Jump to ratings and reviews

Wir Seezigeuner #4

Wir Seezigeuner, Band 4: Kapitel 129-158

Im vierten und letzten Teil des Abenteuerzyklus 'Wir Seezigeuner' von Robert Kraft erwartet den Leser wieder eine ganze Reihe fulminanter und überraschender Episoden. Verfolgt von Kriegsschiffen und Kaperfahrern, eilt die 'Seebraut' erneut um den halben Globus. Es kommt zu Seegefechten, Vulkanausbrüchen und Havarien, und in England droht der Galgen. Schließlich werden auch die letzten Geheimnisse gelü was es mit dem hohlen Felsenberg auf sich hat, wer der Kommodore wirklich ist, und woher der Klabautermann stammt.

538 pages, Hardcover

First published September 6, 2013

Loading...
Loading...

About the author

Robert Kraft

167 books3 followers
Robert Kraft wurde in Leipzig als Sohn eines Weinhändlers geboren. Die Eltern ließen sich früh scheiden, und der Sohn riss infolge der strengen Atmosphäre im Elternhaus oft aus. Vom Gymnasium wurde er infolge seiner Fehlstunden relegiert. Anschließend absolvierte er auf Anordnung seines Vaters eine Lehre als Schlosser und besuchte ab 1887 die Königliche Höhere Gewerbeschule in Chemnitz.

1889 stahl er seinem Vater eine Geldsumme und wurde kurze Zeit später dafür inhaftiert. In Hamburg heuerte er auf dem Schiff „Shakespeare“ an, das vor Grönland kenterte. Nach der Rettung aus See fuhr er auf weiteren Schiffen um die ganze Welt, um schließlich 1890 nach Ägypten zu gelangen, wo er mit Gelegenheitsarbeiten sein Leben fristete und mit einer einheimischen Frau in der Wüste zusammenlebte. Um nach Konstantinopel zu gelangen, fuhr er als blinder Passagier auf einem Schiff mit und erkrankte unterwegs an der Cholera.

Das deutsche Konsulat in Konstantinopel forderte ihn auf, möglichst bald seinen Wehrdienst abzuleisten. So kam er nach Wilhelmshaven und diente drei Jahre in der kaiserlichen Marine. Nach eigenen Angaben verbrachte er die meiste Zeit in einem Lager für ausgemusterte Bücher aus Schiffsbibliotheken und fand daneben genügend Zeit zum Lesen. Anschließend zog es ihn erneut nach Ägypten, um Wüstenjäger zu werden. Dort kam es in der libyschen Wüste zu Begegnungen mit Rifai-Derwischen, in deren Verlauf er sich intensiv mit übersinnlichen Phänomenen beschäftigte. Gleichzeitig musste er sich eingestehen, dass er für ein abenteuerliches Leben fern europäischer Annehmlichkeiten nicht geschaffen war.

Als in Deutschland die Aussöhnung mit seinem Vater scheiterte, zog er nach London und heiratete 1895 Johanna Rehbein. Das Paar hatte zwei Töchter. Durch deutsche Bekannte ergaben sich Kontakte zum Münchmeyer-Verlag in Dresden, in dessen Auftrag er Kolportageromane verfertigen sollte. Die Zusage des Verlags führte 1896 zur Heimkehr nach Deutschland. Als später noch sein Vater starb, erbte er dessen beachtliches Vermögen. Mit seiner Familie reiste er 1902 nach Monte Carlo, anschließend nach London und brachte innerhalb eines Jahres sein gesamtes Vermögen wieder durch. Mittellos zog er erneut nach Deutschland, um Kolportage zu schreiben, lebte in Kleinzschachwitz bei Dresden, Friedrichshagen, Bad Schandau, Dresden und Hamburg.

Am 10. Mai 1916 starb Robert Kraft im Alter von 46 Jahren in Haffkrug an einem Magenleiden. Seine Ehefrau und seine beiden Töchter blieben mittellos zurück.

Nach Krafts Tod erwarb der Karl-May-Verleger E. A. Schmid alle Rechte an Krafts Werken, um sie in dem ebenfalls zu diesem Zweck erworbenen Verlag Haupt & Hammon ab 1918 postum zu verlegen

[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rober...]

Ratings & Reviews

What do you think?

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (50%)
4 stars
1 (50%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 1 of 1 review
Profile Image for Kaoru.
471 reviews4 followers
July 18, 2026
Man sollte denken, dass nicht mehr als ein kurioses Zeitrelikt zu erwarten ist, wenn man sich eine Abenteuer-Heftromanserie aus der Kaiserzeit vornimmt. Aber dann entpuppt sich der Schreibstil als unerwartet rasant und, ja, oftmals richtig witzig - und ehe man sich versieht, liest man weiter und weiter, bis man am Ende des letzten Sammelbandes angekommen ist. Die Geschichte und ihr Verlauf mag zwar recht episodenhaft und nicht immer durchgängig zusammenhängend sein, aber es macht Spaß ihr zu folgen. Man trifft auf Geheimbünde, gerät zwischen die Fronten des amerikanischen Bürgerkriegs, landet auf der Osterinsel, erlebt ein Intermezzo mit einem Doppelgänger bei Mormonen und sogar ein Geistermedium spielt eine Rolle. Demgegenüber steht, dass das Ende ein wenig unzufriedenstellend ist. Ein paar länger stehende Rätsel werden nie aufgeklärt, wahrscheinlich weil sie von Kraft einfach vergessen worden sind; andere werden gegen Ende nur recht schnell und nebenbei aufgelöst, wahrscheinlich weil Kraft merkte, dass ihm die Seiten ausgehen. Und nebenbei: Nicht jede Figuren- und Handlungsentwicklung ist schlüssig, was wohl dem improvisierten Charakter des Textes geschuldet ist. Irgendwann im letzten Viertel geht ihm erzählerisch auch die Puste aus. Aber habe ich mich jemals über die ca 2200 Seiten gelangweilt? Keineswegs.

Zudem überrascht Kraft nicht nur immer wieder mit seiner prinzipiellen Weltoffenheit und dem Interesse an anderen Kulturen (Er war schließlich selbst lange Zeit Seemann gewesen), sondern auch mit seiner gerade für jene Zeit erstaunlich feministischen Einstellung. Dies wird dann jedoch hin und wieder mit unglücklichen Stereotypen und Rassismus unterbrochen, und man wird daran erinnert, dass der Text dann doch Kind seiner Zeit ist. Dies wird auch der Grund sein, warum Kraft praktisch komplett in Vergessenheit geraten ist und nur noch selten von Nischenverlagen aufgelegt wird.

Dennoch war unterm Strich dies eine, zwar lange, aber spaßige Zeitreise!
Displaying 1 - 1 of 1 review