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Papenburg

Eine Familie zwischen Liebe und Egoismus

Emilia Papenburg hat ihren Mann Benni verlassen und ist mit den Kindern nach New York gegangen. Ein Neubeginn ohne Familie, an der sie gescheitert zu sein glaubt, genau wie schon ihre eigenen Eltern. Doch vielleicht irrt Emilia sich. Denn ihr Vater und ihre so lange verschollene Mutter wollen um jeden Preis die Familie zusammenbringen. Sie ertragen gegenseitige Verletzungen und enttäuschte Hoffnung für Momente klaren Glücks. Emilias Mann Benni ist da schon einen Schritt Er stellt seine Freiheit über die Illusion familiärer Notwendigkeiten.

»Papenburg« ist das schillernde Porträt unserer verunsicherten westlichen Gesellschaft und einer Schar verzweifelter und erfindungsreicher Menschen auf der Suche nach Sinn und Vergebung.

450 pages, Kindle Edition

Published July 31, 2026

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About the author

Philipp Oehmke

15 books17 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Anika.
1,005 reviews355 followers
August 11, 2026
Oehmke nimmt die nächste Familie auseinander: Die titelgebenden Papenburgs sind reich, aber entzweit. Vater Thomas will einen rechten Think Tank gründen und hat seine alkoholkranke Frau Katrin schon vor Jahrzehnten aufgegeben. Ihre gemeinsame Tochter Emilia hat von beiden Eltern genug, ebenso von ihrem Mann, einem gewissen Benni Schönwald (ja, die Familie aus dem ersten Teil Schönwald, das hier ist so eine Art verschwägerte Fortsetzung). Und Chris Schönwald, der ja bereits als Typ mit schlechten Ideen bekannt ist, findet eine doppelte Familienzusammenführung mit Aussöhnung zu Weihnachten wäre ein guter Plan. Jaja, mach mal, ich mach's Popcorn warm und lese weiter. 🤭

Mehr zum Buch in unserer ausführlichen Besprechung @ Papierstau Podcast: #353: Maximal asozial.
Profile Image for Steffi.
360 reviews348 followers
September 12, 2026
From the beginning this great 450-page family saga 'Papenburg' (Philipp Oehmke, 2026) gave me Succession vibes.

But of course, Succession, the 2018 TV show with my short-term crush Kendall Roy (🫶) and his billionaire family, is sooooo Trump I while Papenburg is very much Trump II. For me, it's probably THE Trump II novel. To date.

My entire 2026 reading list is one way or another trying to grapple with the present - possibly asking wrong questions (is this fascism yet?) where 'politics' viewed soberly is the direct takeover by billionaires. In the most literal sense, including the two unelected billionaire real estate buddies/ son in law of the billionaire president taking on issues of global war and peace (also between equally oligarchic states), increasingly technological wars that are themselves dependent on the goodwill of other tech billionaires. Just one example.

Question: why did I spend decades on studying very complex Marxist analyses of capitalism and capitalist power relations in the capitalist state (thanks, David Harvey) when, in the end, it's literally billionaires taking over. This doesn't exactly require a lot of theorizing, does it 🫪 (answer: it does. everyone please keep reading Marx).

Anyway, back to the book. Pathetic or not, Trump II is also a sense of loss for me, ideologically a bit difficult to untangle loss, admittedly. Possibly mourning a state of class privilege where violence and oppression was sufficiently far away (both geographically and socially) and structural enough to feel rather comfortable and pleased with oneself with the world (if only one could eliminate violence ans oppression in language!). Obama II possibly being the height and beginning end of this not so longue durée of liberal triumphalism, my own included.

I connected with this sense of loss in 'Papenburg' which is mourning a no longer
there America as well as, ironically or otherwise, a certain BRD nostalgia with its low-rise post-war public buildings - an architecture that gives me both comfort and anxiety.

Of course, there's also alienation, loss and emptiness and the many expressions these can find - consumerism, drugs, work, yoga and all the other 21st century commodified pseudo spirituality and body & soul bullshit and always very expensive kitchen gadgets

But apart from the Zeitgeist stuff, the book is literarily speaking very fine family saga story telling, it's a sequel to Oehmke's also highly recommended 2023 debut and family saga 'Schoenwald'.

Sometimes I wonder, at a time where the world is on fire, what exactly is the point of reading a 500 page family saga set in a world on fire, but that's just another way of asking what's the point of art. I think under Trump II - where political theory seems to have reached its limits (for now, for me), 'art' is taking on a critical role, escapism for sure, but also its opposite.
Profile Image for WildesKopfkino .
1,304 reviews11 followers
August 24, 2026
Familie kann ein sicherer Hafen sein. Bei den Papenburgs fühlt sie sich eher an wie ein Wohnzimmer, in dem seit Jahren niemand mehr das Fenster geöffnet hat. Alle wollen Nähe, aber bloß nicht zu viel davon, und genau dieses herrlich kaputte Durcheinander trägt den Roman.

Emilia geht mit den Kindern nach New York, Benni entdeckt seine Freiheit und die ältere Generation versucht zusammenzukleben, was längst Risse hat. Manche Figuren hätte ich gern einmal kräftig an den Schultern gepackt. Mensch, redet doch einfach miteinander! Gleichzeitig liegt genau darin die Stärke des Buches. Diese Menschen sind egoistisch, verletzlich, manchmal nervig und dadurch erschreckend glaubwürdig.

Oehmke schreibt klug, pointiert und mit feinem Gespür für die kleinen Gemeinheiten innerhalb einer Familie. Nebenbei geht es um Freiheit, Verantwortung und die Frage, was wir einander eigentlich noch schulden.

Ganz warm geworden bin ich nicht mit allen Figuren, dafür bleiben sie emotional oft auf Distanz. Trotzdem hat mich dieses Familienchaos länger beschäftigt als erwartet. Kein kuscheliger Wohlfühlroman, sondern einer, der ziemlich treffsicher zwischen den Rippen stochert.
Profile Image for Michael Madel.
646 reviews12 followers
August 24, 2026
Mit "Schönwald" vermag Philipp Oehmkes, dennoch lesenswerte, Fortsetzung des Familienromans nicht mitzuhalten, dazu spielt er für mich in finanziell und sozial zu abgehobenen elitären Schichten und schildert, bis in die USA reichende, gesellschaftliche Entwicklungen, die nur wenige Menschen betreffen und sich zudem auch nicht verallgemeinern lassen. Die Innenwelten der Figuren, ihr Gefühls- und Geistesleben, bleiben stellenweise zu oberflächlich und blass - und damit klischeehaft. Die Geschichte gleitet dann immer wieder ins Groteske ab, etwa wenn die Millionäre und Milliardäre mit Fentanyl-Süchtigen konfrontiert werden. Gewiss wollte der Autor auch einen satirischen Gesellschaftsroman schreiben. Dazu aber hätte er die satirischen Erzählstränge mehr betonen müssen.
Profile Image for anna.
23 reviews1 follower
August 29, 2026
halleluhja, ich dachte ich werd wahnsinnig. jede figur ist schrecklich, ich hab pausen gebraucht beim lesen?!
aber gleichzeitig macht es ja auch spaß, über charaktere zu lesen die man absolut schlimm findet, gerade wenn sie so gut geschrieben sind. Und das buch schafft es, eine ganz gute analyse von der verrückten zeit zu geben, in der wir leben
alles in allem: rich people have rich people problems & ich sitze mit dem wissen da, dass es solche leute da draußen wirklich gibt
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