Kjerringøy ist ein beliebter Ferienort, umgeben von mächtigen Bergketten und dem tosenden Meer. Aber die Idylle zerbricht, als drei Freundinnen inmitten der malerischen Landschaft eine augenlose Leiche entdecken. Die Ermittlungen führen Jakob Weber und Noora Yun Sande in eine exklusive Privatklinik, deren aalglatter Leiter jede Zusammenarbeit verweigert. Kurz darauf berichtet ein verstörter Wanderer von einer Begegnung mit einem gesichtslosen Phantom. Die Ermittler ahnen, dass sich ein Albtraum über die Halbinsel legt. Und dann wird eine weitere Leiche gefunden … Jakob Webers zweiter Fall – vom SPIEGEL-Bestsellerautor Ørjan N. Karlsson. In der rauen Wildnis nördlich des Polarkreises entfaltet sich ein atmosphärisch dichter Nordic Noir, der Kjerringøy zur perfekten Bühne für Gänsehaut macht.
Welcome! I’m Ørjan, a Norwegian author with a passion for crime and political thrillers. I grew up in the town of Bodø north of the Artic cricle. I was an officer in the Norwegin army, has a masters degree in sociology, and work experience from the Norwegian Ministry of Defence and the Norwegian Directorate for Civil Protection, with international crisis management missions to boot. So far, I have written over 20 books, and my main project right now is the Jakob-Weber crime series, already sold to Great Brittain, The Netherlands, Germany and Bulgaria. I’m really glad you found your way here, because I have stories to tell …
Ørjan N. Karlsson grew up in Bodø. A sociologist by trade, he received officer training in the army and has taken part in overseas missions. He has worked in the Defence Ministry and is now a departmental manager in the Norwegian Directorate for Civil Protection. He has written a large number of thrillers, sci-fi novels and crime novels for adults.
Bis über die Mitte des Buches hinaus war ich durchaus zufrieden mit „Dunkel wie die Nacht“, einem Thriller des norwegischen Erfolgs-Autors Orjan N. Karlsson. Dicht hintereinander gibt es zwei Tote, die Spannung setzte schnell ein. Dass jedes Kapitel einer jeweiligen Person sozusagen gewidmet ist, hat mich zunächst nicht wirklich gestört. Allerdings wurde dadurch eine Schwäche des Buches verdeutlicht: die – für mich – zu zahlreichen Ermittler. „Dunkel wie die Nacht ist der zweite Band der „Jakob Weber-Reihe“, allerdings stand Ermittler Weber – rein subjektiv gesehen – nicht bzw. dafür nicht genug im Mittelpunkt der Handlung. Thriller-gerecht tauchten mehrere mysteriöse Figuren auf, so dass man auf ein spannendes Finale hoffen durfte. Tatsächlich gab es auch immer mehr „Action“. Leider führte das Ganze zu einer, meiner Meinung nach, sehr konstruierten Lösung, die mich mit einem schalen Geschmack zurückließ. Dazu kommt noch, dass der erste der beiden Morde des Anfangs überhaupt nicht aufgeklärt wurde und eine durchgängig immer wieder auftauchende Nebenhandlung quasi verpuffte. Wozu diese Nebenhandlung dienen sollte, ist mir schleierhaft. Es war schnell klar, dass die Person der Nebenhandlung nicht der Mörder war. Alles in allem ist es kein wirklich schlechter Thriller, aber es gibt doch eine Reihe von Kritikpunkten, die keine bessere Bewertung zuließen. Kein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird. Anmerkung: Andere LeserInnen merken an, dass Nebenstränge für sie sehr spannend waren, da hierdurch Nebenerzählung fortgeführt wurden die schon in Band 1 begannen. Insofern wäre es besser, die Reihe mit Band 1 zu beginnen! .
Dieser Thriller von Orjan N. Karlsson ist der zweite Teil der norwegischen Thrillerreihe um den Jakob Weber nach »Kalt wie die LuftKalt wie die Luft«. Auch er ist ein spannender Thriller mit einem nun schon bekannten sehr interessanten Figurenensemble, was die Seite der Ermittler und deren Umfeld angeht. Während der erste Teil sofort in die Spiegel-Bestsellerliste einstieg, ist dieser Teil soeben erschienen.
Kjerringøy, ein faszinierendes Urlaubsziel, eingebettet zwischen majestätischen Bergketten und dem wild tosenden Meer, wird plötzlich von einer dunklen Realität überschattet. Drei Freundinnen entdecken in dieser malerischen Kulisse eine augenlose Leiche, und die Idylle wird jäh zerstört.
Die ersten Spuren führen die Ermittler Jakob Weber und seine Mitarbeiterin Noora Yun Sande in eine exklusive Privatklinik, deren glatter Leiter sich weigert, mit ihnen zu kooperieren, obwohl er stets beteuert, die Untersuchungen voll ujnd ganz zu unterstützen. Bald darauf erzählt ein verängstigter Wanderer von seiner erschreckenden Begegnung mit einem gesichtslosen Phantom. Ein düsterer Schatten breitet sich über die Halbinsel aus, und die Entdeckung einer weiteren Leiche lässt die Nerven der Ermittler zum Zerreißen gespannt werden.
Die junge Kommissarin Noora hat noch mit den Auswirkungen der Ermittlungen vom Fall aus dem ersten Teil zu kämpfen. Eigentlich ist sie noch suspendiert und in der Reha, meint aber, dass sie sich mit Arbeit am besten von den Schmerzen kurieren kann. Eine alles andere als gute Entscheidung. Sie hat in diesem Zusaqmmenhang mit sehr vielen inneren Konflikten zu kämpfen.
Und auch Jakob, der nach dem tragischen Tod seiner Frau nun erste zarte Bande zu einer anderen Frau aufgebaut hat, wird vor schwerde Entscheidungen gestellt. Schließlich ist seine neue Freundin eine Jounalistin, die gerne verkaufsfördernde Artikel für ihre Zeitung schreibt und Jakob damit in Verlegenheit, wenn nicht gar in Bedrängnis bringt.
Der Autor Orjan N. Karlsson präsentiert in Bezug auf die Figuren ein breites Spektrum und nutzt gängige Figuren, wie man sie aus anderen Thrillern kennt, was für kommende Romane erhebliches Potenzial verspricht. Sei es in Form von Liebesbeziehungen oder familiären Konflikten, stets ergibt sich die Möglichkeit, den Roman mit zusätzlichen spannenden Elementen und Konflikten anzureichern. Das hat mir besonders gut gefallen.
Orjan N. Karlsson nutzt das faszinierendes Spektrum an Figuren aus dem vorhergehnden Roman, die schnell vertraut wirken. Es ist dabei unerheblich, ob man den ersten Teil gelesen hat oder nicht. Die wichtigen Deteils dier Figuren werden auch hier nochmal skizziert. Aber wenn man sie bereits kennt, sind diese Skizzen nochmal Erinnerungsstützen. Egal ob durch leidenschaftliche Liebesbeziehungen oder tiefgreifende familiäre Auseinandersetzungen, immer wieder wird die Geschichte mit fesselnden Elementen und Konflikten bereichert.
Der Thriller entfaltet sich mit einer klaren Gliederung ganz dem Schema des ersten Bandes. Jedes Kapitel enthält den Namen der jeweiligen Figur, deren Sichtweise es beschreibt. Zwischendurch sind immer wieder Abschnitte, die den Lesern als Zitat aus einem Tagebuch einen Einblick in die Gedanken einer Figur gewähren, jedoch bleibt deren Name im Schatten. Man erahnt aber, dsass Grauenhaftes geschehen sein musss.
Die Spannung entfaltet sich auf verschiedenen Ebenen. An erster Stelle steht das Verhalten von Noora, deren nicht ordnungsgemäße Reha die Ergebnisse der Ermittlungen torpedieren. Aber auch das Verhältnis von Jakob zu seiner neuen Freundin und auch das zu den Vorgesetzten, die ihn unter Druck setzen. Schließlich aber die Aufklärung des Kriminalfalls, bei dem sich die Leser auf falsche Fährten leiten lassen.
»Dunkel wie die Nacht« von Orjan N. Karlsson ist ein fesselndes Leseerlebnis, das mit einem großartigen Figurenensemble begeistert. Sowohl die Haupt- als auch die Nebenfiguren sind perfekt aufeinander abgestimmt, was die Charaktere lebendig und glaubwürdig macht. Die interessanten Ermittlungen im Kriminalfall ziehen den Leser sofort in ihren Bann, und die überraschende Enthüllung des Täters lässt das Herz höher schlagen.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Das Plotschema ähnelt dem des vorherigen Bandes, was den Spannungsbogen etwas dämpfen könnte. Dennoch schafft es Karlsson, mit emotionalen Wendungen und tiefgründigen Charakteren seine Leser zu packen. Insgesamt ein empfehlenswerter Krimi, der in keiner Büchersammlung fehlen sollte.
Das Buch „Dunkel wie die Nacht“ von Ørjan N. Karlsson hat es mir stellenweise nicht einfach gemacht. Es wäre tatsächlich von Vorteil gewesen, direkt zu Beginn einen kleinen Epilog einzufügen: Was geschah in Band eins? So wunderte ich mich über einen Prolog, der zum Ende hin nichts mit der Aufklärung der Tat zu tun hatte. Auch einige Nuancen der Ermittler sind ohne diese Vorkenntnisse nur sehr schwer zu erfassen beziehungsweise zu verstehen. Daher wäre es definitiv hilfreich, mit Band eins in dieses Lesevergnügen einzutauchen.
Vergnüglich ist dieses Buch wahrlich nicht, dafür aber sehr spannend und wundervoll skandinavisch noir. Keiner der Protagonisten hat ein unspektakuläres Leben. Jakob ist frisch verwitwet und trägt zu viel Verantwortung, Noora ist noch nicht vollständig von einer größeren Verletzung rehabilitiert. Auch die anderen Ermittler sind eher problembehaftet, und der Autor versteht es blendend, hie und da kleine suspekte Formulierungen einzufügen. Dadurch lässt der Sprachstil die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß, gesund und krank, hoffnungsvoll und deprimiert grandios verschwimmen.
Auch die wunderbaren Umgebungsbeschreibungen passen perfekt. Der Schreibstil ist bildgewaltig und sehr plastisch, sodass sich die Umgebung sowohl in die Mordfälle als auch in die Charaktere der Ermittler perfekt einfügt: eher wild und unruhig, unnahbar und ein wenig widerspenstig. Das hat mir alles ganz vorzüglich gefallen.
Auch die Ermittlungen sind überzeugend beschrieben. Auf mehreren Ebenen passieren viele Dinge, die nur mühsam miteinander in Zusammenhang gebracht werden können. Das Buch ist durchgängig spannend und entwickelt durch die Vielzahl der Charaktere und die Perspektivwechsel eine unglaublich hohe plastische Beschreibungsdichte.
Es hat bei mir allerdings sehr lange gedauert, bis ich in das Buch hineingefunden habe – eben weil mir so viele Informationen aus Band eins fehlten. Zudem sind manche Beschreibungen ohne dieses Wissen nur schwer nachvollziehbar. Auch das offene Ende ist etwas, das ich persönlich nicht so gerne mag. Hier hätte ich mir einen sauberen Abschluss gewünscht.
So bleiben für mich ganz viele Handlungsstränge offen: zum Beispiel der Prolog vom Beginn des Buches, der Abschluss und die Aufarbeitung dieses speziellen Tatpersonenprofils, die persönlichen Belange der Protagonisten und teilweise auch das Warum der Tatperson. Gerade Letzteres war mir etwas zu schnell abgehandelt.
Außerdem fand ich persönlich einige sprachliche Formulierungen in der Übersetzung etwas merkwürdig.
Fazit
Ein sauberer Scandi-Noir-Krimi, der leider durch die fehlenden Informationen aus Band eins nicht ganz rund ist. Trotzdem verdient er von mir vier wundervolle Sterne – verbunden mit dem Versprechen, Band eins nachzuholen und auf Band drei zu warten. ❤️
In „Dunkel wie die Nacht“ stellt sich im Fall einer in einem Seil verhedderten Wasserleiche in einem privaten Hafenbecken bald ein Zusammenhang zum ungelösten Fall der verschwundenen 19-jährigen Iselin Hanssen im ersten Band heraus. Aparterweise besteht zwischen dem Toten, der Person, die die Leiche fand, und dem Besitzer des Geländes eine Verbindung. Der Ermittler Jakob Weber, frisch verwitwet und sichtlich depressiv, ist privat mit der Fürsorge für seinen jüngeren Halbbruder Ola André belastet und muss sich in der Beziehung zur Journalistin Sigrid Malmsten bald zwischen Beruf und privatem Glück entscheiden. Kriminalpolizei und Presse sollten besser nicht am selben Fall arbeiten, um nicht in den Verdacht der Voreingenommenheit zu geraten. Jakobs junge Kollegin Noora Yun Sande mag zwar nach ihrer Verletzung im vorigen Band vom Polizeipsychologen für psychisch dienstfähig erklärt werden, körperlich ist sie weit davon entfernt und versucht das mit allen Mitteln zu verbergen. Mit wechselndem Focus auf Jakob und Noora erzählt Orjan N. Karlsson von einer Tat der unappetitlichen Sorte, die nicht die einzige bleiben wird. Das Team um Jakob Weber muss sich offensichtlich noch zusammenraufen; Dezernatsleiter und Polizeichefin wirken wenig souverän. Positiv stechen jedoch die frisch eingestellte Kriminaltechnikerin Theresa hervor und Jakobs Beziehung zum pensionierten Kollegen Rolf. Mit diesen beiden Figuren trifft Technik auf Talent (Theresa) und Erfahrung (Rolf), denn moderne kriminalistische Methoden haben erst Erfolg, als jemand die Ergebnisse einordnen kann. In weiteren Handlungsfäden erhalten wir Einblick in Denkweise, Motiv und Gelegenheit des möglichen Täters.
Fazit Im zweiten Band um Jakob Weber und Noora Yun Sande steht das Privatleben der Ermittler wieder im Mittelpunkt, nun ergänzt durch die Folgen von Nooras schwerer Verletzung im Dienst und Jakobs drohendem Burnout. Wer genug hat von traumatisierten, suchtgefährdeten Ermittlerfiguren im Kriminalroman, wird an dem Buch wenig Freude haben. Für die folgenden Bände deutet sich eine Fortsetzung des Themas „einflussreiche, wohlhabende Männer“ an, die sich einbilden, außerhalb des Rechtssystems tun und lassen zu dürfen, was sie wollen. --- Serieninfo: Band 2 von 4 Der Band hat ein halboffenes Ende, so dass es sinnvoll sein kann, abzuwarten, bis alle Bände ins Deutsche übersetzt sind.
„Dunkel wie die Nacht“ von Ørjan N. Karlsson ist der zweite verstörende Fall für seinen ruhigen Ermittler Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande. Kjerringøy ist eine abgelegene Ferieninsel nördlich des Polarkreises, auf der die Einwohner eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Doch die vermeintliche Idylle bekommt tiefe Risse, als drei Freundinnen bei ihrem eiskalten Bad nach dem Saunagang eine augenlose Wasserleiche entdecken. Zu ihrem Entsetzen handelt es sich dabei auch noch um den seit einem Monat spurlos verschwundenen Ex-Freund einer der drei. Kommissar Jakob Weber und Noora Yun Sande können schnell Verbindungen zu einer äußerst exklusiven Privatklinik entdecken, deren prominenter Chef nur bedingt mit der Polizei zusammenarbeiten will. Und dann taucht auch schon die zweite Leiche auf, bei der es sich eindeutig um keinen Zufall handeln kann.
Der erste Teil konnte mich restlos begeistern, denn die ruhige und trotzdem fesselnd bedrohliche Stimmung, die der Autor in der rauen und kargen Landschaft erzeugt, ist wirklich faszinierend. Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut, denn am Schluss des Auftaktbandes blieben viele Fragen offen. Leider werden noch nicht alle beantwortet, aber trotzdem geht es sehr spannend weiter. Ich mag das sympathische Ermittlerteam und besonders Jakob Weber. Er ist ein erfahrener Profi und trotzdem ist er nicht perfekt, sondern kämpft vor allem mit seinen Schwächen und verletzlichen Seiten im zwischenmenschlichen Bereich. Das macht ihn nahbar und liebenswert. Und auch wenn das Privatleben der Ermittler immer wieder Thema ist, nimmt es doch keinen übergroßen Teil der Gesamtstory ein, was ich sehr mag. Der eigentliche Kriminalfall ist genau wie im ersten Teil sehr packend aufgebaut. Es gibt wieder einige unterschiedliche Perspektiven und auch das ist ein Aspekt, den ich an der Reihe liebe. Dadurch steigert sich die Spannung und die Dynamik zieht im Laufe der Handlung an. Es gibt Twists, die mich wirklich kalt erwischt haben, aber insgesamt kommt die Story nicht ganz an das Niveau des Vorgängers heran. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau und ich bin schon neugierig, wie es weitergehen wird. Denn auch im zweiten Band folgt ein kleiner Cliffhanger.
Mein Fazit: Solide Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!
Die Polizei von Bodö wird zu einem mysteriösen Tote gerufen, den drei Fraue in der Nähe von Kjerringhöj im Wasser gefunden haben. Eine der Frauen, Tuva scheint den Toten zu kennen, denn es scheint ihr Liebhaber gewesen zu sein. Die beiden Polizisten Jakob und Noora nehmen sich des Falls an, obwohl Noora noch nicht ganz fit ist, nach einer schweren Verletzung, möchte sie an dem Fall beteiligt werden. Die beiden sind die ersten am Tatort und die Leiche gibt ihnen einige Rätsel auf, denn ihr fehlen die Augen und ein Hautstück. Die Ermittlungen gestalten sich erstmal als sehr schwierig. Ein Anhaltspunkt kann eine Einrichtung für schwergestörte Menschen geben. Außerdem glaubt Jakob an eine Verbindung zu einem nicht gelösten Fall. Viel zu tun für die Polizei von Bodö, denn der Mörder wartet schon auf sein nächstes Opfer. Der Thriller „Dunkel wie die Nacht“ von Orjan N. Karlsson spielt im Norden von Norwegen auf einer Insel in einem sehr entlegenen Gebiet. Das Cover zeigt ein idyllisches Bild eines Fjords, der wohl den Schauplatz dieses Thrillers darstellt. Die Hauptpersonen, die sehr unterschiedlich sind, ermitteln mit einem gesamten Team in diesem doch sehr mysteriösen Fall. Immer wieder holt der Autor den Leser ab und zieht ihn mit in den Fall. So sind die Kapitel mit den Namen der handelnden Personen beschrieben und das ist schon sehr spannend, da man immer wieder dieser Person über die Schulter schauen kann und dann auch ihre Gefühle mitbekommt. Die sind sehr unterschiedlich bei den Polzisten, sei es romantische Gefühle oder auch persönliche und psychische Belastungen. Außerdem sieht sich das Team einem Fall gegenüber der spannender und mysteriöser nicht sein kann. Schon allein die fehlenden Augen und Hautpartikel sorgen für spannende Momente, denn der Mörder ist auch absatzweise zu lesen mit seinen Gedanken. Aber wer ist es? Das hat der spannende und überraschende Schluss dann zu bieten. Ich finde diesen Thriller sehr spannend und auch die gesamte Story nachvollziehbar. Man lernt viel über die Denkweise dieses Teams und die Schönheit der Natur kennen. Ich kann den Thriller gut empfehlen.
Dunkel wie die Nacht (Jakob Weber Reihe Band 2) von Ørjan N. Karlsson
Packend, komplex & typisch nordisch
Ein stark aufgebauter Nordland-Krimi, der durch seine bildhafte Erzählweise und ein extrem fesselndes, vielschichtiges Finale überzeugt.
Worum geht’s? Schauplatz ist das idyllische Kjerringøy am Karlsøyfjord. Die Ermittler Jakob Weber und Noora Yun Sande stehen vor einem Albtraum: Grausame Morde lassen Opfer ohne Augen zurück. Schneller als geahnt gerät das gesamte Team selbst ins Visier des Täters. Jakob muss alle Kräfte mobilisieren, um seine Kollegen und sich vor den fatalen Konsequenzen der Ermittlungen zu schützen.
Meine Lesereise Gleich zu Beginn gab es für mich zwei Herausforderungen. Zum einen fordert der große Personenpool in Kombination mit den norwegischen Namen jemanden ohne norwegische Sprachkenntnisse sehr heraus – ein Personenverzeichnis im Buchanhang wäre hier eine tolle Hilfestellung für den Lesefluss, um sich die Namen besser zu merken. Zum anderen knüpft die Story stark an Band 1 (Kalt wie die Luft) an. Für Quereinsteiger wie mich waren die Rückblenden etwas zu lückenhaft. Da die Erzählung sehr bildhaft und detailreich ist, empfehle ich definitiv, Band 1 vorab zu lesen. Das Buch punktet jedoch mit vielschichtigen, greifbar lebendigen Charakteren. Die packende Erzählweise und die authentischen Einblicke in die Täterperspektive haben meine Lesemotivation durchgehend hochgehalten.
Das Finale & Lesesterne Zum Ende hin weicht die ausführliche Erzählweise rasanten und parallelen Ereignissen, da in den letzten Szenen wirklich alle Beteiligten gleichzeitig mit ganz eigenen, intensiven Herausforderungen kämpfen. Das sorgte für echte Gänsehaut-Momente. Die Auflösung kam für mich zwar etwas abrupt, ergab aber ein nachvollziehbares Bild. Da viele Handlungsstränge offenbleiben, baut das Finale ganz klar die Brücke für die Folgebände. Ich werde die Wartezeit auf Band 3 und 4 definitiv nutzen, um Band 1 nachzuholen! Ich bin mir sicher, dass viele Krimifans diese Reihe lieben werden, deshalb gibt es von mir eine klare Buchempfehlung und sehr gute 3,5 Lesesterne für diesen gelungenen Folgeband.
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar: du musst dieses Buch lesen! Denn alleine die Schlagworte Gänsehaut, Nordic Noir und Phantom haben bei mir einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen.
Das Buch fängt mit dem Fund einer Leiche an, die sofort für eine packende Atmosphäre sorgt. Gleiches gilt für die Ermittlungen rund um die dubiose Entzugsklinik, was allein schon für eine tolle Grundlage für einen packenden Thriller sorgt. Ebenso fand ich das Ermittlerteam und deren Zusammenspiel sehr gelungen. Denn jeder der Charaktere hat sein eigenes Päckchen zu tragen, was sie nicht nur menschlicher macht, sondern auch zeigt, dass jeder neben der Arbeit auch noch ein Privatleben besitzt. Gerade Noore hat es mir angetan, da sie eine alte Verletzung trägt, die ihr stark zu schaffen macht und hier gezeigt wird, dass auch sie sich auf einem sehr schmalen Grat bewegt.
Leider konnte das Buch das anfängliche Niveau nicht durchgehend halten und irgendwann war es mir einfach ein bisschen zu viel. Zu viele Charaktere, zu viele Ermittler und zu viele Handlungsstränge, sodass ich irgendwann ein den Überblick verloren habe und nicht mehr zurechtkam, um wen es geht und wie die Konstellation ist. Da hätten weniger Figuren und Handlungen und mehr atmosphärische Beschreibungen der Umwelt dem Ganzen sehr gutgetan.
Auch konnte mich das Ende nicht wirklich überzeugen, da es zu konstruiert für meinen Geschmack wirkte. Zudem fand ich es enttäuschend, dass der erste Mord vom Anfang überhaupt nicht aufgeklärt wurde und eine wiederkehrende Nebenhandlung einfach so im Sande verlief.
Alles in allem kein schlechter Thriller für zwischendurch, aber durch die Verwirrungen und das schwache Ende bleibt das Buch leider nicht langfristig in Erinnerung.
Dunkel wie die Nacht bietet die klassische Atmosphäre eines Nordic-Noir-Krimis mit einer sorgfältig aufgebauten Ermittlung und einer eindrucksvoll beschriebenen Landschaft. Besonders die raue Kulisse trägt viel zur Stimmung des Romans bei.
Der Kriminalfall entwickelt sich ruhig und nimmt sich Zeit, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Für meinen persönlichen Geschmack war das Tempo stellenweise jedoch etwas zu gemächlich. Auch das offene Ende konnte mich nicht ganz überzeugen und hat bei mir eher den Eindruck hinterlassen, dass die Geschichte bewusst auf den nächsten Band ausgerichtet ist.
Wer atmosphärische, eher ruhig erzählte Krimis und fortlaufende Ermittlerreihen mag, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen. Mich konnte dieser zweite Band insgesamt jedoch nicht ganz so mitreißen.
Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar.
Jakob Webers zweiter Fall ist genauso bedrückend, brutal und spannend wie der erste. Durch Ørjans detailreiche und bildhafte Sprache, werden wir Leser quasi mitten hinein ins Geschehen katapultiert, fühlen mit den Ermittlern aber auch den Menschen in Kjerringøy.
Ein gewaltiger, verstörender Thriller, wenn man bedenkt, wozu Menschen fähig sein können und einer Wendung, die ich so nicht habe kommen sehen.
Unbedingt lesenswert! Und ich habe einen neuen norwegischen Lieblingsautor entdeckt und warte schon auf die Übersetzung von Band 3 😉
Ein spannender Regionalkrimi aus Norwegen und der zweite Teil einer Serie. Ich habe mich trotz der vielen verschiedenen Charaktere und Sichtweisen aus denen geschrieben wird, schnell in das Buch und die Handlung eingefunden und das auch ohne das erste Buch gelesen zu haben. Das Buch war durchgängig spannend aber an manchen Stellen fand ich die Übersetzung etwas steif (gerade bei den jüngeren Charakteren hat der Jargon eher nach jemandem Mitte Sechzig geklungen).
Die Geschichte ist spannend und doch angenehm unaufgeregt, das hat mir sehr gefallen. Die Vielzahl an Figuren sorgt für Abwechslung, einige davon hätte ich gerne noch etwas mehr kennengelernt. Der überraschende Twist am Ende ist mutig, wirkt jedoch etwas weit hergeholt. Trotzdem, eine kurzweilige Unterhaltung, die Lust auf mehr macht.