Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?: Für eine Gesellschaft, in der alle sicher sind – ein Manifest - Mit Beiträgen von Ricarda Lang, Jagoda Marinić ... – SPIEGEL-Bestseller
Der Fall Collien Fernandes hat Deutschland aufgerüttelt und wieder einmal schonungslos offengelegt, wie alltäglich männliche Gewalt gegen Frauen ist – und wie unzureichend das deutsche Rechtssystem betroffene Frauen schützt. Kristina Lunz und Düzen Tekkal wollen das nicht länger hinnehmen. Gemeinsam mit Ricarda Lang und mit der Unterstützung von mehr als 250 bekannten Frauen stellen sie 10 Forderungen gegen männliche Gewalt an die Bundesregierung. Sie starteten eine bundesweite Unterschriftenaktion, die binnen kürzester Zeit über 300.000 Menschen mobilisierte. Jetzt verleihen die Autorinnen ihren Forderungen Nachdruck und zusätzliche Klar und analytisch zeichnen sie den Status quo nach und formulieren die Veränderungen, die sie nun einfordern. Ihr Ziel ist es, sichtbar zu machen, was politisch möglich wäre, würde endlich konsequent gehandelt. Sie wollen aus der Wut heraus Veränderung schaffen. Frauenhass kommt aus allen Richtungen, deshalb ist Stillhalten, Schweigen und Abwarten für Frauen keine Option.
„Sie können wohl alle Blumen abschneiden, aber sie können den Frühling nicht verhindern.“
Das Buch behandelt unter anderem den Fall Collien Fernandes und wie unzureichend unser deutsches Rechtssystem ist. Es deckt erschreckend auf, wie zurückgeblieben manche Männer noch sind. Aber die Revolution wird kommen, auch wenn sich manche dagegen sperren.
Ich hab ein bisschen gebraucht, um dieses Buch zu beenden, weil es sehr viel konkreten Input und praktische Anwendungsbeispiele und -kontexte liefert. Deswegen war es manchmal ein bisschen „sperrig“ zu lesen, was aber keine Kritik am Inhalt ist und bei dem, worum es im Buch geht, ist der Schreibstil auch sehr angemessen. War glaube gerade einfach nicht meins, aber an sich trotzdem unfassbar gut recherchierter und wichtiger Inhalt
Wichtiger Inhalt, auf einige Themen hätte man jedoch noch konkreter eingehen können. Historischen Kontext gab es an einigen Stellen, jedoch immer nur sehr kurz gehalten.
Mehr kontext und einordnung zu aktuellen Themen hätte ich mir aber auch erhofft, da dieses Buch sich an manchen Stellen anfühlt, als würde es voraussetzen dass man alles an Hintergrundinformationen bereits auch schon recherchiert hat.
Ergänzend zu Informationen über angesprochene Themen top, stilistisch gut, man merkt aber eben dass es bei der Entstehung dieses Buches etwas schneller gehen musste- was für die länge und das thema aber okay ist.
Kurzweiliges Buch. Hätte aus meiner Sicht auch einfach ein Positionspapier bleiben können. Das Anliegen ist sehr wichtig, jedoch liefert das Buch keinerlei Neuigkeiten - wenn man bedenkt, dass dieses Buch ausschließlich von Menschen gelesen wird, die sich für Feminismus und Gleichberechtigung interessieren.
Die Nachworte sind noch das beste am Gesamtwerk.
Das Buch ist hochaktuell und wirkt, als habe man es in 2 Wochen geschrieben - überhastet, wenig zusammenhängend, wenig zusammenarbeitend.
Allein weil das Buch so wichtige zentrale Gedanken zu Papier bringt und ausformuliert, ist es super wichtig. Nicht zuletzt, weil wir Leser:innen die Autor:innen so ein Stück in ihrer Arbeit unterstützen können, indem wir ihre Bücher kaufen. Das ist nicht das erste Buch von Kristina Lunz, das ich gelesen habe, und auch, wenn ihre Punkte ähnlich sind, oder manche Anekdoten schon bekannt, ist es nichtsdestotrotz wichtig, das alles nochmal zu lesen!