Das Cover: Dunkel, bisschen langweilig, aber immerhin gibt es den Dackel und der rettet einiges. Ich finde die Cover von Krimis aber selten spannend.
Meine Meinung: Katie Kento kenne ich bereits durch ihre YA-Thriller und ihr Gespür für eigenwillige Charaktere und schwarzen Humor war mir schon vertraut. Dass sie mit Adelaide Peel in den Cozy-Crime-Bereich eintaucht, hat mich neugierig gemacht und sie enttäuscht mich kein bisschen. Cozy Crime geht immer, und dieser hier hat noch obendrauf einen der originellsten Schauplätze, den ich seit Langem gelesen habe. (Ich weiß, Neuauflage, bin gespannt)
Nachdem die 83-jährige Adelaide Peel aus Versehen ihr Haus niedergebrannt hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit ihrem hypochondrischen Rauhaardackel Broderick ins Seniorenheim Three Willows einzuziehen. Ein altes, heruntergekommenes Anwesen in Cornwall, bevölkert von schrulligen Mitbewohnern, um die Adelaide sich herzlich wenig schert. Das ändert sich schlagartig, als ihre Nachbarin stirbt und eine Reihe seltsamer Unfälle ihren Lauf nimmt. Adelaide rückt den verbeulten Fedora zurecht, schmuggelt Broderick in ihrer Handtasche durchs Heim und beginnt zu ermitteln. Schrotflinten-Präzision inklusive.
Adelaide ist einfach eine absolute Wucht. Ruppig, hartnäckig, manchmal unerträglich überheblich und doch merkt man auf jeder Seite, dass all das nur eine sorgfältig gepflegte Fassade ist. Hinter der grantigen Schale steckt ein Mensch, der mit Einsamkeit kämpft, der das Älterwerden nicht akzeptieren will und der sich durch Ermitteln ein Stück Kontrolle zurückerobert, das das Schicksal ihr genommen hat. Diese Tiefe macht sie so unvergesslich, man könnte sie manchmal schütteln und drückt ihr im nächsten Moment die Daumen. Broderick, ihr hypochondrischer Rauhaardackel, der an jeder Ecke neue Beschwerden entwickelt, ist dabei das perfekte Sidekick-Tier und stiehlt mehr als eine Szene.
Was das Buch wirklich besonders macht, ist das Ensemble der Nebencharaktere. Die Bewohner von Three Willows sind skurril, liebenswert und durchaus mit echten Geheimnissen ausgestattet, man rätselt munter mit und liegt trotzdem überraschend oft falsch. Kento schreibt schwarzen Humor mit einer Leichtigkeit, die einen regelmäßig zum Schmunzeln bringt, ohne dass es je ins Alberne abdriftet. Der Vergleich mit Miss Marple und dem Donnerstagsmordclub ist absolut berechtigt, wer beides mochte, wird hier sofort zu Hause sein.
Das Buch ist (? Scheint zumindest) Band 1 einer Reihe rund um Adelaide Peel, die hoffentlich jetzt aucb weiterhin erscheinen darf.
Mein Fazit: Adelaide Peel ist eine Protagonistin, die man so schnell nicht vergisst. Ein köstlicher, herzerwärmender und schwarzhumoriger Cozy Crime, der einem das Lesen wieder zur reinen Freude macht. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall!
Angenehmer Schreibstil und etliche Überzeichnungen
Buchmeinung zu Katie Kento – »Three Willows: Mord und Häkeldeckchen«
»Three Willows: Mord und Häkeldeckchen« ist ein Kriminalroman von Katie Kento, der 2026 bei between pages by Piper erschienen ist.
Zum Autor: Katie Kento, geboren 1983 in NRW, schreibt seit ihrem neunten Lebensjahr. Nach ihrem Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literatur und Medien schloss sie ihren Master in Integrated Media ab und arbeitete anschließend in einem Hamburger Verlagshaus. Inzwischen lebt und schreibt die Autorin in Oldenburg.
Zum Inhalt: Nachdem die 83-jährige Adelaide Peel aus Versehen ihr Haus niedergebrannt hat, bleibt ihr keine Wahl, als mit ihrem Rauhaardackel Broderick in das Seniorenheim Three Willows zu ziehen. Eigentlich will sie nur ihre Ruhe, doch dann ermittelt sie in einem Mordfall.
Meine Meinung: Der Einstieg in dieses Buch ist mir leicht gefallen, weil Adelaide Peel trotz ihrer Grantigkeit sympathisch wirkt. Ihr erklärtes Ziel ist es, möglichst bald aus diesem Gefängnis, so empfindet Adelaide Peel das Seniorenheim, entlassen zu werden. In diesem Seniorenheim trifft sie auf diverse andere Senioren, die durchweg einen Spleen haben und zumindest leicht überzeichnet wirken. Ein Lichtblick ist die Pflegerin Nola mit ihrer fast fünfjährigen Tochter Marigold, die sehr sympathisch wirken. Ihr Großneffe Oliver, ein Polizist, hat sie in dem Seniorenheim untergebracht, und wird von Adelaide weitgehend ignoriert. Die Figur Oliver hat mir überhaupt nicht gefallen, weil sie wie eine überzeichnete Karikatur wirkt. Der Schreibstil ist angenehm und mit Humor durchsetzt. Die Gespräche zwischen Marigold und Adelaide sind ein Höhepunkt des Titels. Die Handlung konnte mich dagegen nicht überzeugen. Weitere Unfälle und auch Tote bringen die Ermittlerin Adelaide auf Touren, zumal sie von diversen Personen Unterstützung erhält. Adelaide ermittelt mit mehr Enthusiasmus als Talent und ist bei der Wahl ihrer Mittel nicht zurückhaltend. Die Folge sind hanebüchende Abläufe und Slapstickeinlagen, die teilweise schon unterhaltsam sind. Nach einigen Fehlversuchen gelingt es Adelaide dann doch den Täter zu überführen. Das Happy End passt gut zur Geschichte und stimmt mich versöhnlich.
Fazit: Dieser Cosy Crime hat seine Stärken in einem angenehmen Schreibstil und einigen liebevoll gezeichneten Figuren. Die meisten Figuren sind aber ebenso wie die Handlung ziemlich überdreht und haben mich nicht überzeugt. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).
Die 83-jährige Adelaide Peel hat versehentlich ihr Haus angezündet und wird nun in ein Seniorenheim abgeschoben. Neben ihrer großen Tasche mit Steinen zur Selbstverteidigung schmuggelt sie auch ihren kleinen Dackel Broderick mit ein. Da sie nicht vorhat, lange zu bleiben, will sie sich gar nicht erst mit den anderen Bewohnern abgeben. Kaum ist sie dort stirbt ihre Zimmernachbarin und Adelaide hat eine verdächtige Person gesehen. Da die Tote alt und krank war, wird nicht von einem unnatürlichen Tod ausgegangen. Nun geht Adelaide mit ihrer Vermutung allen gehörig auf die Nerven. Zum Glück ist ihr Großneffe Oliver bei der Polizei. Es kommt zu weiteren Zwischenfällen, in denen Adelaide sich voll und ganz ausleben kann. Da sie eine eifrige Krimileserin ist, wird sie den Fall sicherlich aufklären können. Die Charaktere und die Handlung sind völlig überzogen und trotzdem fand ich das Buch höchst amüsant. Adelaide ist eine sehr impertinente Person, grantig, unhöflich und überhaupt nicht umgänglich, tritt und schlägt, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Sie ist sich bei ihren immer neuen Verdächtigen sehr sicher, den Fall gelöst zu haben. Oliver ist dabei auch nicht besonders hilfreich, er ist ein gutmütiger, aber naiver Trottel, trotzdem sympathisch. Er ist völlig verknallt in die Pflegerin Nola, die sich sehr für die Bewohner der Einrichtung einsetzt. Auch die anderen Senioren bringen ihren eigenen Charme und ihre Eigenheiten in die Geschichte ein, wodurch eine bunte und skurrile Gemeinschaft entsteht. Der Schreibstil ist spritzig und angenehm zu lesen. Mit einem feinen Gespür für humorvolle Dialoge und cleveren Wortspielen schafft die Autorin eine lebendige Atmosphäre, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Es ist gelungen, die ernsthaften Themen des Alterns und der Einsamkeit leicht und dennoch respektvoll zu behandeln. Besonders schön ist der kleine Dackel über den Kapiteln. Das Cover finde ich sehr schön. Es wirkt etwas düster, wird aber von dem schnüffelnden Broderick etwas aufgelockert. Insgesamt ist es eine unterhaltsame Lektüre, die die sehr verschiedenen Charaktere in der unkonventionellen Umgebung eines Seniorenheims zum Leben erweckt. Die Kombination aus Witz, Spannung und der Darstellung des Lebens im Alter schafft ein rundum gelungenes Leseerlebnis.
Adelaide Peel ist mit ihrem Dackel Broderick kurzfristig ohne Bleibe und wird deshalb in dem Seniorenstift Three Willows untergebracht. Natürlich sind Hunde dort verboten, doch ohne ihren Broderick geht sie nirgendwohin. Außerdem will sie auch ganz schnell wieder aus diesem Heim verschwinden. Was sie in der ersten Nacht hört, macht sie allerdings sehr stutzig, denn es hört sich so an, als ob im Nebenzimmer jemand umgebracht wird. Dort wohnt die Gründerin Hazel Ward und die ist am nächsten Morgen tot. Natürlich ist Adelaide davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt, doch keiner glaubt ihr. Natürlich macht sich die selbsternannte Chefermittlerin an die Arbeit. Ob ihr Großneffe, der Versager, Oliver, der Polizist ist, dabei helfen kann glaubt sie nicht, also macht sie sich mit Broderick auf den Weg Spuren zu suchen. Der Krimi „Three Willows – Mord und Häkeldeckchen“ spielt in einem englischen Seniorenstift und hat als Hauptperson die 83-jährige Adelaide Peel mit ihrem Rauhaardackel Broderick. Auf dem Cover ist eine Szene dargestellt, die die Villa betrifft in der Adelaide und die anderen Senioren zu Hause sind. Diese Adelaide ist eine sehr ruppige Dame, die sich aber auch mit jedem anlegt und eigentlich auch keinen mag. Die Autorin benutzt diese Darstellung auch, um deutlich zu machen, warum alle Bewohner und Mitarbeiter in dem Seniorenwohnheim verdächtigt werden einen Mord begangen zu haben. Da ihr keiner glaubt, macht sie sich halt selbst auf die Socke und schnüffelt herum. Die Autorin hat aber auch noch andere interessante Figuren beschrieben, wie z.B. Oliver ihr Großneffe. Er wird als ein bisschen leichtgläubig und unbeholfen dargestellt, was in seiner unbeholfenen Liebe zu Nola Jelani gipfelt. Doch diese Nola hat eine 4-jährige Tochter Merigold und der gelingt es im Laufe des Krimis die harte Schale Adelaides langsam aufzubrechen. Die Darstellungen der Bewohner der Villa ist der Autorin gut gelungen, obwohl es mir anfangs nicht leicht gefallen ist die ganzen Personen einzuordnen. Die Spannung ist langsam aufgebaut und gut bis zum Ende entwickelt. Ich fand das Lesen dieses Krimis anfangs sehr anstrengend und ich habe einige Zeit gebraucht mich in diesem Krimi zurecht zu finden. Im Lauf der Handlung wurde es allerdings immer besser. Ein ungewöhnlicher englischer Cosy Krim, der hier vorliegt, aber er wird schon einige Freunde finden.
„In Three Willows sterben die Menschen an Altersschwäche und an Krankheit. Da steckt nichts Mysteriöses dahinter, erst recht kein Mord.“ „Auch das würde eine Mörderin sagen.“ Seite 33
Adelaide Peel ist 83, liebt Krimis und ihren Rauhaardackel Broderick und sie kommt noch wunderbar allein zurecht … jedenfalls bis sie aus Versehen ihr Haus abbrennt. Jetzt muss Adelaide nach Three Willows ziehen, ein Seniorenheim und das geht ihr ordentlich gegen den Strich. Das lässt sie sowohl den Heimleiter, als auch die anderen „Rosinen“ offen spüren. Als ihre Zimmernachbarin verstirbt, gleich nachdem Adelaide Schritte auf dem Flur gehört hat und sich die skurrilen Unfälle im Haus häufen, fängt Adelaide an zu ermitteln. Denn sie will auf keinen Fall die Nächste sein.
„Tote Hunde winseln nicht“, wisperte sie ihrer atmenden Tasche zu. Seite 12
Three Willows ist die Definition eines Häkelkrimis. Eine schrullige alte Lady, die ihr goldenes Herz unter Mürrischkeit versteckt und Krimis liebt. Unterstützung bekommt sie von ihrem Großneffen, ein unbeholfener Polizist aus dessen Sicht ebenfalls einige Kapitel erzählt werden. Dann gibt es natürlich noch jede Menge Mitbewohner im Heim, die Adelaide als Rosinen betitelt. Mit schmerzenden Knien und Trippelschritten macht sie sich auf die Jagd nach dem Mörder. Vorher hat sie einfach ihren Dackel in ihrer Handtasche ins Altenheim geschmuggelt, weil dort Tiere verboten sind. Das war schon der perfekte Einstieg in die Geschichte :D Ich habe so herzlich gelacht bei diesem Buch – und das meistens, wenn eine gewisse Fast-Fünfjährige Marigold in der Nähe war ^^
„Ich glaube sehr wohl, dass seltsame Dinge in Three Willows vor sich gehen.“ „Sie meinen abgesehen von der Leiche, dem menschenfressenden Bett und dem Dachziegelregen?“ Seite 138
Der Schreibstil ist toll, sehr bildhaft und dabei nicht ausschweifend, ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mich auf jedes neue Kapitel gefreut. Die Geschichte ist super unterhaltsam, hat mich mit seinen Wendungen immer wieder überrascht und bis zum Ende in Atem gehalten. Hier und da war es etwas gemein und ein klein wenig drüber, aber nicht schlimm. Keine Ahnung, ob Three Willows als Reihe geplant ist, aber ich würde einen zweiten Band sofort lesen!
„Three Willows- Mord und Häkeldeckchen“ war mein erstes Buch der Autorin Katie Kento und mich konnte direkt der flüssige und humorvolle Schreibstil überzeugen.
Wir lernen die 83jährige Adelaide Peel kennen, die ganz aus versehen ihr Haus in Brand gesteckt hat. Dadurch muss sie nun temporär in ein Seniorenheim umziehen, das ihr natürlich gar nicht gefällt. Besonders erschütternd für sie ist, dass sie ihren Hund Broderick nicht mitnehmen darf. Doch dies hindert sie nicht daran ihren kleinen Rauhaardackel in das Seniorenheim zu schmuggeln. Neben der großen Tasche mit Steinen, zur Selbstverteidigung, ahnt sie vielleicht bereits, dass es in ihren neuen zu Hause bald sehr turbulent zugehen wird. Denn bereits schon in der ersten Nacht wird ihre Zimmernachbarin Tod aufgefunden und nur Adelaine scheint davon überzeugt zu sein, dass es Mord war.
Neben der schrulligen Adelaide haben auch die anderen Bewohner sehr viele Eigenheiten, die sie unfreiwillig komisch wirken lassen. Gerade auch die kleine 4jährige Marigold mischt das Seniorenheim ordentlich auf, da sie in den Kindergartenferien mit ihrer Mutter zur Arbeit kommen muss. Dank den Charakteren gibt es viel zu lachen und zu schmunzeln, sodass die Seiten sehr schnell zu lesen sind. Besonders Adelaide wird sehr grummelig dargestellt und passt so gar nicht in das Bild der sympathischen Seniorenermittlerin. Sie ist unhöflich und will überhaupt keinen Kontakt mit den anderen Senioren, dabei wird sie sogar handgreiflich und tritt und schlägt um sich wenn ihr etwas nicht passt und es nicht nach ihrer Nase läuft. Doch gerade dies macht sie einzigartig und vor allem unberechenbar.
Der Fall ist sehr konfus, da Adelaide alles und jeden beschuldigt und sich sicher ist den Fall bereits gelöst zu haben. So lernen wir auch nach und nach die anderen Bewohner kennen, die alle von Adelaide das letzte zuerst zu hören bekommen. In sehr witzigen und klugen Dialogen erfahren wir einiges über das Leben in dem Seniorenheim, was die Geschichte insgesamt sehr rund wirken lässt.
Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen und vor allem die einzigartige Adelaide macht dieses Buch zu etwas besonderen. Daher kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.
Nachdem die 83-jährige Adelaide Peel versehentlich ihr eigenes Haus niedergebrannt hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als mit ihrem Rauhaardackel Broderick ins Seniorenheim Three Willows zu ziehen. Begeistert ist sie davon natürlich überhaupt nicht. Als dann kurz nach ihrer Ankunft eine Mitbewohnerin stirbt, ist für Adelaide schnell klar: Das war Mord. Also beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln – sehr zum Leidwesen der anderen Bewohner.
Mit Adelaide musste ich am Anfang erst einmal warm werden. Mit ihrer grantigen Art war sie mir zunächst nicht unbedingt sympathisch. Das hat sich aber ziemlich schnell geändert und irgendwann hatte ich sie genauso ins Herz geschlossen wie die vielen skurrilen Bewohner des Seniorenheims. Gerade die unterschiedlichen Charaktere und der trockene Humor haben mir richtig gut gefallen und mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Ein paar kleine Kritikpunkte gab es für mich trotzdem. Zwischendurch hatte die Geschichte ein paar Längen und auch das Ende zog sich etwas. Außerdem wurde der Running Gag um Brodericks Blähungen meiner Meinung nach etwas zu oft aufgegriffen. Anfangs war das noch witzig, irgendwann war es einfach nur noch zu viel.
Trotzdem hat mich der Cosy Crime insgesamt gut unterhalten. Die Mischung aus ungewöhnlicher Ermittlerin, liebenswerten Figuren und einer guten Portion Humor macht einfach Spaß. Wer humorvolle Krimis mit skurrilen Charakteren mag, sollte sich Three Willows: Mord und Häkeldeckchen auf jeden Fall einmal anschauen.
Dies ist mein erstes Buch von Katie Kento und ich war sehr, sehr gespannt : Schon der Klappentext und das Cover haben mich total angesprochen und ich hatte direkt Miss Marple Vibes : Die rüstige Adelaide brennt aus Versehen ihr Haus nieder und landet gemeinsam mit ihrem Rauhaardackel Broderick widerwillig im Seniorenheim . Das ist gar nicht ihr Fall und so hält sie sich von den Mitbewohner*innen fern und macht ihr eigenes Ding – und auch die anderen Bewohner*innen können der rüstigen Adelaide nichts abgewinnen. Dann passieren nach und nach Unfälle im Seniorenheim und Adelaide, Krimi-Liebhaberin und selbstbewusste Spürnase, stürzt sich in die Ermittlungen. Mir hat der Schreibstil von Katie Kento sehr gut gefallen, ganz leicht und flüssig erzählt sie uns von ihrer Hauptfigur Adelaide, die auf den ersten Blick keine Sympathieträgerin ist. Blickt man aber hinter die grantige Art, ist sie eine lustige und schrullige Figur, die man während des Buches sehr gern begleitet. Die Figuren und auch Örtlichkeiten hat die Autorin sehr bildhaft und lebendig dargestellt und so hatte ich oft beim Lesen ein klares Bild vor Augen. Humor und ein schlüssiger Fall runden das Buch perfekt ab und so hatte ich eine wundervolle Lesezeit mit Adelaide in Three Willows – ich freue mich schon jetzt sehr auf das folgende Buch ! Ich vergebe eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung für diesen tollen Krimi- wer Miss Marple mag, wird Adelaide Peel lieben !
Das Buch von Katie Kento „Three Willows : Mord und Häkeldeckchen“ ist am 31. Juli 2026 bei between pages by Piper erschienen.
Man sollte meinen ermittelnde Senior:innen gäbe es inzwischen genug, aber diese Miss Peel hat definitiv noch gefehlt! Die erfahrene Kriminologin mischt das Seniorenheim Three Willows ordentlich auf, zumal gleich nach ihrem unfreiwilligen Einzug ihre Zimmernachbarin stirbt. Und natürlich ist für die durch jahrzehntelangen Krimikonsum erfahrene Kriminologin sofort klar, dass es sich um Mord handeln muss. Unterstützt von ihrem Dackel Broderick macht sich Adelaide Peel daran, das Verbrechen aufzuklären. Dabei kommen ihr aber immer wieder der Heimleiter, ihr Großneffe - der auch noch Polizist ist (in Adelaides Augen aber dazu nicht viel taugt) - und leider auch ihre altersbedingten Zipperlein in die Quere. Doch davon lässt sich eine Miss Peel ganz bestimmt nicht aufhalten! Überraschende Wendungen, skurrile Charaktere und wahnwitzige Ermittlungstaktiken machen die Geschichte zu einem absoluten Lesevergnügen, das allerdings einige Male haarscharf an der Grenze zur Albernheit vorbeisaust. Trotz allen Humors bietet das Buch aber auch eine ordentliche Portion Spannung und Mitgefühl, wenn Miss Peel im Verlauf der Geschichte auftaut und sich mit den anderen Heimbewohnern irgendwie anfreundet - was sie selbst natürlich nie zugeben würde. Fazit: Mit viel Witz und Einfallsreichtum ist das Buch eine gelungene Bereicherung für das "Cosy Crime im Seniorenheim" Genre.
Miss Peel kann nach Einschätzung ihres Großneffen nicht mehr allein leben. Der zieht die 83jährige ungewollt in ein Seniorenheim, in der Handtasche ihren genauso betagten Rauhaardackel.. Das Gespann mischt von Anfang an den Laden auf. Mit ihrer griesgrämigen Art und gleichzeitig auch auf ordentliches Benehmen bei anderen bedacht stößt sie überall an. Dann geschieht ihrer Meinung nach ein Mord. Für die passionierte Krimileserin ist klar, hier muss sie ermitteln, denn die Polizei in Person ihres Großneffen taugt nicht viel. Am Ende von vielen fehlgeleiteten Ermittlungsansätzen kommt sie dem Richtigen auf die Spur und in Gefahr. Mittlerweile gibt es viele Cozy Crimes die in Seniorenheimen spielen und oder deren ermittelnden Figuren Miss Marple und andere Krimihelden als Vorbild bzw. als Inspiration betrachten. Andererseits scheint dieses Buch schon vor einigen Jahren unter einem anderen Titel und Autorennamen veröffentlicht worden sein. Daher die eher unwichtige Frage wer folgt wem. Miss Adelaide Peel ist eine nervige Person, diese winzige Rosine wechselt ihre Ansichten wie andere Leute ihre Unterwäsche. Auch die teilweise sehr schrulligen Mitbewohner leisten ihren Beitrag bei der Einschätzung ist das zu viel, kann das weg, oder nur lachen und weiter lesen.
Three Willows: Mord und Häkeldeckchen – Adelaide Peel ermittelt von Katie Kento ist ein herrlich unterhaltsamer Cosy Crime, der mich von der ersten Seite an bestens unterhalten hat.
Die 83-jährige Adelaide Peel ist alles andere als eine gewöhnliche Ermittlerin. Mit ihrer schlagfertigen, manchmal herrlich grantigen Art und ihrem treuen Rauhaardackel Broderick sorgt sie immer wieder für humorvolle Momente. Auch die skurrilen Bewohner des Seniorenheims Three Willows wachsen einem schnell ans Herz und machen die Geschichte zu etwas Besonderem.
Besonders gefallen hat mir, dass Adelaide ihr kriminalistisches Wissen aus den klassischen Miss-Marple-Romanen bezieht und dieses bei ihren eigenen Ermittlungen anwendet. Das verleiht dem Buch einen besonderen Charme und ist eine schöne Hommage an klassische Kriminalromane.
Neben den humorvollen Szenen kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Überraschende Wendungen und falsche Fährten sorgen dafür, dass man bis zum Ende miträtselt. Wer Cosy Crime mit liebenswerten Figuren, britischem Flair und einer guten Portion Humor mag, wird an diesem Buch viel Freude haben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne!
Im Prospekt sah das Heim besser aus … (für vorablesen.de) Jahrzehntelang ist Miss Peel alleine klargekommen und es gibt keinen Grund, warum das nicht weiterhin möglich sein sollte Außer … dass ihr Häuschen abgebrannt ist. Ihr fürsorglicher – und bislang unbekannter – Großneffe hat ihr deshalb diesen Platz im Seniorenheim organisiert. Abgeschoben, eingesperrt und ihres Lebens nicht mehr sicher fühlt sie sich dort. Denn tatsächlich gibt es schon in ihrer ersten Nacht im Heim einen Todesfall. Einen Mord, davon ist Miss Peel überzeugt! Und da ihr niemand glaubt, muss sie diesen Mord wohl alleine aufklären. Zum Glück ist sie sehr bewandert in der einschlägigen Literatur und immer zu Misstrauen und einem bissigen Kommentar bereit. Gerade Miss Peels Bissigkeit brachte für mich eine Menge Lesespaß (anderen mögen manche Formulierungen überzogen vorkommen). Etwas überzogen fand ich das Ende, das irgendwie kein Ende fand – trotzdem hatte ich wirklich Vergnügen mit diesem Buch und werde es gerne wieder lesen.
Cosy Crime ist ein weiter Begriff, dies wurde mir hier mal wieder klar. Ich mag eigentlich humorvolle Krimis sehr gerne, aber dieser hier driftet doch sehr ins alberne ab. Die Protagonistin Adelaide Peel, selbsternannte Kriminologin, ist furchtbar nervig. Ihre Lösungsansätze sind an den Haaren herbeigezogen, die Verdächtigen ziemlich wahllos gewählt, meist lösen sich ihre Ermittlungen nach recht kurzer Zeit in Wohlgefallen auf. Hinzu kommt ein an Tollpatschigkeit nicht zu überbietender Großneffe und Polizeibeamter. Was bleibt ist die Tatsache, dass es nicht mit rechten Dingen zu geht im Seniorenheim, Bewohner kommen zu Schaden, der Polizeiinspektor verschleppt die Ermittlungen und der Heimleiter zeigt keinerlei Kooperationsbereitschaft. Ein Krimi also durchaus und wer es gerne etwas übertrieben lustig mag ist hier genau richtig.
Charmanter Cosy Krimi mit einer herrlich eigenwilligen Ermittlerin
Ich hatte richtig Spaß mit diesem Buch. Es ist ein klassischer Cozy Krimi mit viel Charme, skurrilen Figuren und genau der richtigen Mischung aus Humor und Spannung. Adelaide Peel ist eine wunderbar eigensinnige Protagonistin. Mit ihrer direkten, manchmal etwas ruppigen Art und ihrem treuen Rauhaardackel Broderick sorgt sie immer wieder für unterhaltsame Momente. Das Seniorenheim als Setting fand ich ebenfalls richtig gelungen. Die verschiedenen Bewohner sind liebenswert schrullig und machen Three Willows zu einem Ort, an den man gerne zurückkehrt. Der Kriminalfall steht zwar nicht permanent im Vordergrund, hat mich aber bis zum Ende unterhalten. Besonders mochte ich die gemütliche Atmosphäre und den trockenen Humor, die den Roman zu einer perfekten Wohlfühllektüre machen. Für mich war es ein sehr gelungener Auftakt und ich kann mir gut vorstellen, weitere Fälle mit Adelaide Peel zu lesen.