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Der hochmütige Sonnenpriester Jaryn erhält von einem Weisen den Auftrag, einen geheimnisvollen Prinzen zu suchen. Erst wenn dieser freiwillig dem Bösen abschwört, wird ein Fluch gebrochen, unter dem das Land seit Jahrhunderten leidet.
Doch wo soll Jaryn diesen Prinzen finden? Welche Rolle spielt der Räuberhauptmann Rastafan, dem er immer wieder begegnet? Was führen die Oberpriester des Sonnen- und Mondtempels im Schilde?

218 pages, Kindle Edition

First published June 27, 2013

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Jutta Ahrens

87 books9 followers
Jutta Ahrens was born 1943 in Hamburg/Germany where she still lives with her husband. She has a daughter and a granddaughter.

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Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Georgette .
21 reviews
March 28, 2015
(Since this book is not available in English, I’ll be reviewing it in German)

Ich lern’s einfach nicht – deutsche Gay Romance, ich versuche mein Glück immer wieder. Was mir selbst schon vorkommt wie exzessiv ausgelebter Masochismus ist der unerschütterliche Glaube daran, dass es auf dem deutschen Markt in diesem Genre doch mehr als ein, zwei lesenswerte Titel geben muss. Ein Glaube, der wieder einmal enttäuscht wurde.

Ganz frei heraus, bevor ich anfange: nein, ich habe nicht fertig gelesen, sondern nach 37% aufgehört.
Eine Praxis, die ich eigentlich ganz und gar nicht gut finde, aber was ich noch weniger gut fand, war dieser Roman.

Also, jetzt mal ganz strukturiert:

Charaktere

Die einzigen beiden, die bisher so etwas wie eine Hauptrolle eingenommen haben, sind Jaryn, seines Zeichens Sonnenpriester von Achay und Rastafan (Rajasthan? Rastafari?), Räuber aus den Rabenbergen. Während ersterer sich auf seine Heiligkeit/Schönheit/Erhabenheit/Perfektion gar nicht genug einbilden kann, ist letzterer mehr der Typus ungehobelter Klotz mit Tendenz zum kapitalen Unsympathen.
Also schon mal keine Mischung, die mir die Knie weich werden lässt, aber man hätte ja was daraus machen können. Hätte. Können.

Setting

Wir befinden uns in einer Fantasy-Welt in der göttliche/magische Orden augenscheinlich einen großen Stellenwert besitzen. Gegenüber stehen sich der Sonnen- und der Mondtempel, wobei ersterer natürlich für das Gute/Erleuchtung steht und letzterer das Böse schlechthin verkörpert (zumindest in den Augen von Jaryn), aber dennoch eine Berechtigung als religiöse Einrichtung hat und sich mit List und Tücke zum Berater des Herrschers gemausert hat. So weit, so klassisch. Ich werde mich nicht allzu sehr über die Klischees an dieser Stelle auslassen, da ich so eine leise Vermutung habe, dass unser Protagonist Jaryn zum Schluss vielleicht dahinter kommt, dass nicht alles so schwarzweiß sein kann (was ja eine positive Entwicklung wäre). Aber wer weiß – ich jedenfalls nicht.
Ansonsten ist die Welt bis jetzt wenig ausgebaut, man bekommt die Namen einiger fremder Völker/Länder vor die Füße geworfen, aber auch hier kein vorschnelles Urteil, da ja vielleicht im späteren Verlauf des Buches noch mehr in dieser Hinsicht zu finden ist.

Schreibstil und Sprache

Sprachlich verfügt dieser Roman für einen Selfpublishing-Titel über eine recht gute Qualität, es finden sich fast keine Rechtschreib-/Grammatikfehler, vor denen es bei anderen E-Books in diesem Sektor ja geradezu so wimmelt. Stilistisch gesehen ist dieses Buch meiner Meinung nach solide. Ich komme nicht ins Schwärmen, aber es lässt sich flüssig lesen, ohne dass man über irgendwelche literarische Seltsamkeiten stolpert. Das ist nach meinen mannigfaltigen schlechten Erfahrungen ja schon mal ein großes Plus.

Plot

Jetzt kommt’s. Oder auch nicht. Denn der Sog, der den geneigten Leser in diese Geschichte ziehen soll, ist eher ein altersschwaches laues Lüftchen.
Grundsätzlich geht es darum, dass Jaryn von einem allseits geachteten weisen Mann den Auftrag bekommt einen Bastard des Königs aufzuspüren, weil dieser sonst durch ein Ritual, in dem er gegen den rechtmäßigen Erben kämpfen muss an die Macht gelangen könnte und – sollte dies der Fall sein – eine böse Gottheit sich dieses Bastard bemächtigt und Schrecken und Unheil und Verdammnis für das ganze Land und so.
(Man fragt sich dezent, womit sich der Mächtige Orden Der Achayanen denn eigentlich rechtfertigt, wenn sie nicht im Stande wären, so einen schrecklichen Herrscher abzusetzen, oder warum es das bescheuerte Brudermord-Ritual überhaupt gibt, wenn bei falschem Ausgang das gesamte Königreich in den Ruin gestürzt wird, aber hey! Das ist wohl zu haarspalterisch.)

Soviel dazu. Ich habe andere Probleme. Die „Romanze“. Was zum…?
Dass Jaryn und Rastafan unsere zukünftigen Turteltäubchen sind, ist wohl nicht schwer abzusehen. Wenn schon absatzweise die Attraktivität dieser beiden Hupfdohlen Sahneschnittchen minutiös erläutert wird, bleibt kein Raum für Hoffnung Zweifel. Also gut, wir haben den holden Jungfer und den Babaren. So weit, so klassisch, die Zweite.
Das Schirmchen auf diesem Cocktail aus Schema F und aufkommendem Yaoi-Feeling ist dann noch die erste Begegnung der Beiden. Der Overkill, der Super-Gau…obwohl, der kommt eigentlich erst später.
Jaryn befindet sich also mit von Überheblichkeit beflügeltem Schritt auf dem Weg durch das Banditengebiet. Prompt wird er von Rastafan überfallen und den Rest kann man sich denken.

Nach diesen Szenen kann ich unmöglich glauben, dass eine wie auch immer geartete Romanze zwischen diesen beiden Figuren erwachsen könnte, noch dazu, da es sich ja nicht um einen „Ausrutscher“ auf Rastafans Seite zu handeln scheint (siehe Prolog).

Fazit

Akzeptable Sprache konnte hier leider nichts mehr retten. Nach 37% sah ich mich gezwungen, dieses Leseerlebnis vorzeitig zu beenden, da es über Inhalte verfügt, die ich so in keinster Weise unterstützen kann und will.
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