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Aber patriarchale Kackscheiße darf man schon sagen, oder? Bekenntnisse einer feministischen Mutter

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Expected 28 Sep 26
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Wie ich versuche, meine Kinder feministisch zu erziehen – und ständig daran scheitere

Die Tochter will nur mit Barbies spielen, die aussehen wie wandelnde Essstörungen. Der Sohn träumt davon, wie sein Fußballidol zu werden – der nur leider wegen Gewalt gegen Frauen vor Gericht steht. Oder gleich Gangster-Rapper. Na ganz toll. Willkommen im Alltag einer Familie, in der die Eltern klischeefrei erziehen wollen – und dann der Alltag dazwischen kommt! Autorin und Mutter Alexandra Zykunov erzählt, wie das Patriarchat auch vor aufgeklärten Eltern nicht Halt macht, was zur Hölle man antworten soll, wenn der Teenie-Sohn plötzlich sexistische Witze reißt und die Tochter schon in der Grundschule mit ihrem Aussehen hadert. Mit gnadenloser Ehrlichkeit und ihrem typisch wütend-witzigen Ton schreibt die Bestsellerautorin über die täglichen Kämpfe unzähliger Eltern zwischen Anspruch und Realität. Ein Hörbuch für alle, die Feministische Erziehung ist verdammt schwer, mit Kindern über patriarchale Kackscheiße zu sprechen noch schwerer. Doch beides zahlt sich am Ende aus. Also, hoffentlich.

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First published April 27, 2026

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Alexandra Zykunov

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Profile Image for Lisa_V.
807 reviews4 followers
August 28, 2026
Wut trifft auf Hoffnung

Puh, durch die Lektüre von „Aber patriarchale Kackscheiße darf man schon sagen, oder?“ der Autorin Alexandra Zykunov wurde mir wieder mal bewusst mit welchen Themen, Vorurteilen und gesellschaftlichen Dynamiken unsere Kinder von klein an konfrontiert sind. Nicht leicht als Eltern dagegen anzuerziehen. Wie eine feministische Erziehung für alle Kinder aussehen könnte, dafür gibt es hier jede Menge Anregungen. Egal ob Kleinkind, Pre-Teen, oder Teenager für jedes Alter macht der Start in die feministische Wertevermittlung Sinn. Auch wenn der Titel für meinen Geschmack etwas zu provokant ist und vielleicht deshalb Eltern abschreckt, das Buch an sich gefiel mir richtig gut. Der Autorin und Mutter gelingt nämlich eine gute Balance zwischen externen Quellen bzw. wissenschaftlicher Expertise und ihren eigenen Erfahrungen. Der Tonfall ist wie schon der Titel vermuten lässt, frech und unverblümt, aber durchaus sympathisch. Und manchen der patriarchalen Auswüchse kann man auch nur mit Humor begegnen. Trotz allem macht die Autorin aber auch erstaunlich viel Hoffnung, denn Trommelwirbel, es ist tatsächlich möglich unsere Kinder gegen all die "patriarchale Kackscheiße" resistent zu machen. Mühsam und mit viel Erziehungsarbeit verbunden, aber es geht. Und allein für diese bahnbrechende Erkenntnis, lohnt sich die Lektüre schon. Zum Glück gibt es aber auch darüber hinaus jede Menge konkreter Tipps.
Profile Image for Ani.
371 reviews37 followers
Review of advance copy received from NetGalley
August 22, 2026
Für mich ist dieses Buch eigentlich eher zwei Sterne wert, weil es hier um absolute Grundlagen geht, über die man bereits alles in diversen Büchern der 2010er-Jahre finden konnte.

Dennoch vergebe ich gerne vier Sterne, denn für alle, die mit den Themen im Buch noch nicht so viel am Hut hatten oder grade mal so den großen Zeh ins Wasser des Feminismus halten, ist es sicher lehrreich. Der Schreibstil ist wie bei Zykunovs anderen Büchern nicht meins, aber zugänglich.

Die Gespräche mit ihren Kindern beschreibt sie sehr charmant. Zwischen rosa-hellblau-Falle und leicht peinlichen Fragen manövriert sie sich als feministische Mutter durch (und das scheint sie sehr gut zu machen).

Mit Kindern über Gefühle sprechen und ihre Kreativität fördern ist natürlich unabdingbar, daher noch ein kleiner Tipp von mir: Pen and Paper! Das ist mit Kindern eine echte Offenbarung, weil die oft so anders als Erwachsene an Geschichten gehen und spannende Ideen haben. Es gibt da wunderbare Erzählspiele, wie Stewpot, in dem man ehemalige Held*innen spielt, die keine Lust mehr auf Abenteuer und Kämpfen haben und stattdessen gemeinsam eine Fantasy-Taverne eröffnen. Das Spiel hat super viele Möglichkeiten und Minispiele, Kinder lieben's und selbst das Stillste blüht plötzlich auf und schnattert los.

Ein Kritikpunkt ist für mich die Art, wie immer wieder "das Patriarchat" herangezogen wird, "das Patriarchat" schadet Jungs und Männern, "es" lässt denen praktisch keine Wahl, "es" verlangt etwas von ihnen. So als wäre es uns von einer höheren Macht übergestülpt worden und nicht von Männern erschaffen, die es bis heute aufrecht erhalten (nicht alle und ja, mit ein paar Frauen als Steigbügelhalterinnen).

Zykunov hat natürlich den leicht verklärten Blick einer Mama, die eben auch einen Sohn hat und einer Frau, die eben auch einen Mann hat (der mir anhand der Schilderungen problematisch erscheint, aber ich kenne nur winzige Ausschnitte und kann das natürlich nicht korrekt beurteilen). Mich nervt dieses Wohlwollen oft, aber ich verstehe es auch. Immerhin habe ich meine eigenen Baustellen und mein Blick auf Männer ist durch diverse sehr private Dinge vorbelastet.

An manchen Stellen fand ich die Schilderungen von dem, was die Kinder so sagen und fragen, etwas privat, zumal auch ihre Namen fallen. Allerdings erwähnt die Autorin, dass sie alle Stellen von den Kids hat absegnen lassen und auch Dinge wieder rausgenommen hat, wenn die damit nicht einverstanden waren.

Ich finde jedenfalls, dass sie alles gibt (und dabei behauptet sie nie, perfekt zu sein).

Große Empfehlung für alle mit Nachwuchs oder die welchen planen!
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