Jutta Reichelt erzählt in ihrem schmalen, aber gewichtigen Roman (an dem sie gut sechs Jahre arbeitete) ganz unaufgeregt, fast beiläufig von Menschen, die sich oder anderen keine Auskunft geben, keine Antwort geben können - über sich selbst. Weil sie ihre eigene Geschichte nicht kennen. Weil ihnen die Worte fehlen oder weil sie den erlebten Schrecken niemandem zumuten wollen. Jutta Reichelt: eine einfühlsame, eine »hintergründige« Wahrnehmerin. Eine Erzählerin mit Tiefgang. Und trotzdem nicht »schwer«. Und ja doch: eine richtige literarische Entdeckung.
This book builds slowly, through many everyday actions: endlessly boiling the kettle for tea, wondering whether or not to smoke a cigarette, etc. I really wondered whether the mystery that it begins with (Christoph’s disappearance) was going to have any kind of resolution. However, towards the end, surprising things are revealed and difficult answers emerge. I realised that the slow build is an important part of the story because it mirrors the extent to which the things that have to be revealed were deeply hidden.
It’s a clearly written, slowly compelling book. And the language is accessible for readers of German as a second/foreign language.