Nur wir Menschen sind in der Lage, unsere Lebenswelt immer besser nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Indem wir uns aber immer perfekter an die so gestaltete Lebenswelt anpassen, verlieren wir allzu leicht auch unsere Fähigkeit, immer wieder nach neuen Wegen zu suchen und dabei aus den eigenen Fehlern zu lernen. Doch wir sind frei, wir haben die Wahl. Wir können diese selbstverständlich gewordenen Vorstellungen hinterfragen, wir können sie loslassen und uns entscheiden, unser Leben und unser Zusammenleben anders zu gestalten. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen. Und für die Entfaltung der in uns angelegten Potentiale brauchen wir die Begegnung und den Austausch mit anderen. Die Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches. Der Biologe Hüther macht Jedes lebende System kann das in ihm angelegte Potential am besten in einem koevolutiven Prozess mit anderen Lebensformen zur Entfaltung bringen. Oder Gemeinsam kommen wir weiter als allein. Und finden zurück zu dem Lebendigen, das uns zu neuer Kreativität, zum Mut zu sich selbst und zu persönlichen Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir verfügen über Talente und Begabungen und ein zeitlebens lernfähiges Gehirn, das für die Lösung von Problemen optimiert ist. Wir können Erfahrungen anderer übernehmen und über Generationen weitergeben. Doch alte, gebahnte Denkmuster verhindern, was für das Entstehen von Potentialentfaltungsgemeinschaften erforderlich Vertrauen, Austausch, Begegnung. Wenn wir erkennen, dass unser Gehirn sein Potential in Netzwerken mit anderen entfalten kann, dass wir in all unserer Verschiedenheit zusammengehören, voneinander abhängig und miteinander verbunden sind, dann öffnet sich auch der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft, Gemeinsam verfügen wir über deutlich mehr Hirn als allein!
Ich glaube, an vielen Stellen hätte das Buch gekürzt werden können. Ich habe viele Seiten deshalb nur überflogen. Ich persönlich habe auch nicht besonders viel mitgenommen, weil ich die Sicht des Autors nicht sonderlich inspirierend finde und sie mich nicht zum Nachdenken angeregt oder auf neue Ideen gebracht hat.
Gerald Hüther geht irgendwie immer. Die Fakten sind zwar eigentlich bekannt - Pädagogen zum Beispiel, oder Menschen, die viel lesen- aber er erklärt sehr sachlich, wie das menschliche Hirn funktioniert, welche Denkmuster sich entwickeln und warum man selbständig denken und offen sein sollte für andere.