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Commissaire Dupin #15

Bretonischer Glanz

Weltberühmte Zwiebeln und mysteriöse Morde im idyllischen Roscoff

Die Mittagssonne lässt die bunten Segel der Boote im Hafenbecken aufleuchten, als Kommissar Dupin sich auf der Terrasse des Amiral niederlässt. Gerade will er sich seinem tartare de bœuf widmen, als sein Handy In Roscoff im hohen bretonischen Norden wurde eine junge Frau ermordet aufgefunden – ausgerechnet dort, wo gerade das berühmte Krimifestival stattfindet …

Umgehend macht sich der Kommissar zusammen mit seinen Inspektoren Riwal und Kadeg auf den Weg. In dem Hafenstädtchen, das für seine Zwiebeln weltbekannt ist, herrscht Inmitten des Festivaltrubels ziehen Mitarbeiter des lokalen Fährunternehmens wegen drohender Entlassungen durch die Straßen.

Außerdem scheinen in der »Bruderschaft zum Schutz der Roscoff-Zwiebel« obskure Dinge vor sich zu gehen. Als Unbekannte beginnen, rätselhafte Drohparolen auf Hauswände zu schmieren, spitzt sich die Lage zu. Für Dupin wird es so gefährlich wie in keinem Fall zuvor …

320 pages, Paperback

Published June 24, 2026

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About the author

Jean-Luc Bannalec

36 books558 followers
pen name of Jörg Bong

The author divides his time between Germany and coastal Brittany, France. Death in Brittany, the first case for Commissaire Dupin, was published in German in March 2012 and sold 600,000 copies, spending many months on the bestseller list. It has been sold into 14 countries.

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Community Reviews

5 stars
72 (27%)
4 stars
137 (52%)
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43 (16%)
2 stars
8 (3%)
1 star
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Displaying 1 - 25 of 25 reviews
Profile Image for Wulf Krueger.
573 reviews139 followers
August 29, 2026
Ein Krimifestival in Roscoff, eine ermordete Zwiebelbäuerin, Konflikte bei Celtic Ferries, Drohparolen an Hauswänden und eine obskure Zwiebel-Bruderschaft: „Bretonischer Glanz“ bringt zunächst alles mit, was einen Dupin-Krimi ausmacht. Roscoff ist stimmungsvoll, die bretonische Küste leuchtet, Kaffee und regionale Spezialitäten werden mit der gewohnten Hingabe serviert. Dupin bleibt als grantiger, eigenwilliger, zugleich menschlicher Ermittler erfreulich stabil; auch Riwal und Kadeg sorgen für vertraute Komik.

Dann aber beginnt der Roman, sich auf eine Weise mit Autor_innen und Autorentum zu beschäftigen, die nicht ironisch, sondern vor allem selbstgefällig wirkt. Bannalec lässt eine Autorin sagen:

»Was viel heißt, die große Mehrheit der Autoren leidet an schwerem Narzissmus, nicht selten in pathologischem Ausmaß.«

Der Satz wäre ein hübscher Seitenhieb, wenn der Roman nicht umgehend selbst den Beweis antreten würde. Robert Rouxel schreibt über einen Kommissar aus Concarneau, der Dupin auffällig ähnelt, kennt dessen Kaffeemarke und drängt sich als literarischer Beobachter in dessen Leben. Bannalec schreibt sich damit ziemlich demonstrativ selbst in sein Buch. Das wirkt nicht souverän, sondern peinlich.

Und dann ist da eine britische Autorin namens Allyson Christic. Eine zeitgenössische Autorin so zu nennen, ist bereits für sich genommen zum Fremdschämen: Die Anspielung ist nicht fein, sondern mit dem Holzhammer serviert. Überhaupt wird die Welt der Autor_innen hier zur Bühne für Männer, die sich selbst, ihre Genialität und ihre Bedeutung ausgiebig bewundern. Der Roman will diese Eitelkeit offenbar entlarven, beteiligt sich aber lustvoll daran. Das wirkt wie ein typisch deutsches Problem: Man benennt die eigene Selbstgefälligkeit und hält sich dadurch schon für immun gegen sie.

Die literarische Selbstbespiegelung wäre leichter zu ertragen, wenn der Kriminalfall dafür umso sauberer konstruiert wäre. Das ist er leider nicht. Zu viele falsche Fährten führen in Richtung Festival, Fährunternehmen, Zwiebelanbau und Umweltkonflikt, ohne dass die verschiedenen Stränge überzeugend zusammenfinden. Die Auflösung kommt zu bequem, zu spät und mit zu wenig innerer Logik. Das Ende ist abrupt und unvorhersehbar, aber Überraschung ersetzt keine Plausibilität.

Auch sprachlich überzieht Bannalec drastisch mehr als gewöhnlich:

»Die Sonne, der tödliche Feuerball, der der Erde das Leben schenkte.«

Bannalec, oder sollten wir diese schreibende deutsche Kartoffel doch lieber beim richtigen Namen, Bong, nennen, kann Landschaften weiterhin wirkungsvoll beschreiben. Doch zwischen Atmosphäre und Überzuckerung liegt ein schmaler Grat, und dieser Band überschreitet ihn mehrfach. Die poetischen Bilder sollen Erhabenheit erzeugen, wirken aber nicht selten wie eine schriftstellerische Selbstauskunft: Seht her, wie schön ich formulieren kann.

Besonders ärgerlich ist, dass der Roman durchaus die Mittel für einen besseren Fall hätte: die widersprüchliche Welt des Festivals, die wirtschaftlichen Spannungen in Roscoff, die Fragen nach geistigem Eigentum und die bewährte Konstellation der Ermittler_innen. Statt diese Elemente geduldig zu verzahnen, setzt Bannalec auf Behauptungen, Übertreibungen und den nächsten Effekt.

Im Vergleich zu „Bretonische Spezialitäten“ (Review) und dem starken „Bretonische Nächte“ (Review) wirkt dieser fünfzehnte Band eher wie die schwächeren „Bretonische Idylle“ (Review) und „Bretonischer Ruhm“ (Review). Die vertraute Figur, die Landschaft und einzelne Scherze tragen noch. Im Vergleich zu Martin Walkers Bruno-Krimis bleibt Dupins Menschlichkeit ein Pluspunkt, doch Walkers Fälle sind meist sorgfältiger ausbalanciert.

„Bretonischer Glanz“ ist kein Totalausfall. Roscoff, Dupin und die bretonische Genusswelt besitzen weiterhin Reiz. Für einen überzeugenden Kriminalroman reichen Selbstbespiegelung, falsche Fährten und eine zufällig wirkende Auflösung jedoch nicht.

Großzügige drei von fünf Sternen.


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Ceterum censeo Putin esse delendam
Profile Image for Wal.li.
2,712 reviews75 followers
June 25, 2026
Unter vollem Einsatz

Im schönsten Sommer wird Kommissar Dupin nach Roscoff an der bretonischen Nordküste gerufen. Eine junge Bäuerin, die sich um die berühmten Zwiebeln von Roscoff verdient macht, wurde tot aufgefunden. Und gerade findet in Roscoff das alljährliche Krimifestival statt. Zur Freude von Dupins Mitarbeitern, unter denen sich einige echte Krimfans befinden. Dupin hofft, dass das die Ermittlungen nicht beeinflusst, schließlich sind das keine literarischen Werke. Immerhin beeinflusst das Festival die Anzahl der vorhandenen Zimmer. Dupin ist gezwungen, sich mit Kadeg und Riwal ein eine Suite zu teilen. Wie so soft versinkt Dupin in Gedanken, wer sollte es auf dieses angesehene Mitglied der Gemeinde abgesehen haben.

Auch in seinem fünfzehnten Fall verschlägt es Kommissar Georges Dupin an einen malerischen Ort in der Bretagne. Roscoff im Norden ist ein Hafenstädtchen mit einer Fährverbindung nach England. Besonders bekannt ist es für seine köstlichen Zwiebeln. Und Kommissar Dupin muss sich mit der Affinität seiner Kollegen für die Krimis und ihre Autoren herumplagen. Das kann er einfach nicht nachvollziehen. Diese teilweise selbstgerechten Hobbydetektive, die sich eine Expertise zurechnen, weil sie ein paar Bücher geschrieben haben. Nur eine ältere Dame ist ihm einigermaßen sympathisch. Aber das mit dem Mord will ihm einfach nicht in den Kopf und dann gibt es ein zweites Opfer.

Auf die Romane um Kommissar Dupin kann man sich immer freuen. Sie führen einen in verschiedene Orte der Bretagne, die alle eine Reise wert sind. Sei es mittels des Romans oder als Empfehlung für die Reiseplanung. Verfolgt man daneben den Fortgang der Ermittlungen, bleibt man gespannt. Die Verstorbene war in vielen Bereichen der Gemeinde engagiert und sie hatte sich überraschenderweise einige Gegner geschaffen, weil sie nicht jedem Profit hinterherrennen wollte. Dupin und seine Kollegen haben viele Hinweise, aber keinen stichhaltigen Verdacht. Und natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz, das Zusammenleben mit den Kollegen ist schon eine Herausforderung für den Kommissar, der sich eigentlich auf ruhige Tage mit seiner Frau Claire gefreut hatte. Aber wie immer gibt er seinen vollen Einsatz, um den Fall zu lösen. Das liest man gerne - ein kleiner gedanklicher Urlaub mit einem fesselnden Krimi garniert.
Profile Image for Andrea.
1,339 reviews162 followers
June 24, 2026
Wie immer purer Urlaub für die Seele. Oder auch, der eigentliche Grund, warum ich die Bücher liebe: googlen, wo der Comissaire grade ist und Fernweh kriegen...

Die Serie wird einfach nicht langweilig, dafür sind die Charaktere zu liebenswert.

*Leseexemplar vom Verlag via NetGalley erhalten*
Profile Image for Susan K.
45 reviews
September 24, 2026
Spannend bis zum Schluss, es gibt so viele mögliche Spuren. Die Handlung spielt in Roscoff, einer Küstenstadt im Norden der Bretagne, in der berühmte rote Zwiebeln angebaut werden, sich die Hafenarbeiter gegen Spekulanten wehren und ein Krimifestival mit skurrilen Autoren stattfindet.
Profile Image for Michael Madel.
645 reviews12 followers
July 4, 2026
Ein routinierter und spannender Dupin-Krimi mit einem, wie sollte es anders sein, überraschenden Ende.
39 reviews
July 9, 2026
...ach, man müsste glatt mal wieder in die Bretagne... 😉
Profile Image for Ella.
32 reviews
July 27, 2026
Diesmal keine ganz typischer Dupin-Roman, aber trotzdem wieder schön
Profile Image for Conny R.-K..
6 reviews
August 6, 2026
Lieblos, langweilig, und die Auflösung ist so dämlich, dass es an Frechheit grenzt.
10 reviews
July 19, 2026
Nur etwas für Liebhaber der Bretagne.
Profile Image for Peter.
91 reviews
August 28, 2026
Ein typischer Banalec mit Flair und schönem Ambiente. Aber die Klisches werden langweilig und die Krimihandlung ist arg konstruiert.
Profile Image for Buchbesprechung.
238 reviews25 followers
June 24, 2026
REZENSION – Vor 14 Jahren veröffentlichte ein völlig unbekannter Autor namens Jean-Luc Bannalec seinen ersten Krimi. Doch schon bald wusste man, dass sich hinter diesem französischen Pseudonym ein deutscher Schriftsteller – der damalige Verleger Jörg Bong (60) – verbarg. Seitdem verfasste er alljährlich einen weiteren Band seiner längst zu Kultromanen gewordenen und teilweise fürs Fernsehen verfilmten Reihe um den wegen seiner eigenwilligen Ermittlungsmethoden aus Paris in die Bretagne strafversetzten Kommissar Claude Dupin und seine bretonischen Inspektoren Riwal und Kadeg. Jetzt erschien mit „Bretonischer Glanz“ im Verlag Kiepenheuer & Witsch schon der 15. Band.
In dem durch seine Zwiebeln weltberühmt gewordenen Hafenstädtchen Roscoff an der bretonischen Nordküste findet gerade ein dreitägiges Krimi-Festival statt. Doch nicht nur dadurch ist die Ruhe in dem sonst so idyllischen Ort gestört. Am Strand wurde eine junge Frau tot aufgefunden. Claude Dupin soll sich dieses Falles annehmen. Unterkunft und Hauptquartier wird eine Suite im besten Hotel des Ortes, die sich der Kommissar zu seinem Leidwesen mit seinen Inspektoren teilen muss, da alles ausgebucht ist. Schon dies allein nervt ihn gewaltig, was nur mit einigen doppelten Café petit zu ertragen ist. Zusätzlich nerven ihn Riwal und Kadeg auch noch mit ihrer Krimi-Begeisterung, macht sich doch Dupin absolut nichts aus solchen Romanen. Umso mehr gehen ihm deshalb die eitlen Bestseller-Autoren, die hier zu Lesungen versammelt sind, auf den Geist, zumal einer von ihnen sogar ausgerechnet Dupin als Protagonisten seiner Krimis erwählt hat.
Zu allem Überfluss ziehen auch noch Mitarbeiter der örtlichen Fährgesellschaft wegen drohender Entlassungen demonstrierend durch die Stadt, an die Hauswände werden Drohparolen geschmiert und bei der „Bruderschaft zum Schutz der Roscoff-Zwiebel“, deren Mitglied die Tote war, scheint auch nicht alles im Reinen zu sein. Als zwei weitere Morde geschehen, ohne dass Dupin auch nur eine geringste Spur zum Mörder hat, wird die Situation immer undurchsichtiger und für ihn selbst sogar lebensgefährlich.
Wie in allen bisherigen Bänden geht es auch in „Bretonischer Glanz“ weniger um den reinen Kriminalfall. Bannalecs neuer Krimi, der wie alle Vorgänger völlig ohne Action auskommt, zeichnet sich durch die atmosphärische Beschreibung des Städtchens Roscoff und dessen Besonderheiten aus. Der Autor schildert die historische und gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklung des Ortes als ehemals wichtiger Verbindungshafen zwischen Frankreich und Großbritannien. Wir lernen so manches über Anbau und Vermarktung der international berühmten Roscoff-Zwiebeln, erhalten nebenbei ein paar kulinarische Tipps und lernen das Alltagsleben in Stadt und Umgebung kennen.
Buchreihen haben oft den Nachteil, dass nach Lektüre von zwei oder drei Bänden kaum noch etwas überraschen kann. Natürlich gleichen sich auch Bannalecs Bretagne-Krimis in ihrer so eigenen Art. Doch bieten sie mit von Band zu Band wechselndem Handlungsort und dessen jeweiliger Geschichte sowie der Schilderung von Traditionen und Besonderheiten immer wieder Neues an Informationen, das die Lektüre dieser Krimis – neben dem hohen literarischen Unterhaltungswert – zusätzlich interessant macht. Als Leser kommt man leicht in Versuchung, sofort die Koffer zu packen und in die Bretagne zu fahren. In solchem Fall darf man gern auf vielleicht übliche Reise- und Gastroführer ebenso wie auf Sachbücher zur Informationsbeschaffung verzichten. Denn je nach gewähltem Urlaubsort reicht der entsprechende Band aus Bannalecs Krimireihe fürs Erste völlig aus.
Seine Hintergrund-Informationen lässt der Autor dabei so geschickt und unaufdringlich in die Romanhandlung einfließen, das man alles Wissenswerte leicht aufzunehmen vermag, ohne die Lust daran zu verlieren, und dennoch an einem spannenden und gleichermaßen humorvollen Krimi voller Ironie seinen Spaß behält. Dafür sorgen nicht zuletzt die Figur des leicht verschroben wirkenden, letztlich aber doch erfolgreichen Kommissars und seine Marotten. Die beiden eingefleischten Bretonen Riwal und Kadeg, die ihren aus dem fernen Paris stammenden Chef immer wieder davon zu überzeugen versuchen, dass alles Leben von der Bretagne ausging, stehen ihm mit ihren eigenen Schrullen in nichts nach.
Nachdem Kommissar Dupin die Mordfälle letztlich doch noch aufklären konnte, empfiehlt dem Krimi-Banausen ausgerechnet seine Ehefrau Claire, „wirklich einmal“ einen Krimi der bekanntesten Autorin zu lesen. „Er seufzte. Es war bisher ein so schöner Tag gewesen.“ Doch ihrer Empfehlung darf man sich als Rezensent getrost anschließen: Sollten Sie also tatsächlich Jean-Luc Bannalecs Bretagne-Krimis immer noch nicht kennen, dann lesen Sie „wirklich einmal“ einen! Für die Fans der Romanreihe ist dieser 15. Band „Bretonischer Glanz“ ohnehin Pflichtlektüre.
Profile Image for Marie.
229 reviews15 followers
June 26, 2026
"Er musste aufpassen, nicht zu ironisch zu klingen, aber in diesem Fall nervte ihn bisher jede der Personen, mit denen sie zu tun hatten, und zwar gehörig."

In Dupins fünfzehntem Fall "Bretonischer Glanz" versucht sich Jean-Luc Bannalec an Metafiktion. Was würde wohl passieren, wenn ein Festival für Krimiliebhaber und -autoren zum Schauplatz eines Verbrechens wird - und die Autoren quasi mitermitteln? Diese Idee muss Bannalec angetrieben haben, als er das Setting für seinen neuen Kriminalroman angelegt hat. Denn die Leiche einer jungen Landwirtin, die sich auf den Anbau von Roscoffer Zwiebeln verlegt hat, wird tot an einem der Lesungsorte aufgefunden. Doch neben dem Krimifestival (auf dem Dupin auch einem Autor begegnet, der eine Kriminalreihe über einen Ermittler in Concarneau schreiben möchte) bieten sich eine Vielzahl naheliegender Motive an. Darunter etwa ein erbitterter Streit auf lokale Ebene über die Stellung biologischer Landwirtschaft beim Zwiebelanbau oder um die Privatisierung eines botanischen Gartens.

Wer die Reihe um Kommissar Dupin kennt, wird auch hier nicht enttäuscht. Lokalkolorit und detaillierte Landschaftsbeschreibungen durchziehen wie auch schon bei den Vorgängern die Erzählung. Außerdem finden sich hier und da moderne Einsprenkler, etwa wenn Kardeg von einer KI-Spezialeinheit aus Paris berichtet. Allerdings muss man sich (wie immer) mit den autorentypischen Formulierungen anfreunden. Wie oft das Wort "grotesk" in dem Roman vorkommt, habe ich irgendwann aufgehört zu zählen. Dennoch hat es mich gefreut, erneut gedanklich in die Bretagne reisen zu können und eine Krimihandlung aus dem cosy crime Genre zu lesen.

Über weiter Teile ist die Krimihandlung durchaus plausibel. Die zahlreichen wirtschaftlichen und politische Verstrickungen laden zum Mitraten ein und bieten gleichzeitig einige interessante Informationen über die Fährverbindungen nach Großbritannien. Bis zur Auflösung hat mir der Krimi daher durchaus gefallen. Das Ende allerdings ist sehr weit hergeholt. Ja, es gibt Hinweise, die sich im Roman verstecken. Aber insgesamt kommt hier einiges doch sehr plötzlich und überraschend, dass man sich fragt, warum vorab eine Vielzahl an Motiven so detailliert dargelegt wurden. Ein wenig wirkt es so, als müsse der Autor nun mal zum Schluss kommen und habe deshalb dieses abrupte Ende gewählt. Auch der Verdacht, einen doch gekünstelten Bogen zum Anfang schlagen zu müssen, kommt hier auf. Das kann Bannalec deutlich besser. Leider nimmt das letzte Kapitel vor dem Epilog dem Roman daher deutlich an Qualität.
21 reviews
June 24, 2026
Eigentlich ist Roscoff im Norden der Bretagne ja nicht der Zuständigkeitsbereich von Commissaire Dupin. Doch der zuständige Kommissar geht in zwei Tagen in Rente, die Nachfolgerin hat noch Urlaub - und so beordert der Präfekt ihn, die Ermittlungen in einem Mordfall zu übernehmen. Dupin liebt die weltbekannte, örtliche Zwiebel und freut sich insgeheim schon auf das gerade stattfindende Zwiebelfest, seine Mitarbeiter auf das parallel stattfindende Krimi-Festival. Doch vor dem Genuss steht noch harte Arbeit: eine junge Frau wurde ermordet! Bereits kurz nach Ankunft drohen die Dinge jedoch aus dem Ruder zu laufen... bei der örtlichen Fährgesellschaft droht ein Arbeitskampf zu eskalieren, es bleibt nicht bei der einen Toten und obendrein will einer der Krimiautoren auch noch eine neue Buchreihe starten - mit einem Kommissar aus Concarneau als Hauptperson. Dupin ist entsetzt, will jede Zusammenarbeit mit einem Buchautoren verweigern, doch sowohl der Präfekt als auch seine Mitarbeiter sind begeistert von der Idee. Als dann aber Drohparolen auf Häuserwände geschmiert und Fensterscheiben zu Bruch gehen, helfen auch noch so viele petit café nicht mehr weiter - denn plötzlich steht Dupins eigenes Leben auf dem Spiel...
Meine Meinung: Wie immer schafft es Jean-Luc Bannelec eine Geschichte zu Papier zu bringen, die Hochspannung, lokales Flair und eine große Prise Humor miteinander vereint. Auch in seinem 15. Band ist Dupin ein Kommissar den man nur zu gerne bei seinen Ermittlungen begleitet, seine manchmal abstrusen Gedanken teilt und seine messerscharfe Kombinationsgabe bewundert. Ich liebe die Dupin-Reihe und würde auch hier sechs von fünf Sternen vergeben, wenn das möglich wäre...
43 reviews
July 1, 2026
In seinem neuesten Fall muss Kommissar Dupin in Roscoff ermitteln - denn auf einem Krimifestival hat sich ein echter, kaltblütiger Mord ereignet. Die Ermittlungen führen Dupin in das Geflecht der Stadt, die für die Roscoff-Zwiebel bekannt ist, und bringen nicht zuletzt ihn selbst in höchste Gefahr. Mit an Bord sind natürlich seine Inspektoren Riwal und Kadeg, und natürlich Nolwenn am Telefon darf auf keinen Fall fehlen!

Ich liebe die Dupin-Reihe und sie gehört für mich einfach zum Sommer dazu. So habe ich mich auch auf den 15. Fall meines Lieblingskommissars gefreut und wurde wieder begeistert von sommerlichem, französischem Flair, einer spannenden Ermittlung und nicht zuletzt natürlich kulinarischen Ereignissen, nach denen ich Zwiebeln nun mit ganz anderen Augen sehe. Die Eigenheiten der einzelnen Charaktere, insbesondere des hin und wieder mürrischen, störrischen Kommissars Georges Dupin, haben mich wieder schmunzeln lassen und ich genieße es, wie sich mit jedem Buch die lieb gewonnenen Figuren weiterentwickeln. Auch, wenn ich zuletzt erahnen konnte, wer hinter den Morden steckt, und ich mir noch mehr Interaktion mit Claire gewünscht hätte, war auch der neueste Fall von Dupin wieder höchst amüsant und kurzweilig. Bitte immer weiter so!
Profile Image for Lange, Sabrina.
311 reviews
July 11, 2026
Bretonische Spannung vom feinsten
Kommissar Dupins wird mal wieder zu Hilfe gerufen. Diesmal geht es in den Norden in das Städtchen Roscoff. Dieser ist bekannt für seine Zwiebelspezialitäten. Doch zur Zeit findet dort auch das bekannte Krimifestival statt. Während wir mit Dupins also wieder eine neue Region mit ihren Spezialitäten und Köstlichkeiten kennen lernen, geniesst Riwal die Autorenlesungen des Festivals. Zumindest so gut er kann, denn eine Leiche kommt selten allein. Und diesmal ist auch Dupin nicht sicher, denn er kommt dem Mörder wieder einmal schnell zu nah.

Ich liebe an den Romanen von Jean-Luc Bannalec seinen tollen Erzählstil. Der trockene Humor von Dupin die lockeren Sprüche seiner Kollegen. Und was diese Reihe ausmacht ist natürlich das Flaire der Bretangne. Mit jedem neuen Fall hat man das Gefühl, diese Region besser kennen zu lernen und mehr zu erfahren.
Diesmal gerät Kommisar Dupin selbst in Gefahr und es bleibt spanen, wer und was hinter dem Mord steckt. Viele Begebenheiten und Spannungen könnten potentiell dahinter stecken. Doch wieder einmal ist es anders als es scheint. Erst recht spät wird klar, was wirklich hinter allem Steckt und wie alles zusammen hängt.
Spannung bis zur letzten Seite in der Dupin sich wieder einmal selbst treu bleibt.
Profile Image for Inga.
1,676 reviews65 followers
July 24, 2026
Bretonischer Glanz ist nun schon der 15. Fall um Kommisar Dupin, leider merkt man ihm dies auch an. Diesmal wird in Roscoff gemordet und gegessen. Es geht um ein Krimifestival, eine Fährgesellschaft und die Roscoff-Zwiebeln. Dupin muss den Fall übernehmen, weil der zuständige Beamte vor Ort in den Ruhestand geht. Dennoch kennt er sich ein wenig aus, denn er kommt öfter mit seiner Frau Claire in den Ort. Der Plot überzeugt leider nicht: Zwar geht Dupin systematisch vor und führt ein Gespräch mit den Beteiligten nach dem anderen, immer wieder unterbrochen vom Klingeln des Telefons, wenn der nächste dramatische Zwischenfall/Mord geschieht. Dann setzt er wieder neu an mit den Gesprächen, kommt nicht weiter, der nächste Zwischenfall, ... Das konnte mich trotz einer gewissen Anhänglichkeit an Setting und Charaktere nicht überzeugen und war gelinde gesagt etwas langweilig.
662 reviews
September 20, 2026
Und es geht wieder zurück in die Bretagne zu einem neuen spannenden Kriminalfall.
Dieses Mal steht ein Krimi-Festival im Zentrum und keine besondere geographische, kulturelle oder kulinarische Besonderheit oder doch? Denn immerhin spielt der Fall in Roscoff, der für seine Zwiebeln auch bei uns in Deutschland bekannt ist.
Kommissar Dupin hat jedenfalls so gar keine Lust nach Roscoff zu fahren und hier zu ermitteln. Die Zwiebeln ja, die mag er, aber deshalb müsste er ja nicht nach Roscoff fahren. Und dann steht natürlich doch der lokale und kulinarische Aspekt im Vordergrund und ich habe mal wieder viel gelernt und auch wieder Appetit bekommen.
Dupin ist arg genervt von einem ambitionierten Krimischriftsteller und möchte auf keinen Fall in dessen Werk verkörpert werden. Eine Zwiebelbäuerin wurde auf dem Gelände des Krimi-Festivals tot aufgefunden, aber wer steckt hinter der Tat? Denn Verdächtige und Ermittlungs-Richtungen gibt es viele.
Also doch wieder ganz viel Bretagne-Flair und Sehnsucht und Reisefieber bekommt man auch - allerdings wird der kriminalistische Aspekt hier auch nicht an den Rand gedrängt.
Mir hat auch dieser Fall wieder gut gefallen.

2,490 reviews14 followers
June 24, 2026
Zum Inhalt:
Dupin möchte eigentlich die Mittagssonne auf der Terrasse des Amiral genießen, als sein Telefon klingelt. In Roscoff wurde eine junge Frau dort tot aufgefunden, wo gerade das berühmte Krimifestival stattfindet. Dupin, Kadeg und Riwal mache sich gleich auf den Weg. Dort angekommen, landen sie im Ausnahmezustand, denn die Mitarbeiter der Fährunternehmen streiken dort gerade, weil Entlassungen drohen.
Meine Meinung:
Ich mag die Romane um Dupin immer sehr und auch dieser hat mich überhaupt nicht enttäuscht, obwohl dieser schon ein wenig anders, denn wann haben wir Dupin mal so verletzlich erlebt? Doch auch in seinem derangierten Zustand lässt er sich nicht unterkriegen und mischt trotzdem kräftig mit. Die Story hat mir gut gefallen und durch viele Wendungen, die einen natürlich auch erst in die falsche Richtung geführt haben, kommt es dann zu einem Abschluss, den ich lange nicht habe kommen sehen. Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und mochte bei Varianten sehr.
Fazit:
Wieder mal gut
Profile Image for Valerie.
33 reviews
September 14, 2026
Ich liebe das Setting in der Bretagne.
Allerdings hat mich dieser Fall eher enttäuscht. Es hat sich angefühlt, als würde ich ein Drehbuch mit Handlungsanweisungen lesen, keinen Krimi, wo sich das Setting so entwickelt.

Dass es viele Verdächtige geben sollte, ist klar, aber dass der Fall so ewig lange in eine Richtung geht und so viele Spuren aufgemacht werden, nur, um am Ende absolut nichts mit der Sache zu tun zu haben, fand ich doof.

Hätte mir ein anderes & vor allem spannenderes Ende gewünscht, aber sonst war Roscoff ganz süß.
27 reviews
July 11, 2026
Ein weiterer toller Sommerkrimi aus meiner Lieblingsreihe! Für mich hätte der eine Autor, der quasi über Dupin schreibt, nicht sein müssen. Aber der Fall war trotzdem so spannend, dass sowas in den Hintergrund rückt.
Profile Image for Petra.
20 reviews
July 30, 2026
Wieder ein typischer toller Dupin. Es gelingt Bannalec wieder das typisch betronische charmant und authentisch einzufangen. Es sind ungewöhnlich viele Tote und man erlebt Dupin zum Ende in einer sehr besonderen Situation.
Wunderbar
17 reviews
August 10, 2026
Wie immer Urlaub mit ein bisschen Krimi. Sehr entspannende Sommer Wochenende Lektüre mit Lust auf Bretagne.
Profile Image for gardienne_du_feu.
1,490 reviews12 followers
September 6, 2026
Just als das malerische Städtchen sich auf das jährliche Zwiebelfest vorbereitet, wird Dupin nach Roscoff beordert, um dort einen Mordfall unter die Lupe zu nehmen, denn der örtliche Polizeichef ist gerade dabei, sich in den Ruhestand zu verabschieden und hat noch keinen Nachfolger. Eine junge Zwiebelbäuerin, die sich gerne mal meinungsstark in den öffentlichen Debatten über Landwirtschaft, Bebauungspläne und Naturschutz zu Wort gemeldet hat, ist auf ihrem Hof ermordet worden. Mit ihrer Neigung, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, hat sie sich bestimmt Feinde gemacht, doch hat jemand von ihnen sie derart gehasst, dass es zum Äußersten kam?

Je genauer Dupin hinschaut, umso mehr Verflechtungen tun sich auf und schließlich ist nicht nur der Vorsitzende der lokalen Zwiebel-Bruderschaft im Spiel, sondern auch die Tourismusbeauftragte der Stadt, ein Hotelier mit hochfliegenden Plänen, die Teilnehmer eines Krimifestivals und die wütende Belegschaft einer Fährgesellschaft, die einen erbitterten Arbeitskampf führt. Es gäbe diverse Motive und Verdächtige und Dupin weiß gar nicht so recht, wo er anfangen und wem er glauben soll. Nebenbei muss er sich noch eines nervigen Fans erwehren und sich an den Gedanken gewöhnen, in nicht allzu ferner Zukunft Vater zu werden.

Dass wir in dem Urlaub, in dem ich das Buch gelesen habe, genau dort gewohnt haben, wo ein Teil der Handlung spielt und es auch einen Abstecher nach Roscoff gab, hat dem Ganzen natürlich Extra-Charme verliehen, aber auch ohne diesen direkten Bezug hätte mir der Krimi Spaß gemacht. Es gibt natürlich wie immer bei Dupin ein bisschen Klamauk und die lokalen Besonderheiten des Schauplatzes werden intensiv vorgestellt, doch die Spannung leidet darunter nicht. Der Fall ist wunderbar verzwickt, die falschen Fährten wirken allesamt so glaubwürdig, dass ich bis kurz vor Auflösung keinerlei Ahnung hatte, wer der Täter gewesen sein könnte. Dupin verhält sich zwar zwischendurch mal selten dämlich, aber da das die Handlung vorantreibt, habe ich das verziehen.

Ein guter Dupin mit viel von dem, was ich an der Serie mag und erfreulich wenig von dem, was mich in früheren Bänden manchmal ein wenig gestört hat.
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