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257 pages, Kindle Edition
First published March 9, 2015
These 1:
Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter.
These 2:
Je jünger die Kinder sind, desto sinnvoller ist es, sie überhaupt nicht dem Einfluss elektronischer Medien auszusetzen.
These 3:
Ob Werbung oder nicht – bereits die verführerischen Klick-Optionen im Internet überfordern unsere Kinder, weil sie noch nicht über eine ausreichende Impulskontrolle verfügen.
These 4:
Kinder erleben in unserer Welt genug Digitalität. Da ist es kontraproduktiv, den Umgang mit Computern in Kindergarten und Schule zu forcieren. [Aber gerade damit wird ein kritischer Umgang "verschlafen" und werden die Kinder wehrlos den Marketingsstrategien der Hard- und Softwarefirmen überlassen.]
These 5:
Wer bei einem Lernprozess die Wahl zwischen realen und virtuellen Hilfsmitteln hat, sollte sich für die Realität entscheiden – und auf E-Learning so oft wie möglich verzichten.
These 6:
Kinder müssen eine bestimmte kognitive Entwicklung durchlaufen haben, bevor sie sinnvoll mit Computern arbeiten. Das dürfte ab einem Alter von etwa 12 bis 14 Jahren der Fall sein. Vorher kann die Konfrontation mit digitalen Medien mehr schaden als nutzen.
Wir brauchen mindestens in Kindergarten und Grundschule digitalfreie Zonen, damit Kinder vor allem Lernerfahrungen machen, die zu ihrer kognitiven Entwicklung passen. [Ich bin eher für digitalfreie Zeiten, nicht völligen Ausschluss, weil das (siehe meine Anmerkung zu These 4) illusorisch wäre.]
These 8:
Egal ob Tablet oder Kreidetafel – die Qualität des Unterrichts steht und fällt immer mit der Persönlichkeit des Lehrers.
These 9:
Die Digitalisierung der Bildung erfolgt in erster Linie technologie-und ökonomiegetrieben – pädagogische Konzepte entstehen erst als Abfallprodukt.
These 10:
Junge Erwachsene sollten über umfangreiche Medienkompetenz verfügen, um anspruchsvolle Aufgaben in Ausbildung und Studium zu lösen. Diese Fähigkeiten erwerben sie, wenn sie kognitiv zu Abstraktion und Selbstreflexion in der Lage sind (ab 12 bis 14 Jahren). [Es mag stimmen, dass erst mit diesem Alter die entsprechenden Fähigkeiten voll ausgebildet werden können. Die Autoren referieren aber selbst, dass Piaget nicht mehr als Stufenmodell anzusehen ist, sondern als sich überlappende Spirale (Pos. 1010, S.77 und Pos. 1097, S.82). Warum also nicht schon früher langsam beginnen?]