Auf dem Planeten Venus findet in einigen hundert Jahren ein gewaltiges soziales Experiment statt. Man will herausfinden: Gibt es eine Form der Zusammenarbeit, in der Menschen, Roboter und räumlich ungebundene künstliche Netzintelligenzen gleichberechtigt leben können? Eine Revolution hat diese Nachbarwelt der Erde von der kolonialen, wirtschaftlichen und politischen irdischen Herrschaft befreit. Gegen äußere und innere Feindschaft muss sich das neue Regime, das verspricht, alle Formen des Denkens und Arbeitens von Ausbeutung und Abhängigkeit zu befreien, mit harten Maßnahmen behaupten. Die Politikerin und Programmiererin Leona Christensen errichtet eine Diktatur. „Venus siegt“ erzählt ihre Geschichte aus der Perspektive eines Elitenkindes der neuen Ordnung: Nikolas Helander ist der Sohn des Kulturlenkers und ersten Gehilfen der Diktatorin. Sein Leben, seine Liebe und sein politischer Weg zwischen Loyalität, Opposition und Krieg sind die drei Stränge einer großen Erzählung von Befreiung und Terror, Zwang und Emanzipation unter den Bedingungen höchstentwickelter Technik.
Was für eine schöne Zumutung dieser Roman ist. In der Taschenbuchausgabe ist neben Venus siegt noch Venus lebt dabei. Es ist Dath, wie man ihn kennt er schont seine Leser nicht. Wenn der Protagonist mit Logik Aufgaben gefoltert wird, dann muss da auch der Leser durch. Es ist die Geschichte der Sowjetunion in Space, dem Bundwerk. Dietmar Dath führt hier die /K ein und die /D. /K sind künstlichen Intelligenzen und /D sind semiautonomen Roboter. Diese machen den Menschen, die nun ein langes leben führen, dieses auch angenehmer, aber die große Integration birgt Probleme und der Druck auf das Bundwerk von anderen Interstellaren Wirtschaftssystemen wird immer größer. Die Fortsetzungstory die Exklusiv im Taschenbuch ist macht den Roman rund. Und so bleibt am ende nur zu sagen: Venus lebt.
Das beste ist leider die Widmung: Für Gromitza, of course. Spröde bis zur Unlesbarkeit, ohne Humor und schlimmer, ohne Witz. Irgendwas will uns der Autor sagen. Nur was? Sehr schade, da ich das Buch wirklich mögen wollte. Dath ist der größte lebende Journalist, der Mann, der mich bei der FAZ hält, und ich kann seine Sprache und seinen Geist nicht genug loben. Aber nicht dieses Buch.
Die Geschichte war an einigen Stellen interessant, aber sehr oft schwer nachvollziehbar Diese Form der Erzählung war einfach nur langweilig und ich hatte das Gefühl, dass der Autor nicht zum Punkt kommt. Einige Sätze waren so komplex, dass ich beim wiederholten Mal merkte, dass selbst der Autor den eigenen Faden verloren hatte.
Ausserdem war der Protagonist unausstehlich. Er verhielt sich pubertär und für mich nie nachvollziehbar. Von Arc war dagegen sehr interessant, kam jedoch für meinen Geschmack zu wenig vor.
Ein typischer Dietmar Dart mit verrückten und ungewöhnlichen Ideen, allerdings sehr schwer zu lesen. Es gibt viele technische Themen und für mich persönlich ist es zu kompliziert geschrieben. Dadurch ist bei mir auch keine Spannung aufgekommen. Erst im zweiten Teil des Buches - Venus lebt, der anscheinend nur in der Taschenbuchausgabe vorkommt, wird es spannender. Durch den ersten Band, „Venus siegt“ , musste ich mich durchkämpfen. Hätte ich nur diesen Teil gelesen, welches wohl das offizielle Buch ist, wäre meine Bewertung noch negativer ausgefallen. Von „Venus siegt“ allein wäre ich wohl, ob der damit verbundenen Anstrengung und seines unbefriedigenden Endes, schlichtweg enttäuscht gewesen. Immerhin sind seine Ideen, wie immer, so interessant, dass ich das Buch nicht weglegen wollte. Fazit - interessant aber zu verkopft geschrieben.
Auf den ersten Blick ist das Buch eine Zumutung: der Titel, der offen mit Science Fiction droht, der Satz mit minimalen Seitenrändern, dann die endlosen Fehler im Satz: das einzige, was Trost spendet, ist die Tatsache, daß ich die Erstauflage aus dem obskuren Kleinstverlag habe und nicht die Taschenbuchausgabe, die Dietmar Dath nochmal fünfzig Prozent länger gemacht hat.
In der Praxis hingegen ist das Buch aber total angenehm zu lesen, scheint tatsächlich von der Sowjetunion zu handeln -- ob meine Ansichten von Science Fiction eventuell falsch sein könnten? Ob ich doch noch die Fortsetzung in der Taschenbuchausgabe lesen will?
I absolutely love this book. It gives ideas on how humans and machines might live in a world with equal rights. Not something I search for, but somethin we might have to discuss in the near future.
Mein erster Dath(-Roman), und er kann mich nicht wirklich überzeugen. Das liegt vor allem an der Sprache. Dath versucht sich hier in einem leicht antiquierten, "klassischen" Stil; der Verweis auf Fontane kurz vor Ende ist wohl kein Zufall. Leider funktioniert das überhaupt nicht; und damit meine ich nicht den – in der Theorie durchaus reizvollen – Kontrast zwischen Stil und Inhalt. Vielmehr fehlt es der Sprache des Romans weitgehend an Eleganz und Witz – Dath ist ganz offensichtlich kein Fontane. Das Buch liest sich sehr dröge, was nach meinem Dafürhalten durchaus nicht immer Absicht ist.
Ich habe in einer Rezension gelesen, dass alle Figuren in dem «Venus siegt» gleich klingen, und das trifft es ziemlich gut. Der ganze Roman ist sprachlich zu papierern und – im negativen Sinne – trocken, als dass mich die Handlung noch sonderlich interessieren würde.
Leider bin ich unmotiviert, das Lesen zum Ende zu bringen. Das Experiment des Zusammenlebens von D/, K/, Biotischen (Menschen) und Neukörper interessiert mich doch, ich präferiere aber mehr Mimesis und weniger, viel weniger Diegesis. Die Stimme des Ich-Erzählers könnte man nicht ehrlich als langweilig bezeichnen, nichtsdestotrotz ist sie flach, zu sauber, und einigermaßen gefühllos. Zu oft vermittelt der Text das Gefühl vom schriftstellerischen Theoretisieren und vom bloßen „Info Dumping“, was ich nicht von einem renommierten Autor wie Dath erwartete. Die Handlung eines Sci-Fi Buchs müsste die Geschichte stärker hervorheben—besonders in einem Memoir-Format, wenn die Stimme schon so platt ist—, um mich mit sich durch den ansonsten ermüdenden Weltenbau durchzuziehen.
The history of the early Soviet Union 1918 to ca. 1945 retold as science fiction where humans, robots and artificial intelligences try to develop a new social order, and fail. A new extended edition (November 2016) has a ca. 150 p. addition set decades, if not centuries later, in a time where the old ideas struggle to survive.