besonders auch ihren Humor, den sie immer wieder über die Seiten streut wie bunte Streusel. Was hab ich bei manchen Stellen gelacht! Genau mein Humor.
Allerdings muss ich sagen, dass mir das Ende irgendwie zu plötzlich vorkam. Ich weiß nicht einmal recht wie ich das erklären soll. Aber die letzten, vielleicht 100-150 Seiten kamen mir erstens nicht wie so viel vor, und dann wars irgendwie etwas überstürzt. Nicht, dass ich es nicht trotzdem ganz toll fand, aber irgendwie hätte das Buch für mich ironischerweise noch weitere 100 Seiten gut vertragen können um dem Ende etwas mehr Raum zu geben, als es letzendlich bekommen hat.
Fazit: Wer Kyras vorherige Bücher geliebt hat, wird auch hier fündig, mit vielschichtigen Charakteren und einem letzten Mal in Lower Whilby, mit allen, die man im Laufe der Reihe ans Herz geschlossen hat und am liebsten nicht wieder gehen lassen würde. Zumindest geht es mir so.
Ich habe die beiden Protagonisten absolut geliebt: Olive mit ihrem Perfektionismus - und all dem, was dahinter steckt und Casey: unperfekter, chaotischer Autor, der verzweifelt versucht, sein Leben nach einer Trennung wieder zusammenzufügen und an seinen Erfolgsroman anzuknüpfen. Zwei komplett verschiedene Welten, die aufeinander prallen, doch was, wenn beide ähnliche Wunden verstecken? Olives Sarkasmus und Caseys trockener Humor haben für mich das Buch sehr witzig werden lassen, ich musste mehrfach schmunzeln oder laut lachen. Die Slow Burn wird in diesem Buch absolut gelebt, die Annäherung der beiden ist wirklich seeeeehr slow und dadurch hat sich, trotz Humor und einem locker-leichten Schreibstil, das Buch im Mittelteil für mich ein wenig gezogen. Dagegen legt das Buch am Ende einiges an Tempo zu, was für mich zum davorigen Teil nicht ganz gepasst hat. Trotzdem hat mir das Buch viel Spaß gemacht, auch wenn ich mittig meine Schwierigkeiten hatte - daher 4 Sterne von meiner Seite und eine klare Leseempfehlung für alle, die eine gefühlvolle, witzige Liebesgeschichte mit Weihnachtsstimmung suchen.
Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher von Kyra Groh gelesen und geliebt habe, war ich auch auf den letzten Teil der Lower Whilby Reihe gespannt.
Nach ihrer schlimmen Trennung von ihrem Exmann braucht Olive dringend einen Mitbewohner um sich ihr Haus weiter finanzieren zu können. Dabei geht ausgerechnet der Bestseller Autor Casey O‘Leary auf das Angebot ein - obwohl Olive ihn und seine Bücher überhaupt nicht ausstehen kann.
Olive lernt man schon in den vorherigen Büchern kennen, dabei wirkte sie auf mich nicht wirklich sympathisch. Durch die Erzählung aus ihrer Sicht lernt man sie jedoch nochmal ganz anders kennen und versteht warum sie so ist wie sie ist und warum sie so handelt wie sie handelt. Casey mochte ich von Beginn an, auch die Dynamik zwischen den beiden hat mir gefallen. Auch die eher langsame Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden fand ich sehr passend. Ich hatte vor dem Lesen einen kleinen Vorbehalt vor dem Age Gap der beiden, allerdings fand ich es dann doch sehr gut gelöst.
Die Geschichte ließ sich sehr gut und schnell lesen und ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Auch der Humor hat bei mir komplett ins Schwarze getroffen! Wer eine schöne Romcom lesen möchte sollte die Geschichte von Olive und Casey definitiv lesen.
Das hier ist meine erste Review - bei diesem Buch musste es einfach sein. Ich habe alles geliebt! So viele Emotionen, so unfassbar toll geschrieben! Vielen Dank für dieses Buch, ich habe jede Seite und jedes Wort einfach nur geliebt!
Ich hab’s soooo sehr geliebt und hätte gerne glatte 5 Sterne gegeben, aber dieses Du/Sie Thema, dass sich nicht nur viel zu lange gezogen hat, sondern in einem englischsprachigen Setting GAR KEINEN SINN ergibt, so wie die vielen deutschen (!) Grammatik-Witze, lassen mich einen halben Stern abziehen. Nichtsdestotrotz ein sehr gelungenes Kyra Buch, das wieder mal sehr viel Spaß gemacht hat und sich kaum aus der Hand legen lassen wollte. 🩵☕️✨
"Du bist Super-Olive. Du hast bestimmt etwas dagegen in der Schublade. Du findest es nur gerade nicht.“
Olive war für mich in den ersten beiden Bänden der Lower-Wilby-Reihe eine Figur, mit der ich mich nicht ganz leichtgetan habe. Ihr perfektionistisches Auftreten und ihr Motto „Fake it till you make it“ machten es mir nicht gerade einfach, sie zu verstehen und wirklich gernzuhaben. Umso gespannter war ich auf ihre eigene Geschichte. Würde Kyra Groh es schaffen, mir Olive näherzubringen?
Und ob sie das geschafft hat!
Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, seit Olive herausgefunden hat, dass ihr Mann sie betrügt. Lange hat sie versucht, den schönen Schein aufrechtzuerhalten. Doch nun ist Tony weg und das Haus allein kaum noch zu finanzieren. Da kommen Casey, ein irischer Liebesromanautor mit Schreibblockade, und seine Tochter gerade recht. Die beiden suchen eine Unterkunft in Lower Wilby, während Casey dringend Inspiration für seinen nächsten Weihnachtsroman braucht. Was zunächst nach einer praktischen Lösung klingt, bringt ordentlich Bewegung in Olives aufgeräumtes Leben. Und plötzlich liefert ausgerechnet ihre neue Wohnsituation Stoff für Caseys Manuskript – bis die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit immer mehr verschwimmen.
**Olive: perfekt unperfekt**
Olive ist für mich die eigentliche Überraschung dieses Buches. Sie muss nicht plötzlich ein völlig anderer Mensch werden, um eine großartige Protagonistin zu sein. Sie darf ihre Ecken und Kanten behalten, Fehler machen und an ihren Werten festhalten. Gleichzeitig lernt sie, Veränderungen zuzulassen und sich mit den Gefühlen auseinanderzusetzen, vor denen sie sich so lange geschützt hat.
Dieser Prozess geschieht nicht von heute auf morgen. Olive wächst langsam, Schritt für Schritt. Genau das hat mir so gut gefallen, denn ihre Entwicklung fühlt sich dadurch glaubwürdig an. Hinter der perfekt aufgeräumten Fassade steckt eben viel mehr, als sie nach außen zeigen möchte.
„Du musst es fühlen, den ganzen Scheiß. Den Hass, die Trauer....sonst bleiben sie für immer in deinem Körper und vergiften dich.“
Für Olive bedeutet das, unangenehme Gefühle nicht länger wegzuschieben und nicht immer nur funktionieren zu müssen. Sie muss lernen, ihre Fassade fallen zu lassen und auch die Seiten an sich zu akzeptieren, die nicht perfekt sind. Dieser Weg ist nicht einfach, aber gerade deshalb konnte ich ihre Entwicklung so gut nachvollziehen.
Und dann ist da noch Casey …
Casey: ein Mann mit Herz und Schreibblockade
Casey war mir vom ersten Moment an sympathisch. Der 35-jährige Autor ist ein bisschen verpeilt, humorvoll und steckt voller Gefühl. Nicht nur, wenn es um seine Tochter geht, sondern auch im Umgang mit Olive. Besonders die Vater-Tochter-Beziehung hat mein Herz erwärmt. Sein Umgang mit seiner Teenagerin war einfach Zucker!
Nach seiner Schreibblockade scheint Lower Wilby genau der richtige Ort für einen Neuanfang zu sein. Mit der neuen Umgebung kehrt auch seine Inspiration zurück. Und während sein Weihnachtsroman langsam Gestalt annimmt, merkt er zunehmend, wie sehr Olive ihn beschäftigt. Dass seine eigenen Gefühle dabei immer stärker in sein Manuskript einfließen, sorgt für eine schöne Verbindung zwischen Geschichte und Fiktion.
**Slow Burn, der seinen Namen verdient**
Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm langsam. Und ganz ehrlich: Alles andere hätte für mich auch nicht zu Olive und Casey gepasst. Hier geht es nicht darum, möglichst schnell von einem romantischen Moment zum nächsten zu springen. Es geht um Vertrauen, Nähe und darum, sich selbst und einem anderen Menschen wieder etwas zuzutrauen.
Für mich war hier tatsächlich der Weg das Ziel. Ich mochte es, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, und habe es genossen, wie sich ihre Beziehung Stück für Stück entwickelt. Und Holla, die Waldfee, was Olive zum Ende hin raushaut! Damit hat sie mich endgültig abgeholt. Ich liebs!
Besonders positiv ist mir außerdem aufgefallen, wie erwachsen mit den Konflikten und den angesprochenen Themen umgegangen wird. Ohne unnötige Missverständnisse, die sich durch ein einziges klärendes Gespräch aus der Welt schaffen ließen. Bei einem meiner letzten Romane hat mich genau dieser Punkt ziemlich gestört. Umso schöner fand ich es, dass Kyra Groh hier einen anderen Weg einschlägt.
Der Schreibstil: gewohnt Kyra Groh
Über Kyras Schreibstil müssen wir eigentlich gar nicht lange reden. Er ist gewohnt flüssig, modern und humorvoll. Die Dialoge machen Spaß, die Figuren wirken lebendig und auch die emotionaleren Momente kommen bei mir an, ohne dass es mir zu kitschig wird.
Die winterliche Small-Town-Atmosphäre passt wunderbar zur Geschichte und macht das Buch zu einer schönen Lektüre für gemütliche Lesestunden. Dazu kommen die romantischen und spicy Momente, die sich gut in die Entwicklung der Beziehung einfügen.
Eine Sache muss ich allerdings noch loswerden: Den viel diskutierten Zahnpasta-Kakao habe ich mir auf der Messe gespart. Da war ich dann doch zu skeptisch. Man muss schließlich nicht alles ausprobieren, nur weil es in einem Buch vorkommt. 😂
Mein Fazit
Mit *The Peppermint Hot Chocolate Dilemma* hat Kyra Groh für mich eine Geschichte geschaffen, die deutlich mehr ist als eine winterliche Romance. Es geht um Selbstschutz, Verletzlichkeit, persönliche Entwicklung und darum, dass man nicht perfekt sein muss, um liebenswert zu sein.
Olive hat mich überrascht, Casey hat mein Herz erobert und die langsame Entwicklung ihrer Beziehung hat für mich einfach gepasst. Besonders die glaubwürdige Charakterentwicklung und der erwachsene Umgang mit Konflikten haben mich überzeugt.
Eine humorvolle, gefühlvolle und winterliche Small-Town-Romance, die mich bestens unterhalten hat und bei der ich am Ende vor allem eines dachte: Olive, du hast es geschafft!
Meine Empfehlung: Für alle, die Slow Burn lieben, sich gern in winterliche Kleinstadtgeschichten entführen lassen und Romance-Figuren mögen, die nicht perfekt sein müssen, um ans Herz zu wachsen.
Olive Sanderson hat endlich den Mut gefunden, ihren Mann Tony rauszuwerfen, doch sie kann sich noch immer nicht richtig eingestehen, dass ihre Ehe gescheitert ist, geschweige denn, dass sie ihre Trennung öffentlich macht. Als mit Casey O’Leary ein Bestseller-Autor nach Lower Whilby kommt, dessen Debüt das beste seiner Bücher war, gerät Olive immer wieder mit ihm aneinander, denn besonders sein neuestes Buch hat sie gehasst. Casey findet in Lower Whilby Inspiration, und als Olive erfährt, dass sie den Kredit für ihr Haus zukünftig alleine tragen muss, schließen die beiden einen Deal, der sie näherbringen soll.
"The Peppermint Hot Chocolate Dilemma" von Kyra Groh ist der dritte und letzte Band der Lower Whilby Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der fünfundzwanzig Jahre alten Olive Sanderson und des sechsunddreißig Jahre alten Casey O’Leary erzählt wird.
Olive hat am Tag nach ihrer Hochzeit herausgefunden, dass ihr frisch angetrauter Mann Tony sie betrügt. Doch Olive hat an ihrer Ehe, an ihrem Traumleben festgehalten und monatelang so getan, als wäre alles in Ordnung. In einem Moment der Klarheit hat Olive Tony endlich hinausgeworfen und ist zum ersten Mal seit zehn Jahren auf sich allein gestellt, und so richtig bringt sie es noch immer nicht über sich, von einer Trennung zu reden, denn was sollen die Leute denken? Olive ist sehr traditionsbewusst, ordentlich, strukturiert und perfektionistisch. Mit Casey, dem Kater Rorschach und Caseys Tochter Shae kam pures Leben in ihr sonst so geordnetes, was ihr sehr gut getan hat.
Casey ist schon früh Vater geworden und hat die Mutter seiner Tochter Shae mehr aus Pflichtbewusstsein, denn aus Liebe geheiratet. Auch Casey wurde von seiner Frau Shiv betrogen, und mittlerweile sind sie getrennt und er ist alleinerziehender Vater seiner zwölf Jahre alten Tochter. Er lässt viel von sich in seine Bücher einfließen, doch er hat mittlerweile Probleme mit dem Schreiben, und sein letzter Roman wurde zerrissen. Als er eine Lesung in Lower Whilby gibt, überkommt ihn die Inspiration, und er schreibt so gut, wie schon lange nicht mehr. Casey ist vernünftig, chaotisch und verplant. Er lässt seine Brille überall liegen und wird ganz schön von Shae herausgefordert. Da Shiv in ihrem Leben kaum noch präsent ist, muss er Shae nicht nur der Vater sein. Er ist freundlich, witzig und charismatisch. Auch ihn mochte ich sehr, ebenso die Vater-Tochter-Beziehung von Casey und Shae!
Lower Whilby zur Vorweihnachtszeit hat mir richtig gut gefallen! Und auch die Zeit mit Jude und James und Dex und Nore war richtig schön, zumal Olive immer stärker ein Teil dieser Gruppe geworden ist. Auf Olives Geschichte habe ich mich seit dem ersten Band gefreut, auch weil die beiden Schwestern nicht unterschiedlicher hätten sein können! Aber es war auch so schön zu sehen, wie sich Jude und Olive nähergekommen sind und Olive sich geöffnet hat.
Olive und Casey haben mir auch richtig gut gefallen. Ich bin mittlerweile ein richtiger Fan des Age-Gap-Tropes und auch hier hat es mir gefallen, dass er elf Jahre älter ist. Olive wirkt aber sehr viel älter, vielleicht auch, weil sie so viel Wert auf Traditionen und den äußeren Schein legt. Ich mochte die Dialoge der beiden echt gerne, denn Olive gibt ihm richtig Kontra! Sie mochte Caseys aktuelles Buch nicht und verheimlicht das auch nicht! Sie fordert ihn irgendwie heraus, er bietet ihr Halt, wenn sie fällt. Ihre Annäherung war eher langsam, aber ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert! Zum Schluss ging es mir allerdings ein bisschen zu schnell mit den beiden, und mir hat auch irgendwie was gefehlt. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass Olive und Shae etwas mehr Raum bekommen hätten, dass die beiden sich ebenfalls angefreundet hätten. Aber der Fokus lag dann doch auf Olive und Casey. Ich mochte den dritten Band aber insgesamt richtig gerne, zumal ich diesen zwischenzeitlich echt nicht aus der Hand legen konnte!
Fazit: "The Peppermint Hot Chocolate Dilemma" von Kyra Groh ist ein großartiger dritter Band der Lower Whilby Reihe! Ich konnte von der ersten Seite an mit Olive und Casey mitfiebern, mochte die beiden und ihre Dialoge so gerne! Zum Schluss ging es mir zwar etwas zu schnell und irgendwas hat mir auch gefehlt, aber dennoch hat es mir richtig gut gefallen und auch zur Weihnachtszeit war Lower Whilby einen Besuch wert! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und vergebe gute vier Kleeblätter!
Als riesiger Fan von den Geschichten der Autorin habe ich mich so unglaublich gefreut, dass ich das Buch bereits etwas früher lesen durfte. Und auch mit diesem Roman hat mich Kyra Groh wieder von ihrem Schreibtalent überzeugt. So war es also ganz wundervoll zurück nach Lower Whilby zu kehren.
Hier steht dieses Mal Olive im Mittelpunkt, die ich bereits durch die vorherigen Bände kennenlernen konnte. Im ersten Teil deutete sich bereits die Scheidung zwischen ihr und ihrem Ex an, denn das, was er getan hat, war wirklich unglaublich. Entsprechend fand ich die Entwicklung gut, dass die Scheidung nun bevorsteht und sich auch Olives Einstellung in Bezug auf ihren Ex geändert hat.
Doch um ihr Haus zu behalten, muss sie sich gewissermaßen einen Mitbewohner suchen… Und da wäre Casey, der ihr Leben auf jeden Fall durchgewirbelt hat. Ich muss sagen, ich habe Olive als sehr strukturierte, fokussierte und fast schon perfekte Protagonistin wahrgenommen, die einfach Everybody’s Darling ist. Und dennoch sieht auch sie mehr und mehr ein, dass das nicht alles im Leben ist. Vor allem die Vergleiche zwischen den Schwestern ausgehend von den Eltern sind mir dabei sehr im Kopf hängen geblieben.
Umso besser, dass sie mit Casey einen ganz anderen Part an ihrer Seite hat. Dieser hat anfänglich eine Schreibblockade und kommt einfach nicht in seinem neuen Buch voran. Ich fand einfach toll, wie Caseys Storyline sich dann mit dem Einzug auch in der Realität überschnitten hat und so gewissermaßen die Grenzen immer mehr verschwimmen. Er wirkt auf mich auf jeden Fall wie ein umgänglicher, wenn auch manchmal mürrischer Typ, der das Herz dennoch am richtigen Fleck hat in meinen Augen. Ich mochte seine Art auf jeden Fall sehr gerne.
Die Handlung selbst hat mich aber auch mit so vielen kleinen Momenten zwischen den beiden überraschen können. So habe ich gelacht, mitgefühlt und vor allem auch mitgefiebert. Auch die Liebesgeschichte fand ich sehr feinfühlig und authentisch erzählt. Denn Olive lässt anfänglich noch schwer Gefühle zu, während Casey gewissermaßen schneller mehr in ihr sieht. Und so entwickelt sich ihre Beziehung in einem für mich nachvollziehbaren Tempo.
Shae, also Caseys Tochter, war dabei auch ein Unikat und ich musste durch sie auch mehr als einmal laut lachen. Denn sie hat mich gewissermaßen an mich selbst damals erinnert. Aber auch all die anderen Nebenprotagonisten haben die Geschichte für mich sehr ausgezeichnet.
Der Schreibstil von Kyra Groh war dabei auch wieder so genial. Locker, leicht und dennoch authentisch schreibt sie voller Humor. Vor allem die schlagfertigen Dialoge haben es mir angetan. Aus diesem Grund habe ich die Geschichte auch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen und wollte das Buch zwischenzeitlich gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so gut war.
Außerdem möchte ich noch mal kurz auf das Cover eingehen. Ich liebe den Stil der Bücher bei Forever sehr und finde auch, dass die Charaktere so gut getroffen wurden. Zusammen mit den Farben und der Schrift entsteht so auf jeden Fall ein wundervolles und ansprechendes Gesamtbild, das mir als Leserin im Genre sehr gut gefällt.
Ich muss sagen, das Setting war ebenfalls wieder so grandios. Es fühlte sich wie nach Hause kommen an, mit all den tollen und ganz wundervollen Protagonisten, die man bereits seit drei Bänden begleitet. Und dann kommt natürlich auch noch hinzu, dass das Buch zur Winterzeit spielt. In meinen Augen also die perfekte Zeit, um es sich mit einer guten Tasse Kakao gemütlich zu machen und in diese besondere Welt einzutauchen.
Aus diesem Grund eine absolute Herzensempfehlung, diese Geschichte beziehungsweise die gesamte Reihe zu lesen! Ich habe sie so sehr geliebt und habe jetzt natürlich auch große Hoffnung, dass uns noch ein weiterer Band im Sommer erwartet.
The peppermint hot chocolate dilemma von Kyra Groh / Rezension
„Die eine Hälfte meiner Heimatstadt hält mich für eine gewissenhafte Vorzeigefrau. Die andere für eine unterkühlte Spießerin. Doch niemand hier in Lower Whilby versteht, wieso ich so geworden bin. Keiner versteht, dass beide Definitionen zutreffen. Und gleichzeitig keine.“
- 3/3 Lower Whilby - Nicht unabhängig lesbar - age gap (finde ich nicht wirklich) - Olive x Casey
Ich muss Euch nicht erzählen, dass diese Bücher total hübsch sind und einen besonderen Vibe haben. Inhaltlich sind sie für mich insgesamt jedoch hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben und absolut nicht an meinen persönlichen Favoriten „Fake Dates & Fireworks“ rangekommen. Das ist mein Benchmark und ja, er ist kaum zu treffen 🤗🤗.
Kurz zum Inhalt:
Olives Ehe mit Tony ist gescheitert, denn er hat sie durchgehend betrogen. Als Autor Casey mit seiner Tochter einen Platz zum Wohnen in Lower Whilby sucht, ziehen sie spontan bei Olive ein… doch dabei bleibt es nicht…
Meine Meinung:
Ich möchte erst mal aufschreiben, was ich an diesem Buch gut fand und zwar wäre das die Vater Tochter Beziehung und auch die Beziehung zwischen Casey und seiner Ex, die eben darauf ausgelegt ist, dass es dem gemeinsamen Kind gut gehen soll. Überhaupt war Casey in meinen Augen eher eine Green Flag, auch wenn er auch im späteren Verlauf nicht alles richtig macht.
Band 3 war als age gap romance angekündigt und ja, mein Gott, 11 Jahre Altersunterschied ist wohl da, aber das hat auf mich persönlich jetzt keinen Eindruck gemacht. Man hat da immerzu drauf rumgepocht, dass Casey mit 36 „älter“ sei, ich fand es reichlich lächerlich. 25 und 36 Jahre finde ich tatsächlich keine Schlagzeile wert.
In dieser Reihe schreibt Kyra Groh ihre weiblichen Protas auf eine Art, mit der ich nicht warm werde. Alle sind extrem verunsichert, haben gar kein Selbstbewusstsein und sind alle auf Männer fixiert. Keine macht Therapie, obwohl alle es brauchen könnten.
In Band 2 haben mich ja eh alle aufgeregt damals, das Buch habe ich schlecht bewertet, entsprechend habe ich gehofft, dass Band 3 insgesamt wieder gut werden würde. Und ja, insgesamt war es gut, wenn auch mit Einschränkungen.
Olives Selbstbewusstsein wurde natürlich von Tony regelrecht zermalmt. Es war dann ein Hard Watch, wie sie sich an die neue Chance mit Casey geklammert hat. Ich denke auch nicht, dass es halten wird, auch wenn ich es ihnen wünsche.
Das Herzstück vom Buch hat mich daher leider nicht überzeugt, die Romance war nichts für mich, es war echt gewollt, aber nicht gekonnt. Es gab keine Chemie, keine sichtbare Charakterentwicklung… Schade!
Lower Whilby als Ort ist nicht so viel in Erscheinung getreten und ich war auch von der Gemeinschaft enttäuscht, als ich von „einer Sache“ gegen Ende des Buchs erfahren habe.
In der Gesamtheit ergibt sich aber dennoch eine recht gute Bewertung, auch wenn ich mir ein anderes Finale gewünscht hätte. Ich fand es nicht schlechter, als den Abschluss der Love Trilogie letztens und habe mich daher für die gleiche Bewertung entschieden.
Übrigens musste ich hier auch meine Regel brechen, also dass nichts Neues einzieht, wenn die gleichen Autoren noch auf dem SuB chillen 😂😂. Ein „Groh“ chillt noch auf dem SuB, aber diese Reihe hier wollte ich dennoch beenden. Nobody is perfect 🥰📖😅.
Macht Euch gern ein eigenes Bild von Lower Whilby!
"The Peppermint Hot Chocolate Dilemma" hinterlässt die gleichen Gefühle, die damals schon "The Pumpkin Spice Latte Disaster" erzeugt hat: Gemütlichkeit, Wärme und ein Lächeln auf den Lippen.
Es ist das Buch von Judes Schwester Olive. Sie befindet sich mitten in einer Scheidung und dem damit einhergehenden Gefühlschaos. Außerdem muss auch noch das kleine Häuschen, was Olive sich von ihrem Gehalt nicht leisten kann, abbezahlt werden. Ihre Schwester hat die - in Judes Augen - zündende Idee und besorgt Olive einen Mitbewohner. Wer könnte sich besser eignen als der irische Bestseller-Autor Casey O'Leary, dessen letztes Buch Olive so richtig auf die Palme gebracht hat? Mangels besserer Optionen stimmt sie zu und schon ist Papa O'Leary mit Tochter Shae und Kater Rorschach eingezogen. Der Autor und Single Dad kämpft selbst mit einer festsitzenden Schreibblockade, die sich nur in Lower Whilby langsam zu lockern scheint, und eigenen, nicht ganz aufgearbeiteten Gefühlen, nach einer Trennung.
Die Hauptfigur Olive hat mich von Anfang an überzeugt. Nach außen ist sie die perfekte Kleinstadtbewohnerin, Tochter und Ehefrau. Verteilt selbstgebastelte Geschenke, schmückt ihr Häuschen mit jahreszeitabhängigen Dekorationen und backt die perfekten nicht-perfekten Kekse. Dass der Schein trügt, war keine Überraschung für mich. Im Inneren kämpft sie mit den Ansprüchen, die sie von klein auf so verinnerlicht hat, dass sie ihr selbstverständlich vorkommen und unmöglich zu überwinden. Sie merkt, dass ihre Strategien nicht mehr funktionieren und verfällt trotzdem zurück in sie. Die Reise, die sie durchlebt, hat mich sehr angesprochen und war wunderschön zu verfolgen. Über jeden kleinen Erfolg habe ich mich für sie und mit ihr gefreut. Trotzdem ist es realistisch geblieben und es wird aufgezeigt, dass es auch völlig in Ordnung ist, ab und zu in alte Muster zu verfallen. Und Olive lernt, dass sie nicht perfekt sein muss, um gemocht und geliebt zu werden.
Der zweite Hauptcharakter, Casey O'Leary, ist die klassische Green-Flag. Das Schlagwort ist "emotional verfügbar". Er ist der perfekte Ausgleich für Olives Charakter. Wo sie ein wenig zu ordentlich ist, gleicht er mit Chaos aus. Wo sie emotional überfordert ist, gleicht er mit Ruhe und Gelassenheit aus. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich ihn als eigenen Charakter nicht hundertprozentig greifen konnte. Für mich war er vor allem das perfekte Gegenstück für Olive. Man bekommt aber auch seine Herausforderungen mit. Mit Erwartungsdruck umzugehen, ein alleinerziehender Vater zu sein, eine Trennung zu verarbeiten. Es waren genügend Facetten, um für mich glaubwürdig zu sein und mir ans Herz zu wachsen. Und für die Art mit Olive umzugehen, kann man ihn nur gern haben.
Den Schreibstil von Kyra Groh finde ich persönlich einfach toll. Sie schreibt so atmosphärisch, dass ich mich in die Kleinstadt Lower Whilby zur (verfrühten) Weihnachtszeit hineinträumen kann. Die Gespräche fühlen sich realistisch an, wie man heutzutage in seinen Zwanzigern eben redet. Diese seltsame Zeit, in der man langsam erwachsen wird und merkt, dass man eben nicht mehr die Jugendsprache von heute benutzt, wird perfekt dargestellt. Auch die Selbstfindungsphase, die in dieser Lebensspanne häufig passiert, wird so vielschichtig dargestellt wie sie wirklich ist.
Alles in allem finde ich das Buch sehr gut gelungen. Eine Geschichte, in die man sich hineinträumen kann, die Olive als Charakter gerecht wird, und einen wundervollen Abschluss der Reihe (auch wenn ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass es vielleicht doch noch weitergeht).
Ich hätte nicht erwartet, dass ausgerechnet Olive zu meinem Highlight dieses Buches werden würde.
Sie ist kontrollierend, perfektionistisch und stellenweise anstrengend – und genau deshalb hat sie mich begeistert.
Für mich ist The Peppermint Hot Chocolate Dilemma der stärkste Teil der Lower-Whilby-Reihe.
Seit wann müssen Protagonistinnen immer sympathisch sein?
Mich interessiert viel mehr, was hinter schwierigen Verhaltensweisen steckt: Welche Erfahrungen haben Olive geprägt? Woher kommt ihr Bedürfnis nach Kontrolle? Und was verbirgt sich hinter ihrer Fassade?
Genau diese psychologische Tiefe möchte ich in Büchern lesen!
Olive darf ihre Ecken und Kanten behalten. Ihr Perfektionismus kommt nicht aus dem Nichts, und ich mochte, dass Kyra Groh diese Hintergründe sichtbar macht. An einigen Stellen hätte ich mir noch mehr Tiefe gewünscht, aber wir befinden uns schließlich in einer Small-Town-Romance und nicht in einer umfassenden Charakterstudie. Deshalb reicht es für mich nicht ganz für fünf Sterne.
Auch Casey hat mich positiv überrascht. Er ist kein Love Interest, dessen problematisches Verhalten als attraktiv verkauft wird, sondern begegnet Olive mit Humor, Geduld und Verständnis – ohne sie verändern zu wollen.
Man muss einen Menschen nicht vollständig verstehen, um ihm empathisch zu begegnen.
Kyra Grohs Humor hat ebenfalls wieder hervorragend funktioniert. Die trockenen Dialoge und der generationsübergreifende Humor haben mich mehrfach zum Lachen gebracht. 😂 Gleichzeitig lockern sie die Geschichte auf, ohne die ernsteren Themen zu entwerten.
Mein persönlicher Romance-Endgegner bleibt allerdings der Age Gap.
Ich. Mag. Es. Einfach. Nicht. 😂
Umso mehr muss ich Kyra Groh zugutehalten, wie gut sie den Altersunterschied umgesetzt hat. Olive wirkt durch ihre Lebenserfahrung sehr erwachsen, Casey bringt als Vater ebenfalls Reife und Verantwortungsbewusstsein mit. Dadurch begegnen sie sich für mich auf Augenhöhe.
Der Altersunterschied wird eigentlich nur präsent, wenn die Figuren selbst darauf hinweisen. Und jedes Mal dachte ich:
Ach ja, stimmt. Da war ja was. 😂
Meine grundsätzliche Abneigung bleibt zwar bestehen, aber die Umsetzung hat mich überzeugt.
Außerdem mochte ich, dass sich die Beziehung entwickeln darf. Eine schwierige Persönlichkeit verschwindet schließlich nicht einfach, nur weil der richtige Mensch auftaucht – und das sollte sie auch gar nicht müssen.
Charakterentwicklung bedeutet nicht, aus einem schwierigen Menschen einen unkomplizierten zu machen. Sie bedeutet, eigene Muster zu erkennen und zu hinterfragen. Diesen Ansatz habe ich sehr geschätzt.
Am Ende bleibt eine humorvolle und überraschend reflektierte Romance, die sich vor allem durch ihre Charaktere von den Vorgängern abhebt.
Für fünf Sterne hätte ich mir mehr psychologische Tiefe gewünscht. Der Age Gap bleibt ebenfalls ein kleiner Minuspunkt, auch wenn er gut umgesetzt wurde.
Vier Sterne vergebe ich hier trotzdem ausgesprochen gerne.
Für eine Protagonistin, die nicht permanent sympathisch sein muss. Für einen empathischen Love Interest ohne Retterkomplex. Für großartigen Humor und eine Geschichte, die zeigt, dass hinter vermeintlich schwierigen Menschen oft mehr steckt, als man zunächst vermutet.
Gebt mir bitte mehr solcher komplizierten Frauenfiguren.
Die perfekten Protagonistinnen dürfen gerne die anderen haben. 😂
Was für ein wunderbarer Abschluss einer Reihe, die ich von Herzen geliebt habe! Und ja: Für mich war The Peppermint Hot Chocolate Dilemma ein absolut würdiger Abschluss.
Im dritten Teil geht es um Olive, Judes Schwester, die bereits im ersten Band eine wichtige Rolle gespielt hat. Damals hatte sie sich kurzerhand in ihrem eigenen Haus verbarrikadiert, statt ihre Hochzeitsreise anzutreten, nachdem sie ihrem Ehemann Tony auf die Schliche gekommen war. Nun hat sie die Sache zumindest so weit überwunden, dass Tony aus dem Haus geflogen ist und sie versucht alleine den Alltag zu stemmen.
Allerdings steht Olive finanziell ziemlich unter Druck, denn plötzlich muss sie die Kosten für das Haus alleine stemmen. Und hier kommt natürlich Jude ins Spiel. Sie fädelt kurzerhand ein, dass der Schriftsteller Casey O’Leary, der gerade dringend einen Ort zum Schreiben braucht, eine Wochenendresidenz bei Olive bekommt. Geld spielt für Casey keine Rolle und Olive kann die Einnahmen gut gebrauchen, auch wenn ihr der Schriftsteller ein Dorn im Auge ist.
Olive und Casey haben keine Small Talk Gespräche, sondern Dialoge bei denen ich teilweise Tränen gelacht habe. Generell liebe ich die Dialoge in diesem Buch mit allen Protagonisten! Kyra Groh schafft es einfach, diese ganz besondere Mischung aus Schlagfertigkeit, Situationskomik und liebenswertem Chaos einzufangen. Ich sage nur: 17 Rasierer und Chewbacca-Rasur. Wer das Buch gelesen hat, weiss Bescheid. 😂
Natürlich war für mich relativ schnell vorhersehbar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Aber ganz ehrlich? Das hat überhaupt nicht gestört. Denn bei dieser Reihe geht es für mich gar nicht darum, möglichst überrascht zu werden. Es geht darum, Zeit in Lower Whilby zu verbringen, die Bewohner wiederzutreffen und sich einfach wohlzufühlen.
Und genau das habe ich beim Lesen getan. Ich habe jede einzelne Leseminute genossen.
Eigentlich bin ich sogar noch überhaupt nicht bereit, Lower Whilby und seine Bewohner zu verlassen. Ich hätte bitte gerne noch viel, viel mehr davon! Kyra, kannst du nicht einfach einen 10-Teiler schreiben? Bitte? Und danach darf das Ganze dann sehr gerne noch eine Serie werden, denn beim Lesen hatte ich durchgehend diese ganz besonderen Gilmore-Girls-Vibes. Dieses Gefühl von einer kleinen Stadt, in der jeder jeden kennt, jeder seine ganz eigene Geschichte mitbringt und man sich irgendwann selbst wie ein Teil dieser Gemeinschaft fühlt.
Für mich ist The Peppermint Hot Chocolate Dilemma deshalb nicht nur ein schöner Abschluss, sondern vor allem ein Abschied, den ich eigentlich gar nicht nehmen möchte.
Lower Whilby und die besonderen Einwohner, ich werde euch vermissen. ❤️
Olive hat ihr Leben perfekt durchgeplant, doch dann steht sie mit 25 Jahren vor der Scheidung und ist kurz davor, ihr zuhause zu verlieren. Hätte da nicht ihre Schwester Jude eine Idee, die Olive finanziell unterstützen könnte. Doch dafür muss Olive ausgerechnet dem Bestseller-Autoren Casey O’Leary und seine 12-jährige Tochter in ihr zuhause lassen. Mit den beiden kommt nicht nur Geld ins Haus, sondern auch Chaos und Olive hasst nichts mehr als Unordnung.
The Peppermint Hot Chocolate Dilemma von Kyra Groh ist der letzte Teil der Reihe, die uns in das gemütliche Kleinstädtchen Lower Whilby entführt. Nachdem Olive in den beiden Vorbänden als Nebencharakter äußerst präsent war, war ich super gespannt auf ihre Sicht, denn es war absehbar, dass in ihr mehr steckt als die Perfektionistin.
Olive und Casey waren zwei super sympathischer Protagonist:innen, die aus unterschiedlichen Gründen bereits etwas reifer wirkten als ihre Vorgänger:innen. Aus dem Grund wirkten auch die Themen, welche die beiden beschäftigten, sehr tiefgründig und sie verliehen der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit. Olive, die alles zu verlieren droht, auch sich selbst und sich genau darin vielleicht zum ersten Mal richtig findet. Casey, der eine Schreibblockade durchlebt und dessen Single-Dad-Alltag ihn prägen und ängstigen. Gefühle, die sicherlich sehr viele Menschen kennen. Man versteht nicht nur die Protagonist:innen, sondern fühlt sich regelrecht verstanden.
Kyra Grohs Schreibstil ist wie immer erste Klasse, der Humor kommt trotz der Ernsthaftigkeit nicht zu kurz, zahlreiche Metaphern sorgen für sehr viel Lesespaß und ein kurzweiliges Lesevergnügen. Die winterliche Stimmung konnte mich nicht ganz erreichen, dafür war möglicherweise Lower Whilby zu wenig präsent und der Fokus lag viel mehr auf Casey und Olive. Vermisst habe ich bei Olives ganzem Struggle ihre Arbeit, wäre nicht ein paar Mal erwähnt worden, dass sie Grundschullehrerin ist, dann hätte man dies anhand ihres Alltags eher nicht wahrgenommen. An der Stelle hat es mir daher etwas an Authentizität gefehlt.
The Peppermint Hot Chocolate Dilemma ist ein gelungener Abschluss der Lower Whilby Reihe. Eine Kleinstadt, die ich ins Herz geschlossen habe und deren Bewohner:innen ich gerne immer wieder über den Weg laufen würde, denn alle (Neben-)Charaktere haben mich über die drei Bände zum Schmunzeln gebracht und eine tolle Atmosphäre versprüht.