Ob Americano oder Mokka, Eiskaffee oder Espresso, mit oder ohne Zucker: Das Getränk aus den kleinen gerösteten Früchten des Kaffeebaums ist Kult. »Sie brauchen ihn schwarz«, erklärt Philip Marlowe seinem Freund Terry in Der lange Abschied, Tania Blixen erzählt in Jenseits von Afrika von ihrer Kaffeeplantage, Simone Lappert berichtet von einem »Urlaub in der Espressotasse«. Das frisch aufgebrühte Lesebuch entführt in die Welt der Koffein-Aficionados. Und Annabelle von Sperber hat die Anthologie mit ihren ausdrucksstarken Illustrationen versehen: Ein Geschenk für alle Kaffeefreundinnen!
Abgeholt hat mich das nun wirklich nicht. Der Kaffee hat in den meisten Geschichten kaum eine Nebenrolle gespielt, wurde eher als Requisite, wenn überhaupt, auffällig. Das kann man den Autor:innen dieser Geschichten - zumal diese in überwiegender Mehrzahl herausgerissene Kapitel ganzer Werke sind - kaum übel nehmen. Der Herausgeberin aber schon.