»Mit detektivischem Gespür legt Corinna Krenzer in ihrem Debüt den Finger in eine Wunde aus Schweigen und Schuld und zeigt, wie das Erzählen etwas dagegenhalten kann.« - Elisabeth Bronfen
Kurz vor dem Mauerfall flieht Janna mit ihren Eltern in den Westen. Drei Monate später nimmt sich ihr Vater, ein Schriftsteller, das Leben. In seinen Händen ein Zettel, auf dem nur fünf Buchstaben stehen: Janna.
30 Jahre später kehrt sie, inzwischen selbst Schriftstellerin, auf der Suche nach Antworten ins mecklenburgische Kohltal, das Dorf ihrer Kindheit, zurück. Niemand hat hier auf sie gewartet. Selbst Oskar, Sohn des SED-Ortssekretärs und damals ihr bester Freund, geht ihr aus dem Weg. Als Janna schon wieder abreisen will, stößt sie im baufälligen Bootshaus des Vaters auf dessen Tagebücher. Es scheint, als hätten Jannas Eltern die DDR damals nicht freiwillig verlassen. Und als hätte das ganze Dorf davon gewusst.